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Direktbank versus Filialbank - was trifft Ihre Bedürfnisse besser?

Bei vielen Menschen, die einen Kredit aufnehmen wollen, stellt sich die Frage, ob sie das lieber bei einer Direktbank oder bei der Filialbank tun sollten. Dabei gibt es bei beiden Optionen Vor-, und Nachteile. In diesem Artikel bekommen Sie erklärt, welche das sind und was die jeweiligen Banken auszeichnet.

Das Wichtigste zusammengefasst
  • Die deutlich schlankeren Strukturen schlagen sich zum einen in den niedrigeren Gebühren und zum anderen auch in den attraktiveren Konditionen für die klassischen Produkte einer Direktbank nieder.
  • Im Vergleich zu den Direktbanken durchlaufen die Transaktionen in einer Filialbank kompliziertere Prozesse, was auf der anderen Seite aber auch die individuelle Einflussnahme auf Entscheidungen eröffnet. Beispielsweise können langjährige Geschäftsbeziehungen, die immer auch eine persönliche Komponente haben, bei einer Kreditentscheidung wichtig sein.
  • Als klassische Form der Geldhäuser übernimmt die Filialbank immer noch ein breites Spektrum an Aufgaben, zu denen vor allen Dingen die Ein- und Auszahlung von Bargeld gehört. Im Gegensatz zu den konsequent auf das Internet zugeschnittenen Prozessen bei einer Direktbank setzen die klassischen Filialbanken auf den persönlichen Kontakt zu Ihren Kunden.
Inhaltsverzeichnis

    Direktbank - die schlanke Alternative

    Die innovativen Kommunikationstechnologien eröffneten sukzessive ein neues Geschäftsmodell: Die Direktbank konnte sich zu einer echten Alternative zur klassischen Geschäftsbank entwickeln. Vor allem das Internet eröffnet mit seinem enormen Potenzial die Möglichkeit, Prozesse stringent zu organisieren, kostengünstig und schnell zu arbeiten - ohne dass Sie dabei auf Service, Beratung oder prompte Abwicklung von Aufträgen verzichten müssten.

    Die Direktbank - ein Steckbrief

    schreibmaschine mit briefInsbesondere seit 1990 tauchten im Bankensektor Anbieter auf, die ihre Geschäfte zunächst per Telefon und Post abwickelten. Das Internet ermöglichte die Erhöhung der Effizienz, die Transaktionen konnten nun online erledigt werden. Die klassischen Filialen werden Sie bei den meisten Direktbanken vergeblich suchen, sämtliche Dienstleistungen können von den Bankkunden entweder selbst erledigt oder per Telefon initiiert werden. Trotzdem erfüllt eine Direktbank alle Aufgaben einer Vollbank und unterliegt ebenso den strengen Richtlinien der Bankenaufsicht. Die Beratung zu den verschiedenen standardisierten Produkten erfolgt im Online-Dialog, in dem die notwendigen Dokumente erstellt und an die Kunden geschickt werden. Das Portfolio der Direktbanken bedient die üblichen Geschäftsfelder, die von festverzinslichen Geldanlagen über Kredite bis hin zum Online-Trading mit den verschiedensten Wertpapieren reichen.

    Die Unterschiede zwischen Geschäfts- und Direktbank

    Der gravierendste Unterschied besteht im Fehlen der Bankfilialen, die nicht nur mit den bevorzugten Innenstadtlagen, sondern insbesondere mit dem Personal enorme Kosten zu tragen haben. Die somit deutlich schlankeren Strukturen schlagen sich zum einen in den niedrigeren Gebühren und zum anderen auch in den attraktiveren Konditionen für die klassischen Produkte einer Direktbank nieder. So gehören Giro-, Tagesgeld - und Festgeldkonten zum gängigen Portfolio von Direktbanken, aber eben auch Kredite und vor allem Wertpapierdepots. Die Direktbanken eröffnen ihren Kunden in vielen Fällen die Möglichkeit zum Online-Brokerage, also dem Wertpapierhandel im Internet, die Strukturen sind naturgemäß vorhanden. Die Unterschiede zu den klassischen Geschäftsbanken bestehen also im Prinzip nur in den Prozessen, die ohne persönliche Beratung auskommen und straff durchorganisiert sind. Trotzdem steht Ihnen ein permanenter Support im Internet oder telefonisch zur Verfügung, um anstehende Probleme unkompliziert lösen und Fragen beantworten zu können.

