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Ökostrom­zertifikate

Der Begriff „Ökostrom“ ist nicht einheitlich definiert und auch nicht geschützt. Bereits seit 2007 versuchen die „Jury Umweltzeichen“ und das Umweltbundesamt einen einheitlichen Standard einzuführen. Um eine einheitliche Qualitätskontrolle zu erreichen, wurden die Ökostrom-Zertifikate eingeführt. Diese sollen für Verbraucher transparenter machen, ob es sich wirklich um Ökostrom handelt.

Das wichtigste zusammengefasst

  • Zahlreiche Stromversorger bieten Ökostrom-Tarife an, einen einheitlichen Richtlinienkatalog für die Bescheinigung von Ökostrom gibt es bisher noch nicht.
  • Daher bedeutet Ökostrom nicht immer gleich Ökostrom: Achte bei deinem Vergleich auf sogenannte Ökostrom-Zertifikate.
  • Zu den bekanntesten Ökostrom-Zertifikaten zählen das Grüner Strom-Label, OK-Power-Zertifikat und das TÜV-Zertifikat für Ökostrom.

Inhalts­verzeichnis

    Was ist Ökostrom?

    Ökostrom ist kein gesetzlich definierter Begriff. Dies stellt ein gewisses Problem für den Verkauf und Vertrieb von ökologischem Strom dar. In der Regel ist mit Ökostrom Energie gemeint, die aus erneuerbaren Quellen gewonnen wird: Wind, Wasser und Sonne zum Beispiel. Anders als fossile Rohstoffe stehen die „Erneuerbaren“ unbegrenzt zur Gewinnung von Strom zur Verfügung. In Deutschland wird diese Art der Stromerzeugung mittlerweile gesetzlich stark gefördert.

    Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG ) hält nicht nur fest, wie hoch die Umlagen für sauberen Strom sind, sondern auch, wie hoch deren Anteil am Strommix ausfallen soll. Bis zum Jahr 2035 soll mehr als die Hälfte der in Deutschland verbrauchten Energie aus Ökostrom stammen.

    Ist Ökostrom automatisch sauberer Strom?

    Weil der Begriff nicht gesetzlich geschützt ist, können Anbieter Strom als Ökostrom verkaufen, ohne den Anteil von erneuerbaren Energien im Strommix aktiv zu erhöhen. Beispielsweise kann ein Stromversorger Atomstrom einkaufen, mit Ökostrom aus einem Wasserkraftwerk aus dem europäischen Ausland ergänzen und das Ganze dann als Ökostrom verkaufen.

    Der Betreiber des Wasserkraftwerks wiederum etikettiert seinen Strom in konventionellen Strom um. Dieses Tauschsystem nennt sich Renewable Energy Certificate System (RECS) und trägt wenig zur Transparenz bei. Ebenfalls etwas verwirrend sind die Angebote von Anbietern, die Strom aus Kraftwerken mit Kraft-Wärmekopplung vertreiben. Zwar ist dieser Strom relativ effizient, doch nicht hundertprozentig regenerativ.

    Blauer Engel für Ökostrom lässt auf sich warten

    Die Etablierung des „Blauen Engel“ für Ökostrom ist aber bislang nicht gelungen. Zuletzt wurde das Projekt wegen einer Vielzahl von Problemen auf Eis gelegt. Eine kontroverse Gesetzgebung, Interessenkonflikte und offene Fragen verhindern bisher die Entstehung eines einheitlichen Richtlinienkatalogs für die Bescheinigung von Ökostrom. Eine Haupthürde auf dem Weg zum „Blauen Engel“ ist die Tatsache, dass fast der gesamte, regenerativ erzeugte Strom in Deutschland bereits durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gefördert wird. Aufgrund des bestehenden Doppelvermarktungsverbots darf dieser sogenannte EEG-Strom nicht zusätzlich mit dem Prädikat „Ökostrom“ und damit auch nicht mit dem „Blauen Engel“ beworben werden.

