Betriebskosten­abrechnung: Muster für Mieter hilfreich

Die Betriebskosten­abrechnung oder auch Nebenkosten­abrechnung enthält eine Aufstellung aller innerhalb eines Jahres angefallenen Kosten des Vermieters für die Unterhaltung seines Mietshauses. Diese werden auf die einzelnen Mietparteien des jeweiligen Gebäudes umgelegt, sodass jeder Mieter eine eigene Abrechnung über die Betriebskosten erhält. Damit die Betriebskosten­abrechnung für den Mieter am Ende des Abrechnungszeitraums nicht zu einem erheblichen finanziellen Problem wird, wird auf die normale Kaltmiete jeden Monat ein bestimmter Betrag als Betriebskosten­vorauszahlung aufgeschlagen. Der monatlich zu zahlende Gesamtmietbetrag wird als Warmmiete bezeichnet. Grund für diese Formulierung ist, dass in den Betriebskosten­vorauszahlungen in der Regel auch die Kosten für Heizung und Warmwasser enthalten sind, sofern das Haus über eine Fernwärmeheizung beheizt wird.

Betriebskosten­abrechnung: Muster für den Kostencheck

Da eine fehlerhafte Betriebskostenabrechnung vom Vermieter keine Seltenheit ist, sollten Mieter ihre alljährliche Betriebskostenabrechnung einer genauen Prüfung unterziehen. Ein Betriebskostenabrechnungs-Muster kann hierbei helfen. Die Betriebskostenabrechnung sollte zunächst mit einer genauen Bezeichnung von Haus und Abrechnungszeitraum beginnen. Danach sollten alle Kosten, die in dem Abrechnungszeitraum angefallen sind, für das gesamte Haus detailliert dargestellt werden. Die Betriebskostenabrechnung für Mieter enthält dann die Kosten für die Grundsteuer, Wasserkosten, Abwasser, Straßenreinigung sowie Müllabfuhr, Fahrstuhl, Hausreinigung und Ungezieferbekämpfung, Beleuchtung, Schornsteinreinigung, Versicherungen, Hauswart, Gemeinschaftsantenne bzw. Breitbandkabel, Allgemeinstrom, Wascheinrichtungen sowie weitere Kosten wie Wartung und Betrieb eines eventuell vorhandenen Fahrstuhls. Die in dieser Aufzählung nicht enthaltenen „warmen“ Nebenkosten, also Heizung und Warmwasser, werden von den weiteren Betriebskosten getrennt, in einer Heizkostenabrechnung aufgeschlüsselt, ausgewiesen.

Betriebskosten­abrechnung: Mieter sollten auf genaue Aufschlüsselung achten

Nachdem zunächst die für das Wohngebäude angefallenen Gesamtkosten dargestellt wurden, enthält die Abrechnung eine Umlage auf den einzelnen Mieter. An dieser Stelle muss Ihr Vermieter oder der jeweilige Abrechnungsdienstleister den Schlüssel benennen, der dieser Umlage zugrunde gelegt wird. Dabei handelt es sich entweder um die Quadratmeteranzahl der Wohneinheit oder den Kubikmeter-Verbrauch beim Wasser. In der nächsten Spalte wird der Gesamtverbrauch bzw. die Gesamtanzahl des Hauses bezüglich dieses Punktes aufgeführt. Erst dann wird dieser Gesamtwert über den jeweiligen Schlüssel, also die Quadratmeteranzahl oder den Wasserverbrauch, auf die einzelnen Wohnungen umgelegt. Der Betrag für Ihre Wohneinheit ist dann auf Ihrer Betriebskostenabrechnung aufgeführt. Von der sich daraus ergebenden Gesamtsumme wird schließlich noch der monatlich vorausbezahlte Betrag abgezogen und die Kosten aus der gesonderten Heizkostenabrechnung werden hinzu gerechnet. So ergibt sich ein Betrag, den Sie entweder von Ihrem Vermieter zurückerstattet bekommen oder nachzahlen müssen.

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