Junges Paar Heizung

Heizvergleich-Studie

Die Studie hilft durch eine repräsentative Umfrage gängige Heizmethoden in Deutschland einzuordnen!


Heizmethoden in Deutschland – Die große Studie

Fast jede dritte Wohnung in Deutschland heizt noch mit Heizöl. Doch der Preis für Öl steigt, je knapper die Ressource wird. Dauerhaft niedrige Heizkosten sind nur dann möglich, wenn mit nachwachsenden Rohstoffen und erneuerbaren Energien geheizt wird. Deshalb wird in Deutschland schon lange auf dieses Ziel hingearbeitet. Erneuerbare Energien wie Wasserkraft, Solarenergie, Geothermie (Erdwärme) und Biogas werden schon seit einigen Jahren gefördert. Dieser Wechsel zu umweltfreundlichen Methoden der Energiegewinnung, die langfristig auch stabile Energiepreise und besseren Umweltschutz versprechen, ist in Deutschland im Gesetz für den Ausbau für erneuerbare Energien – oder kurz: Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) – verankert.

Natürlich kostet der Ausbau erst einmal viel Geld. Das wird über die EEG-Umlage finanziert, die sich jedes Jahr ändert und rund ein Viertel des Strompreises ausmacht. Besonders unter Berücksichtigung der steigenden Energiepreise und der EEG-Umlage ist es umso wichtiger, die Heizkosten im Blick zu behalten. Laut einer Umfrage von Toptarif und Thermondo – durchgeführt vom Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie. zu Heizungstechnik und Heizverhalten in Deutschland – würden 55,8 % der Deutschen den Anbieter wechseln, wenn sich dadurch eine Ersparnis von 100 – 200 € im Jahr erzielen ließe. Etwa die Hälfte aller Befragten gab an, den Anbieter schon einmal gewechselt zu haben, da sie online ein günstigeres Angebot gefunden haben. Ein regelmäßiger Vergleich zwischen verschiedenen Anbietern lohnt sich also und kann am Ende des Jahres bares Geld sparen.

Für viele Anbieterwechsler stehen die Kosten an erster Stelle, aber auch der Faktor Umweltschutz spielt mit in die Entscheidung hinein. So ist Solarenergie die bevorzugte Energie aller Befragten, wenn sie frei aus allen Energiequellen für ihre Heizung wählen könnten. Viele Hausbesitzer entscheiden sich dafür, zusätzlich zum Strom, den sie ganz normal über das Stromnetz beziehen, eine oder mehrere Solarzellen auf das Dach des eigenen Hauses zu installieren. Damit kann ein Teil des Stromverbrauchs durch Solarenergie gedeckt werden. Oft sind jedoch die Anschaffungskosten für erneuerbare Energien sehr hoch. Was Sie bei der Planung und Installation beachten sollten, und welche Fördermittel es gibt, erfahren Sie hier.

Das Wichtigste zusammengefasst
  • Über ein Viertel der Befragten würden sich für eine Solarthermie-Heizung entscheiden, wenn sie die freie Wahl hätten.
  • Personen die tendenziell eher unzufrieden mit ihrer aktuellen Heizung sind gaben als Grund hohe Preise für den Brennstoff an.
  • Mit 49,4 Prozent hat fast die Hälfte der Befragten einmal den Energieanbieter gewechselt. Der am häufigsten genannte Grund für einen Anbieterwechsel bestand im deutlich günstigeren Preis bei einem anderen Anbieter.
Inhaltsverzeichnis

    Planung

    Heizkosten sparen bedeutet nicht, dass Sie im Winter frieren müssen. Im Gegenteil, mit nur ein bisschen Recherche können Sie auch bei Wohlfühltemperaturen von 20 bis 22,5 Grad Celsius Heizkosten sparen. Etwa zwei Drittel aller deutschen Haushalte sind mit Gas- oder Ölheizungen ausgestattet, die viele (41 % der Befragten) so vom Vorbesitzer übernommen haben.

    Heizvergleich Planung Heizvergleich Planung

    Wichtigste Qualitätskriterien für ein Heizsystem sind niedrige Betriebskosten gefolgt von einer langen Lebensdauer. Knapp die Hälfte aller Befragten stufte eine gute Ökobilanz des Heizsystems als wichtig ein. Daher denken auch immer mehr Hausbesitzer darüber nach, ihr Heizsystem auf erneuerbare Energien umzurüsten. Am umweltfreundlichsten werden Solarenergie und Wärmepumpen eingestuft. Aus diesem Grund werden Sie vom Staat seit mehreren Jahren gefördert, mit dem Ziel, bis 2020 die Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt weiter auszubauen.

    Heizvergleich Planung

    Bei der Suche nach alternativen Heizsystemen informieren sich laut Umfrage knapp 70 % der Befragten im Internet. Etwa genauso Vielen ist jedoch fachmännischer Rat ebenso wichtig: Hier sind es 66,4 %, die sich Rat vom Heizungsbauer oder vom Heizungsinstallateur einholen.