    Ökostrom-Zertifikate erleichtern Suche

    Solange es keine einheitliche Qualitätskontrolle gibt, ist der umweltbewusste Verbraucher gezwungen, auf die vorhandenen Zertifikate und Ökostrom-Label der angebotenen Produkte zu achten. Was aber zeichnet guten Ökostrom aus? In Bezug auf die Herkunft des Stroms raten Verbraucherschützer zu einem Produkt, das zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energiequellen stammt. Stiftung Warentest empfiehlt zudem Stromtarife, die den Bau zusätzlicher regenerativer Anlagen fördern. In diesem Fall reinvestiert der Anbieter einen Teil der Gewinne in den Aus- bzw. Neubau von Ökostromanlagen, sodass die tatsächlich eingespeiste Menge an Ökostrom durch diesen Ausbau zunimmt und konventioneller Strom vom Markt verdrängt wird. Dies wird von mehreren Gütesiegeln bestätigt, so beispielsweise vom „Grüner Strom-Label“ oder dem „ok-power Label“. Bei Ökostromzertifikaten wie RECS sollten Verbraucher hingegen vorsichtig sein, da hier lediglich ein Handel mit Herkunftsnachweisen stattfindet, der keinen Ausbau der erneuerbaren Energien zur Folge hat.

    Ökostrom-Gütesiegel geben Auskunft über Herkunft

    Echter, d. h. zertifizierter Ökostrom erhöht den Anteil an erneuerbaren Energien im allgemeinen Stromhaushalt tatsächlich. Die Ökostromzertifikate verpflichten den Anbieter, einen Teil seiner Gewinne in den Ausbau regenerativer Energien zu investieren. Dadurch werden zum Beispiel Kraftwerke gebaut (Biomasse- oder Photovoltaikanlagen), die ohne dieses Geld nicht gebaut werden würden. Die Ökostrom-Siegel tragen durch ihre Auflagen dazu bei, dass sich die Verhältnisse im Strommix zugunsten einer ökologischen Versorgung mit Ökostrom verschieben. Mit einem zertifizierten Ökostrom kannst du also sicher sein, dass dein Geld direkt für den Ausbau der erneuerbaren Ernergieversorgung verwendet wird.

    Ökostrom-Zertifikate: Keine Aussage über Strommix

    Verschiedenste Ökostrom-Label und Zertifikate geben Auskunft über die Qualität des konkreten Ökostromprodukts. Eine Aussage über den generellen Strommix des Anbieters ist darin jedoch nicht enthalten, da in der Regel nur die jeweils angebotenen Ökostromtarife zertifiziert werden. So haben zahlreiche Großversorger Stromprodukte mit ökologischem Mehrwert im Angebot, aber einen generellen Gesamtenergiemix, bei dem mehr als 75 Prozent des Strombedarfs über fossile Energieträger und Kernenergie gedeckt werden. Ähnlich ist es bei vielen kleineren und mittleren Stadtwerken sowie Wettbewerbern, die ihre konventionellen Angebote um „grüne“ Produkte erweitert haben. Lediglich eine Handvoll Anbieter wie die NaturStrom, Greenpeace Energy, LichtBlick und EWS Schönau bieten ausschließlich Ökostrom an und vertreiben keine konventionellen Produkte.

    Ökostrom-Zertifikate und -Labels: Kommt wirklich Ökostrom aus der Steckdose?

    Das Ökostrom nicht immer tatsächlich Ökostrom ist, haben verschiedene Untersuchungen gezeigt. Erst sogenannte Ökostromzertifikate oder -label sollen Angebote transparenter und einen Vergleich möglich machen. Mit ihnen wird die Einhaltung wichtiger Kriterien garantiert. Vergeben werden die Zertifikate von verschiedenen Vereinen, hinter denen neben Umweltschutzorganisationen beispielsweise verschiedene Forschungsinstitute stehen. Auch von der Stiftung Warentest werden Ökostrom-Tarife regelmäßig geprüft. Damit du bei der Vielzahl an Ökostrom-Zertifikaten, Labels und Gütesiegeln den Überblick behalten kannst, haben wir dir hier die wichtigsten zusammengestellt.

