Krankenversicherung Selbstständige

Kranken­versicherung für Selbst­ständige

Die Deutschen sind für ihre Versicherungsfreudigkeit bekannt. Laut dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) wurden im Jahr 2014 etwa 428 Millionen Versicherungsverträge abgeschlossen. Einen großen Anteil daran haben die Krankenversicherungen.

Das Wichtigste zusammengefasst

  • Selbstständige müssen sich im Gegensatz zu Angestellten selbst krankenversichern und können dabei zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wählen!
  • Die private Krankenversicherung für Selbstständige verursacht recht hohe Kosten, bietet aber zum Teil einen größeren Leistungsumfang und oftmals auch eine Vorzugsbehandlung beim Arzt!
  • Die gesetzliche Krankenversicherung bietet eine bessere Kostenkontrolle, da die Beiträge mit sinkendem Einkommen auch heruntergesetzt werden!

Inhalts­verzeichnis

    Schutz der Gesundheit seit dem Kaiserreich

    In Deutschland gilt seit dem 1. Januar 2009 eine allgemeine Krankenversicherungspflicht. Demnach müssen alle Personen, die hierzulande einen Wohnsitz haben, Mitglied einer gesetzlichen oder privaten Krankenkasse sein. Als Teil des deutschen Sozialversicherungssystems blickt die Krankenversicherung auf eine lange Geschichte zurück. Bereits 1883 wurde sie Otto von Bismarck eingeführt. Heutzutage unterscheidet man zwischen der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung . Selbstständige können wählen, ob sie sich freiwillig in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) anmelden oder eine private Krankenkasse (PKV) vorziehen.

    Was kostet die Krankenkasse für Selbstständige und was muss beachtet werden?

    Im Gegensatz zu Angestellten können Selbstständige sich auch in der privaten Krankenkasse versichern. Die Krankenkassen sind sogar dazu verpflichtet, Selbstständige im Basistarif aufzunehmen. Selbstständige und Freiberufler können aber auch Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse werden, wenn gewisse Voraussetzungen erfüllt sind.

    Private Krankenversicherung für Selbstständige

    Mit dem Beginn der Selbstständigkeit müssen Sie sich um einiges kümmern, unter anderem um den Krankenversicherungsschutz. Selbstständige, die früh durchstarten, haben dabei gute Chancen auf einen günstigen Tarif in der PKV. Denn dieser berechnet sich nach dem voraussichtlichen Risiko einer Erkrankung. Sind Sie jung und gesund, sind die Beiträge meist überschaubar und daher vor allem attraktiv für die Versicherten, deren Einkommen noch nicht allzu hoch ist. Vor dem Eintritt in die PKV wird eine Gesundheitsprüfung durchgeführt. Das Ergebnis entscheidet über die Höhe der Beiträge für die Krankenversicherung. Besonders teuer ist eine private Krankenversicherung für Selbstständige, die ein schlechtes Ergebnis bei der Gesundheitsprüfung erhalten oder für einen günstigen Einstiegstarif zu alt sind.

    Vor- und Nachteile der Privaten Krankenversicherung

    Vorteile der PKV Nachteile der PKV
    Die Beitragshöhe orientiert sich nicht am Einkommen Ein Wechsel in die GKV ist als Selbstständiger nicht mehr möglich
    Individuelle Gestaltung der Leistungen Im Alter und bei Krankheit kann die PKV schnell teuer werden
    Oft Vorteile bei Terminvergaben und Leistungsumfang Durch Wartezeiten können Leistungen erst nach einer bestimmten Zeit in Anspruch genommen werden
    Familienmitglieder können nicht kostenlos mitversichert werden

    Sie sind im Basistarif gut aufgehoben, möglicherweise ist aber auch die GKV eine gute Alternative. In der Regel kostet eine private Krankenversicherung für Selbstständige im Alter mehr. Daher werden im Laufe der Beitragszeit sogenannte Altersrückstellungen gebildet. Diese sollen im Alter dafür sorgen, die steigenden Beiträge abzufangen. Durch individuelle Tarife können Sie genau das Versicherungspaket schnüren, das Ihren Bedürfnissen entspricht.

