Versicherungen für junge Unternehmen

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Safety first

Die Versicherung in ihren vielen, notwendigen Ausrichtungen bildet für junge Unternehmen einen elementaren Bestandteil des Business Plans. Der Kostenaufwand dafür gehört frühzeitig und transparent auf die Liste der wichtigen Dinge, die zu erledigen sind.

Inhalts­verzeichnis

    Versichere dich und dein Unternehmen zielgenau und "schlank"

    Gegen welche Risiken sich das Startup absichert, hängt vom Unternehmensbereich sowie den angebotenen Waren und Dienstleistungen ab. Wer in modernen Lkw teure Computer zu Kunden bringt, benötigt eine hochwertige Transportversicherung.

    Andernfalls ruinieren ein Unfall oder ein Diebstahlsverlust das Unternehmen vielleicht schon in der ohnehin störanfälligen Anfangsphase. Verarbeitest du als Internet-Dienstleister in einer Cloud sensible Betriebsgeheimnisse deiner Kunden, benötigst du stets die aktuell besten Datenschutz-Systeme - und eine Versicherung dafür, wenn es doch einmal ein Leck gibt. Bei allen unternehmerischen Absicherungen darf allerdings das eigene Existenzrisiko nicht aus dem Blick geraten. Deswegen unterscheidest du erst einmal zwischen privaten und betrieblichen Notwendigkeiten.

    Kranken - und Haftpflichtversicherung sind Basics

    Ob du Arbeitnehmer oder junger Unternehmer bist, gegen zwei Risiken muss sich jeder erwachsene Mensch absichern: mit einer Kranken- und Haftpflichtversicherung. Bei Kindern, Jugendlichen sowie jungen Menschen in Ausbildung und Studium ist das häufig noch über die Familienpolice machbar, bei einem Unternehmer natürlich nicht mehr. Als junger Unternehmer kannst du freiwillig in deiner gesetzlichen Krankenversicherung bleiben, vielleicht hast du mit ihr als Arbeitnehmer gute Erfahrungen gemacht und willst gar nicht in eine private Kasse wechseln. Wissen musst du jedoch, dass es jetzt in beiden Fällen keinen Arbeitgeberanteil mehr gibt und du die komplette Beitragszahlung selbst schultern musst: Du bist ja kein Arbeitnehmer mehr. Zur Altersvorsorge ist deine Mitgliedschaft bei der staatlichen Rentenversicherung nicht verpflichtend wie für einen Arbeitnehmer. Du kannst aber deine Altersvorsorge auch als Unternehmer bei der Deutschen Rentenversicherung beantragen. Oder du entscheidest dich für eine private Altersvorsorge und trägst auch hier in der Regel den kompletten Beitragssatz überwiegend allein. Der Gesetzgeber in Deutschland ist jedoch bestrebt, die soziale Absicherung für Arbeitnehmer, Selbstständige, Freiberufler und Unternehmer anzugleichen. So gibt es für Künstler und Publizisten zum Beispiel die Künstlersozialkasse (KSK). Wer die Bedingungen für eine Aufnahme erfüllt, bezahlt nur den Arbeitnehmeranteil für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung. Den Arbeitgeberanteil übernimmt der Staat. Vergleichbare Modelle gibt es auch für andere Berufe und Branchen.

    Existenzbedrohende Risiken zuerst im Blick

    Bei der Auswahl der betrieblichen Versicherung findet der Jungunternehmer den richtigen Weg zwischen der Prämienbelastung und dem notwendigen Schutzumfang. Die Leitfrage dabei lautet: Welches Risiko ist für meinen Betrieb existenzbedrohend? Eine Geschäftsinhaltsversicherung bietet sich für jedes Gewerbe an. Sie deckt die Schäden ab, die ein Unternehmen durch seine Geschäftstätigkeit möglicherweise anrichtet. Diese Police sichert zum einem beschädigte Gegenstände ab, zum anderen die Verletzung von Personen. Sie schließt zudem Vermögensschäden ein und versichert Gewinnverluste als Folge von Produktionsausfall.

    Ein anderes Feld ist die zeitweilige Berufsunfähigkeit des Unternehmers, dessen Arbeit von zentraler Bedeutung für den Betrieb ist. Auch die Schadensersatzforderung des Kunden, für die ein Produktionsfehler in deinem Unternehmen verantwortlich ist, sichert diese Versicherung ab. Sie wird bei kleineren und mittleren Unternehmen gerne kombiniert mit der Betriebsunterbrechungsversicherung. Sie greift, wenn unter anderem durch Wetter-, Wasser- oder Feuerschäden der Geschäftsbetrieb vorübergehend ruht. Eine Betriebskostenversicherung ist nicht unbedingt wichtig für ein Unternehmen, das überwiegend produziert. Es läuft auch dann weiter, wenn der Chef vorübergehend ausfällt. Geht es um Beratung und Dienstleistung, bist du als junger Unternehmer von zentraler Bedeutung. Diese Versicherung deckt dann die Kosten für Miete, Leasinggebühren, Energieversorgung und Gehälter der Mitarbeiter ab. Sinnvoll ist es manchmal, dabei noch die Kosten für eine Ersatzkraft einzukalkulieren, die den Betrieb am Laufen hält, wenn du zum Beispiel krank bist. Wirst du berufsunfähig, kannst du dich sogar gegen die Kosten der Betriebsschließung auf diese Weise absichern. Sie übernimmt dann die Gebühren für Gutachter, Notar und Makler.

