Fossile Energieträger

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Fossile Energieträger entstanden vor Millionen Jahren und werden seit Jahrhunderten zur Beleuchtung und Energiegewinnung genutzt.

Fossile Energieträger verlieren gegenüber den erneuerbaren Energien aus beispielsweise Wind-, Wasser- und Sonnenkraft oder Biomasse nicht nur in Deutschland, sondern weltweit zunehmend an Bedeutung. Nationale und internationale Klimaschutzziele und eine verstärkte Sensibilisierung der Verbraucher für ökologische Belange verdrängen die fossilen Energieträger als Brennstoffe zunehmend aus dem Strommix. Welche Energiequellen als fossile Energieträger gelten und was ihre Vor- und Nachteile sind, erfahren Sie in unserem Ratgeber zu fossiler Energie.

Was sind fossile Energieträger – Entstehung und Definition

Kohlenstoffhaltige fossile Energieträger sind unter anderem Braunkohle und Steinkohle, Erdgas, Erdöl, Uran und Plutonium (Atomenergie) oder auch Torf. Der Begriff fossil bedeutet im Zusammenhang mit bestimmten Rohstoffen als Energieträger eine erdgeschichtlich weit zurückliegende Entstehung. Einige der fossilen Brennstoffe bildeten sich bereits vor Jahrmillionen. Laut Umweltbundesamt werden fossile Energieträger definiert als „aus Biomasse entstandene Stoffe, die unter Luftabschluss von der Atmosphäre nicht verrotteten und so ihre chemische Energie erhielten“. Anders gesagt ist fossile Energie noch heutzutage nutzbare Energie. Sie wird aus Energieträgern gewonnen, deren Energiegehalt in weit zurückliegender Vergangenheit einer Konzentration unterzogen wurde. Sich über lange Zeiträume erstreckende Veränderungen an der Erdoberfläche und im Inneren der Erde, also physikalische und biologische Prozesse, führen zur Entstehung fossiler Energieträger. Atomenergie zählt zwar auch zu den fossilen Energiequellen, nimmt neben den anderen Arten aber eine Sonderstellung ein, da sie sich nicht durch geologische und biologische Vorgänge entsteht. Kohle, Erdgas und Erdöl sind die wichtigsten fossilen Energieträger und sollen im Folgenden etwas genauer dargestellt werden.

Fossile Energieträger – eine endliche Brennstoffquelle

Die Vorkommen fossiler Energieträger haben sich seit der industriellen Revolution aufgrund der vielfältiger werdenden Anwendungsmöglichkeiten und des weltweit steigenden Energiebedarfs stark dezimiert. Anders als die erneuerbaren Energien ist fossile Energie nicht erneuerbar – zumindest nicht in menschlichen Zeitdimensionen betrachtet. Wie lange die Vorkommen an Erdöl und Erdgas für die Energieversorgung von Verbrauchern und Industrie noch ausreichen werden, wird in Studien zwar immer wieder untersucht und berechnet, doch weichen die Zahlen zum Teil stark voneinander ab, zumal nicht genau vorhersagbar ist, ob und wie sich der Energiebedarf und die Nutzungseffizienz in Zukunft verändern werden.

Strommix in Deutschland: Fossile Energieträger verlieren an Bedeutung

Nach Angaben des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) überholte aus erneuerbaren Energien erzeugter Strom im Jahr 2014 erstmals den fossilen Energieträger Braunkohle als Brennstoff mit dem höchsten Anteil im deutschen Strommix. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Bruttostromerzeugung in Deutschland lag 2014 bei 25,8 Prozent, der der Braunkohle mit 25,6 Prozent knapp darunter (Stand: 12/2014). Der Anteil von Braunkohle, Steinkohle, Erdgas und Kernenergie zusammen an der deutschen Bruttostromerzeugung betrug 2014 aber immer noch gut 69 Prozent. Diese fossilen Energieträger werden in Kohle-, Öl-, und Gaskraftwerken durch Verbrennung zu elektrischer Energie umgewandelt. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien sollen fossile Energieträger mit der Zeit jedoch ersetzt werden.

Vor- und Nachteile fossiler Energieträger

Braunkohle als wichtigster fossiler Energieträger in Deutschland sowie Erdgas und Erdöl als wichtige Energielieferanten sollen mit ihren Vor- und Nachteilen im Folgenden kurz vorgestellt werden.