    Freiwillige Krankenversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse

    Eine Alternative zur PKV ist die gesetzliche Krankenversicherung. Sind Sie freiwillig versichert, profitieren Sie vom Solidaritätsprinzip der GKV, bei der alle Versicherten in Relation zum Einkommen einzahlen und im Krankheitsfall identische Leistungen erhalten. Die gesetzliche Krankenversicherung für Selbstständige steht jedoch nicht jedem offen. Voraussetzung ist die sogenannte Vorversicherungszeit. Nur wenn Sie in den letzten zwölf Monaten vor Beginn Ihrer Selbstständigkeit oder in den letzten fünf Jahren mindestens 24 Monate gesetzlich versichert waren, können Sie sich freiwillig gesetzlich versichern lassen. Zusätzlich dürfen Sie nicht älter als 55 Jahre sein und der Eintritt muss innerhalb der ersten drei Monate nach Beendigung der letzten Mitgliedschaft in der GKV beantragt werden.

    Was zahlen Selbstständige in der gesetzlichen Krankenversicherung?

    Grundsätzlich zahlen Selbstständige in der gesetzlichen Krankenversicherung Beiträge in Abhängigkeit vom Bruttoeinkommen, allerdings gibt es eine sogenannte Mindestbemessungsgrundlage. Der Gesetzgeber geht davon aus, dass ein Selbstständiger einen bestimmten Mindestbetrag verdient, woraus sich der niedrigste mögliche Krankenkassen-Beitrag ergibt. 2015 lag dieser Satz immerhin bei 2126,25 Euro monatlich, sodass rund 330 Euro an Krankenkassenbeiträgen fällig werden – eine zu hohe Summe für viele Berufseinsteiger. Allgemein kostet die gesetzliche Krankenversicherung für Selbstständige mehr als die für Angestellte, da die Aufsplittung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer entfällt. Im Gegensatz zur PKV sind hier aber auch Beiträge zur Pflegeversicherung enthalten und es besteht die Möglichkeit, Krankengeld zu erhalten. Ob und wann Selbstständige Krankengeld bekommen, hängt davon ab, ob sie den ermäßigten oder den normalen Beitragssatz zahlen.

    Vor- und Nachteile der Privaten Krankenversicherung

    Vorteile der GKV Nachteile der GKV
    Beitragserhöhungen nur im Rahmen der gesetzlichen Grenzen, keine Erhöhung durch Alter oder Krankheit Für Selbstständige mit geringem Einkommen oft zu teuer
    Möglichkeit, Kinder und Ehe- bzw. Lebenspartner kostenlos mitzuversichern Nicht für jeden Selbstständigen zugänglich
    Beitragshöhe bemisst sich am Einkommen – sinkt es, werden die Beiträge niedriger

    Beim normalen Satz erhalten sie ab dem 43. Tag Krankengeld. Sinnvoll ist die freiwillige Mitgliedschaft für Selbstständige, die ein hohes monatliches Einkommen haben. Denn die Beitragshöhe ist nach oben begrenzt. Grundlage hierfür ist die Beitragsbemessungsgrenze, die 2016 bei 4.237,50 Euro monatlich liegt. Höhere Verdienste werden nicht angerechnet.

    Was kostet die Krankenversicherung für Selbstständige?

    Mit Beginn der Selbstständigkeit lohnt sich ein Vergleich der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung. Selbstständige sollten hierbei zum Beispiel berücksichtigen, dass die anfangs günstigen Beiträge in der PKV im Alter schnell ansteigen können, wenn die Gesundheit nachlässt. Für einen 30jährigen Selbstständigen, der in die PKV wechseln möchte, liegen die Beiträge (Stand: August 2016) – bei einer jährlichen Selbstbeteiligung von bis zu 1.000 Euro, Mehrbettzimmer, Basis-Zahnleistungen, kein Krankengeld – bei etwa 210 Euro in der günstigsten Versicherung. Teure Versicherungen kosten bis zu 600 Euro monatlich. In der GKV liegt der Mindestsatz 2016 inklusive Pflegeversicherung bei 356,23 Euro ohne Krankengeld oder bei 369,30 Euro mit Krankengeldanspruch. Der Höchstsatz liegt bei 692,83 Euro ohne Krankengeld, bei 718,26 Euro mit Krankengeld. Zusatzbeiträge der Krankenkassen kommen bei allen Beiträgen der GKV noch hinzu.

    Kunden-Bewertungen

    • 5 / 5
      Übersichtlich strukturierte Angebote mit zahlreichen Alternativen und klar erkennbaren Kostenvorteilen.
    • 4 / 5
      Tarifwechsel bei Strombezug funktioniert wunderbar einfach - großes Lob.\nTelefonat mit einem Servicemitarbeiter, war vielleicht der späten Stunde zugrundeliegend, nicht sehr freundlich geführt.
    • 4 / 5
      der Anbieter ist gut bekannt\nder Tarif ist nur für das erste Jahr gut\ndie Anbieter legen keinen Wert auf Kundentreue.
    • 4 / 5
      Gute Empfehlung, verlässliche Anbieter

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