Energieeffizienz

Mit dem Begriff der Energieeffizienz wird das Maß der Ausnutzung eingesetzter Energie beschrieben.

Inhalts­verzeich­nis

    Was versteht man unter Energieeffizienz?

    Mit dem Begriff der Energieeffizienz wird das Maß der Ausnutzung eingesetzter Energie beschrieben. Im Zusammenhang mit dem Begriff steht auch die maximale Energieeffizienz. Darunter wird verstanden, dass ein gewünschter Nutzen unter möglichst geringem Energieeinsatz realisiert wird.

    Im deutschen Sprachgebrauch ist der Begriff seit der entsprechenden EG-Richtlinie fester Bestandteil. Mit der nationalen Umsetzung der Energieeinsparungsverordnung (EnEV) wurde die Grundlage für eine einheitliche energetische Bewertung von Gebäuden geschaffen.

    Der Energiebedarf eines Objektes, der in der Energiewirtschaft anhand der Jahresdauerlinie dargestellt wird, kann dadurch erheblich gesenkt werden. Gerade im Gebäudebereich kommt der Energieeffizienz eine wichtige Rolle zu. So ist eine Wärmedämmung bei Neubauten und Gebäudesanierungen mittlerweile genauso Vorschrift wie der Einbau intelligenter Stromzähler.

    Auch in einzelnen Räumen im Haushalt kann effektiv Energie eingespart werden, beispielsweise durch eine Konvektor-Heizung, die durch Luftzirkulation eine energiesparende Raumerwärmung gewährleistet.

    Nicht nur Gebäude werden anhand ihrer Energieeffizienz kategorisiert, sondern auch Elektrogeräte.

    Seit 2010 gibt es das europaweit geltende EU-Label zur Kennzeichnung des Stromverbrauchs von Elektrogeräten. Die Geräte werden in Kategorien von Rot bis Grün eingeteilt. Ein Farbbalken gibt somit einen schnellen Überblick über den Stromverbrauch und soll dem Verbraucher beim Energiesparen helfen. Weiterhin werden Kühl- und Gefriergeräte sowie Geschirrspüler mit den bekannten Buchstaben in Verbrauchsklassen eingeteilt.

    Energieeffizienz von Geräten

    Im EU-Effizienzlabel werden insgesamt sieben verschiedene Energieeffizienzklassen beschrieben. Die Skala beginnt oben mit A (sehr effizient) und endet mit G (wenig effizient). Neben den Hauptklassen gibt es zudem noch oberhalb der "sehr effizient" Werte die Kategorierung A+, A++ und A+++. Diese werden allerdings nur bei entsprechendem technischen Fortschritt des Gerätes hinzugefügt.

    Dieses Energieeffizienzlabel ist europaweit einheitlich - daher sprachneutral - und gibt so den Verbrauchern zuverlässig Auskunft über den jährlichen Energieverbrauch des Geräts. Auch weitere Angaben wie etwa der Wasserverbrauch oder die Schleuderwirkung bei Waschmaschinen werden so angegeben.

    Mehrkosten bei niedriger Energieeffizienz

    Die Anschaffungskosten für Geräte mit hoher Energieeffizienz liegen zumeist um einiges höher, als gleichwertige Geräte mit geringerer Energieeffizienz. Allerdings liquidieren sich diese Mehrkosten bei der Anschaffung schnell wieder, wenn dafür geringere Stromkosten entstehen.

    Folgende Tabelle* zeigt auf, wie viele Kosten im Durchschnitt mit einem energieeffizienteren Gerät eingespart werden können.

    Effizienzklasse Mehrkosten im Vergleich zu A+++
    A+++ 0 €
    A++ 92 €
    A+ 185 €
    A 277 €
    B 353 €
    C 428 €
    D 462 €

    *Quelle: Vattenfall.de

    NAPE: Aktionsplan zur Energieeffizienz

    Der Nationale Aktionsplan Energieeffizienz setzt es sich als Ziel, mit Hilfe von fokussierten Maßnahmen dem Primärenergieverrbauch bis zum Jahr 2020 gegenüber den Werten von 2008 um ganze 20% zu senken. Bis zum Jahr 2050 soll der Energieverbrauch halbiert werden. Grundmaßnahmen für dieses Vorhaben sind unter anderem Förderungen von Effizienzinvestitionen. So beispielsweise eine steuerliche Förderung von Effizienzmaßnahmen für Wohngebäude oder auch für gewerblich genutzte Elektrofahrzeuge. Die geplanten Maßnahmen sollen dabei mit Kurz-, Mittel- und Langfristigen Wirkungszeiträumen jetzt und auch in Zukunft greifen.

