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Strom und Gas für Startups

Inhalts­verzeichnis

    Energiekosten zwischen Effizienz, Unternehmensprofil und Klimaschutz

    Wie hoch die Energiekosten in deinem Unternehmen sind, ist von entscheidender Bedeutung für den Erfolg. Je höher die Rechnung für Strom und Gas ausfällt, desto geringer sind die Mittel, die dir für Innovation, Personal, Werbung und Expansion zur Verfügung stehen. Wer im produzierenden Bereich tätig ist und einen hohen Stromverbrauch bei der Herstellung verzeichnet, ist in ganz besonderem Maße auf preisgünstige Energie angewiesen.

    Als Unternehmensgründer oder als Nachfolger an der Spitze eines bestehenden Betriebes lohnt sich stets der Blick auf den energetischen Gebäudezustand.Sind eine grundlegende Sanierung oder gar ein kompletter Neubau sinnvoll oder miete ich eine moderne Immobilie mit wesentlich geringerem Verbrauch von Strom und Gas an einem anderen Standort? Der ist möglicherweise verkehrstechnisch und unter Marketingaspekten noch besser als die bisherige Betriebsimmobilie. Energieeffizient zu arbeiten ist auch ein Teil des Unternehmensprofils und ein Element der Werbung.

    Effizienzpflicht für Großunternehmen

    Für Großunternehmen ist in Deutschland seit Ende 2015 eine genaue Analyse ihres Energieverbrauchs vorgeschrieben. Nachzulesen ist das beim Deutschen Institut für Normung in der DIN 16247, die das Energie-Audit beschreibt. Was ein Großunternehmen ist, definieren im Wesentlichen die Personalstärke (mehr als 250 Mitarbeiter) oder der Umsatz (mehr als 50 Millionen Euro pro Jahr). Aber auch, wenn du in der Größe der kleinen und mittleren Unternehmen liegst (KMU), verhilft dir eine genaue Energiebilanz deines Betriebes zu mehr Gewinn oder Investitionsspielraum. Der Energieverbrauch wird dabei in Kennzahlen für Strom und Gas umgerechnet. Daraus entsteht ein Maßnahmenkatalog zur Energieeinsparung.

    Doch auch, wenn sich dabei rausstellt, dass ein Betrieb die bestmögliche Effizienz besitzt, sind Einsparungen möglich. Zunächst einmal besitzen alle Energieversorger Sondertarife für Industrie- und Gewerbekunden. Ob es sich dabei um einen kommunalen Versorger wie die Stadtwerke oder einen privatwirtschaftlichen Anbieter handelt, ist gleichgültig. Diese Sonderkonditionen für besonders umsatzstarke Kunden bieten sie alle an.

    Chancen für kleine und mittlere Betriebe

    Erhebliche Sparpotenziale finden sich zudem bei Energiepools. Sie bündeln den Bedarf ihrer Klientel, schaffen dadurch eine große Nachfragemacht und erzielen Preisnachlässe beim Einkauf. Diese Energiepools beobachten ständig den Markt und kaufen zu sehr günstigen Preisen, die sie sofort erkennen: denn danach suchen sie. Diese Einsparungen geben sie zum Teil an dein Unternehmen weiter. Mit einem solchen Anbieter für Strom und Gas kommen weitere Vorteile in den Betrieb: Versorgungssicherheit, Preiskonstanz und auf Wunsch weitere Serviceleistungen.

    Die Energiepools finden die Einsparpotenziale in deinem Unternehmen im Rahmen von staatlich geförderter Beratung. Sie unterstützen weiter bei der Beantragung öffentlicher Mittel für die Umsetzung der Sparvorschläge. Dafür erstellen sie das Konzept, überwachen die Umsetzung und übernehmen auf Wunsch das anschließende Energie-Controlling. Wohlgemerkt: Nicht alle Kosten, die dabei entstehen, musst du selbst komplett bezahlen. Der Staat will Energieeffizienz und unterstützt alle Maßnahmen, die dazu beitragen. Du profitierst davon auch, denn: Energieeinsparung ist Gewinnsteigerung.

    Risiken von Lockangeboten

    Wann musst du misstrauisch werden bei besonders verlockenden Angeboten für Strom und Gas? Zum Beispiel dann, wenn deine unternehmerische Erfahrung dir sagt, dass eine so günstige Kalkulation betriebswirtschaftlich gar nicht darstellbar ist.

    Wenn dann dieser Supersparpreis noch mit einer einmaligen, hohen Vorauszahlung verbunden ist, mit der du angeblich schon deinen Energieverbrauch des nächsten Jahres begleichst, müssen alle Alarmsirenen schrillen: Diese Unternehmen kassieren wahrscheinlich nur ab und verschwinden dann. Da es zum Beispiel Briefkastenfirmen mit Adressen in Panama sind, ist es fast unmöglich, sie zu ermitteln, zur Rechenschaft zu ziehen und die verlorene Vorauszahlung wiederzubekommen.