    • Grüner Strom-Label – das älteste Öko-Siegel Deutschlands

      Hinter dem Verein des Grüner Strom-Labels stehen unter anderem die Umweltverbände Euro-Solar, BUND und NaBu. Mittlerweile haben mehr als 120 Energieversorger Ökostrom-Zertifikate von Grüner Strom-Label erhalten. Das Grüner Strom-Label ist das älteste deutsche Grünstrom-Label. Um eines dieser Ökostromzertifikate zu bekommen, müssen Stromversorger zu 100 Prozent Ökostrom aus erneuerbaren Quellen beziehen. Darüber hinaus muss der Versorger garantieren, dass ein Teil des Erlöses in neue Ökostrom-Anlagen oder Kraft-Wärme-Kopplung investiert wird. Je nach Verbrauch des Kunden müssen zwischen 0,2 und 1 Cent pro Kilowattstunde eingesetzt werden. Als Förderung von Wasserkraft werden nur Projekte anerkannt, die auch die Gewässerökologie signifikant verbessern. Darunter fallen zum Beispiel Schutzeinrichtungen für Fische. Unternehmen mit diesem Öko-Siegel sind darüber hinaus angehalten, eine nachhaltige Unternehmenspolitik nachzuweisen. Seit 2015 wird das Label nicht mehr in Silber oder Gold unterschieden. Nur wenn Stromanbieter alle Kriterien erfüllen, können sie das (einheitliche) Grüner Strom-Label bekommen. Betreiber von Atom- oder Kohlekraftwerken erhalten kein Label.

    • Garantierte Grünstrom-Produkte: ok-power-Zertifikat

      Das Gütesiegel ok power hat der Verein EnergieVersion e. V. 2016 ins Leben gerufen und seither etwa 100 geprüfte Grünstrom-Produkte damit zertifiziert. Hinter dem ok-power-Zertifikat stehen sowohl ein Forschungs-Institut aus Hamburg als auch das Öko-Institut. Möchte ein Energieversorger dieses Gütesiegel bekommen, muss er einerseits eine hundertprozentige Versorgung mit Ökostrom nachweisen, andererseits 0,2 bis 0,5 Cent pro Kilowattstunde in Neuanlagen und die Integration erneuerbarer Energien oder Energieeffizienz investieren. Stromanbieter, die direkt oder in Form einer Tochtergesellschaft an Atom- oder Braunkohlekraftwerken beteiligt sind, können dieses Öko-Siegel nicht erhalten. Dies gilt auch für den Neubau von Kohlekraft- und Atomkraftwerken. Zusätzlich dürfen Stromanbieter mit ok-power-Zertifikat keine Mindest-Abnahmemenge oder Vorkasse von ihren Kunden verlangen. Beim ok-power-Siegel werden drei Zertifizierungsmodelle unterschieden: Händlermodell: Hier wird der Ausbau der erneuerbaren Kapazitäten durch den Bezug von Strom aus Neuanlagen gefördert. Ein Drittel des Ökostroms muss aus Anlagen stammen, die nicht älter als sechs Jahre sind. Ein weiteres Drittel aus Anlagen, die nicht älter als zwölf Jahre sind. Initiierungsmodell: Stromanbieter mit dieser Zertifizierung beschleunigen den Ausbau der erneuerbaren Energien durch die Initiierung neuer EE-Anlagen. Innovationsfördermodell: 0,3 Cent pro Kilowattstunde müssen hier in Projekte für innovative Technologien und zukünftige Geschäftsmodelle investiert werden, die die Energiewende vorantreiben.

