Drehstrom: Definition, Arten und Verwendung

Drehstrom ist eine besondere Variante von Wechselstrom und kommt vor allem in der Energieversorgung mit Starkstrom zum Einsatz. Warum der Drehstrom so heißt, wie er funktioniert und was ihn gegenüber einfachem Wechselstrom als auch Gleichstrom auszeichnet, lesen Sie einfach erklärt bei TopTarif.

Inhalts­verzeich­nis

    Wechselstrom und Gleichstrom

    Ebenso wie fließendes Wasser als Wasser-„Strom“ bezeichnet wird, kann man sich elektrische Energie bildlich als einen Strom vorstellen. Bei elektrischem Strom fließen jedoch negativ geladene Elektronen, nicht Wasser-Sauerstoffverbindungen. Damit diese sich jedoch überhaupt erst bewegen, wird eine Quelle benötigt.

    Zur Bewegung von Elektronen ist Spannung mit einem Minus- und einem Pluspol von Nöten. Ganz grundsätzlich lässt sich Strom unterscheiden in Wechselstrom und Gleichstrom. Die unterschiedlichen Typen bezeichnen Richtung und Stärke des elektrischen Stroms. Wechselstrom wechselt in einem bestimmten Rhythmus seine Richtung, wodurch auch die Stärke des Stroms variiert.

    Gleichstrom hingegen fließt gleichmäßig und in immer gleicher Stärke in eine Richtung. In der allgemeinen Versorgung mit Energie wird Wechselstrom eingesetzt, unter anderem deshalb, weil bei schnellem Wechsel der Pole nur noch eine minimale Schwingung der Elektronen zu verzeichnen ist. Das wiederum sorgt dafür, dass Störungen durch zu hohe Frequenzbereiche ausgeschlossen sind.

    Der Siegeszug des Wechsel- und Drehstroms

    Wechselstrom hat Gleichstrom gegenüber also Vorteile, wovon einer darin besteht, dass bei Wechselstrom weniger sogenannte unerwünschte „Harmonischen“, also harmonische Schwingungen, auftreten. Der Siegeszug des Wechselstroms ist damit jedoch noch nicht erklärt und reicht zeitlich weit zurück. Angefangen bei der elektromagnetischen Spule von Michael Faraday aus dem Jahr 1831 über dynamoelektrische Generatoren (Werner von Siemens, 1866) bis hin zum Kampf der beiden Stromarten, vertreten durch George Westinghouse und Thomas Alva Edison, lässt sich der Kampf von Gleich- und Wechselstrom als eine durchaus spannende Geschichte erzählen, an deren Ende die Erfindung des Transformators durch einen gewissen Nikola Tesla steht. Dieser wechselte später die Seiten und verhalf dem Wechselstrom zum endgültigen Durchbruch.

    Die unterschiedliche Arten von Wechselstrom

    Doch Wechselstrom ist nicht gleich Wechselstrom, denn diese Art der Stromführung lässt sich weiterhin unterscheiden in Einphasenstrom, Zweiphasenstrom oder Dreiphasenstrom, der als Drehstrom oder Starkstrom bekannt ist. Es folgen kurze Definitionen sowie Einsatzgebiete der verschiedenen Wechselstromarten:

    • Einphasenstrom:

      Dieser Strom kommt sozusagen aus den Steckdosen im privaten Bereich. Aber auch Eisenbahnnetze greifen auf Einphasenstrom zurück. Die Rückleitung erfolgt hier über die Schienen.

    • Zweiphasenstrom:

      Diese Art des Stroms findet bei der Versorgung mit Energie keine Anwendung. Zwar ist eine kontinuierliche Leistung möglich, doch die einzelnen Leiter sind nicht gleichmäßig belastet. Ebenso wie beim Drehstrom werden drei Leiter benötigt. Durch die ungleichmäßige Belastung muss der dritte Leiter jedoch als Rückleiter größeren Strom führen. Der Einsatz von Zweiphasenstrom beschränkt sich deshalb auf Schrittmotoren, die zum Beispiel in Druckern zum Einsatz kommen.

    • Dreiphasenstrom:

      Am weitesten verbreitet ist der Dreiphasenstrom, der auch Drehstrom genannt wird und unter diesem Namen auch bekannt ist. Leistung wird kontinuierlich und auf alle drei Leitungen gleichmäßig übertragen. Die Bezeichnung Drehstrom rührt daher, dass bei der Verschiebung des dreiphasigen Wechselstroms die Drehung eines Magnetfelds erzeugt wird. Das besondere bei dreiphasigem Wechselstrom ist, dass damit Elektromotoren angetrieben werden können, die bürstenlos, also ohne Schleifkontakte, auskommen. Auch Betreiber von Stromnetzen greifen auf Drehstrom zurück, weil sich Energie damit schnell und weitestgehend verlustfrei transportieren lässt. Auch im Haushalt sind Geräte zu finden, die ihre Energie aus einem Dreiphasenstrom beziehen. So benötigt ein Herd mehr Leistung als andere Geräte im Haushalt, weshalb dieser an Drehstrom angeschlossen werden muss.

    Die Vorteile von Drehstrom auf einen Blick

    Die Energieversorgung wird weltweit meistens mit sinusförmigem Wechselstrom durchgeführt, weil dieser einfach erzeugt und im Haushalt schnell transformiert werden kann. An diesen können sowohl normale Verbrauchergeräte des Haushalts mit 230 V als auch spannungsintensivere Geräte mit 400 V angeschlossen werden. Außerdem weist er einen hohen Wirkungsgrad auf. Auch in der Nachrichtentechnik kommt Drehstrom zum Einsatz, dessen Erfindung auf die Anordnung von drei Spulen zurückgeht, die in einem Winkel von 120 Grad gleichmäßig zueinander angeordnet sind und dadurch ein zentrisches Drehfeld ermöglichen.

    Kunden-Bewertungen

    • 5 / 5
      Darstellungen sehr übersichtlich. Wechsel hat ganz leicht funktioniert. Jederzeit gerne wieder.
    • 2 / 5
      der anbieter hat sich auch an tag 4 noch nicht gemeldet
    • 5 / 5
      sehr übersichtlich; der Wechsel klappte sehr schnell
    • 4 / 5
      Prompte und schnelle Barbeitung

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