Der perfekte Kredit für deine Bedürfnisse Top Anbieter im Kredit-Vergleich
Jetzt bis zu 2.000€ mehr für dich!

Umschuldung: Durch niedrigere Zinsen Geld sparen

Wer jetzt seinen Kredit umschuldet, kann viel Geld sparen. Das Zinsniveau der Banken richtet sich nach dem Leitzins der Europäischen Zentralbank (EZB), welcher in den letzten Jahren stark gesunken ist. So ergibt sich für dich die Möglichkeit, deinen bestehenden Kredit durch ein Darlehen mit günstigeren Zinsen abzulösen. In diesem Ratgeber erklären wir dir, was eine Umschuldung ist und was du dabei beachten musst.

Das Wichtigste zusammen­gefasst

  • Da die Zinssätze in den letzten Jahren stark gesunken sind, zahlst du wahrscheinlich zu viel für deinen Kredit und könntest durch eine Umschuldung Geld sparen.
  • Das Verfahren der Umschuldung ist nicht allzu schwer und meist jederzeit möglich.
  • Grundsätzlich gilt: Eine Umschuldung wird umso lohnenswerter, je höher die Restschuld und je länger die Laufzeit des Kredites ist.

Inhalts­verzeichnis

    Umschuldung: Wie geht das?

    • Zunächst musst du eine günstige Umschuldung für deinen bisherigen Kredit finden. Dafür verwendest du am besten den Umschuldungsrechner mit Kreditvergleich von TopTarif.
    • In einem zweiten Schritt solltest du prüfen, ob die Zinsbindung des bereits bestehenden Darlehens schon abgelaufen ist. Besteht die Zinsbindung noch und der Vertrag ist nicht älter als zehn Jahre, kann eine vorzeitige Kündigung beantragt werden. Diese bedarf dann einer Zustimmung der entsprechenden Bank. Hier werden meist Gebühren in Form einer Vorfälligkeitsentschädigung fällig. Wenn die Zinsbindung nicht mehr besteht und die zehn Jahre abgelaufen sind, kann ein Darlehen hingegen regulär gekündigt werden, ohne dass die Vorfälligkeitsentschädigung fällig wird. Es kann also problemlos eine Umschuldung zum neuen Anbieter erfolgen.
    • Ist der neue Vertrag unterschrieben, nimmt der neue Kreditgeber Kontakt mit dem bisherigen Kreditinstitut auf. Die noch ausstehende Kreditsumme wird an das bisherige Kreditinstitut überwiesen und der Kredit ist somit ausgelöst bzw. umgeschuldet.

    Was bedeutet das Umschulden von Krediten?

    In den meisten Fällen bedeutet eine Kredit-Umschuldung vor allem eine finanzielle Entlastung. Wer vor längerer Zeit einen Kredit über eine höhere Summe abgeschlossen hat, beispielsweise für eine Baufinanzierung, kann den bisherigen Kredit durch ein neues Darlehen mit attraktiveren Konditionen ablösen. Dieses Verfahren wird Umschuldung genannt. Mithilfe der Kredit-Umschuldung werden durch den günstigeren Zinssatz des neuen Darlehens die Zinskosten spürbar gemindert. Die konkrete Ausgestaltung der Umschuldung kann ganz verschieden sein: Die Umwandlung eines Kredits mit variablen Zinsen in einen Kredit mit Zinsfestschreibung ist ebenso möglich wie die Umschuldung eines kurzfristigen in einen langfristigen Kredit und umgekehrt. Eine Umschuldung ist neben Baufinanzierungskrediten auch für Ratenkredite möglich. Darüber hinaus hast du außerdem die Option, durch eine günstige Umschuldung verschiedene Kredite zusammenzufassen. Dies ist empfehlenswert, um einen besseren Überblick über deine Finanzen zu bekommen.

    Wann lohnt sich eine Umschuldung?

