Kautionsbürgschaft: Der Ersatz für die Mietkaution

Vertrag

Kautionsbürgschaft – was ist das?

Jeder kennt das Problem: Beim Umzug in eine neue Wohnung muss eigentlich immer eine Mietkaution hinterlegt werden. Die Kaution beträgt in der Regel drei Netto-Kaltmieten – das kann schnell teuer werden. Viele Verbraucher können sich aufgrund der finanziellen Belastung durch die Mietkaution einen Umzug kaum leisten, ohne in finanzielle Schwierigkeiten zu kommen. Aus diesem Grund bieten verschiedene Versicherungsgesellschaften seit einiger Zeit eine Kautionsbürgschaft an, die die Mietkaution sodann ersetzt. Die Versicherung garantiert dem Vermieter eventuelle fällige Ansprüche, die sonst über die Kaution abgewickelt worden wären.

Für wen eignet sich eine Kautionsbürgschaft?

  1. Für alle künftigen Mieter, welche einen finanziellen Engpass überbrücken müssen.
  2. Für alle künftigen Mieter, welche das sonst in die Mietkaution investierte Geld lieber anderweitig verwenden bzw. anlegen möchten.

Die großten Irrtürmer zur Mietkautionsbürgschaft: wir klären auf!

  • Sie funktioniert nicht wie ein Kredit, der regelmäßig abbezahlt wird.
  • Bei Mietschulden wird der Schaden nicht durch eine Versicherung getilgt.
  • Eine Mietkaution kann bereits abgeschlossen werden, wenn noch kein Mietvertrag vorliergt.

Vorteile der Kautionsbürgschaft

Der Vorteil einer Kautionsbürgschaft ist, dass Sie als Mieter Ihre Liquidität wahren können und Ihr Konto nicht überziehen müssen. Der Dispositionszinssatz liegt zumeist bei rund 12 Prozent, so dass bei einer Kontoüberziehung für die Mietkaution weitaus höhere Kosten entstehen, als durch eine Kautionsbürgschaft. Eine Kautionsbürgschaft ist ebenfalls sinnvoll, wenn anderenfalls Ihre letzten finanziellen Reserven aufgezehrt würden und Ihnen bereits vor dem Einzug in die neue Wohnung keine finanziellen Mittel mehr zur Verfügung stehen würden. Dann wäre ein Darlehen naheliegend, was im Normalfall höhere Kosten verursacht, als eine Kautionsbürgschaft.

Kautionsbürgschaft – die Nachteile

Eine Kautionsbürgschaft kann vorteilhaft sein, sie ist jedoch auch nicht umsonst. Im Jahr fallen Gebühren in Höhe von rund fünf Prozent der gewährten Kautionssumme an. Darüber hinaus fallen zusätzlich Kontoführungs- und Bearbeitungsgebühren an. Insofern ist eine Kautionsbürgschaft nicht immer vorteilhaft. Sind finanzielle Rücklagen vorhanden oder ist die Rückzahlung der Kaution der letzten Wohnung ausreichend, ist eine Kautionsbürgschaft in den meisten Fällen nicht empfehlenswert. Es entstehen laufende Kosten – zahlt man die Kaution selber, wird das eingezahlte Geld angelegt und bestenfalls vollständig mit Zinsen zurückgezahlt. Kann die Kaution also eigenständig getragen werden, ist dies in jedem Fall der kostengünstigere Weg. Für alle anderen Fälle ist die Möglichkeit der Kautionsbürgschaft ein probates Mittel, um ein finanzielles Loch oder höhere Zinszahlungen zu vermeiden.