Was kostet … die Location?

Hochzeitslocations

Ob Schloss, Bauernhof oder Restaurant: Die Location bildet den Rahmen deiner Hochzeit – und sollte deshalb sehr sorgfältig ausgewählt werden. Auch preislich spielt sie eine der Hauptrollen. Hier erfährst du, wie viel du dafür ungefähr einkalkulieren musst.

Wo willst du heiraten? Das ist sicherlich die zweitwichtigste Frage nach dem „wann“. Die Auswahl an Locations ist riesig – und dementsprechend auch die Preisspanne. Die günstigste Variante ist sicherlich die Feier zuhause. Klingt vielleicht spießig, ist es aber nicht. Vor allem wenn du einen eigenen Garten besitzt, lohnt sich diese Überlegung. Damit sparst du nicht nur Hochzeitskosten, sondern feierst an genau dem Ort, der dich am meisten mit deinem Schatz verbindet – eurem gemeinsamen Zuhause. Je nach Wetter solltest du ein Zelt in deinem Garten aufbauen und dort eventuell auch Heizpilze aufstellen. Pavillons sind zudem die perfekte Verbindung vom Zelt zum Hauseingang, so bleiben deine Gäste auch bei starkem Regen trocken. Die Ausrüstung musst du natürlich nicht kaufen, sondern kannst sie bei einem Party- oder Zeltverleih mieten. Hier ein paar Beispiele – natürlich differenzieren die Preise von Anbieter zu Anbieter:

Preisbeispiele für die Hochzeitsparty Zuhause:

  • Ein 6 x 10 Meter großes Partyzelt ist ab circa 300 Euro für drei Tage zu haben, dazu kommen Montagekosten von rund 200 Euro. Außerdem muss der Boden meistens extra bezahlt werden, der Preis liegt bei fünf bis sechs Euro pro Quadratmeter.
  • Ein Heizpilz kostet 30 Euro, für die dazugehörige Gasflasche kommen weitere 30 Euro hinzu.
  • Und sogar Geschirr kannst du bei Bedarf mieten: Die Leihgebühr für ein Sektglas beträgt rund 30 Cent, eine Salatschüssel kostet etwa einen Euro.

Wie du siehst, können sich die Kosten ziemlich zusammenläppern. Es lohnt sich also, so viel wie möglich aus dem eigenen Haushalt bereitzustellen oder von Verwandten oder Freunden auszuleihen, um dein Budget nicht allzu sehr zu strapazieren.

Besonders muss es sein

Eine Feier zuhause ist dir zu stressig? Und überhaupt: Wenn schon heiraten, dann richtig?! Viele Paare träumen von einer pompösen Hochzeit auf einem Schloss, aktuell sind auch ländliche Locations wie Bauernhöfe oder Scheunen sehr angesagt. Und natürlich gibt es auch die Möglichkeit, in einem Hotel oder in einem Restaurant zu feiern. Du ahnst es sicher schon: In Sachen Location können die Preise sehr weit auseinandergehen. Verschiedene Faktoren spielen hier hinein: In welchem Monat möchtest du heiraten? Wo möchtest du heiraten? Wie viele Gäste lädst du ein? Wie weit ist die Location von deinem Wohnort entfernt? Es macht tatsächlich einen zum Teil gravierenden Unterschied, ob du im Januar oder Mai, in Bayern oder in Brandenburg, mit oder ohne Übernachtung feiern willst.

Heiraten im Schloss oder auf dem Land

Starten wir doch mal zu einer kleinen Besichtigungstour durch Deutschland: eine große Villa mit Türmchen, fast schon ein Schloss, in der Nähe von Nürnberg. Innen ein Ballsaal mit Bar – perfekt für eine rauschende Partynacht mit bis zu 100 Gästen. Kostenpunkt: bis zu 1500 Euro Miete, das Essen ist hier noch nicht dabei. Rund 300 Kilometer weiter nordöstlich wartet ein ehemaliges Weingut auf Besucher. Rund 80 Gäste finden Platz in dem malerischen Gutshof in der Nähe von Dresden. Hier wird anders gerechnet: Pro Gast entstehen Kosten von 40 bis 120 Euro – allerdings sind hier Saalmiete, Essen, Getränke und Deko schon inklusive. Herrschaftlich gibt sich auch eine Location in Nordrhein-Westfalen: ein prächtiges Schloss inmitten eines weitläufigen Parks, eigentlich könnte hier eine der europäischen Königsfamilien residieren. Doch in Wirklichkeit haben Hochzeitsgesellschaften hier das Zepter in der Hand. Über 200 Gäste kann das Schloss beherbergen. Die Kosten dafür astronomisch hoch? Nicht ganz: Die Saalmiete gibt es schon ab 350 Euro, hinzu kommen jedoch noch Cateringkosten, los geht es ab knapp 60 Euro pro Person.