    Obwohl viele Deutsche lieber mit erneuerbaren Energien heizen würden, und langfristig von Ölpreisen etc. unabhängig sein wollen, sind die hohen Anschaffungskosten einer Solar- oder Wärmepumpanlage für viele ein Hindernis. Doch das muss gar nicht sein. Was viele nicht wissen, auch Privatpersonen können von Fördermöglichkeiten Gebrauch machen, denn der Staat unterstützt den Wechsel zu erneuerbaren Energien. Die Umfrage hat ergeben, dass viele sich der Fördermöglichkeiten gar nicht bewusst sind, beziehungsweise deren Umfang nicht genau kennen.

    So wird der Einbau eines neuen Heizsystems vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit 30 % der Netto-Investitionskosten gefördert. Es lohnt sich also, ein bisschen Zeit in die Planung und Recherche zu stecken, um bei gleichbleibender Wohlfühltemperatur bares Geld einzusparen.

    Heizvergleich Planung Heizvergleich Planung

    Installation

    Über die Hälfte aller Befragten (52 %) gaben an, ihr Heizverhalten einzuschränken, um Kosten zu sparen. Dabei muss man gar nicht unbedingt auf Komfort verzichten, denn moderne Heizungssysteme arbeiten viel effizienter als veraltete Heizungen. 42,3 % der Befragten glauben, dass sich durch die Installation von modernen, energiesparenden Heizungssystemen ein Fünftel der Heizkosten sparen lassen. Damit liegen sie richtig, denn ein Heizkessel der Klasse D verbraucht im Schnitt 20 % mehr als eine moderne Heizung der Klasse A. Das Bundesamt für Wirtschaft und Energie stellt auf seiner Homepage einen Effizienzklassen-Rechner zur Verfügung, mit dem Sie die Energieeffizienz Ihres Heizkessels berechnen können. Was viele allerdings nicht wissen, nicht nur bei der Wärmeerzeugung im Heizkessel kann Energie eingespart werden, sondern auch bei der Wärmeverteilung im Haus. Dies geschieht durch Wärmepumpen, und besonders ältere Pumpen sind wahre Energiefresser. Hier lassen sich durch einen Austausch der Wärmepumpe nochmals bis zu 80 % der Stromkosten einsparen, die zur Verteilung der Wärme im Haus benötigt werden. Die Bundesregierung fördert daher sowohl den Austausch des Heizkessels, als auch die Installation von effizienten Wärmepumpen.

    Heizvergleich Installation

    Dies ist möglich, da moderne Systeme andere Brennstoffe nutzen, um Wärme zu generieren. Beim Verbrennen von Heizstoffen entsteht Wärme und das Abfallprodukt Wasserdampf. Wird nur die Wärme genutzt, die durch das Verbrennen entsteht (und das Abfallprodukt durch den Schornstein abgeleitet) spricht man vom Heizwert. Neuere Heizungsanlagen hingegen können auch aus dem Abfallprodukt noch Energie gewinnen. Dabei wird die Kondensationsenergie des Wasserdampfes ebenfalls genutzt. Die Summe aus Heizwert und der Energie, die bei der Kondensation des Wasserdampfes entsteht, nennt man Brennwert. Heizungen, die mit Brennwerttechnik arbeiten, sind also effizienter. Allerdings kennen nur knapp ein Viertel aller Befragten den Unterschied zwischen Heiz- und Brennwert.

    Heizvergleich Installation

    Doch nicht nur die Kosten, die durch effizientere Heizmethoden eingespart werden können, sind ausschlaggebend. Wir werden auch zunehmend umweltbewusster, und nutzen mehr Möglichkeiten um auf das Wohlergehen unseres Planeten zu achten. So besitzen 73,3 % aller Befragten ein einfaches Thermostat, mit dem die Raumtemperatur automatisch eingestellt werden kann und die Heizung zu Zeiten, in denen wir bestimmte Räume nicht nutzen, heruntergeregelt werden kann. Die Zahl derer, die ein intelligentes Thermostat nutzen, dass sich per Smartphone oder Tablet regeln lässt, ist dagegen mit 11,3 % vergleichsweise noch gering.

    Doch auch andere bauliche Maßnahmen, wie Wärmedämmung, dichte Fenster und das richtige Lüftungsverhalten können zu einer Senkung des Energieverbrauches und damit zu einem kleineren CO2-Fußabdruck beitragen.

    Heizmethoden Überblick

    PDFHeizmethoden im Überblick

    Heizmethoden im Überblick

    Finden Sie hier Vor- und Nacchteile, Fördermöglichkeiten, Kosten uvm. aller gängigen Heizmethoden in einer übersichtlichen Tabelle

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    Ölheizung
    Anschaffungskosten 5.000 bis 15.000€
    Gut zu wissen/Zu beachten - Platzbedarf für Heizölspeicher
    - Zugänglichkeit des Einfüllstutzen und Füllstandanzeige
    - grundsätzlich einen Brennwertkessel nehmen
    - Kesselreinigung meist intensiver als bei Gas
    Zukunftssicherheit - abhängig von der Rohölversorgung
    - aufgrund der Speichermöglichkeit: individuell, temporär versorgungssicher
    Umweltverträglichkeit - höherer CO2-Anteil als bei Erdgas (insbesondere aus Russland)
    - gut bei Verwendung von Brennwerttechnik und regenerativen Energiequellen
    - regelmäßige Wartung unabdingbar
    - aufgrund von Schwefelanteilen ist Kondensat im Abgas zu neutralisieren
    Förderung - KfW-Programme zur energieeffizienten Sanierung und Wohnraummodernisierung (Kredit und Zuschussvariante)
    Vorteile - derzeit noch preisgünstig bis bezahlbar
    - ausgereifte Technik
    - Öllieferant frei wählbar
    - unabhängig von vorhandener Infrastruktur
    - gut mit erneuerbaren Energien kombinierbar
    Nachteile - Verbrauch überwiegend fossile Rohstoffe, hohe Emissionen
    - Lagerraum für Öl vonnöten
    - Abhängigkeit vom Rohstoffpreis (hoher Brennstoffpreis)
    - meist höhere Verrußung als bei Gas-Brennwert-Heizungen