    Eine Umschuldung lohnt sich vor allem, wenn:

    • die Zinskosten gesenkt werden können, weil die Differenz zwischen beiden Zinssätzen entsprechend hoch ist.
    • die verbleibende Laufzeit noch einige Jahre beträgt.

    Beträgt die Restlaufzeit weniger als zwölf Monate und die Restschuld liegt unter 1.000 Euro, gibt es nur wenige Möglichkeiten für eine Umschuldung und die Ersparnis fällt vergleichsweise gering aus.

    Was muss ich bei einer Umschuldung beachten?

    Bevor du dich für eine Umschuldung entscheidest, gibt es einiges zu wissen. Damit du gut vorbereitet bist, haben wir im Folgenden die wichtigsten Punkte zusammengefasst:

    • Restschuld

      Falls du darüber nachdenkst, einen bisherigen Kredit günstig umzuschulden, musst du deine Restschuld zum Kündigungsdatum kennen. Dies ist der Betrag, für den du im Rahmen der Umschuldung einen neuen Kredit benötigst. Die entsprechende Restschuld kannst du entweder bei deiner Bank erfragen oder im Tilgungsplan nachlesen. Zu dieser Summe kommt in einigen Fällen noch eine Entschädigung für das bisherige Kreditinstitut hinzu. Meist lohnt sich die Umschuldung erst bei einer höheren Summe.

    • Verbleibende Kreditlaufzeit

      Neben der Restschuld solltest du auch die restliche Kreditlaufzeit kennen. Willst du einen Kredit umschulden, ist es in den meisten Fällen lohnenswerter, wenn der Vertrag noch einige Jahre läuft.

    • Vorfälligkeitsentschädigung

      Banken können bei einer vorzeitigen Ablösung eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung erheben. Denn ihnen entgehen durch die frühzeitige Rückzahlung des Kredites Zinseinnahmen, mit denen sie fest gerechnet haben. Die Vorfälligkeitsentschädigung wird etwa in den meisten Fällen bei Baufinanzierungskrediten erhoben, wenn diese noch keine zehn Jahre bestehen. Nach diesem Zeitraum muss laut § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB eine Umschuldung kostenlos sein, auch wenn eine längere Zinsbindung mit der Bank vereinbart wurde, eine Anschlussfinanzierung also noch nicht vorgesehen ist. Die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung ist gesetzlich festgelegt. Sie darf nicht mehr als 1,0 Prozent der noch ausstehenden Kreditsumme betragen. Bei einer restlichen Kreditlaufzeit von unter zwölf Monaten liegt der Prozentsatz bei 0,5 Prozent. In manchen Fällen ist die Gesamttilgung auch kostenlos. Ob dies in deinem Fall so ist, kannst du im Kreditvertrag nachlesen.

    • Kündigungsfristen

      Durch eine Gesetzesänderung vom 10.06.2010 haben sich neben der Regelung für die Vorfälligkeitsentschädigung auch die Kündigungsfristen von Krediten verändert. Aktuell gilt für Darlehen, bei denen die Zinsbindung noch besteht und die noch keine zehn Jahren laufen, eine Kündigungsfrist von sechs Monaten. Ist die Zinsbindung zum Zeitpunkt der Kündigung beendet oder sind die zehn Jahre abgelaufen, besteht eine einmonatige Kündigungsfrist. Für Kredite mit einem variablen Zins gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten.

