Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) steht für die Gewinnung elektrischer Energie bei gleichzeitiger Wärmegewinnung.

Inhalts­verzeich­nis

    Funktionsprinzip

    Es handelt sich also um ein Verfahren, durch das gleichzeitig Strom und Heizenergie gewonnen werden kann. Ermöglicht wird dies durch die Auskopplung der Nutzwärme während der Stromerzeugung aus Brennstoffen, so dass Wärme nicht als Abfallprodukt der Stromerzeugung ungenutzt abgeleitet wird, sondern als wertvoller Energieträger effektiv genutzt wird. Die entstehende elektrische Energie kann sofort in das Stromnetz eingespeist werden, während die erzeugte Wärme auch in Wärmespeichern zwischengelagert werden kann, bevor sie in das Fernwärme-Netz eingespeist wird.

    Umweltfreundliches Brennstoffverfahren

    Ein großer Vorteil der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) ist ihr äußerst geringer Brennstoffbedarf, was die KWK zu einem besonders umweltfreundlichen Verfahren macht. Da KWK-Technologie zumeist in KWK-Kraftwerken angewendet wird, gewinnen auch sehr kleine Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen zunehmend an Bedeutung. Es handelt sich dabei um sogenannte Blockheizkraftwerke, mit denen Ein- oder Mehrfamilienhäuser sowie zum Teil sogar ganze Wohngebiete mit Strom und Wärme versorgt werden können. Diese Blockheizkraftwerke sind dabei nur etwa so groß wie eine Waschmaschine und seit Beginn des 21. Jahrhunderts auf dem Markt.

    Förderung durch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz

    Die Leistung einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage beträgt wenige Kilowattstunden bei kleinen Blockheizkraftwerken bis hin zu einer Leistung von mehreren Hundert Kilowattstunden. Das derzeit größte Kraft-Wärme-Kopplungskraftwerk Europas befindet sich in England und verfügt über eine Leistungskapazität von 700 Megawatt (MW). Aufgrund seines sehr geringen Bedarfs an Brennstoff im Hinblick auf die hohe Leistung wird der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung durch das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) und auch durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG ) gefördert, wodurch der Ausbau dieser vielversprechenden Technologie schneller vorangetrieben werden soll.

    Unterscheidung nach Schwerpunkt

    Bei Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen wird zwischen wärme- und stromgeführten Anlagen unterschieden, wobei sich die Unterscheidung nach der Schwerpunktsetzung auf eine der beiden Energieformen richtet, deren Erzeugung optimiert wird. Ertragreicher sind zumeist stromgeführte Anlagen, der geringste Energieverlust wird jedoch bei den wärmegeführten Anlagen verzeichnet.
    Für das Betreiben einer Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlage können neben Erdöl, Erdgas, Braun- und Steinkohle auch erneuerbare Energien wie Biogas , Holz, Pellets Solar- und Geothermie sowie Deponiegas und auch Pflanzenöl verwendet werden. Durch die Möglichkeit der Verwendung regenerativer Energieträger im Zusammenhang mit der nahezu vollständigen Nutzung der entstehenden Energie ist die Kraft-Wärme-Kopplung eine sehr umweltschonende Energieerzeugungsmethode.

    Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG)

    Ziel des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) ist es, die jährlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland langfristig zu reduzieren. Durch das Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung soll im ersten Schritt die Modernisierung dieser Technologie vorangetrieben und der weitere Ausbau unterstützt werden. Das Gesetz regelt die Abnahme und Vergütung von Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung auf Basis von Steinkohle, Braunkohle, Abfall, Biomasse und gasförmigen oder flüssigen Brennstoffen. KWK-Strom, der nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz vergütet wird, fällt aufgrund des Doppelbesteuerungsverbots nicht in den Anwendungsbereich des KWKG.

    Im Sinne des Gesetzes ist Kraft-Wärme-Kopplung die gleichzeitige Nutzung von elektrischer Energie und Wärme beim Umwandlungsprozess der eingesetzten Energie. Dabei müssen die zur Energieerzeugung verwendeten Anlagen ortsfeste Anlagen sein. Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz schreibt vor, dass Netzbetreiber verpflichtet sind, KWK-Anlagen im Sinne des § 5 an das öffentliche Netz anzuschließen und den dadurch erzeugten Strom abzunehmen. Dabei muss der Netzbetreiber den Strom abnehmen, dessen Netz sich zum Standort der KWK-Anlage am nächsten befindet. Weiterhin regelt das Gesetz auch den Preis für den erzeugten Strom. Durch das KWKG ist der Netzbetreiber verpflichtet, mit dem Betreiber der Anlage einen Abnahmepreis zu vereinbaren und auf diesen einen Aufschlag zu entrichten. Können sich die Vertragspartner nicht einigen, so gilt der übliche Preis, zuzüglich dem nach festgelegten Regeln berechneten Teil der Netznutzungsentgelte.

    Kunden-Bewertungen

    • 4 / 5
      Bisher ist alles gut gelaufen. Ich bin aber noch am Anfang des Wechselprozesses. Meinen letzten Wechsel des Gaslieferanten habe ich auch mit Top-Tarif gemacht. Ich bin gespannt ob ich den versprochenen Bonus von meinem bisherigen Lieferanten bekomme. Man liest über Grüne Welt in Punkto Bonus nichts Gutes in den Portalen.
    • 4 / 5
      Zum neuen Anbieter kann ich noch keine Angaben machen. Im Internet wurden manche Mängel angezeigt.
    • 5 / 5
      Super Angebote, kaufe immer wieder gerne ein.
    • 5 / 5
      Der Wechsel wurde zwar noch nicht vollzogen. Aber das Angebot hat mich überzeugt.

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