    Gasheizung
    Anschaffungskosten 7.000 bis 13.000€
    Gut zu wissen/Zu beachten - geeignete Verrohrungsmöglichkeiten für Gasleitung
    - gute Zählerposition wg. Ablesung
    Zukunftssicherheit - gilt insbesondere mit Biogas zukunftssicher
    - mit klassischem Erdgas ergeben sich osteuropäische politische Abhängigkeiten
    Umweltverträglichkeit - effiziente Brennwerttechnik ermöglicht geringeren CO2-Ausstoss gegenüber Öl
    - bessere Regelbarkeit gegenüber Holzscheidöfen
    Förderung - KfW-Programme zur energieeffizienten Sanierung und Wohnraummodernisierung
    - evtl. Förderprogramm von örtlichen Energieversorgern
    Vorteile - günstige Anschaffung
    - kein Lagerraum benötigt
    - platzsparende Installation
    - verbrennt umweltfreundlicher als Öl
    - gut regelbar
    Nachteile - Abhängigkeit von fossilem Rohstoff, wenn mit Erdgas betrieben
    - Verbrauch höher als bei Pellet oder Wärmepumpe
    - unvorhergesehene Entwicklung der Gas-Kosten, Einfluss politischer Entwicklungen
    Solarthermie-Heizung
    Anschaffungskosten 5.000 bis 12.000€
    Gut zu wissen/Zu beachten - nur in Kombination einsetzbar
    - Dachausrichtung
    - Dachneigung
    - Verbrauchsgewohnheiten
    - Wirkungsgrad der Solarpumpe
    Zukunftssicherheit - sehr zukunftssicher durch nahezu unbegrenzte Verfügbarkeit von Sonnenenergie
    - (nahezu) CO2-Neutralität
    Umweltverträglichkeit - regenerative Energie
    Förderung - KfW-Programme zur energieeffizienten Sanierung und Wohnraummodernisierung
    - BAFA-Förderung von Solarkollektoren
    Vorteile - lange Lebensdauer
    - praktisch emissionsfrei
    - Unabhängigkeit von Energieversorgern
    - keine Lagerhaltung nötig
    Nachteile - Energiebedarf nicht allein durch Sonne zu decken
    - vergleichsweise hohe Wärmekosten
    - richtige Dimensionierung enorm wichtig
    - Glykol-Wassergemisch muss im Bedarfsfall gesondert entsorgt werden
    Elektroheizung
    Anschaffungskosten 6.000 bis 12.000€
    Gut zu wissen/Zu beachten - manche Versorger bieten spezielle Stromheizungstarife an
    Zukunftssicherheit - fraglich, Betrieb von Nachtspeicher-Heizungen ab 2020 bis auf einige Ausnahmen nicht mehr erlaubt
    Umweltverträglichkeit - abhängig von der Stromgewinnung
    Förderung - aktuell keine Förderung
    Vorteile - sehr gut regelbar
    - vereinzelt verbilligte Nachtstromtarife
    - geringer Platzbedarf
    - in einzelnen Räumen einsetzbar
    Nachteile - hohe Betriebskosten
    - steigende Strompreise
    - schlechte CO2-Gesamtbilanz, wenn nicht mit Ökostrom betrieben
    Wärmepumpe
    Anschaffungskosten 12.000 bis 18.000€
    Gut zu wissen/Zu beachten - Luft-Wärmepumpen haben geringeren Wirkungsgrad als Sole-Wasser-Wärmepumpen
    - geologische Beurteilungen
    Zukunftssicherheit - Versorgungssicherheit in Abhängigkeit der Stromversorgung
    Umweltverträglichkeit - abhängig von der Stromentstehung
    - nur in Kombination mit niedrigen Systemtemperaturen umweltverträglich bei derzeitigem Strommix
    Förderung - KfW-Programme zur energieeffizienten Sanierung und Wohnraummodernisierung
    - BAFA-Förderung von ausgewählten Wärmepumpen in Bestandsbauten
    - Förderprogramme örtlicher Versorger
    Vorteile - unabhängig vom Gas- und Ölmarkt
    - nahezu wartungsfrei
    - niedrige Emissionen
    - geringe Betriebskosten
    - Schonung fossiler Ressourcen
    - Fördermittel des Bundes
    Nachteile - hohe Anschaffungskosten
    - hohe Stromkosten bei fehlerhafter Planung
    - Wirtschaftlichkeit abhängig von Arbeitszahl und Strompreis
    - z.T. schädliche Kühlmittel
    Holz-/Holzpellet-Heizung
    Anschaffungskosten 10.000 bis 25.000€
    Gut zu wissen/Zu beachten - geeigneter Lagerplatz
    - auch Kessel und Speicher müssen untergebracht werden
    - Abstand zu brennbaren Bauteilen
    - ideal für Ersatz einer Ölheizung, da Tankraum bereits vorhanden
    Zukunftssicherheit - zukunftssicher
    - moderne Anlagen erreichen Wirkungsgrade von über 90 %
    - Holz als regenerative Energiequelle
    Umweltverträglichkeit - nachwachsender Rohstoff Holz
    - wenig C02-Ausstoß, aber Emission von schädlichen Verbrennungsprodukten
    Förderung - KfW-Programme zur energieeffizienten Sanierung und Wohnraummodernisierung
    - BAFA-Förderung von ausgewählten Holzheizungen in Bestandsbauten
    Vorteile - Unabhängigkeit von Preisschwankungen fossiler Rohstoffe
    - Rohstoff wächst nach
    - verbrennt nahezu CO2-neutral
    - relativ konstante und niedrige Betriebskosten
    - lässt sich problemlos mit Solarthermie kombinieren
    Nachteile - hohe Anschaffungskosten
    - Lagerung von Holz/Pellets in Lagerraum nötig
    - exzessive Nutzung kann zu Verknappung führen
    - nicht jedes Holz kann/darf verwendet werden
    - Erzeugung von Feinstaubemissionen
    Fernwärme
    Anschaffungskosten 3.000 – 8000 €
    Gut zu wissen/Zu beachten - Verbrennungsvorgang geschieht nicht in den eigenen vier Wänden
    - Vorschriften des Wärmelieferanten exakt beachten
    Zukunftssicherheit - nur lohnend in dicht besiedelten Gebieten
    - zukunftssicher, aber nicht wegweisend
    Umweltverträglichkeit - keine weiteren Kohlendioxide durch fossile Brennstoffe freigesetzt
    - abhängig von der Wahl des Energieversorgers und des Erzeugungsverfahrens
    Förderung - aktuell keine Förderung
    Vorteile - keine Kosten für Wartung des Heizsystems
    - Berücksichtigung von Abgasführung nicht notwendig
    - variable Berechnung des Verbrauchs
    Nachteile - Abhängigkeit vom Versorger
    - meist begrenzte Anbieter-Auswahl
    - Energieverluste bei Erzeugung und Transport durch Leitungsnetze
    BHKW
    Anschaffungskosten 10.000 bis 30.000€
    Gut zu wissen/Zu beachten - möglichst lange Laufzeiten, d.h. konstanter Wärme- und Strombedarf
    - ab 2017 keine gesetzlich festgelegten KWK-Zuschlagszahlungen mehr, sondern per Ausschreibung Bewerbung für KWK-Zuschlag
    - ab 2017 ein KWW-Anteil von 75% der im Wärmenetz transportierten Wärmemenge erforderlich, um ein Wärme- bzw. Kältenetz nach dem KWK-Gesetz gefördert zu bekommen
    Zukunftssicherheit - zukunftssicher
    - abhängig vom Rohstofflieferanten
    Umweltverträglichkeit - derzeit technisch optimale Ausnutzung von Rohstoffen
    - Entwicklung von Mini-BHKWs förderlich
    Förderung - KfW-Programme zur energieeffizienten Sanierung und Wohnraummodernisierung
    - BAFA Förderung
    Vorteile - Unabhängigkeit von Energieversorgern
    - hoher Wirkungsgrad durch Kombination aus Strom- und Wärmeerzeugung
    - geringer Platzbedarf
    - Einspeisevergütung für gestandenen Strom
    Nachteile - sehr hohe Anschaffungs- und Wartungskosten
    - nicht wirtschaftlich bei geringem Energiebedarf
    - ab 2017 Veränderungen bezüglich der BAFA-Förderung

