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EEG-Umlage: Fester Bestandteil des Strompreises zur Förderung von Ökostrom

Mit der EEG-Umlage finanziert der Staat den Ausbau der erneuerbaren Energien. Wenn Strom aus regenerativen Energien in das öffentliche Stromnetz gespeist wird, erhalten die Betreiber der Ökostrom-Anlagen eine festgelegte Einspeisevergütung. Die Höhe dieser Vergütung ist im Erneuerbare-Energien-Gesetz, kurz EEG, geregelt. Um diese garantierte Einspeisevergütung für Photovoltaik, Windenergie und Co. finanzieren zu können, zahlen alle Verbraucher die EEG-Umlage. Mittlerweile beträgt dieses – häufig auch als Ökostromumlage bezeichnete – Entgelt fast ein Viertel des Strompreises.

Das Wichtigste zusammengefasst

  • Das Erneuerbare-Energien-Gesetz regelt die bevorzugte Einspeisung von Ökostrom und die garantierte Einspeisevergütung.
  • Die im EEG festgelegte Vergütung für grünen Strom liegt in der Regel über dem Preis an der Strombörse. Die Differenz zwischen beiden Beträgen wird über die EEG-Umlage finanziert.
  • Grundsätzlich ist die EEG-Umlage von allen Stromkunden zu zahlen. Es gibt jedoch eine Reihe von Ausnahmen, beispielsweise für stromintensive Unternehmen.

Inhalts­verzeich­nis

    Entwicklung von EEG-Umlage und Strompreis – eine Prognose

    Ziel der Novellierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes war es, einen weiteren Kostenanstieg bei den Strompreisen durch die EEG-Umlage zumindest einzudämmen. Durch die Neuerungen des EEG 2017 sollen sowohl Industrie- als auch Haushaltsstrompreise stabil gehalten werden, sodass Strom für alle Kunden bezahlbar bleibt. Allerdings ist bislang nicht absehbar, ob der Systemwechsel von der festen Einspeisevergütung zu einer wettbewerbsbedingten Vergütung die Strompreise langfristig reduziert. