Stromzähler: Die wichtigsten Fakten im Überblick

Der Stromzähler bildet die Schnittstelle zwischen Netzbetreiber, Energieversorger und dem Kunden. Das Gerät misst, wie viel Strom ein Haushalt verbraucht. Der Stromverbrauch wird in Kilowattstunden (kWh) angegeben. Fachsprachlich wird der Stromzähler als Elektroenergiezähler bezeichnet. In der Regel wird ein Mal im Jahr der Stromzählerstand abgelesen, um festzustellen, wie viel Strom der Haushalt im letzten Jahr verbraucht hat. Da der Strom meistens im Voraus bezahlt wird, ergibt sich auf diese Weise eine mögliche Nachzahlung oder Gutschrift.

Das wichtigste zusammengefasst

  • Stromzähler messen den Stromverbrauch eines Haushaltes in Kilowattstunden.
  • Neben dem klassischen analogen Ferraris-Stromzähler und dem Doppeltarifzähler gibt es mittlerweile auch digitale Stromzähler.
  • Der Stromzähler wird von dem Netzbetreiber vor Ort montiert. Bei einem Wechsel des Stromanbieters bleibt er also unverändert.

Inhalts­verzeich­nis

    Der Stromzähler und seine Funktionsweise in Kürze

    Vorläufer des heutigen Stromzählers gab es bereits im ausgehenden 19. Jahrhundert. Ein Stromzähler hat die Funktion, die an die Haushalte gelieferte Strommenge zu messen. Heutzutage ist dieses Messgerät in nahezu jedem Wohnhaus in Deutschland zu finden. Gemessen wird der Strom in der Einheit Kilowattstunden, kurz kWh. Der Zählerstand bei analogen Stromzählern zeigt für gewöhnlich nicht deinen aktuellen Jahresverbrauch an. Der Zähler wird nämlich nach dem jährlichen Ablesen nicht wieder auf null zurückgesetzt. Wenn du also wissen möchtest, wie viel Strom du im vergangenen Jahr verbraucht hast, musst du den aktuellen Zählerstand mit dem Stand von vor zwölf Monaten vergleichen. Diesen Wert findest du üblicherweise auf der letzten Stromrechnung.

    Diese Stromzähler-Arten gibt es

    Da die Technik sich ständig verändert, existieren derzeit verschiedene Stromzähler-Technologien. In deutschen Haushalten und Gewerbestandorten findet man üblicherweise die folgenden Stromzähler Arten: Ferraris-Zähler, Doppeltarifstromzähler und digitale Stromzähler.
    • Der Klassiker: Ferraris-Zähler

      Der sogenannte Ferraris-Zähler ist ein analoger Stromzähler. Der Klassiker unter den Stromzählern wurde nach seinem Erfinder, dem italienischen Physiker Galileo Ferraris, benannt. Im Inneren des Zählers befinden sich ein Induktionsmotor und ein Metallrad, das mit einem Rollenzählwerk verbunden ist. Dieses zeigt den Stromverbrauch in Kilowattstunden an. Um den Verbrauch für ein Jahr zu errechnen, muss zu Beginn und am Ende des Abrechnungszeitraums der Zählerstand abgelesen werden. In der Regel muss ein solcher mechanischer Zähler nur alle 16 Jahre geeicht werden und damit sehr viel seltener als ein digitaler Stromzähler. Ist der Zähler nicht korrekt geeicht, liefert er falsche Daten. So kann es sein, dass du als Verbraucher letztlich mehr bezahlst, weil die Strommenge nicht richtig gemessen worden ist. Ob dein Stromverbrauch falsch ermittelt wurde, kannst du zum Beispiel daran erkennen, dass deine Stromrechnung sehr viel höher als im Vorjahr ausfällt, ohne dass du neue Elektrogeräte angeschafft oder sich die Strompreise stark erhöht haben.