    Brandschutz / Sicherheit

    Doch nicht nur die Kostenersparnis, auch die Sicherheit sollte immer bedacht werden. Brandgefahr in den eigenen vier Wänden besteht immer dann, wenn Zündquelle und ein brennbarer Stoff zusammenkommen. Daher sollte besonders bei offenen Feuerstellen wie einem Kamin darauf geachtet werden, dass das Brennmaterial gesondert und für Kinder nicht erreichbar gelagert sind. Außerdem sollte ein Kamin regelmäßig vom Fachmann gewartet werden, um sicher zu stellen, dass der Rauch ordnungsgemäß abziehen kann.

    Auch andere Heizungsanlagen sollten regelmäßig gewartet und überprüft werden, damit es nicht zu Unfällen oder Gaslecks kommt. Bei unangenehm stechendem Gasgeruch im Haus oder in der Wohnung sollten sofort die Alarmglocken läuten. Alle offenen Flammen (Kerzen, Feuerzeuge etc.) müssen sofort gelöscht werden. Alle Fenster sind zu öffnen, um die Gaskonzentration so schnell wie möglich zu senken. Elektrische Geräte sollten nicht eingeschaltet werden, dazu zählt auch das Handy. Gas ist schwerer als Luft, deshalb sollte der Keller in diesem Fall gemieden werden, da dort die Gaskonzentration am stärksten ist. Wenn möglich, drehen Sie den Gashahn ab und evakuieren Sie das Gebäude. In gehörigem Sicherheitsabstand rufen Sie die Feuerwehr.