    • Kreditwürdigkeit

      Wie hoch der neue Zinssatz im Endeffekt ist, hängt von der Bonität bzw. Kreditwürdigkeit des Antragsstellers ab. Auch die neue Bank wird in der Regel nach SCHUFA-Daten, Gehaltsnachweisen, Kontoumsätzen und bereits vorhandenen Krediten fragen. In einigen Fällen werden auch sogenannte „weiche Kriterien“ wie Beschäftigungsdauer, Beschäftigungsbranche oder Wohnumfeld erfragt und in die Bewertung der Kreditwürdigkeit einbezogen. Es bietet sich also an, bei verschiedenen Anbietern nach den Konditionen zu fragen. Das neue Kreditinstitut braucht bei Vertragsabschluss dann eine Ablösevollmacht, damit es die Umschuldung vollziehen kann. Mit dieser Vollmacht erhält es den Auftrag, die bestehenden Verbindlichkeiten beim bisherigen Kreditinstitut abzulösen. Die neue Bank ist zusätzlich bevollmächtigt, eine bankübliche Auskunft mit näheren Angaben über die ursprüngliche Höhe des Kredites, den bisherigen Verlauf der Abwicklung, vorhandene Sicherheiten, den gegenwärtigen Darlehensstand und das Vorliegen von Drittpfändungen einzuholen.

    • Nützliche Hinweise für deine Umschuldung

      Beim Vergleich unterschiedlicher Angebote solltest du darauf achten, dass dir der Kreditgeber immer den Effektivzinssatz nennt. Denn in diesem sind bereits alle Nebenkosten enthalten. So kannst du die verschiedenen Kreditangebote angemessen vergleichen. Das Umschulden von Krediten bietet dir die Gelegenheit, die monatliche Rate deinen finanziellen Möglichkeiten anzupassen. Wählst du einen höheren Betrag als bisher, wird die Laufzeit insgesamt kürzer und die Gesamtkosten des Kredits fallen niedriger aus. Auf der anderen Seite kann eine niedrige Rate helfen, die monatliche Belastung zu senken.

    Tipp

    Prüfe deine Vertragskonditionen genau, bevor du dich für eine Umschuldung entscheidest. Die günstigeren Zinsen sind nicht immer das alleinige Entscheidungsmerkmal. Auch die verbleibende Kreditlaufzeit und die Höhe der Restschuld sollten bei der Entscheidung bedacht werden. Bei der Suche in einem Vergleichsportal gibst du am besten „Umschuldung“ oder „Ablösung“ als Verwendungszweck an, um das beste Angebot zu finden. Hast du ein günstigeres Angebot gefunden, kannst du auch zunächst zu der Bank gehen, bei der dein Kredit läuft. Dort kannst du das gefundene Angebot vorlegen und eventuell deine Konditionen neu verhandeln. Geht die Bank auf das Angebot ein, bleiben dir mögliche Umschuldungskosten erspart.

    Umschuldung: Je höher ein Kredit, desto lohnenswerter

    Ist es immer vorteilhaft eine Kreditumschuldung durchzuführen? Die Umschuldung eines Kredites ist erst dann lohnenswert, wenn es sich um einen hohen Betrag handelt. Natürlich können Umfinanzierungen auch bei günstigen Krediten den Effekt haben, durch eine Laufzeitverlängerung die Ratenhöhe zu minimieren, allerdings erhöhen sich dann die Gesamtkosten für den Kredit enorm. Deswegen sollte dies nur in wirtschaftlichen Notfällen durchgeführt werden. Nutzen Sie jetzt den Darlehensrechner von TopTarif, um den günstigsten Kredit zu finden.

    • Den richtigen Zeitpunkt wählen

      Neben der Dauer einer Kreditumschuldung ist auch der richtige Zeitpunkt ein entscheidender Faktor für den Erfolg. Bei vielen Krediten – wie zum Beispiel Baudarlehen – sind die Zinsen für einen bestimmten Zeitraum gebunden. Innerhalb dieser Zeit garantiert die Bank dem Kreditnehmer, dass die Zinsen weder steigen noch fallen. Nach Ablauf der Zinsbindung kann der Kredit umgeschuldet werden, ohne dass für den Kreditnehmer Zusatzkosten entstehen. Die Umschuldung von der Hausbank zu einem anderen Institut lohnt sich immer dann, wenn die Zinsen für einen neuen Kredit geringer sind als bei dem bestehenden. Baukredite können zudem laut § 489 Abs. 1 Nr. 2 BGB bereits nach zehn Jahren ohne Vorfälligkeitsentschädigung gekündigt werden – selbst wenn eine längere Zinsbindung mit der Bank vereinbart ist.