    • Ökostrom-Zertifikate des TÜV Süd

      Auch der TÜV Süd vergibt zwei Ökostrom-Zertifikate: EE01 und EE02. Beide Labels des Münchner Vereins verlangen eine hundertprozentige Abdeckung mit Ökostrom. Die Besonderheit des TÜV-Zertifikats für Ökostrom EE02 besteht darin, dass der angebotene Ökostrom zeitgleich mit dem Verbrauch des Kunden produziert wird. Mindestens 75 Prozent der vereinnahmten Preisaufschläge müssen der Förderung des Klimaschutzes zugutekommen. Neben dem Ausbau von Ökostrom-Anlagen gehören dazu laut TÜV Süd auch Förderprogramme für Wärmepumpen und Forschungsprojekte für Zukunftsenergien. Anders als beim Grüner Strom-Label wird ein zusätzlicher ökologischer Nutzen nicht gefordert. Die TÜV-Labels wurden bisher an rund 50 Stromversorger vergeben. Unternehmen, die bereits den Erfordernissen der Energiewende gerecht werden, können zusätzlich das Label Energiewendeunternehmen (EWU) des TÜV Süd erhalten. Möchte ein Stromversorger dieses Label erhalten, müssen alle angebotenen Grünstrom-Tarife ein Ökostromzertifikat tragen und der Energie-Anteil aus erneuerbaren Quellen im Unternehmens-Mix muss um ein Drittel höher ausfallen als der momentane nationale Durchschnitt. Unternehmen, die noch Atomstrom anbieten, sind von diesem Label ausgeschlossen. Produziert das Unternehmen den Strom selbst, muss der Anteil an Ökostrom mindestes 80 Prozent betragen. Nicht ausgebaut werden darf die Beteiligung an Kohle- und Atomenergie.

    • „Geprüfter Ökostrom“: TÜV Nord

      Ein weiteres TÜV-Zertifikat für Ökostrom vergibt der Mitbewerber TÜV Nord. Um die Zertifizierung „Geprüfter Ökostrom“ zu erhalten, muss auch hier eine 100-prozentige Versorgung mit Ökostrom garantiert sein. Darüber hinaus muss mindestens ein Drittel des Produktvolumens aus Erneuerbare-Energien-Anlagen (kurz EE-Anlagen) stammen, die nicht älter als sechs Jahre sind. Kann dieses Kriterium nicht erfüllt werden, kann der Stromanbieter alternativ auch 0,1 bis 0,25 Cent pro Kilowattstunde in den Aufbau solcher EE-Anlagen investieren. Geförderter Strom beispielsweise durch die Einspeisevergütung ist von der Vergabe des Ökostrom-Labels TÜV Nord ausgenommen.

    • Öko-Siegel: EKOenergie

      Das EKOenergie-Zertifikat ist ein internationales Öko-Siegel und wird vom EKOenergie-Netzwerk vergeben. Hinter dem Netzwerk stehen rund 50 Umweltschutzorganisationen und Forschungsinstitute aus verschiedenen Ländern. Beziehen Energieversorger ihren Ökostrom aus naturverträglichen Anlagen, können sie das EKOenergie-Zertifikat erhalten. So müssen allerdings beispielsweise alle Wasserkraftwerke zuvor einzeln genehmigt werden, bevor die Stromversorger Ökostromtarife mit dem Siegel liefern dürfen. Die Betreiber der Wasserkraftwerke müssen in diesem Zusammenhang nachweisen, dass sie sowohl die natürlichen Lebensräume der Tiere als auch das Wasserökosystem wiederherstellen. Stromversorger, die eines dieser Ökostrom-Labels erhalten wollen, müssen zudem 0,1 Cent pro Kilowattstunde in einen Klimafonds und bei Wasserkraft noch einmal 0,1 Cent pro Kilowattstunde in einen Umweltfonds investieren.

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