    • Doppeltarifstromzähler unterscheidet zwischen dem Tag- und Nachtverbrauch

      Haushalte, die einen Nachtstrom-Tarif bzw. einen Tag-Nacht-Tarif haben, besitzen zumeist einen sogenannten Doppelstromzähler. Alternativ wird er auch Zweitarifzähler genannt. Auf dieser Variante des Stromzählers findest du zwei Rollenzählwerke: HT (Hochtarif) und NT (Niedertarif). Der Zählerstand des Hochtarifzählers (HT) ist meist der obere und zeigt an, wie viel Strom in Kilowattstunden am Tage verbraucht wurde. Unter dem Hochtarifzählerstand wird der Zählerstand des Niedertarifzählers (NT) angezeigt. An ihm kann man ablesen, wie viel Strom in der Nacht verbraucht wurde. Auch hier wird der verbrauchte Strom in Kilowattstunden angezeigt.

    • Digitaler Stromzähler – was ist anders?

      Zum modernen Standard gehören mittlerweile digitale bzw. elektronische Stromzähler. Mit dem sogenannten Smart Meter wird der Stromverbrauch digital erfasst, gespeichert und dann für den Verbraucher visualisiert. Diese Zähler sollen im Gegensatz zu den analogen Geräten den tatsächlichen Energieverbrauch und die tatsächliche Nutzungszeit anzeigen. Einige Modelle sind darüber hinaus in der Lage, die erhobenen Daten direkt an den Messstellenbetreiber zu übertragen. Diese Geräte bezeichnet man als Energiezähler mit Fernauslesung. Im Zuge der Energiewende soll der Smart Meter in allen Haushalten zur Strommessung eingeführt werden. Mit ihm sollen die Kosten für den Verbraucher gesenkt und die Stromnetze entlastet werden. Damit diese Idee funktioniert, sollen die intelligenten Zähler detailliert und im Viertelstundentakt den Verbrauch aller Elektrogeräte im Haushalt speichern. So wird nebenbei der eigene Bedarf für den Verbraucher transparenter. Der intelligente Stromzähler hilft dann auch dabei, Stromfresser und Einsparpotenziale zu erkennen.

    • Seit wann ist ein digitaler Stromzähler Pflicht?

      Seit 2017 muss bei allen Großkunden mit einem jährlichen Verbrauch von mehr als 10.000 Kilowattstunden der analoge Stromzähler durch einen Smart-Meter-Zähler ersetzt werden. Für 80 Prozent der privaten Haushalte sollen die Geräte dann ab 2020 auch Pflicht werden. Mit der Einführung setzt die Bundesregierung europäische Vorgaben um. Bisher können die Netzbetreiber noch entscheiden, ob sie einen Smart-Meter-Stromzähler einbauen möchten. Soll ein Smart Meter in deinem Wohnhaus installiert werden, musst du diesen zwar nicht kaufen, allerdings fallen Gebühren für den Betrieb des digitalen Stromzählers an. Der Gesetzgeber hat für die entstehenden jährlichen Kosten eine Obergrenze festgelegt. Diese Höhe der Gebühren richtet sich nach der Höhe des Stromverbrauchs in deinem Haushalt. Ein Mitbestimmungsrecht für Verbraucher bei der Anschaffung eines Smart Meters ist bisher nicht vorgesehen.

    Stromzähler ablesen – so geht es!