    • Durch Umschuldung entstehen Kosten

      Der Gläubiger muss bei einer Umschuldung meist auf einen Teil seiner Ansprüche verzichten. Er kann sich aber seinen Zinsverlust wegen der vorgezogenen Fälligkeit ersetzen lassen. Für den Kreditnehmer fallen außerdem Kosten für Gericht und Notar an. Bei der Aufnahme eines neuen Kredits sollten allerdings auch die dabei möglicherweise anfallenden Bearbeitungskosten beachtet werden. Wenn das Kreditinstitut gewechselt wird, wird die Restschuld beim alten auf das neue Kreditinstitut übertragen.

    • Erlass und Stundung der Schulden gelten nicht als Umschuldung

      Eine Umschuldung ist dann möglich, wenn die Zinsbindung des vergangenen Darlehens ausläuft und der Kreditnehmer das Darlehen aufgrund der damit verbundenen neuen Konditionen nicht verlängern möchte. Auch eine Umwandlung eines Kredits mit variablen Zinsen in einen Kredit mit Zinsfestschreibung oder eines kurzfristigen in einen langfristigen Kredit wird als Umschuldung bezeichnet. Die Weiterführung eines Kredits durch einen neuen Kredit bei derselben Bank wird nicht als Umschuldung, sondern als Prolongation bezeichnet. Schuldenerlass und Schuldenstundung zählen nicht zu den Umschuldungsmaßnahmen, da durch sie die Schulden nicht tilgungsbedingt gemindert werden bzw. fällige Tilgungs- oder Zinszahlungen lediglich hinausgeschoben werden. Eine stundungsbedingte Laufzeitverlängerung hingegen fällt unter die Umschuldungsmaßnahmen.

    Besonders lohnenswert: Umschuldung von Baufinanzierungen

    Bei Privatpersonen sind Umschuldungen oft bei Baufinanzierungen nötig, da diese meist sehr lange Laufzeiten haben. Viele Verbraucher sehen in der Umschuldung einen großen Aufwand, doch mit der richtigen Herangehensweise ist der Aufwand gering. Wird die Immobilie nicht veräußert, wird die Bank einer Umschuldung nicht zustimmen oder eine Vorfälligkeitsentschädigung (umgangssprachlich im Internet fälschlicherweise auch Vorfälligkeitsentscheidung genannt) verlangen.

    • das Ende der Zinsbindung
    • oder nach zehn Jahren bestehender Zinsbindung, selbst wenn eine längere Zinsbindung vereinbart war

    Bei Baufinanzierungen haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht nach zehn Jahren, ohne dass eine Vorfälligkeitsentschädigung fällig wird. Die Kündigungsfrist für diese Sonderkündigung beträgt sechs Monate. Ist eine passende Bank für die Umschuldung gefunden, ist der Ablauf nicht kompliziert. Der neue Vertrag wird unterschrieben und die neue Bank setzt die alte Bank darüber in Kenntnis, dass sie das bestehende Darlehen ablösen wird, wenn die Zinsbindung endet. Die neue Bank überweist der alten zum Umschuldungstermin die fällige Summe und von diesem Zeitpunkt an muss der Verbraucher seine monatlichen Raten an die neue Bank überweisen. Wer das Umschulden vermeiden möchte, kann mit seiner Bank verhandeln. Oft sind die Konditionen für Kunden, die Kredite verlängern wollen, schlechter als für Neukunden. Dabei sind bestehende Kunden für Banken mit weniger Aufwand verbunden. Sicherheiten müssen nicht neu geprüft werden und auch die Zahlungsmoral ist hinlänglich bekannt. Dies sollte sich in den Zinsen widerspiegeln. Um eine gute Verhandlungsbasis zu haben, sollte der Kreditnehmer konkrete Angebote anderer Banken vorlegen. Kreditvermittler können helfen, Umschuldungsangebote von Banken einzuholen. Haben andere Banken bessere Angebote und niedrigere Zinsen, sollte der Verbraucher verhandeln, um die gleichen Konditionen von seiner Bank zu erhalten. Ist die Bank auch nach den Gesprächen noch mehr als 0,1 Prozent teurer als die günstigste andere Bank, lohnt es sich, den Kredit umschulden zu lassen.

    Umschuldung von Ratenkrediten

    Auch bei Ratenkrediten können Kreditnehmer durch eine Umschuldung sparen. Hier profitieren Kunden von den deutlich gesunkenen Zinsen der letzten Jahre. So lassen sich beispielsweise beim Autokredit viele Euro sparen, wenn der Kredit angepasst wird. Im Gegensatz zu Baufinanzierungen können Ratenkredite jederzeit gekündigt werden. Wurde der Kredit nach dem 10. Juni 2010 aufgenommen, darf die Bank eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangen, die maximal ein Prozent der verbleibenden Restschuld betragen darf. Für früher geschlossene Verträge gilt eine Kündigungsfrist von drei Monaten. Die Vorfälligkeitsentschädigung ist hier nicht nach oben begrenzt, sie muss jedoch im Vertrag fixiert sein.

    Die Umschuldung wird lohnenswerter je:

    • länger der Kredit noch läuft
    • je höher die Restschuld ist und
    • je größer die Differenz zwischen den vereinbarten und den aktuellen Zinsen ist

    Zunächst muss der alte Kredit überprüft werden, beispielsweise in Bezug auf eine zu zahlende Vorfälligkeitsentschädigung. Mit Hilfe eines Vergleichsrechners lassen sich günstige Angebote für die Kredit-Umschuldung finden. Sind konkrete Angebote ausgewählt, kann die Ersparnis errechnet werden. Diese ergibt sich durch die Addition aller noch ausstehenden Raten beim alten Kredit und einem Vergleich mit der Gesamtsumme des neuen Kredits. Ist das neue Angebot günstiger, lohnt sich auch hier der Gang zur bisherigen Bank, um über bessere Konditionen zu verhandeln. Gewährt die Bank diese nicht, lohnt sich ein Umschuldungskredit. Bei Privatkrediten ist es immer ratsam, die genauen Konditionen der alten und neuen Verträge zu überprüfen, denn günstige Zinsen sind nicht alles. Auch die Möglichkeit kostenloser Sondertilgungen sollte im Vertrag verankert sein. Vor allem bei Baufinanzierungen sollte die Zinsentwicklung schon rechtzeitig vor Ablauf der Zinsbindung beobachtet werden, um dies bei der Umschuldung genau berücksichtigen zu können.

    Umschuldung – So einfach funktioniert es

    Für eine erfolgreiche Kredit-Umschuldung sind zwar viele unterschiedliche Kriterien zu berücksichtigen, allerdings lässt sich mit einer günstigen Anschlussfinanzierung für einen teuren Kredit viel Geld sparen. Wichtig ist, den eigenen Kredit gut zu kennen und sorgfältig mit anderen Krediten zu vergleichen – zum Beispiel mit dem Umschuldungsrechner von TopTarif. Ist dann eine günstige Alternative für eine Anschlussfinanzierung gefunden, sind nur noch wenige Schritte vonnöten. Sofern die Zinsbindung des bestehenden Kredits noch nicht abgelaufen ist, müssen Kreditnehmer eine vorzeitige Kündigung des bestehenden Darlehens bei der bisherigen Bank beantragen. In der Regel wird diese der Kündigung zwar zustimmen, häufig wird jedoch eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung verlangt. Mit dieser Summe lassen sich Banken für die entgangenen Zinsgewinne aus dem bestehenden Kreditvertrag entschädigen. Nach Ablauf der Zinsbindung kann das Darlehen hingegen regulär gekündigt werden und eine Umschuldung der Restsumme zum neuen Anbieter erfolgen. Nachdem Sie den Darlehensvertrag mit dem neuen Kreditgeber unterschrieben haben, wird dieser mit Ihrem bisherigen Kreditinstitut Kontakt aufnehmen. Am Tag der Umfinanzierung überweist der neue Kreditgeber dann den noch ausstehenden Darlehensbetrag an die bisherige Bank. Sobald diese Zahlung getätigt worden ist, gilt der bisherige Kredit als umgeschuldet.