    Außenstände bedrohen einen Betrieb

    Wer eine Versicherung gegen Forderungsausfälle abschließt, kauft damit gleich ein ganzes Paket an Forderungsmanagement ein. Gerade als junger Unternehmer bist du extrem gefährdet, wenn die von dir gelieferten Waren oder erbrachten Dienstleistungen nicht wie vereinbart bezahlt werden. Der Kunde bemängelt vielleicht die Qualität der Arbeit, zieht die Begleichung der Rechnung endlos in die Länge oder geht möglicherweise in die Insolvenz. Andere Bezeichnungen für diesen Schutzmechanismus lauten Warenkreditversicherung oder Versicherungskredit.

    Sie leisten im Wesentlichen drei Dinge:

    • Überprüfung der Bonität deiner Kunden und Geschäftspartner
    • Kostenübernahme bei Rechtsstreitigkeiten, Mahn- und Inkassoverfahren
    • Erstattung der Forderungsausfälle.

    Neben der privaten Haftpflichtversicherung ist für einen jungen Unternehmer eine spezielle, betriebliche Variante davon sinnvoll: die Vermögensschadenhaftpflicht. Sie empfiehlt sich vor allem dann, wenn du als Berater, Prüfer oder Gutachter mit deiner Firma tätig bist. Hier können aus Fehlentscheidungen schnell größere Schäden entstehen, damit bist du gegen die Folgen geschützt. Eine Variante davon ist die D&O-Versicherung, die Directors-and-Officers-Versicherung. Auf Deutsch wird sie gerne mit Organ- oder Manager-Haftpflichtversicherung übersetzt. Es sind eher größere Unternehmen, die sie für ihre Organe und leitenden Angestellten abschließen. Ein weiterer Schutz empfiehlt sich, für einige Branchen ist er sogar gesetzlich vorgeschrieben. Es handelt sich um die Berufshaftpflichtversicherung, die für Ärzte, Steuerberater und Anwälte verbindlich ist. Diese Versicherung deckt Vermögensschäden ab, die zum Beispiel durch eine falsche, ärztliche Diagnose entstehen.

    Kleines Beratungsangebot fordert genaue Recherche

    Insgesamt gibt es nur wenige Versicherungsanbieter, die sich ausdrücklich oder mit einem ihrer Schwerpunkte auf Startups, junge Unternehmen und junge Firmenchefs konzentrieren. Es existieren aber solche Spezialisten, Gründerfinanz zum Beispiel. Geschäftsführer Holger Hegemann weiß, welche Versicherungsbedürfnisse ein Unternehmen wie deines hat und ist auf dem aktuellen Stand der Entwicklung. Er empfiehlt zum Beispiel eine Cyber Risk Police. "Digitale Risiken wie Hackerangriffe und Datenverluste sind keine Seltenheit mehr", betont er. Es kann für kleine und mittlere Unternehmen existenzbedrohend sein, wenn sie kein Cyber Risk Management besitzen.

    Eine andere Variante ist die All-Risk-Versicherung, zielgruppenorientierte Konzerne bieten sie für zahlreiche Dienstleistungsbereiche zum Beispiel an. Der Vorteil einer solchen Police ist, dass sie alles abdeckt, was nicht ausdrücklich ausgeschlossen ist. Einen guten Ansprechpartner für deinen Versicherungsbedarf erkennst du daran, dass er sich mit deinem Unternehmen beschäftigt und dir die richtigen Fragen stellt. Im Online-Bereich ist zum Beispiel wichtig, ob du Apps benutzt und wenn Ja, ob sie B2B- oder B2C-Kontakte herstellen. Das ist von entscheidender Bedeutung für die Datensicherheit.

    Ein guter Versicherer besitzt klare Merkmale

    Woran erkennst du als junger Unternehmer einen guten Versicherer? Er weist dich in der Vielfalt der Angebote darauf hin, welche Police du nicht benötigst. Zum Beispiel, weil das Risiko nicht existenzbedrohend ist und du es mit Blick auf eingesparte Kosten in der Gesamtbilanz besser selber tragen kannst. Und er zeigt dir klar auf, welche Risiken trotz der Versicherung noch bei dir verbleiben. Wenn er dir dann noch eine kontinuierliche Versicherungsbegleitung deiner Unternehmensentwicklung anbietet, bist du wahrscheinlich an einer guten Adresse.

    Die Konstanz in der Beratung über viele Jahre hinweg ist unter anderem wichtig bei der betrieblichen Altersvorsorge. Ein ehrlicher Makler sagt dir auch, dass die letzte Verantwortung bei dir verbleibt und dass es eine hundertprozentige Absicherung nicht gibt.

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