So erzeugen Kohlekraftwerke Strom

Ein Großteil der Energie in Deutschland wird auch heute noch in Kohlekraftwerken erzeugt. Doch die alte Technik stößt nicht nur das klimaschädigende CO2 aus, auch andere gesundheitsgefährdende Stoffe gelangen durch die Verbrennung von Kohle in die Umwelt. Im TopTarif-Ratgeber erfahren Sie, wie Kohlekraftwerke funktionieren und welche Probleme dadurch entstehen.

Inhalts­verzeich­nis

    Wie funktioniert ein Kohlekraftwerk?

    Grundsätzlich ist die Funktionsweise eines Kohlekraftwerks schnell erklärt – denn im Prinzip handelt es sich dabei um einen gewaltigen Wasserkocher. Die enorme Hitze, die bei der Verbrennung von Stein- und Braunkohle entsteht (bis zu 1.500 Grad Celsius), wird in dem Kraftwerk genutzt, um große Mengen von Wasser zu erhitzen. Wenn das Wasser schließlich verdampft ist, wird der Dampf mit hohem Druck durch verschiedene Turbinen geleitet, um die darin enthaltene Energie in elektrischen Strom umzuwandeln. Danach kühlt das Wasser wieder ab.

    Wie viel Strom wird in Deutschland mit Kohlekraftwerken erzeugt?

    Obwohl die erneuerbaren Energien in Deutschland konsequent ausgebaut werden, um die Umwelt vor schädlichen CO2-Emmissionen zu schützen, gehören Kohlekraftwerke immer noch zu den wichtigsten Energielieferanten der Bundesrepublik. So wurden im Jahr 2014 rund 45,5 Prozent des Stroms in Deutschland in Kohlekraftwerken hergestellt. In den letzten Jahren ist der Anteil sogar leicht gestiegen – denn die günstige Kohle wird nun vor allem genutzt, um den Ausstieg aus der Atomkraft zu kompensieren. Hauptsächlich stammt die Kohleenergie aus der besonders schadstoffreichen Braunkohle (rund 25,8 Prozent), während die Steinkohle mit rund 19,7 Prozent am gesamtdeutschen Energiemix beteiligt ist.

    Wie effizient ist ein Kohlekraftwerk?

    Wie viel Strom ein Kohlekraftwerk produziert, ist abhängig von der Kapazität, aber auch von dem Alter der Anlage. Die meisten Kraftwerke in Deutschland haben eine durchschnittliche Leistung von bis zu 1.000 Megawatt. Neuere Werke hingegen arbeiten wesentlich effizienter. Denn bei der Verbrennung von Kohle geht ein Großteil der Energie verloren – der Wirkungsgrad selbst eines hochmodernen Kohlekraftwerkes liegt höchstens bei 45 Prozent. Das heißt, mehr als die Hälfte der Energie wird nicht in Strom umgewandelt. Grund dafür ist, dass der Wasserdampf schnell abkühlt, dass Energie durch Reibung verloren geht und dass ein Teil der Restwärme in Abgasen gebunden ist.

    Wieso schadet ein Kohlekraftwerk der Umwelt?

    Bei der Verbrennung von Kohle entsteht das Treibhausgas CO2, das maßgeblich für die Erderwärmung verantwortlich ist. Obwohl moderne Kohlekraftwerke über sehr ausgeklügelte Filtersysteme verfügen, um die Schadstoffbelastung so gering wie möglich zu halten, gelangen in Deutschland allein durch die Kohleenergie jedes Jahr mehr als 326 Millionen Tonnen CO2 in die Luft. Dabei macht es durchaus einen Unterschied, ob es sich um Stein- oder Braunkohle handelt. Während bei der Verbrennung einer Tonne Steinkohle lediglich 2,68 Tonnen CO2 freigesetzt werden, sind es bei der Steinkohle sogar rund 3,25 Tonnen.

    Sind Kohlekraftwerke gesundheitsschädigend?

    Bei der Verbrennung von Kohle entsteht eine Vielzahl unterschiedlicher Nebenprodukte, nicht nur das klimaschädigende CO2. Darunter sind auch einige gesundheitsgefährdende Stoffe wie das Schwefeloxid oder die sogenannten Stickstoffoxide. Trotz moderner Filteranlagen wie zum Beispiel Elektrofiltern und Abgaswäschern, gelangt dieser Feinstaub in die Umwelt und kann die Gesundheit von Mensch und Natur stark beeinträchtigen. Krebs und andere Erkrankungen am Herz und an der Lunge werden durch den Schadstoffausstoß von Kohlekraftwerken begünstigt. In Deutschland gehen rund sechs bis neun Prozent der gesamten Feinstaubemissionen auf Kohlekraftwerke zurück.

    Woher kommt die Kohle?

    In einem modernen Kohlekraftwerk wird in der Regel eine Mischung aus Stein- und Braunkohle verbrannt. Gefördert werden diese Energieträger jedoch auf ganz unterschiedliche Weise. Während die Braunkohle sehr nah an der Erdoberfläche abgelagert ist, wird Braunkohle durch den aufwändigen Tiefbau gefördert. Dadurch entstehen zum Teil gravierende Umweltschäden – Flächen, die durch den Tage- und Tiefbau beschädigt sind, müssen in jahrelanger Arbeit rekultiviert werden. In ehemaligen Kohlerevieren wie zum Beispiel Nordrhein-Westfalen sind die Spuren der Kohleindustrie immer noch deutlich zu erkennen.

    Kunden-Bewertungen

    • 5 / 5
      Übersichtlich strukturierte Angebote mit zahlreichen Alternativen und klar erkennbaren Kostenvorteilen.
    • 4 / 5
      Tarifwechsel bei Strombezug funktioniert wunderbar einfach - großes Lob.\nTelefonat mit einem Servicemitarbeiter, war vielleicht der späten Stunde zugrundeliegend, nicht sehr freundlich geführt.
    • 4 / 5
      der Anbieter ist gut bekannt\nder Tarif ist nur für das erste Jahr gut\ndie Anbieter legen keinen Wert auf Kundentreue.
    • 4 / 5
      Gute Empfehlung, verlässliche Anbieter

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