    Sofern Kreditnehmer noch über zusätzliche finanzielle Mittel verfügen, ist es ratsam, diese Summe vor der Umschuldung in den Kredit einfließen zu lassen. Auf diese Weise wird der Kreditbetrag, auf den die Zinsen entfallen, reduziert und Sie sparen Kreditkosten. Hinzu kommt, dass die Zinsen, die Sie für ein Sparguthaben erhalten, häufig nur einen Bruchteil dessen ausmachen, was an Zinsen für Kredite zu zahlen ist. Daher empfiehlt es sich auch immer, bei einer Umschuldung auf die Möglichkeit von Sondertilgungen zu achten. So können Sie jederzeit zusätzliche Einnahmen für die Kredittilgung nutzen.

    Umschuldung: Die wichtigsten Fragen zur Umschuldung in Kürze

    Damit du einen guten Überblick über das Thema Kredit-Umschuldung hast, haben wir für dich noch einmal die wichtigsten Fragen kurz zusammengefasst.

    • Was kostet eine Umschuldung?

      Wird ein Kredit vorzeitig abgelöst, können Banken eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Durch diese Summe gleichen die Institute den Verlust aus, der ihnen durch die verlorenen Zinseinnahmen entsteht. Bei der Umschuldung von Baufinanzierungskrediten fallen für den Kreditnehmer zudem Notarkosten für das Umschreiben der Grundschuld an.

    • Umschuldung: Ab wann ist sie möglich?

      Grundsätzlich ist eine Umschuldung jederzeit möglich. Empfehlenswert ist sie allerdings meist erst, nachdem die Zinsbindung nicht mehr greift oder wenn der Vertrag schon zehn Jahre läuft. So wird keine Vorfälligkeitsentschädigung für den Kreditnehmer fällig. Bei Baufinanzierungen gilt eine Kündigungsfrist von sechs Monaten und eine Vorfälligkeitsentschädigung wird fällig, wenn der Vertrag noch keine zehn Jahre besteht. Ältere Kreditverträge (vor dem 10.06.2010 abgeschlossen) haben meist Kündigungsfristen von drei Monaten.

    • Gibt es eine Bearbeitungsgebühr bei Umschuldungen?

      Kreditbearbeitungsgebühren sind laut einem Urteil des Bundesgerichtshofes vom Mai 2014 unzulässig. Das neue Kreditinstitut darf also für die Bearbeitung kein Geld von dir verlangen. Die Vorfälligkeitsentschädigung darf aber weiterhin verlangt werden und gegebenenfalls können Notarkosten fällig werden.

    • Umschuldung des Dispos?

      Gerade bei Dispokrediten kann sich eine Umschuldung lohnen. Kannst du dein überzogenes Girokonto in absehbarer Zeit nicht ausgleichen, kann es ratsam sein, die Summe durch einen Ratenkredit mit niedrigerem Zinssatz abzulösen. Neben der Ersparnis kann auch die daraus resultierende verbindliche Rückzahlungsvereinbarung ein Vorteil sein, da du so die Möglichkeit bekommst, deine Finanzen besser zu überblicken.

    • Was kostet eine Umschuldung?

      Wird ein Kredit vorzeitig abgelöst, können Banken eine sogenannte Vorfälligkeitsentschädigung verlangen. Durch diese Summe gleichen die Institute den Verlust aus, der ihnen durch die verlorenen Zinseinnahmen entsteht. Bei der Umschuldung von Baufinanzierungskrediten fallen für den Kreditnehmer zudem Notarkosten für das Umschreiben der Grundschuld an.