    Ist der Stromzähler nicht direkt in der Wohnung angebracht, findest du ihn üblicherweise im Treppenhaus oder im Keller. In der Regel kümmert sich der Stromversorger oder der Netzbetreiber selbst darum, einmal im Jahr den Zählerstand abzulesen. Liest ein Mitarbeiter des Betreibers den Stromzählerstand ab, wird dir häufig eine Postkarte mit dem Termin zugeschickt oder du findest einen Aushang an der Haustür. Willst du den aktuellen Stand lieber selbst ablesen, benötigst du die Zählernummer. Mit dieser Zählernummer kann der Stromzähler einer Verbraucherstelle zugeordnet werden. Diese Nummer befindet sich über oder unter der Drehschreibe auf dem Stromzähler. Wenn du dir nicht sicher bist, ob es sich um die richtige Nummer handelt, kannst du sie in der Regel auch auf deiner letzten Stromrechnung nachgucken. Im unteren Teil des Stromzählers befindet sich bei analogen Stromzählern ein Rollenzählwerk mit einer Zahlenkombination. Hier wird der aktuelle Stromzählerstand in Kilowattstunden angezeigt. Meist reicht es aus, den Wert bis zur Kommastelle abzulesen. Bei einem Doppeltarifzähler müssen der HT- und der NT-Zählerstand abgelesen werden. Bei digitalen Stromzählern kann der Zählerstand über eine Digitalanzeige abgelesen werden.

    Die wichtigsten Fragen noch einmal kurz und übersichtlich beantwortet

    In dem folgenden Abschnitt haben wir noch einmal einige wichtige Fragen beantwortet, damit du einen guten Überblick über alle Aspekte rund um den Stromzähler hast:


    • Wie funktioniert ein Stromzähler?

      Der Stromzähler misst den an die Haushalte gelieferten Strom in Kilowattstunden. Es wird zwischen analogen und digitalen Stromzählern unterschieden. Bei einem analogen Stromzähler befindet sich im Inneren des Geräts ein Metallrad, das nach außen hin mit einem Rollenzählwerk verbunden ist. An dem Zählwerk kann der Stromverbrauch abgelesen werden. Ein digitaler Stromzähler hingegen erfasst und speichert den Stromverbrauch digital.

    • Wer darf einen Stromzähler einbauen?

      Der Netzbetreiber beauftragt in der Regel einen zugelassenen Messstellenbetreiber, dessen Mitarbeiter den Stromzähler einbauen. Aufgrund der Normung dürfen Privatpersonen nicht selbstständig einen Stromzähler anschließen.

    • Wem gehört der Stromzähler?

      In der Regel ist der Netzbetreiber oder der Messstellenbetreiber vor Ort der Eigentümer des Zählers, daher erfolgt durch ihn meist auch die Ermittlung des Zählerstandes.

    • Fallen Gebühren für den Stromzähler an?

      Bei jedem Stromtarif wird üblicherweise eine Grundgebühr fällig. Mit dieser Gebühr sind die Kosten für den Stromzähler und dessen Wartung abgedeckt. Mit dem neuen Smart Meter kann es sein, dass die Gebühren zukünftig über eine gesonderte Rechnung durch den Messstellenbetreiber fällig werden.

    • Was bedeutet HT und NT bei einem Stromzähler?

      Die Unterscheidung von HT und NT kommt üblicherweise bei Doppeltarifzählern vor. HT steht dabei für Hochtarifzähler und NT für Niedertarifzähler. Der HT-Zählerstand gibt an, wie viel Strom in Kilowattstunden am Tage verbraucht wurde. Am NT-Zählerstand kannst du den in der Nacht verbrauchten Strom ablesen.

    Kunden-Bewertungen

    • 4 / 5
      Bisher ist alles gut gelaufen. Ich bin aber noch am Anfang des Wechselprozesses. Meinen letzten Wechsel des Gaslieferanten habe ich auch mit Top-Tarif gemacht. Ich bin gespannt ob ich den versprochenen Bonus von meinem bisherigen Lieferanten bekomme. Man liest über Grüne Welt in Punkto Bonus nichts Gutes in den Portalen.
    • 4 / 5
      Zum neuen Anbieter kann ich noch keine Angaben machen. Im Internet wurden manche Mängel angezeigt.
    • 5 / 5
      Super Angebote, kaufe immer wieder gerne ein.
    • 5 / 5
      Der Wechsel wurde zwar noch nicht vollzogen. Aber das Angebot hat mich überzeugt.

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