    Heizkörper sollten auch nicht abgedeckt oder aus ästhetischen Gründen verkleidet werden, denn dann ist keine ordentliche Be- und Entlüftung mehr gegeben. Auch feuchte Kleidung und dergleichen gehören nicht auf einen Heizkörper. Um den vorbeugenden Brandschutz können Sie sich schon beim Hausbau oder bei der Sanierung kümmern, indem Sie Baumaterialien verwenden, die besonders schwer oder nicht brennbar sind. Hierbei können Sie sich von der Feuerwehr und von Brandschutzfachbetrieben beraten lassen.

    Oft ist gar nicht das Feuer an sich das Gefährliche, sondern der Rauch, der dabei entsteht. Viele Opfer werden im Schlaf überrascht und erleiden eine Rauchvergiftung. Daher ist die Installation von Rauchmeldern ein wichtiger Schritt, der Leben retten kann. Rauchmelder, CO2-Melder und Feuerlöscher gehören in jeden Haushalt. Dort, wo mit einer Ölheizung geheizt wird, ist es sogar vorgeschrieben, einen Feuerlöscher anzubringen, und diesen alle 2 Jahre vom Fachmann warten zu lassen.


    Checkliste für die Sicherheit in Ihrem Haushalt
    • Wann wurden die Feuerlöscher das letzte Mal gewartet?
    • Weiß jedes Familienmitglied, wie man den Feuerlöscher betätigt?
    • Sind alle elektrischen Einrichtungen in einwandfreiem Zustand und wurden sie von einem Fachmann installiert?
    • Gibt es in Ihrer Küche eine Löschdecke, mit der ein Fettbrand erstickt werden kann?

    Die Expertenmeinung

    Jan-Erik Hegemann, Chefredakteur des Feuerwehrmagazins, äußert sich darüber, welche Heizart den Feuerwehren die meiste Sorge bereitet und welche zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen sich im Eigenheim treffen lassen.


    Brandschutzexperte Hegemann

    Wie sicher ist Ihrer Meinung nach im Vergleich zu anderen Heizmethoden das Heizen mit einer Gas- oder Ölheizung?

    Jan-Erik Hegemann:Meiner Meinung nach handelt es sich dabei um sehr sichere Heizmethoden. Die Technik ist ausgereift, Fehlbedienungen nahezu ausgeschlossen.

    Wie häufig sind defekte Heizungen die Ursache für einen Wohnungs- bzw. Hausbrand?

    Jan-Erik Hegemann:Eine offizielle Statistik dazu gibt es in Deutschland nicht. Wir bekommen aber Monat für Monat jeweils mehrere 100 Einsätze gemeldet. Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen kann ich sagen: Defekte Heizungen sind extrem selten Auslöser eines Wohnungsbrandes. Und ich würde sogar noch einen Schritt weitergehen. Richtig gewartete, regelmäßig gesäuberte und ordnungsgemäß betriebene Heizungsanlagen sind fast nie Auslöser eines Brandes. Anders sieht es natürlich aus, wenn „Bastler“ Änderungen an den Anlagen vornehmen.
    Die Stichworte „Verpuffungen“ oder „Rauchentwicklung“ kommen allerdings hin und wieder schon vor. Durch ein schnelles Eingreifen der Feuerwehren können dann Brände aber meist verhindert werden.

    Welche Heizart ist davon am häufigsten betroffen?

    Jan-Erik Hegemann:Aus Feuerwehrsicht sorgen in erster Linie Kamine, Kaminöfen oder Kachelöfen für Einsätze. Immer wieder kommt es zu spektakulär aussehenden Schornsteinbränden. Ursache hierfür sind Fehler beim Heizen. Es wird häufig zu nasses (nicht ausreichend lange gelagert) oder falsches Holz verbrannt. Dadurch setzt sich sogenannter Glanzruß im Schornstein ab, der in Brand geraten kann. Weitere Ursachen sind beispielsweise offene oder nicht richtig geschlossene Türen an Kamin- oder Kachelöfen. Dadurch können Glut oder Funken in die Wohnräume gelangen und dort Brände auslösen. Wir empfehlen deshalb immer, keine brennbaren Gegenstände in der Nähe der Öfen aufzubewahren. Dies gilt übrigens auch für Heiznachschub. Kleiner Tipp: möglichst wenig Nadelholz verbrennen.
    Zwei weitere Heizarten beschäftigen die Feuerwehren neuerdings manchmal: Pelletheizungen und Ethanol-Kamine. Bei den Pelletheizungen sind es tatsächlich Brände, bei den Ethanol-Kaminen Verpuffungen oder Ethanolbrände, weil die Kamine während des Betriebs nachgefüllt wurden.

    Welche speziellen Vorkehrungen sollten schon beim Hausbau beachtet werden, um einen guten Brandschutz zu gewährleisten?

    Jan-Erik Hegemann:Weil die Anlagen heute so sicher sind, wurden die Bauvorschriften in den letzten Jahren für Heizungsräume gelockert. Wir würden aber trotzdem empfehlen, im Flur vor dem Heizungskeller einen Feuerlöscher (6 kg Pulver oder besser Schaum/Wasserlöscher) aufzuhängen. Spezielle Brandschutztüren schützen die Wohnräume definitiv besser als normale Zimmertüren. Bei Ölheizungen den Tank im Garten „unter Tage“ verbauen lassen. Noch ein Tipp: Gas- und/oder CO-Melder in Heizungsräumen anbringen. So können Unregelmäßigkeiten im Betrieb schnell erkannt werden.

    Die Expertenmeinung

    Heizvergleich Martin Sandler

    Der Energie- und Heizexperte Martin Sandler legt beim Hausbau eine frühe Planung und Beschäftigung mit Heizungsarten nahe und schildert, worauf bei einem Heizungswechsel besonders zu achten ist.

    In welchem Stadium des Hausbaus sollte man sich mit dem Thema Heizungsarten- und Technik befassen?

    Martin Sandler: Am besten sollte man sich damit ganz zu Beginn der Planung befassen. Heizung und Warmwasser sind nach wie vor die größten Energieverbraucher eines Gebäudes.

    Martin Sandler: Wichtig ist vor allem, sich gleich am Anfang darüber klar zu werden, welche Energieträger langfristig überhaupt noch zur Verfügung stehen, nämlich: Solarthermie, Photovoltaik, überschüssiger Ökostrom und Biomasse, also die regenerativen Energien. Die optimale Nutzung von Solarenergie ist nur dann möglich, wenn auch die eingesetzte Heizungstechnik flink und exakt arbeitet. Herkömmliche Solar- und Heizsysteme können da oft nicht mithalten. Am besten funktionieren Systeme mit Schichtspeichern, Frischwassertechnik, einem intelligenten Energieleitsystem, einfacher Bedienung und Decken-, Wand- oder Fußbodenheizung.

    Wenn nun das Haus schon steht und der Besitzer über einen Heizungswechsel nachdenkt, worauf ist besonders zu achten?

    Martin Sandler: Als erstes sollte man sich erneut klarmachen, welche Energieträger langfristig überhaupt noch zur Verfügung stehen. Das sind die regenerativen Energien (s.o.). Beim Wechsel der Heizung sollte nicht der Austausch des Heizkessels im Vordergrund stehen, sondern der Wechsel auf eine neue Systemtechnik. Es empfiehlt sich der Einbau eines Schichtspeichers mit externer Frischwassertechnik und intelligentem Energieleitsystem mit einfacher Bedienung. So kann in einem ersten Schritt die Effizienz des vorhandenen Heizkessels wesentlich verbessert, die Wärme sparsamer und effizienter verteilt und der Brennstoffverbrauch um 25-40% gesenkt werden. In weiteren Schritten können dann beispielsweise Solarkollektoren für Warmwasser und Raumheizung integriert werden, der bestehende Heizkessel gegen einen neuen zeitgemäßen Wärmeerzeuger ausgetauscht und, als besonderes Highlight, eine Fußboden-, Decken- oder Wandheizung für die gesunde und sparsame Wohlfühlwärme installiert werden.

    Über ein Viertel der Befragten in der Studie würden sich für eine Solarthermie-Heizung entscheiden, wenn sie die freie Wahl hätten. Unter welchen Voraussetzungen ist dies überhaupt möglich?

    Martin Sandler: Grundsätzlich kann fast jedes Gebäude auf Solarthermie-Nutzung für Trinkwasser und Raumheizung umgestellt werden. Dazu sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

    • ausreichende Solar-Aufstellungsflächen (möglichst nach Süden, möglichst steil und verschattungsfrei)
    • ausreichend großer Technikraum
    • so gering wie mögliche Vorlauftemperaturen für die Raumheizung
    • gute Gebäudesubstanz
    • ausreichendes Budget (je nach Gebäude ab 15.000 €)

    Ökobalance

    Heizvergleich Ökobalance Heizvergleich Ökobalance

    Natürlich sind geringe Betriebskosten, eine lange Lebensdauer einer Heizung und deren Zuverlässigkeit wichtig. Aber auch Nachhaltigkeit spielt eine Rolle, wenn es um den Wechsel der Heizungsanlage geht. Unter den erneuerbaren Energieformen ist Solarenergie und Geothermie wegen ihrer Nachhaltigkeit und Verfügbarkeit gleich doppelt beliebt: denn sie erfüllen den Wunsch vieler Deutscher, günstige und gleichzeitig umweltfreundliche Energiequellen zu nutzen.

    Auch nachwachsende Rohstoffe wie Holz, sind beliebt für den Kamin im Wohnzimmer, da sie außerdem eine angenehme Wärme verbreiten. Diese nachwachsenden Rohstoffe werden als Biomasse bezeichnet.

    Oft ist es aber so, dass sich eine Umstellung auf erneuerbare Energien erst nach einem längeren Zeitraum rentiert. Denn obwohl Solarenergie oder Erdwärme nicht von einem Anbieter erworben werden müssen, sind die Anschaffungskosten für eine moderne Heizungsanlage, die erneuerbare Energien nutzt, sehr hoch. Deswegen wird der Austausch von ineffizienten Altheizanlagen vom Staat gefördert. Für den Einbau von Solarzellen auf Ihrem Dach erhalten Sie beispielsweise eine Förderung von 50 € pro m2, wenn die daraus gewonnene Energie zu Heizzwecken und zur Bereitung von Warmwasser genutzt wird. Ziel ist es, neue Innovations- und Investitionsimpulse für die Wärmewende im Heizungskeller zu setzen. Unterstützt wird nicht nur die Anschaffung der neuen Heizung, sondern im Rahmen des Einbaus auch die Optimierung des gesamten Heizungssystems – etwa mit Zuschüssen für die Modernisierung der Heizkörper. Als ineffizient gelten Heizungen, die auf fossilen Brennstoffen wie Öl oder Gas basieren, und die ohne Brennwerttechnik laufen. In nur fünf Schritten können Sie sich die staatliche Förderung und Zuschüsse bei der Modernisierung Ihrer Heizung sichern:


    Beantragung staatlicher Förderung
    1. Zusammen mit einem Energieberater eine förderfähige Heizungsanlage wählen.
    2. Die neue Heizung installieren lassen und in Betrieb nehmen.
    3. Förderantrag des BAFA herunterladen.
    4. Den Förderantrag ausfüllen und unterschreiben. Die nötige Fachunternehmererklärung vom Handwerker beifügen.
    5. Der vollständige Förderantrag muss innerhalb von 9 Monaten nach Inbetriebnahme der neuen Heizung beim BAFA eingereicht werden.

    Die Expertenmeinung

    Jens Hakenes von co2online zum Thema Ökobalance, ab wann sich ein Heizmethodenwechsel lohnt und welche Fördermöglichkeiten es zum Dämmen des Hauses gibt.


    Umweltexperte Hakenes

    Die meisten Hausbesitzer würden laut Studie eine umweltfreundliche Heizmethode bevorzugen, bauen diese aber aufgrund der hohen Kosten nicht ein. Solarenergie und Wärmepumpe sind aber Energiesparender – Wie lange dauert es in der Regel, bis sich eine Investition zum Heizmethodenwechsel amortisiert hat?

    Jens Hakenes:Das lässt sich pauschal nicht sagen. Es hängt zum Beispiel davon ab, wie groß der Wärmebedarf ist und welche Förderung es gibt. Als Faustformel gilt: Der Wechsel lohnt sich, sobald der vorhandene Kessel älter als 15 Jahre ist. Wie schnell sich eine Investition in etwa rechnet, zeigen Online-Ratgeber wie der Modernisierungscheck von co2online.

    Stichwort Wärmedämmung: Neben dem Anbieterwechsel lässt sich auch Geld durch Wärmedämmung sparen. Welche Methoden halten Sie hier für am sinnvollsten? (ökologische Dämmstoffe, Dampfbremsen, etc....)

    Jens Hakenes:Am einfachsten sind das Dämmen der Heizungsrohre im Keller und das Dämmen hinter Heizkörpern. Auch die Dämmung der obersten Geschossdecke rechnet sich oft schnell. Welcher Dämmstoff der richtige ist, hängt von der gewählten Maßnahme ab. Je aufwändiger, desto eher rechnen sich kombinierte Maßnahmen, zum Beispiel das Streichen und Dämmen einer Fassade.

    Welche Fördermöglichkeiten gibt es, wenn Hausbesitzer ihr Haus dämmen möchten, um Energie zu sparen?

    Jens Hakenes:Das Angebot an Fördermitteln für Dämmung ist sehr umfangreich. Wer zum Beispiel das Dach seines Altbaus dämmen möchte, findet im FördermittelCheck von co2online derzeit über 150 verschiedene Zuschüsse und günstige Kredite – von Bund, Ländern und Kommunen. Solche Online-Ratgeber bieten einen ersten Überblick. Energieberater helfen dann beim Finden genau passender Programme.

    Persönliche Erfahrungen

    Um noch genauer zu erfahren, welche Schwierigkeiten der Einbau einer neuen Heizmethode oder der Wechsel des Energieanbieters mit sich bringt, haben wir den Hausbesitzer Daniel Hoch nach seinen Erfahrungen befragt.


    Für welche Heizungsart haben Sie sich beim Hausbau entschieden und vor allem warum?

    Daniel Hoch: Ich habe mich recht schnell für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entschieden. Für mich war die Entscheidung leicht, da die Wärmepumpe sehr energieeffizient ist und ich in Kombination mit Solarenergie (für Warmwasser) eine gute KfW-Förderung erhalten habe.

    Was waren beim Hausbau in Bezug auf den Heizungsbau die größten Schwierigkeiten?

    Daniel Hoch: Da bei uns alles von dem Bauträger geplant wurde, hatte ich damit zum Glück keinerlei Probleme.

    Würden Sie sich jetzt, rückwirkend betrachtet, für eine andere Heizmethode entscheiden?

    Daniel Hoch: Nein, ich bin sehr zufrieden.

    Haben Sie sich schon einmal mit Fördermöglichkeiten für Sanierungsmaßnahmen beschäftigt?

    Daniel Hoch: Nein, bisher haben wir uns damit noch nicht auseinandergesetzt, da unser Hausbau noch nicht lange her ist. Dafür haben wir also noch genügend Zeit.