    Unterschrift setzenDie Kontoeröffnung bei einer Direktbank

    Die durchorganisierten Abläufe machen sich auch bei der Kontoeröffnung bemerkbar: Auf den Seiten der jeweiligen Direktbank können Sie die wichtigsten persönlichen Daten zur Eröffnung eines Kontos eingeben. Daraufhin erhalten Sie die Antragsunterlagen per Post, denn die Auflagen des Geldwäschegesetzes müssen in jedem Fall eingehalten werden. Dazu suchen Sie einfach mit dem Kontoeröffnungsantrag und Ihrem gültigen Personalausweis oder Reisepass eine Postfiliale auf. Zu den Unterlagen gehört ein Formular für das PostIdent-Verfahren: Ein Post-Mitarbeiter führt die Identifizierung durch, bestätigt die Unterlagen und bringt alle Dokumente auf den Weg. Innerhalb weniger Tage gehen Ihnen die Zugangsdaten für das Konto bei der Direktbank zu und Ihnen stehen alle Funktionalitäten zur Verfügung.

    Die Sicherheit der Geldeinlagen

    Wie jede andere Bank in Deutschland auch unterliegen die Direktbanken der Bankaufsicht, sodass sowohl alle Eigenkapitalauflagen greifen als auch für die Guthaben auf den Giro-, Festgeld- und Tagesgeldkonten die Einlagensicherung gilt. Die gesetzliche Absicherung beträgt maximal 100.000 Euro, die pro Kunde in Anspruch genommen werden können. Die darüber hinausgehende freiwillige Einlagensicherung, zu der sich mehr als 200 Banken und Direktbanken in Form des Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken zusammengetan haben, berechnet sich aus 30 Prozent des haftenden Eigenkapitals. Auf dieser Grundlage kann die Einlagensicherung pro Kunde deutlich höher ausfallen, wie Sie den Webseiten der jeweiligen Direktbank im Detail entnehmen können.

    Die Bargeldversorgung

    Geld gut anlegenAuch in der Frage der Bargeldversorgung steht eine Direktbank den Geschäftsbanken nicht nach: Zahlreiche Geldautomaten stehen den Bankkunden zur Verfügung. Entweder haben sich die Online-Banken einem Pool, wie beispielsweise dem CashPool oder der Cash Group, zusammengeschlossen, um die Geldautomaten gemeinsam nutzen zu können, oder die Kunden der Direktbank können auf das Automaten-Netz der Mutter-Gesellschaft zurückgreifen. In einigen Fällen werden auch Kreditkarten zur kostenlosen Bargeldversorgung an den Automaten anderer Banken angeboten, sodass keinerlei Nachteile zu befürchten sind.

    Die Bareinzahlung

    Etwas umständlicher ist die Einzahlung von Bargeld, was naturgemäß nur mit einer Überweisung erledigt werden kann. Entweder benötigen Sie dazu ein klassisches Referenzkonto oder Sie können die Mutter-Banken nutzen, wie beispielsweise die Sparkassen bei der Direktbank 1822direkt oder die Commerzbank bei Comdirect. Bei der Auswahl einer Direktbank sollten Sie also darauf Rücksicht nehmen, ob Bargeld-Transaktionen in Ihrem Alltag häufig vorkommen. Alternativ stehen auch Fremdbanken für die Bareinzahlung ein, berechnen aber für die Überweisung auf die Direktbank eine Gebühr.

    Die renommiertesten Direktbanken in Deutschland

    Zwischenzeitlich nutzen in Deutschland mehr als 14 Millionen Kunden die enormen Möglichkeiten, die Direktbanken ihnen bieten. Dabei arbeiten sowohl unabhängige Institute als auch Tochterunternehmen von großen Geschäftsbanken als Direktbanken, eine Übersicht soll Ihnen zu den Hintergründen Aufschluss geben:

