Kündigung des Mietvertrages – Fristen beachten!

Grundsätzlich können Sie als Mieter jederzeit mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten ohne Angabe von Gründen Ihren Mietvertrag kündigen. Diese drei Monate sind gesetzlich vorgeschrieben und gelten unabhängig von der Wohndauer. Im Mietvertrag kann allerdings auch eine kürzere Kündigungsfrist von zum Beispiel einem Monat vertraglich vereinbart werden. Eine längere Frist als drei Monate ist hingegen nicht zulässig. Unter bestimmten Voraussetzungen steht Ihnen als Bewohner einer Mietwohnung jedoch ein Sonderkündigungsrecht zu. Wenn Ihr Vermieter zum Beispiel eine Modernisierung ankündigt oder sich die Miete erhöht, können Sie Ihren Mietvertrag unter Umständen außerordentlich kündigen.

Inhalts­verzeichnis

    Kündigung bei Zeitmietverträgen

    Etwas anderes gilt bei Zeitmietverträgen: Eine Kündigung des Mietvertrages während der Laufzeit ist hier nur möglich, wenn sich der Mieter auf ein Sonderkündigungsrecht beruft oder das Recht zur fristlosen Kündigung hat. Grundsätzlich bedarf die Kündigung des Mietverhältnisses der Schriftform und muss spätestens am dritten Werktag des Monats zum Ende des übernächsten Monats beim Vermieter vorliegen. Wenn diese Karenzzeit nicht eingehalten wird, gilt die Kündigung erst einen Monat später. Wichtig dabei zu beachten ist, dass der Samstag als Werktag gilt. Wenn der dritte Tag der Karenzzeit jedoch auf einen Samstag fällt, wird diese bis zum darauf folgenden Montag verlängert. Den Mietvertrag kündigen kann man immer nur zum Monatsende, nicht beispielsweise zum 15. eines Monats.

    Früher ausziehen dank Nachmieter?

    Wer früher aus seinem Mietvertrag will, kann dies in manchen Fällen durch das Stellen eines geeigneten Nachmieters realisieren. Diese Möglichkeit steht allerdings nicht jedem offen, der schnell aus seiner Mietwohnung will. Der schnelle Auszug dank eines Nachmieters ist beispielsweise dann möglich, wenn im Mietvertrag eine Nachmieterklausel vereinbart ist. Aber auch aus besonderen Gründen, wie dem Umzug in eine größere Wohnung, weil die bisherige wegen Heirat oder Familienzuwachs zu klein ist, einem berufsbedingtem Umzug in eine andere Stadt oder auch einem Wechsel in ein Alters- oder Pflegeheim, ist das Stellen eines Nachmieters zulässig. Nach der Kündigung des Mietvertrages muss die dreimonatige Kündigungsfrist in einem solchen Fall nicht eingehalten werden.

    Kündigung des Mietvertrages – Die richtige Form einhalten!

    Das Auflösen des bestehenden Mietverhältnisses bedarf in jedem Fall der Schriftform. Eine E-Mail ist dabei nicht ausreichend, um den Mietvertrag zu kündigen. Es ist zu empfehlen, die Kündigung des Mietvertrages per Einschreiben mit Rückschein zu versenden, damit Sie einen Beleg dafür haben, ob und wann Ihr Schreiben beim Vermieter der Mietwohnung angekommen ist. Die Kündigung selbst sollte immer den Kündigungstermin und die Wohnungs- oder Mieternummer (falls vorhanden) enthalten. Darüber hinaus sollten Sie auch eine Kündigungsbestätigung von Ihrem Vermieter verlangen. So bleiben Sie in jedem Fall auf der sicheren Seite, falls der Vermieter die rechtzeitige Kündigung bestreitet. Wenn für Nutz- und Nebenflächen – beispielsweise eine Garage –separate Mietvertrag bestehen, müssen diese auch extra gekündigt werden. Sie können für die Kündigung des Mietvertrages auch eine Vollmacht ausstellen, falls Sie sich zum Beispiel im Ausland befinden. Dann muss der Bevollmächtigte die Vollmacht im Original dem Kündigungsschreiben beifügen.