    Und noch eines ist klar: Strom und Gas kaufst du nicht bei einem Klinkenputzer an der Bürotür gegen Bargeld. Diese Leistungen bestellst du nach einem Vergleich der kommunalen Anbieter mit den seriösen, privatwirtschaftlichen Unternehmen, die in deinem Einzugsgebiet auf dem Markt sind. Du sprichst auch mit Kunden und Geschäftspartnern von ihren Erfahrungen über Energieversorger: So entsteht die Informationsbasis, die du für eine kluge Entscheidung benötigst.

    Lastganganalyse als Erfolgsschlüssel

    Ob Strom oder Gas: Eine höhere Energieeffizienz entsteht auf der Basis genauer Daten. Wann, wo und für was läuft in deinem Unternehmen der größte Verbrauch über die Zähler? Die Antwort auf diese Fragen - und viele weitere - liefert die Lastganganalyse. Unabhängig davon, ob du mit deinem Startup erstmalig Räume anmietest oder schon länger an einem Standort erfolgreich bist: Die Kosten dafür sind eine gute Investitionen.

    Betriebe wie Behörden haben im Laufe eines Tages oder einer Woche Spitzenwerte beim Energieverbrauch. Dieser Spitzenverbrauch fließt in den Strompreis mit ein, er kann bis zu 30 Prozent der Gesamtstromkosten betragen. Die Lastganganalyse misst in der Regel im 15-Minuten-Takt den Verbrauch, die Basisdaten dafür stellt der Energieversorger auf Anfrage zumeist kostenlos zur Verfügung. Sind sie nicht differenziert genug, erhebt der Energieberater diese Daten mit geeigneten Messgeräten selbst. Dabei wird immer sichtbar, dass es Spitzenzeiten und Verbrauchstäler im Laufe eines Tages gibt. Besonders energieintensive Arbeitsprozesse lassen sich vielleicht in die Täler verschieben - manchmal genügt eine Viertelstunde Verschiebung zur erheblichen Kosteneinsparung.

    Eine andere Möglichkeit ist das Lastmanagementsystem. Es vernetzt die Verbrauchsstellen miteinander und schaltet in den Spitzenzeiten nicht zwingend notwendige Geräte kurzzeitig ab. Geeignet dafür sind Systeme mit Speichern wie Gas-Ofen, Lüftung, Heizung oder Kühlung. Voran geht eine genaue Analyse, ob das gefahrlos möglich ist - beim Strom für die Tiefkühltruhe natürlich nicht. Die Erkenntnisse aus der Lastgang-Analyse zeigen Grundlast und Spitzenlast: Sie sind entscheidend für die Rechnung vom Energieversorger. Möglicherweise entdeckst du dabei noch merkwürdige Werte, zum Beispiel den hohen Strom-Verbrauch nach Betriebsschluss, der auf unnötige oder unerlaubte Dinge hindeutet.

    • Klimaneutralität ist Imagepflege

      Ja, du hast als junger Chef oder Startup-Unternehmer andere Probleme als den Klimawandel und die Energiewende. Doch vergiss nicht: Der lokale und globale Klimaschutz sind zentrale Themen, die immer wieder durch die Medien gehen. Große Investoren ziehen weltweit immer stärker ihre Anlagen aus CO2-intensiven Branchen zurück: Divestment lautet das Stichwort dafür. Diesen Trend zur Imagepflege der eigenen Firma zu nutzen und damit Waren wie Dienstleistungen bekannt zu machen, ist weder verboten noch unmoralisch. Wenn du in Sachen Energieeffizienz in deiner Branche oder Region besonders vorbildlich bist, wenn du auf klimaneutrale Energien setzt, ist das ein Instrument für Werbung und Marketing. Ein geringer Gas- oder Stromverbrauch bei Niedrigenergiebauweise zum Beispiel eignet sich genauso gut zur Darstellung einer positiven Unternehmensphilosophie wie eine besonders familienfreundliche Betriebsführung. Ja, der Bezug von Solar- und Windenergie für den Strom oder das Heizen mit Hilfe von Erdwärme sind für gewöhnlich zunächst einmal teurer als mit fossilen Brennstoffen.

      Auf Dauer jedoch rechnet es sich vielleicht - wenn möglichst viele mitmachen. CO2-emittierende Brennstoffe wie Gas schädigen die Umwelt, sorgen nach Starkregenfällen für erhöhte Versicherungsprämien und Steuern, mit denen der Staat die Schäden wieder behebt.

    • Produktpalette entscheidet über die Energie-Auswahl

      Für welche Art von Energie du dich in deinem Unternehmen entscheidest, hängt von Branche und Produkten ab. In einem energieintensiven Bereich gibt es gar keine andere Lösung, als so effizient wie möglich zu arbeiten. Aber auch, wer nur wenig Energiekosten für die eigene Firma aufwendet, sollte genau auf die Rechnung von Strom und Gas schauen. Schwierig ist der Bezug alternativer Energien schon lange nicht mehr.

      Selbst kommunale Stadtwerke bieten inzwischen Ökostromtarife an: Der Strom ist dann garantiert klimaneutral und kommt nicht aus Atomkraftwerken. Und vergiss nicht, dass der Energieeinsatz sich auch für die Imagepflege deines Betriebes eignet. Er ist Instrument von Werbung und Marketing.

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