    Direktbank Eventuelle Muttergesellschaft
    1822direkt Frankfurter Sparkasse
    Bank of Scotland Eigenständig
    Comdirect Commerzbank
    Consorsbank BNP Paribas
    DAB Bank BNP Paribas
    DKB BayernLB
    Fidor Bank Eigenständig
    ING-DiBa niederländische ING Groep
    MLP Finanzdienstleistungen MLP AG
    Netbank Landesbank Berlin Holding
    Norisbank Deutsche Bank
    RaboDirect Rabobank
    SKG Bank DKB
    SBroker Sparkassenorganisation
    Umweltbank Eigenständig
    Volkswagen Bank Volkswagen Financial Services
    VTB Direktbank russische VTB-Gruppe
    Wüstenrotdirect Wüstenrot & Württembergische

    Fazit - Direktbank

    Die reine Abwicklung aller Transaktionen über das Internet, das Telefon oder per Post wurde von Direktbanken zum Geschäftsmodell entwickelt. Für Bankkunden eröffnet sich die Möglichkeit, von günstigen Konditionen und stringenten Abläufen zu profitieren, ohne dafür auf Bank-Filialen zurückzugreifen. Die staatliche Aufsicht und Sicherheit entsprechen in jedem Detail denen der Geschäftsbanken.

    Die Filialbank - die konventionelle Variante

    Bank für Ihren KreditBis zum Einzug des WWW in das tägliche Leben gab es zur klassischen Filialbank keine Alternative. Diese Geldhäuser unterhalten ihre Filialen in zumeist teuren Innenstadtlagen, um die komfortable Erreichbarkeit für ihre Kunden zu gewährleisten. Eine Filialbank erfüllt verschiedene Funktionen, die von der Versorgung von Bargeld über die Abwicklung verschiedenster Transaktionen bis hin zum Cash Management für Unternehmen reicht. Grundlage bleibt der persönliche Kontakt mit den Kunden, auch wenn die meisten konventionellen Banken sich mit einer schlankeren Online-Tochter ausstatten, um für die verschiedensten Zielgruppen interessant zu bleiben.

    Die Filialbank - ein Steckbrief

    Als die bis in die 90-er Jahre hinein dominierende Organisationsform wird die Filialbank nach wie vor von einem Großteil der Bankkunden bevorzugt. Neben den Unternehmenszentralen unterhält eine solche Bank regional verteilte Filialen, die die persönliche Betreuung der Kunden vor Ort ermöglicht. Abhängig von der Größe der jeweiligen Filiale werden neben einer Kasse zur Ein- und Auszahlung von Bargeld auch Schalter zur Abwicklung von Transaktionen, aber auch von Beratungen zu Geldanlagen oder Finanzierungen betrieben. Die Bewilligung von Krediten ist in der Regel ab einer bestimmten Größenordnung zentral organisiert, kleinere Finanzierungen können von den Filialen genehmigt werden. Abhängig von der Ausrichtung der Bank auf gewerbliche und/oder private Kunden werden die Filialen ausgestattet: Gibt es einige Bankhäuser, die nur noch Automaten zur Ein- und Auszahlung oder das Drucken von Kontoauszügen bereitstellen, unterhalten andere aufwendig mit Personal ausgerüstete Zweigstellen.

    Die Unterschiede zwischen Direkt- und Filialbank

    Vergleich mit WaageSind die Direktbanken auf die Abwicklung aller Geschäfte im Internet oder per Telefon ausgerichtet und können trotzdem umfassende Serviceleistungen bieten, setzt eine Filialbank auf die persönliche Betreuung ihrer Kunden vor Ort. Schon um die Erreichbarkeit zu gewährleisten, werden kostenintensive zentrale Lagen für die Zweigstellen bevorzugt. Neben den Personalkosten schlagen also auch die Kosten für die Immobilien zu Buche, die aus den Erträgen der Filialbank bestritten werden müssen. Im Vergleich zu den Direktbanken durchlaufen die Transaktionen in einer Filialbank kompliziertere Prozesse, was auf der anderen Seite aber auch die individuelle Einflussnahme auf Entscheidungen eröffnet. Beispielsweise können langjährige Geschäftsbeziehungen, die immer auch eine persönliche Komponente haben, bei einer Kreditentscheidung wichtig sein. Darüber hinaus können in der persönlichen Beratung auch Produkte verkauft werden, die über die standardisierten hinausgehen. Vor allem aber die Bargeldeinzahlung stellt ein wichtiges Kriterium dar, das als Vorteil einer Filialbank zu werten ist. So empfehlen sich die Filialbanken insbesondere für Selbständige und Unternehmen, die neben der Abwicklung des Zahlungsverkehrs auch ihr Cash Management in Zusammenarbeit mit ihren Hausbanken erledigen.

