Ein LichtBlick im Kampf gegen Energie-Dinos

In den deutschen Stromsee fließen auch grüne, reine Flüsse. Wir von TopTarif haben uns im Zuge des heutigen Tages der Erneuerbaren Energien diese Ökostromquellen näher angeschaut: Es gibt mit LichtBlick, greenpeace energy, EWS Schönau, Naturstrom und Polarstern fünf reine Ökoenenergie-Anbieter in Deutschland. Sie alle haben fleißig auf unsere sieben Fragen geantwortet, die wir Euch umgehend präsentieren. Den Anfang macht Ralph Kampwirth, Bereichsleiter für Unternehmenskommunikation bei LichtBlick:

Welchen Beitrag für die Umwelt hat ein Kunde, der seit Gründung Ihres Unternehmens von Ihnen mit Strom versorgt wird, durch Sie geleistet?

LichtBlick-Kunden sind Investoren in die Energiewende. LichtBlick hat mit dem SchwarmDirigenten das Betriebssystem der Energiewende entwickelt. Mit dieser IT-Plattform machen wir Strom schlau. Wir verbinden dezentrale Photovoltaikanlagen, Blockheizkraftwerke und Elektromobile mit den Strommärkten. So machen wir eine sichere Versorgung für alle in einer dezentralen Energiewelt möglich. Ohne unsere Kunden wären diese Investitionen und Entwicklungen nicht möglich.

Was halten Sie von Ökostrom-Tarifen von Anbietern fossiler und atomarer Energie?

Bei den meisten Anbietern ist Ökostrom vor allem ein Marketinginstrument. Motto: Grüne Fassade, dreckige Basis. Das genügt ein Blick auf den Strommix – der besteht bei fast allen Anbietern vor allem aus Kohle und Atom.

Die Atomreaktor-Katastrophe von Fukushima scheint heute schon fast wieder vergessen. Wie wirkt sich diese Vergessenheit auf Ihre Kundenzahl aus?

Fukushima hat nur einen kurzen Hype von wenigen Wochen bewirkt. LichtBlick wird 2014 trotzdem wachsen. Auch, weil wir gegen den Markttrend die Strompreise gesenkt haben. Und weil wir tolle Kooperationspartner wie die Fußballclubs St. Pauli und Borussia Dortmund haben, deren Fans wir eigene Stromprodukte anbieten.

Sie sind mit Ihrem Ökoenergie-Angebot in Deutschland erfolgreich. Umweltfreundliche Erfolgsgeschichten wie der Grüne Punkt sind ein Exportschlager geworden. Wie sehen Ihre Pläne aus, Ökoenergie-Produkte im Ausland anzubieten?

LichtBlick wird auch im Ausland aktiv. Es laufen bereits die ersten ZuhauseKraftwerke (Blockheizkraftwerke von Volkswagen), die wir vermarkten, in Italien. Wir sehen vor allem in unserer IT-Plattform SchwarmDirigenten eine Lösung für andere Länder. Denn die Dezentralisierung der Energie ist ein globaler Trend. Wir machen diese Energie schlau, verbinden sie mit den Strommärkten. Das funktioniert nicht nur in Deutschland. Wir haben Anfragen aus aller Welt vorliegen.

Jeder hat seine eigene Idee, wie die Energiewende umzusetzen ist. Wenn Sie einen „Energie-Gesetzes-Wunsch“ frei hätten, wie würde er lauten?

Die Energiewende ist kein Wunschkonzert. Was wir in Deutschland brauchen, sind drei volkswirtschaftlich sinnvolle Weichenstellungen. Erstens müssen Lösungen gefördert werden, die schwankende Wind- und Sonnenenergie sinnvoll und flexibel ausgleichen – ein Flexibilitäts- und Speichergesetz. Zweitens muss grüner Strom aus Deutschland endlich auch für Haushalte erhältlich sein. Und drittens muss Energie gefördert – oder zumindest nicht behindert – werden, die lokal erzeugt und vermarktet wird. So können wir die Kosten für die Energiewende zügig senken. Wie das geht, zeigt LichtBlick gerade mit einem Großprojekt in Berlin, wo wir Solarstrom vom Dach an Mieter vermarkten. Der Vor-Ort-Strom muss nicht mehr vom EEG vergütet werden, die Allgemeinheit wird allein hier um bis zu 200.000 Euro im Jahr entlastet.

Seit 2004 hat sich Ökoenergie in Deutschland äußerst positiv entwickelt. Wo steht Deutschland ökoenergietechnisch in 10 Jahren?

Wir haben eine Riesenchance, zum Vorreiter nicht nur beim Ökostrom, sondern auch bei der Dezentralisierung und der Energie-Intelligenz zu werden. Noch schielt die Politik zu sehr auf die Konzerne und die Stadtwerke und zu wenig auf innovative dezentrale Lösungen. Das könnte sich noch rächen. Häuser werden zu Kraftwerken, Verbraucher zu Erzeugern. Für diesen Markt müssen heute die Weichen gestellt werden.

Deutschland sieht sich gern als globaler Vorreiter in Sachen Ökoenergie und -technologie. Was ist dran an der Ökoenergie-Nation Deutschland?

Deutschland ist noch immer Vorbild. Aber derzeit spitzt sich der Verteilungskampf zwischen den Energie-Dinosauriern und den innovativen Anbietern wieder zu. Verhindern lässt sich die dezentrale Energiewende nicht mehr – verzögern schon. Verlierer wären der Wirtschaftsstandort Deutschland und das Klima.

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