Nebenkosten – Abrechnungen sind häufig falsch

Gemäß § 1 Betriebskostenverordnung handelt es sich bei Betriebs- oder Nebenkosten um Kosten, die dem Eigentümer durch das Eigentum am Grundstück bzw. Gebäude bei der Nutzung durchgehend entstehen. Wenn der Eigentümer Sach- oder Arbeitsleistungen am Gebäude erbringt, ist das mit dem Betrag zu berücksichtigen, den ein Dritter für die gleichwertige Leistung berechnen würde, ohne die in diesem Fall fällige Umsatzsteuer zu berücksichtigen. Dabei dürfen nur solche Nebenkosten abgerechnet werden, die im Mietvertrag aufgeführt werden. Dazu gehören neben Wasser und Heizkosten auch Wasserkosten, Grundsteuer, Abwasser, Straßenreinigung und Müllabfuhr, Hausreinigung und Ungezieferbekämpfung, Beleuchtung, Fahrstuhl, Schornsteinreinigung, Versicherungen, Hauswart, Gemeinschaftsantenne und Breitbandkabel, Wascheinrichtungen und sonstige Kosten.

Inhalts­verzeichnis

    Nachzahlung? Nebenkosten nicht anstandslos überweisen

    Wenn die Nebenkostenabrechnung im Briefkasten liegt, sollten Sie nicht in Panik ausbrechen und eventuell offene Beträge sofort überweisen. Für die Begleichung eines offenen Betrages haben Sie zunächst 30 Tage Zeit, sodass Sie den Betrag in Ruhe überprüfen können. Der Deutsche Mieterbund berichtet, dass nahezu jede zweite Nebenkostenabrechnung falsch ist. Wenn auch Sie das Gefühl haben, bei Ihren Nebenkosten könnte etwas nicht stimmen, können Sie sich entweder am Betriebskostenspiegel der Deutschen Mieterbundes orientieren oder einen Nebenkostenrechner befragen. So erhalten Sie zumindest einen Eindruck über die grobe, durchschnittliche Höhe der Betriebskosten einer Wohnung, die mit Ihrer vergleichbar ist. Rechner dieser Art sind kostenlos und orientieren sich in der Regel ebenfalls an der vom Deutschen Mieterbund errechneten Durchschnittshöhe. Sollten Ihre Nebenkosten pro Quadratmeter überdurchschnittlich hoch sein, sollten Sie die Abrechnung in jedem Fall genauer unter die Lupe nehmen. Das gleiche gilt bei wesentlichen Veränderungen im Vergleich zur Vorjahresabrechnung.

    Durchschnittliche Nebenkosten berechnen

    Das Ausrechnen Ihrer ungefähren Nebenkosten ist nicht nur im Hinblick auf die Jahresabrechnung wichtig, sondern vor allem auch mit Blick auf die monatliche Vorauszahlung. Denn häufig verlangen Vermieter einen viel zu geringen Nebenkostenabschlag, um den Mietpreis gering aussehen zu lassen. Bei der ersten Abrechnung kommt dann das böse Erwachen: Eine riesige Nachzahlung und eine deutlich höhere Abschlagszahlung für die Zukunft. Um das zu vermeiden, können Sie die Angemessenheit der verlangten Nebenkostenvorauszahlungen bereits vor Einzug in eine neue Wohnung jedenfalls grob einschätzen und auf diesem Weg böse Überraschungen vermeiden.

    Übersichtliche Abrechnungen

    Wenn Sie Ihre Nebenkostenabrechnung erhalten, sollten Sie darauf achten, dass diese übersichtlich ist und Kostenpunkte nur bezüglich der im Mietvertrag vereinbarten Betriebskosten aufführt. Schon bei diesen eher formellen Dingen finden sich oftmals bereits die ersten Fehler. Sollte Ihre Nebenkostenabrechnung unübersichtlich oder nicht nachvollziehbar wirken oder haben Sie einen Berechnungsfehler gefunden, beispielsweise in Bezug auf den Verteilerschlüssel der Nebenkosten, dann können Sie der Zahlungsaufforderung widersprechen und eine neue Abrechnung verlangen.

    Die Ausgaben für Nebenkosten fallen immer höher aus

    Mieter und auch Hausbesitzer haben seit Jahren mit demselben Problem zu kämpfen: Neben der Kaltmiete oder den allgemeinen Unterhaltskosten für das Eigenheim werden immer höhere Ausgaben für die so genannten Nebenkosten fällig. Durchschnittlich zahlen Mieter rund 1,13 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche für Nebenkosten. Fünf Jahre zuvor waren es noch ca. 30 Cent weniger. Der Deutsche Mieterbund hat berechnet, dass diese Kosten zwischen 2002 und 2006 um rund ein Drittel gestiegen sind. Ein noch größerer Anstieg ist für 2007 und 2008 zu erwarten, da vor allem die Energiekosten enorm zugenommen haben. Allgemein zählt man zu den Nebenkosten in erste Linie die Ausgaben für die Strom und Heizung (in der Regel Gas , Öl oder Fernwärme) und die Wasserver- und Entsorgung. Allein auf Strom und Heizung fallen rund 42 Prozent der Kosten, fast 30 Prozent auf das Wasser. Weitere Entgelte sind für Versicherungen, die Müllentsorgung, Straßenreinigung und die Grundsteuer zu entrichten.

    Sparen bei den Nebenkosten

    Einige Bestandteile der Nebenkosten sind vom Mieter nicht zu beeinflussen. So sind beispielsweise die Höhe der Grundsteuer und die Kosten der Müllentsorgung gesetzlich festgelegt. Sparpotential gibt es aber bei den teuersten Posten: Den Heiz- und Stromkosten . Gerade bei Strom lohnt es sich, einen Anbietervergleich zu machen. Die Preise der einzelnen Versorger unterscheiden sich häufig sehr stark, so dass Einsparungen von mehreren hundert Euro möglich sind. Bei Heizöl können Sie mit unserem Heizölrechner einen preiswerten Anbieter in Ihrer Region finden und auch hier kräftig sparen.

    Kunden-Bewertungen

    • 5 / 5
      Darstellungen sehr übersichtlich. Wechsel hat ganz leicht funktioniert. Jederzeit gerne wieder.
    • 2 / 5
      der anbieter hat sich auch an tag 4 noch nicht gemeldet
    • 5 / 5
      sehr übersichtlich; der Wechsel klappte sehr schnell
    • 4 / 5
      Prompte und schnelle Barbeitung

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