    Die Kontoeröffnung bei einer Filialbank

    Um ein Giro -, Tagesgeld- oder Festgeldkonto bei einer Filialbank eröffnen zu können, ist ein persönliches Gespräch mit einem Kundenberater notwendig. Dieser prüft vor Ort alle Unterlagen, nimmt alle Informationen auf und leitet den Vorgang an die zuständige Abteilung weiter. Die Formalitäten sind für den Kunden erledigt, alle Zugangsdaten erhält der Bankkunde per Post. Um der zunehmenden Internetaffinität Rechnung zu tragen und die Bearbeitungsfristen zu verkürzen sowie den Komfort zu erhöhen, haben auch die Filialbanken das Online Banking für sich entdeckt: Auf die klassischen Konten können die Kunden online zugreifen, um Überweisungen vorzunehmen, Daueraufträge einzurichten oder auch Geldanlagen zu tätigen. Die Filialbank nutzt also durchaus die technologischen Errungenschaften, baut aber weiterhin bei entscheidenden Geschäften auf die persönlichen Gespräche mit einem zuständigen Berater.

    Die Sicherheit der Einlagen

    Schlüssel GeheimnisAuch die Filialbanken unterliegen in Deutschland der staatlichen Bankaufsicht, die die Höhe des nachzuweisenden Eigenkapitals überwacht, aber auch die Sicherheit der Bankguthaben in Form von staatlichen Einlagensicherungen gewährleistet. Diese Kundeneinlagen auf Giro-, Festgeld- oder Tagesgeldkonten sowie Depots beträgt 100.000 Euro pro Kunde. Mit weiteren freiwilligen Sicherheitsfonds, wie beispielsweise von Verband der Sparkassen oder der Volksbanken sowie dem Einlagensicherungsfonds der deutschen Banken, werden die Guthaben auch darüber hinaus in einem enormen Maß abgesichert. Hier variieren die Höhen allerdings, sodass jeder Bankkunde die Veröffentlichungen seiner Filialbank studieren sollte.

    Der Bargeldverkehr

    Einer der größten Vorteile einer Filialbank ist die Möglichkeit, Bargeld in den Filialen oder an entsprechenden Automaten einzuzahlen - diese Möglichkeit sehen die meisten Direktbanken nicht vor. Die Bargeldversorgung wiederum wird entweder direkt in der Filiale durch Kassen oder durch ein dichtes Netz an Automaten abgesichert. Im Rahmen zweckmäßiger Zusammenschlüsse und Abkommen, wie beispielsweise der Cash Group, können die Kunden einer Filialbank auch auf Geldautomaten anderer Banken zugreifen, ohne dafür zusätzliche Gebühren bezahlen zu müssen.

    Die größten Filialbanken und die Drei-Säulen-Struktur in Deutschland

    Rund 2.000 Banken mit mehr als 38.000 Niederlassungen zählte die Bundesbank im Jahr 2010, wobei sich folgende Struktur herauskristallisiert:

    Typ Renommierte Beispiele
    Private Geschäftsbank
    • Große Filialbanken, wie zum Beispiel die Deutsche Bank oder die Commerzbank
    • Regional aufgestellte Filialbanken, wie beispielsweise die Südwestbank
    • Privatbanken, wie Fürst Fugger Bank
    Öffentlich-rechtliche Banken Sparkassenverband mit seinen Filialen
    Genossenschaftsbanken
    • Volks- und Raiffeisenbanken
    • kirchliche Banken
    • sonstige Banken, wie zum Beispiel Deutsche Apotheker- und Ärztebank, BBBank

    Fazit - Filialbank

    Als klassische Form der Geldhäuser übernimmt die Filialbank immer noch ein breites Spektrum an Aufgaben, zu denen vor allen Dingen die Ein- und Auszahlung von Bargeld gehört. Im Gegensatz zu den konsequent auf das Internet zugeschnittenen Prozessen bei einer Direktbank setzen die klassischen Filialbanken auf den persönlichen Kontakt zu Ihren Kunden. Die so entstehenden Kosten gehen nicht zuletzt zu Lasten der Erträge und damit der Konditionen für die verschiedenen Produkte und Dienstleistungen.

    Kunden-Bewertungen

    4.4 / 5
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