    Muster-Kündigung Mietvertrag: Wie schreibt man eine Wohnungskündigung?

    Mieter, die sich fragen „Wie schreibt man eine Kündigung?“ finden in der Regel im Internet eine Vorlage zur Kündigung des Mietvertrages. Es ist ratsam, bevor Sie Ihren Mietvertrag kündigen, Muster online anzusehen und miteinander zu vergleichen. Daraus lassen sich alle wichtigen Punkte, die Ihr Kündigungsschreiben enthalten muss, erkennen. Folgende Aspekte sollten Sie bei der Kündigung Ihres Mietvertrages nicht vergessen:


    • Adresse und Lage des zu kündigenden Objekts
    • evtl. Wohnungs- oder Mieternummer
    • Datum der Vertragsschließung
    • Kündigungstermin
    • Privates oder gewerbliches Mietverhältnis?
    • Fristgemäße oder fristlose Kündigung? Sonderkündigungsrecht?
    • evtl. Widerruf der Einzugsermächtigung
    • Bitte um Kündigungsbestätigung
    • Ort, Datum, persönliche Unterschrift

    Wann kann der Vermieter den Mietvertrag kündigen?

    Eine Kündigung des Mietvertrages kann vonseiten des Vermieters erfolgen, wenn dazu Gründe für ein berechtigtes Interesse des Vermieters an der Kündigung angegeben werden. Diese Gründe müssen auch aus dem Kündigungsschreiben hervorgehen. Ohne eine entsprechende Begründung ist die Kündigung wirkungslos und kann vom Mieter aufgrund des formellen Mangels zurückgewiesen werden. Ein Grund für eine Mietvertrag-Kündigung durch den Vermieter kann zum einen eine Vertragsverletzung durch den Mieter sein. Dazu gehören zum Beispiel Mietrückstände, eine wiederholt unpünktliche Zahlung der Miete oder gravierende Verstöße gegen die Hausordnung. Auch wenn der Vermieter die jeweilige Mietwohnung für den eigenen Bedarf oder für Personen aus seinem Haushalt bzw. seiner Familie benötigt, kann er den Mietvertrag kündigen. Dabei müssen jedoch nachvollziehbare und vernünftige Gründe angegeben werden – beispielsweise die Heirat eines Kindes, woraufhin die Wohnung gebraucht wird.

    Ein weiterer Grund für eine Kündigung seitens des Vermieters ist die wirtschaftliche Verwertung des Gebäudes oder Grundstücks, wenn diese durch die Fortsetzung des Mietverhältnisses verhindert werden und für den Vermieter dadurch erhebliche Nachteile entstehen würden. Dazu zählt etwa die Sanierung oder der Abriss eines Altbaus. Eine nicht zulässige Begründung für eine Kündigung durch den Vermieter ist es zum Beispiel, dass durch eine Neuvermietung eine höhere Miete erzielt oder die Mietwohnung verkauft werden soll. In einem solchen Fall ist die Kündigung des Vermieters unwirksam. Aber auch einer wirksamen Kündigung können Mieter widersprechen. Die Fortsetzung des Mietverhältnisses kann dann gefordert werden, wenn für den Mieter, seiner Familie oder anderen Haushaltsangehörigen anderenfalls ein Härtefall entstehen würde. Dies trifft zum Beispiel dann zu, wenn unter zumutbaren Bedingungen kein angemessener Wohnraum-Ersatz beschafft werden kann.

    Kunden-Bewertungen

    • 5 / 5
      Gute Vergleiche.
    • 4 / 5
      Schnell, einfach , unkompliziert
    • 2 / 5
      Bei einem Schufaeintrag ist ein Strom Tarifwechsel, obwohl jeder die monatlichen Abschläge im voraus zahlt, nicht möglich und nicht gewollt diskriminierend und eine Frechheit nenne ich das Geschäftgebahren.\n\nMfg ***
    • 4 / 5
      Alles gut, schnell und unkompliziert.

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