Mit oder ohne Übernachtung?

Allgemein lässt sich sagen, dass sich die Mietkosten für eine Hochzeitslocation zwischen 200 und 2000 Euro bewegen. Je nach Angebot ist die Verpflegung im Preis schon enthalten, manchmal kommen aber auch Pauschalen von 20 bis 150 Euro pro Gast hinzu. Bei Restaurants hingegen entfällt oft die Saalmiete, da die Einnahmen hier über Essen und Getränke erzielt werden, meist sind das 60 bis 150 Euro pro Person. Falls du nicht in der Nähe deines Wohnorts heiratest oder nach der Feier nicht noch nach Hause fahren möchtest, musst du noch Übernachtungskosten einkalkulieren. Je nach Unterkunft sind das 50 bis 100 Euro pro Person, viele Hotels bieten spezielle Hochzeitsarrangements an. Ob du zusätzlich noch die Übernachtungskosten deiner Gäste übernimmst, hängt natürlich von deinem Budget ab – und würde einen deutlichen Ausreißer nach oben bedeuten.

Auch das Standesamt kostet Geld

Egal ob du zuhause oder auswärtig heiratest: Die Gebühren für das Standesamt sind Kosten, um die du nicht herumkommst. Doch auch hier gibt es Unterschiede – je nach Wohnort und Wochentag, an dem du heiraten willst. Außerdem berechnen die Standesämter Gebühren für die verschiedensten Extras. Ein Beispiel: Wenn du an einem Dienstag im nüchternen Kreisverwaltungsreferat in München heiraten möchtest, kostet das laut Homepage der Stadt rund 200 Euro. Möchtest du lieber freitags im romantischen Schloss Nymphenburg „Ja“ sagen, werden weitere 615 Euro fällig. In Hamburg ist die Basic-Variante der Eheschließung günstiger: 51 Euro werden dort verlangt. Natürlich kann in der Hansestadt auch auf dem Wasser geheiratet werden, 200 bis 250 Euro kommen dann an Extrakosten hinzu. Willst du zusätzlich kirchlich heiraten, hast du es hier ebenfalls mit ganz unterschiedlichen Kosten zu tun. Manche Gemeinden trauen ihre Mitglieder kostenlos, andere erheben wiederum eine geringe Gebühr.

Um dir auf der Suche nach der perfekten Location zu helfen haben wir anerkannte Weddingplaner gefragt, welche Probleme am häufigsten sind und wie man diese vermeiden kann.

Die besten Tipps zur Location von unseren Hochzeitsexperten

Antje Krüger:

Hochzeitsspecial Antje Krüger

Auf die Suche nach dem perfekten Feierort für eine Hochzeit sollte man sich idealer Weise 12 bis 18 Monate vor dem eigentlichen Hochzeitstermin begeben. Viele begehrte Hochzeitslocations - vor allem die in exponierter Wasserlage - sind in der Regel sehr zeitig ausgebucht. Im Widerspruch hierzu steht leider die Tatsache, dass man die standesamtliche Trauung frühestens sechs Monate vor dem Termin anmelden kann. Ohne den Termin beim Standesamt wirklich sicher zu haben, ist es aber wenig ratsam, die Location zu buchen. Um diese Klippe zu umschiffen, kann man z. B. den Trau- vom eigentlichen Feiertermin abkoppeln. Man vereinbart beim Standesamt einen Termin „unter der Woche“, bei dem dann nur die engsten Freunde und die Familie anwesend sind. Am Tag der Hochzeit kann man sich - falls man das mag - dann noch einmal in einer individuellen, freien Trauzeremonie das Ja-Wort geben.

Die Hochzeitsfeier an sich und damit auch die Hochzeitslocation ist der Bereich, der das Budget am meisten „strapaziert“. Je nachdem welche Bedingungen die Location erfüllen soll und wie ausgefallen die Vorstellungen im Bezug darauf sind, sind die Preise für diese oder jene Art von Location sehr unterschiedlich. So kann man in z. B. in einem guten Restaurant, das man nicht exklusiv nutzen möchte (und demzufolge auch kein Mindestumsatz berücksichtigt werden muss) ab ca. 80,00 €/Person kalkulieren. Entscheidet man sich auf der anderen Seite für eine Eventlocation, in der man sich vor allem hinsichtlich der Gestaltung „austoben“ kann, dann muss man mit einem wesentlich höheren Betrag kalkulieren. Hier sind neben der Locationmiete auch noch weitere Kosten für Ausstattung, Equipment, Service … hinzuzurechnen.

Es gibt für jede Vorstellung die passende Location. Hier gilt es zu entscheiden, ob sich die Wunschlocations mit dem zur Verfügung stehenden Budget vereinbaren lässt.