    • Umschuldung: Ab wann ist sie möglich?

      Grundsätzlich ist eine Umschuldung jederzeit möglich. Empfehlenswert ist sie allerdings meist erst, nachdem die Zinsbindung nicht mehr greift oder wenn der Vertrag schon zehn Jahre läuft. So wird keine Vorfälligkeitsentschädigung für den Kreditnehmer fällig. Bei Baufinanzierungen gilt eine Kündigungsfrist von sechs Monaten und eine Vorfälligkeitsentschädigung wird fällig, wenn der Vertrag noch keine zehn Jahre besteht. Ältere Kreditverträge (vor dem 10.06.2010 abgeschlossen) haben meist Kündigungsfristen von drei Monaten.

    • Wie hoch sollte der Zinssatz einer Umschuldung sein?

      Ein genauer Wert ist schwer festzulegen. Wichtig ist, dass der neue Zinssatz niedriger als der des vorherigen Kredits ist.

    • Gibt es eine Bearbeitungsgebühr bei Umschuldungen?

      Kreditbearbeitungsgebühren sind laut einem Urteil des Bundesgerichtshofes vom Mai 2014 unzulässig. Das neue Kreditinstitut darf also für die Bearbeitung kein Geld von dir verlangen. Die Vorfälligkeitsentschädigung darf aber weiterhin verlangt werden und gegebenenfalls können Notarkosten fällig werden.

    • Umschuldung: Was passiert mit der Restschuldversicherung?

      Eine Restschuldversicherung gibt Kreditnehmern die Möglichkeit, sich und ihre Familie vor Zahlungsausfällen zu schützen. Diese Versicherung wird in der Regel bei der kreditgebenden Bank abgeschlossen. Fast immer ist es problemlos möglich, die Restschuldversicherung zu kündigen. Die Prämien für den Rest der vereinbarten Laufzeit kannst du anteilig zurückverlangen. Der Versicherungsvertrag kann üblicherweise gemeinsam mit dem Kredit aufgelöst werden, da im Falle einer Umschuldung ein Sonderkündigungsrecht besteht. Eine bereits bestehende Versicherung kann in der Regel nicht auf den neuen Kredit übertragen werden. Um weiterhin abgesichert zu sein, musst du bei deinem neuen Kreditinstitut wieder eine Restschuldversicherung abschließen. Die Police treibt die Gesamtkosten allerdings in die Höhe, da die Versicherungsprämien oft mitverzinst werden. Eine Restschuldversicherung ist also meist nur bei einem risikoreichen Darlehen ratsam.

    • Sollte ich lieber eine Anschlussfinanzierung oder Umschuldung wählen?

      Eine Umschuldung erfolgt bei einem fremden Kreditinstitut. Eine Anschlussfinanzierung kannst du aber auch bei der eigenen Bank vereinbaren. Dies kann oft eine gute Alternative zur Umschuldung sein: Hast du zum Beispiel mithilfe eines Vergleichsrechners ein besseres Angebot bei einem anderen Institut gefunden, kannst du eventuell bei deiner Bank die Konditionen des bisherigen Kredites neu verhandeln. So können beispielsweise Notarkosten gespart werden.

    Die wichtigsten Finanzprodukte

    Vergleich mit Waage

    Umschuldungskredit

    Du möchtest nicht mehr horrende Kreditzinsen zahlen? Finde hier alles zur rettenden Umschuldung!

    Kredite vergleichen
    Girokonto-Geldscheine

    Girokonto eröffnen

    Wie kann ich ein Girokonto eröffnen bzw. wechseln? Finde hier heraus, worauf du dabei achten solltest!

    Girokonto eröffnen
    Kreditkarte Internet

    Kreditkartenvergleich

    Welche Kreditkarte sollte ich wählen: Master- oder VISA-Card? Erfahre hier, welcher Kartentyp sich für dich eignet!

    Kreditkartenvergleich