Erdöl – fossiler Energieträger mit politischem Konfliktpotenzial

Erdöl ist die Grundlage einer Vielzahl verschiedener Kraftstoffe mit weiter Verbreitung wie beispielweise Treibstoffe für Fortbewegungsmittel aller Art. Da für die Erzeugung der gleichen Hitze weniger Erdöl als Kohle erforderlich ist, ist Öl gegenüber der Kohle ein wirkungsvollerer Brennstoff, zumal es auch erst bei höheren Temperaturen verbrennt. Im Vergleich zur Kohleverbrennung belastet Erdölverbrennung die Umwelt außerdem weniger mit schädlichen CO2-Ausstößen. Zudem hat Erdöl einen höheren Wirkungsgrad als Kohle, sodass aufgrund der geringeren erforderlichen Mengen dieses fossilen Energieträgers auch weniger Öl transportiert werden muss. Der Transport von Erdöl ist wegen seines flüssigen Aggregatzustandes bequem und einfach durch Rohre und Schläuche zu bewerkstelligen. Großer Nachteil des Erdöls ist seine Endlichkeit. Da Erdöl kein regenerativer Kraftstoff ist, werden die Vorräte eines Tages aufgebraucht sein. Das Erschließen neuer Ölquellen gestaltet sich sehr zeit- und kostenintensiv und auch auf bereits genutzten Ölfeldern gibt es immer wieder Bohrungen, die nur zu trockenen Bohrlöchern führen. Zudem erschweren nicht durchbohrbare Gesteinsschichten immer wieder die Ölförderung – mehr noch als das Erschließen tief liegender Ölfelder. Darüber hinaus sorgen Ölpreis und Fördermengen immer wieder für politischen Zündstoff. Die Förderländer sind durch ihre Rohstoffvorräte nicht nur sehr reich geworden, sondern können die Preise und die Fördermengen für ihr Öl auch selber festlegen und üben mit dieser Macht politischen wie wirtschaftlichen Einfluss aus. Kritiker der Erdölförderung sehen durch diesen fossilen Energieträger auch die Umwelt erheblichen Gefahren ausgesetzt: Havariert ein Öltanker auf offener See, kommt es dadurch immer wieder zu teils dramatischen Umweltkatastrophen mit weitereichenden Folgen für Flora und Fauna, wenn abertausende Liter Öl in die Weltmeere gelangen. Auch die Erdölraffinerien stehen in der Kritik, da dort durch die Öl-Entschwefelung schädliches Schwefeldioxid an die Umwelt abgegeben wird, das mitverantwortlich ist für sauren Regen.

Erdgas: Klimafreundlicher als andere fossile Energieträger

Aufgrund seines höheren Wirkungsgrades und seiner vielfältigen Einsatzmöglichkeiten erhält Erdgas von Industrie und Privatverbrauchern immer öfter den Vorzug gegenüber den fossilen Energieträgern Kohle und Erdöl. Da es fast ohne Rückstände verbrannt werden kann und zudem rußfrei ist, gilt es gegenüber den anderen fossilen Energiequellen als am klimafreundlichsten. Außerdem sind Gaskraftwerke besser steuer- und regelbar als Kohleverbrennungsanlagen. Der Gastransport allerdings erfordert einen erhöhten Aufwand, da das Gasvolumen zuvor durch Kompression und Kühlung verringert werden muss. Außerdem kommt es in Verbindung mit Luft immer wieder zu teilweise verheerenden Gasexplosionen, die den Umgang mit Erdgas nicht ungefährlich machen.

Braunkohle: Fossiler Energieträger mit hoher Umweltbelastung

Der fossile Energieträger Braunkohle lagert dicht unter der Erdoberfläche und ist deshalb kostengünstig und ohne großen Aufwand abzubauen. Jedoch lässt sich Braunkohle aufgrund ihres hohen Schwefelgehalts nicht sehr sauber verbrennen und gilt deshalb als besonders umweltverschmutzend. Nach der in Deutschland nur wenig verbreiteten Torfverstromung ist die Braunkohleverstromung die kohlenstoffdioxidintensivste Form der Stromerzeugung. Im Zusammenhang mit dem Braunkohle-Tagebau steht auch immer wieder der damit verbundene Eingriff in die Lebenssituation der Bevölkerung der betroffenen Gebiete zur Debatte: Durch die Ausbreitung der Kohleflöze auf bewohnte Gebiete müssen Bewohner immer wieder umgesiedelt werden. Andererseits fürchten viele Arbeitnehmer um ihre Existenzgrundlage, wenn im Zuge der Stärkung erneuerbarer Energien die Braunkohle-Förderung ganz oder teilweise abgeschafft werden soll.

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