    18 % der Befragten, die schon einmal ihren Energieanbieter/Tarif gewechselt haben, gaben an, jährlich zu wechseln. Wechseln auch Sie regelmäßig Ihren Anbieter um Kosten zu sparen?

    Daniel Hoch: Ja, auch wir beobachten, dass es enorme Preisunterschiede am Markt gibt und versuchen daher regelmäßig unseren Energieanbieter zu wechseln. Häufig wechseln wir wirklich jedes Jahr. Wenn die Preisunterschiede aber zu gering sind, dann verzichten wir auch mal auf den Wechsel.

    Daniel Hoch teilt seine Erfahrung rund um das Thema Hausbau auf seinem Blog www.danielandfriends.net.

    Auch der Hausbesitzer und Blogger Jörg Winter, der sich beim Bau eines Eigenheims für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entschieden hat, spricht über seine Erfahrungen.


    Hausbaublogger Winter

    Warum haben Sie sich beim Hausbau für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entschieden?

    Jörg Winter:Bei der Planung unseres Neubaus standen Wärmepumpe und Gas-Brennwert-Heizung zur Verfügung. Wir haben uns aus Kostengründen für eine WP entschieden. Allein der Gasanschluss hätte knapp 3000 € zusätzlich gekostet. Darüber hinaus mussten wir bei einer WP keine Komponente mit erneuerbarer Energie wie Solarthermie o.ä. installieren, was definitiv mehr Kosten als Nutzen eingebracht hätte.

    Was waren beim Hausbau in Bezug auf den Heizungsbau die größten Schwierigkeiten?

    Jörg Winter:Das größte Problem war die ordnungsgemäße Inbetriebnahme der WP. Unsere Rotex 508 war ein ganz neues Modell mit vielen Kinderkrankheiten, sprich Softwarefehlern. Hier waren mehrere Updates erforderlich. Auch für unseren Heizungsbauer und Servicetechniker war die Anlage ein Buch mit sieben Siegeln. Ihre Vorgehensweise war von Versuch und Irrtum bestimmt. Erst ein direkter Mitarbeiter von Rotex brachte die Kiste zum Laufen. Seitdem (Anfang 2014 ) läuft die Anlage ohne Probleme, lediglich der Lüftermotor des Außengerätes musste nach einem Totalausfall erneuert werden.

    Würden Sie sich, rückwirkend betrachtet, für eine andere Heizmethode entscheiden?

    Jörg Winter:Nein.

    Haben Sie sich schon einmal mit Fördermöglichkeiten für Sanierungsmaßnahmen beschäftigt?

    Jörg Winter:Da wir erst 2013/2014 neu gebaut haben, stellt sich diese Frage für uns noch nicht. Fördermöglichkeiten sind uns aber bekannt.

    Warum der Hausbesitzer Matthias Lemke sich beim Bau seines Hauses für eine Pelletheizung entschieden hat, verrät er hier.

    Heizvergleich Matthias Lemke

    Warum haben Sie sich beim Hausbau für eine Pelletheizung entschieden?

    Matthias Lemke: Wir hatten die Wahl zwischen einer Wärmepumpe und einer Holzheizung, da Erdgas nicht anliegt. Eine Luft-Wärmepumpe schied für mich aus Effizienzgründen aus. Eine Bohrung wollte ich ebenfalls nicht riskieren, so kam dann ein Flächenkollektor in die engere Wahl. Dazu habe ich mir verschiedene Preise eingeholt. Gleichzeitig habe ich mich mit dem Thema "automatisierte Holzheizung" beschäftigt und bin dann der Einfachheit halber bei einem vollautomatischen Pelletkessel hängengeblieben. Pellets sind CO2-neutral und für ein schönes Bad oder den Abwasch habe ich gerne mal richtig heißes Wasser im Haus. Damit haben Wärmepumpen ja so ihre Probleme. Insofern fiel die Wahl auf den Pelletkessel.

    Was waren beim Hausbau in Bezug auf den Heizungsbau die größten Schwierigkeiten?

    Matthias Lemke: Wir haben uns weder für Fußbodenheizung noch für Heizkörper entschieden, sondern für eine Wandheizung auf allen Außenwänden. Da dies nicht allzu alltäglich war, gab es in der Ausschreibungsphase einige erklärende Gespräche mit den anbietenden Heizungsbauern. Weiterhin hatte ich viel Wert darauf gelegt, dass der Wärmebedarf zimmerweise genau berechnet wird, um später möglichst wenig Regelungsverluste zu haben. Auch das verstand nicht jeder Handwerker auf Anhieb.

    Würden Sie sich, rückwirkend betrachtet, für eine andere Heizmethode entscheiden?

    Matthias Lemke: Nein, ich würde es genauso wieder machen.

    Haben Sie sich schon einmal mit Fördermöglichkeiten für Sanierungsmaßnahmen beschäftigt?

    Matthias Lemke: Nein, da wir neu gebaut haben, sehe ich hier hoffentlich noch für lange Zeit keinen Bedarf.

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    Hier können Sie sich die einzelnen Ergebnisse der Studie rund um Deutschlands Gas- und Heizmethoden herunterladen

    Heizvergleich Studie
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