    Energieeffizienz: Die optimale Ressourcennutzung

    Unter Energieeffizienz wird der Energieaufwand bezeichnet, der für das Erreichen eines bestimmten Ergebnisses notwendig ist. Effizienz ist dabei nicht mit einer Formel erklärbar, sondern beschreibt vielmehr einen Vorgang, bei dem ein gewolltes Ergebnis mit einem möglichst geringen Energieaufwand erreicht wird. Es muss also nur genau so viel Energie aufgewendet werden, wie der Vorgang tatsächlich benötigt, ohne dass dabei ein Energieverlust stattfindet. Eine Abgrenzung von effizienter Energienutzung zu einer mit größeren Energieverlusten kann daher nicht generell in Zahlen ausgedrückt werden. Vielmehr muss der Grad der Effizienz eines Gerätes oder eines Vorgangs immer im Einzelfall festgestellt werden.

    Energieeffizienzklassen verschaffen einen Überblick

    Durch die Einteilung von Elektrogeräten in verschiedene Energieeffizienzklassen erhalten Sie als Verbraucher eine Unterstützung bei der Entscheidung für oder gegen ein neues Gerät. Neben dem Preis bestimmt nämlich auch der Energieverbrauch, wie viel Sie für ein Elektrogerät tatsächlich ausgeben. Das sogenannte EU-Label hilft dabei, ein möglichst sparsames und effizientes Gerät zu finden und erleichtert den Angebotsvergleich ungemein. Die Klassifizierung bezeichnet Geräte mit einem besonders hohen Verbrauch mit der Energieeffizienzklasse G oder auch D, während der Buchstabe A für besonders verbrauchgünstige Geräte steht. Da die Förderung der Energieeffizienz dazu geführt hat, dass Hersteller immer mehr auf den Stromverbrauch ihrer Geräte achten, können auch immer effizientere Modelle entwickelt werden. Das hat dazu geführt, dass es mittlerweile auch die Energieeffizienzklassen A+, A++ und A+++ gibt, wobei A+++ das effizienteste Gerät bezeichnet.

    Energieeffizienz: Nicht immer Energieeinsparung

    Moderne, effiziente Geräte schonen die Umwelt und den eigenen Geldbeutel. Doch häufig wird Energieeffizienz mit einer generellen Energieeinsparung gleichgesetzt. Dies ist nur zum Teil richtig, denn ein effizientes Gerät verbraucht oftmals weniger als die Hälfte des Stroms, den ein altes und verbrauchintensives Gerät benötigt hätte. Doch wenn effiziente besonders stark nachgefragt werden, kann auf kommunaler Ebene der Energieverbrauch nicht gesenkt werden oder gar steigen. Im täglichen Leben begegnet das Ihnen möglicherweise bei der Überlegung, einen weiteren Fernseher anzuschaffen, weil es sich um ein sehr effizientes und günstiges Gerät handelt. Um Energie möglichst effizient und sparsam nutzen zu können, sind also neben effizienten Elektrogeräten oder Heizsystemen auch die eigenen Bedürfnisse unter die Lupe zu nehmen, um unnötige Verbrauchsquellen zu vermeiden.

    Maßnahmen zur Effizienzsteigerung

    Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz, zur Umsetzung von Energiesparmaßnahmen und zur eigenen Erzeugung von erneuerbarer Energien werden von Bund und Ländern daher im Rahmen von über 40 Förderprogrammen unterstützt. Diese Unterstützungen und Hilfeleistungen kommen Forschungseinrichtungen und Kommunen gleichermaßen zugute wie Privathaushalten und Unternehmen. So werden zum Beispiel Maßnahmen gefördert, die der Energieeffizienz von Wohnhäusern dienen, wobei es vornehmlich um die Verringerung von Wärmeverlusten geht, aber auch um die selbstständige Stromerzeugung.

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