Überprüfung der Jahres­abrechnung – Nebenkosten können fehlerhaft sein

Jedes Jahr wird sie von Mietern mit Hochspannung erwartet: Die Jahresabrechnung. Aufgrund der stetig steigenden Energiepreise fällt sie für viele Mieter zunehmend höher aus. Auch ein harter Winter kann die Kosten aufgrund des höheren Heizbedarfs nach oben treiben. Oft liegen die Nachforderungen im dreistelligen Bereich. Denn die Jahresabrechnung zeigt immer häufiger, dass die bereits getätigten Vorauszahlungen für den Abrechnungszeitraum nicht die anfallenden Kosten decken. Doch nicht immer sind die hohen zu entrichtenden Nachzahlungen auf die höheren Energiepreise zurückzuführen: Oft werden in der Jahresabrechnung Nebenkosten aufgeführt, die laut Betriebskosten­verordnung nicht auf den Mieter umgelegt werden dürfen.

Inhalts­verzeichnis

    Jahresabrechnung – fristgerecht eingegangen?

    Mieter sollten die Jahresabrechnung nicht als gegeben hinnehmen: Eine Überprüfung kann schnell zeigen, dass die Nachforderung zu hoch ausfällt. In diesem Fall sollten betroffene Mieter Widerspruch einlegen. Der Deutsche Mieterbund erklärt sogar, dass die Hälfte aller Jahresabrechnungen fehlerhaft ist. Zunächst muss geprüft werden, ob der Vermieter die Jahresfrist eingehalten hat. Der Vermieter ist schließlich verpflichtet, dem Mieter die Jahresabrechnung innerhalb von zwölf Monaten nach dem Ende des Abrechnungszeitraums zukommen zu lassen. Bei Nichteinhaltung der Frist muss der Mieter die Nachzahlung nicht tätigen.

    Welche Nebenkosten sind umlagefähig?

    Um die Jahresabrechnung zu überprüfen, sollten sich Mieter ihren Mietvertrag genau ansehen. Dort sind die zu zahlenden Nebenkosten festgelegt. Doch nicht alle vom Vermieter angeführten Betriebskosten sind umlagefähig. Welche Kosten angerechnet werden dürfen, ist in der Betriebskostenverordnung festgelegt. Daher wird Mietern geraten, bei der Jahresabrechnung jeden einzelnen Posten zu überprüfen. Neben Warmwasser- und Heizkosten sind unter anderem die Kosten für Kalt- und Abwasser, die Müllabfuhr, den Aufzug, die Gebäude- und Straßenreinigung und auch der Allgemeinstrom umlagefähig. Aber auch die Kosten für den Hausmeister können über die Betriebskosten abgerechnet werden, jedoch nicht vollständig. So können zum Beispiel Kosten für Reparatur- und Renovierungstätigkeiten nicht auf die Mieter umgelegt werden. Oftmals finden Mieter diese Positionen jedoch auf ihrer Jahresabrechnung. Auch Bankgebühren oder Verwaltungsausgaben sind nicht umlagefähig.

    Rechenfehler in der Jahresabrechnung

    Zusätzlich sollte die Jahresabrechnung aber auch auf einfache Rechenfehler überprüft werden. Dazu sollten sowohl der Verteilerschlüssel als auch die geleisteten Vorauszahlungen und der Mietanteil nachgerechnet werden. Hilfestellung bei der Prüfung der Jahresabrechnung bieten auch die deutschen Mietervereine.

    Kunden-Bewertungen

    • 5 / 5
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    • 2 / 5
      der anbieter hat sich auch an tag 4 noch nicht gemeldet
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    • 4 / 5
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