Wichtige Fragen, die man sich vor der Suche nach der passenden Hochzeitslocation bzw. die man bei der Anfrage stellen sollte, sind folgende:



Wichtige Faktoren für die Auswahl der Hochzeitslocation:


  • Wie viele Gäste sollen in der Location in einem Raum sitzend Platz finden?
  • Wird im Feierraum Platz für eine Tanzfläche benötigt oder kann das in einem anderen Raum stattfinden?
  • Soll vor Ort auch die standesamtliche Trauung alternativ eine freie Trauzeremonie stattfinden?
  • Gibt es vor allem für die Variante „Freie Trauzeremonie“ sowohl out- als auch indoor den dafür passenden Platz?
  • Werden vor Ort Übernachtungsmöglichkeiten für die Gäste benötigt und gibt es in der Nähe der Feierlocation z. B. weitere Hotels/Pensionen?
  • Besteht die Wahrscheinlichkeit, dass in der Location weitere (Hochzeits-)Feiern parallel zur eigen Feier stattfinden könnten?
  • Gibt es in der Nähe der Feierlocation eine schöne Kirche, in der - falls gewünscht - eine kirchliche Eheschließung stattfinden kann und passt diese auch hinsichtlich des Fassungsvermögens zur Hochzeitsgesellschaft?

engelnullsieben.de


Jasmin Marks:

Hochzeitsspecial Jasmin Marks

Eine Location sollte Ihr Wohnzimmer sein! Es ist für ein Tag Ihr zu Hause und Sie laden viele liebe Menschen ein, von denen Sie möchten, dass auch diese sich wohlfühlen. Das funktioniert nur, wenn Sie sich auch wohlfühlen. Suchen Sie sich Ihre Location daher in erster Linie danach aus, wie Sie auch eine Wohnung für sich aussuchen würden. Keine Wohnung ist perfekt, so auch keine Location. Wägen Sie ab, was Ihnen am wichtigsten ist und nehmen Sie kleine Schwachstellen in Kauf. Eine Villa mit Park wäre toll, aber Ihr Budget gibt nur ein Häuschen mit kleinem Garten her – dann ist das auch gut so. Authentisch bleiben und im Rahmen der finanziellen Mittel. Kalkulieren Sie mindestens 100-120 Euro pro Person für das kleine Häuschen mit Garten inkl. Essen und Trinken. Alles was größer, edler und außergewöhnlicher wird, wird wie auch auf dem Immobilienmarkt teurer.

loveweddings.de


Jochen Jülicher:

Hochzeitsspecial Jochen Jülicher

Wichtig ist, dass Sie sich rechtzeitig nach einer Location umsehen. Gute Häuser sind oft über anderthalb Jahre im Voraus gebucht, was den Samstagnachmittag und Abend betrifft. An Freitagen haben Sie bessere Chancen. Das gilt auch für eine freie Trauung im Festsaal der Location oder im Garten - es muss nicht immer die "Primetime" am Samstagnachmittag sein.

Pauschalangebote inkl. Getränken sind oft günstiger als wenn jede Stuhlhusse und jeder Expresso einzeln aufgeführt werden. Achten Sie darauf, dass im Hause eine gute Atmosphäre herrscht, ob Sie wirklich persönlich willkommen sind oder nur eine mühsam ertragene zahlungskräftige Gesellschaft, die jeder Menge Restriktionen unterliegt.

Ähnliches gilt bei der Auswahl eines Freien Theologen oder Hochzeitsredners: Achten Sie da auf seine/ihre Qualifikation und Ausbildung; spüren Sie gut nach, ob die "Chemie" wirklich stimmt und ob man Ihnen nicht einfach "Ahnungslosigkeit mit Zuckerguss" serviert.

www.anders-heiraten.de


Sven Riegel:

Hochzeitsspecial Sven Riegel

Die wichtigsten Fragen, die vor einer Buchung der Location gestellt werden sollten sind:

  • Gibt es Lautstärke Probleme in der Location mit Nachbarn?
  • Gibt es eine zeitliche Begrenzung für - die Feierlichkeit, oder kann bis Open End gefeiert werden?
  • Was ist in der Getränkepauschale beinhaltet?
  • Gibt es Hotels für Gäste in der Nähe?

www.berlin-wedding-planer.de


Svenja Schirk:

Hochzeitsspecial Svenja Schirk

Bei Locations ist ein Trend weiterhin ungebrochen: Scheunenhochzeiten erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Sie sind perfekt für alle Paare, die naturverbunden sind und gerne im Grünen feiern möchten.

Doch gerade in Großstädten zeichnet sich eine hippe Alternative ab. Der „Industrial Style“ hält Einzug und wird in Lofts, Industriehallen oder Lagerhäusern dekoriert. Cool und urban umgesetzt ein echter Hingucker mit Wow-Effekt.

www.freakin-fine-weddings.de

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