Strombörse: Was ist das?

Seit der Liberalisierung des Strommarktes wird Energie an der Strombörse als Ware gehandelt. Dabei geht es an der Strombörse zu wie an den bekannten Börsen am Kapitalmarkt. TopTarif erklärt, wie die Strombörse funktioniert und woher der Strom an der Börse kommt.

Inhalts­verzeich­nis

    Strombörse: Angebot und Nachfrage

    In Deutschland konnten Verbraucher lange nicht frei wählen, von welchem Energielieferanten Sie Ihren Strom beziehen. Stattdessen waren regionale Grundversorger dazu verpflichtet, ein bestimmtes Gebiet mit Strom zu beliefern. Geändert hat sich dieses Prinzip mit der Liberalisierung des Strommarktes im Jahr 1998. Seitdem steht es dem Verbraucher frei, aus einer Vielzahl an Stromanbietern zu wählen. Durch die Öffnung des Marktes ist es vielen alternativen Energieversorgern gelungen, sich erfolgreich am Markt zu etablieren und den großen Energieunternehmen Konkurrenz zu machen. Denn seit der Liberalisierung bestimmen Angebot und Nachfrage den Strompreis. Geändert hat sich dadurch allerdings auch, dass Strom als Ware ge- und verkauft werden kann. Der Ort dafür ist die umsatzstärkste Strombörse Europas, die EEX (European Energy Exchange) in Leipzig. Hier werden zeitlich abgegrenzte Mengen von Strom für die Länder Österreich, Frankreich und Deutschland gehandelt.

    So kommt der Strom an die Börse

    Nicht jeder Strom, der von Energieversorgern hergestellt wird, landet schließlich beim Kunden. Da die Produktion von Strom stark schwankt – grüne Energie zum Beispiel ist vom Wetter abhängig – kommt es häufig zu Lieferengpässen oder sogar zu einer Überproduktion. Da Strom im Gegensatz zu anderen Energieträgern nur schwer gespeichert und für später gelagert werden kann, muss er im Fall einer Überproduktion schnell verkauft und in ein anderes Netz eingespeist werden. Kann ein Versorger hingegen den Bedarf gerade nicht decken, kauft er an der Strombörse Energie von anderen Elektrizitätswerken. So werden Lieferengpässe überbrückt und Überschüsse in der Produktion ausgeglichen.

    Was passiert mit dem Strom an der Börse?

    Energielieferanten verkaufen Ihr Produkt nicht direkt an der Strombörse. Stattdessen teilen sie einem Börsenhändler mit, dass sie eine bestimmte Menge zu einem festgesetzten Mindestpreis anbieten. Die Aufgabe der Händler wiederum ist, Nachfrage und Angebot miteinander in Einklang zu bringen. Denn auch bei den Nachfragegeboten werden im Vorfeld eine bestimmte Menge sowie ein Maximalpreis genannt. Gibt es eine Übereinstimmung zwischen Angebot und Nachfrage, vermittelt der Händler zwischen den beiden Parteien.

    Welche Unternehmen sind an der Strombörse aktiv?

    An der Strombörse werden zum Teil auch langfristige Lieferverträge geschlossen, die ein Volumen von mehreren Milliarden Euro betragen. Kleinverbraucher und -hersteller können deshalb nicht an der Strombörse handeln. Aktiv sind dort vor allem Energiekonzerne wie E.ON, EnBW oder RWE. Doch auch regionale Anbieter und kommunale Stromversorger können an der Strombörse mitbieten, um günstigen Strom für Ihre Kunden zu kaufen oder zu versuchen, ihren Strom möglichst gewinnbringend zu verkaufen.

    Welcher Strom wird an der Strombörse gehandelt?

    An der Strombörse in Leipzig wird in der Regel sogenannter Graustrom gehandelt. Darunter versteht man Energie, die nicht gekennzeichnet ist. Ob der Strom aus fossilen Energieträgern stammt, durch Atomkraft hergestellt oder ob er aus regenerativen Energien gewonnen wird, ist also nicht klar. An der österreichischen Strombörse EXAA gibt es jedoch bereits das erste Ökostrom-Label, das gehandelt wird, um Grau- und Ökostrom an der Strombörse genau voneinander zu trennen. Denn bisher wird aus Ökoenergie sofort Graustrom, wenn Sie an die Strombörse gelangt.

    Kunden-Bewertungen

    • 5 / 5
      Gute, übersichtliche Struktur. Die Auswahl wird gut dargestellt.
    • 1 / 5
      Bis jetzt habe ich vom Anbieter noch keine Reaktion bzw. Antwort bekommen. Es wäre schön, wenn sich da schnelllstens was tuen würde
    • 4 / 5
      Bisher ist alles gut gelaufen. Ich bin aber noch am Anfang des Wechselprozesses. Meinen letzten Wechsel des Gaslieferanten habe ich auch mit Top-Tarif gemacht. Ich bin gespannt ob ich den versprochenen Bonus von meinem bisherigen Lieferanten bekomme. Man liest über Grüne Welt in Punkto Bonus nichts Gutes in den Portalen.
    • 4 / 5
      Zum neuen Anbieter kann ich noch keine Angaben machen. Im Internet wurden manche Mängel angezeigt.

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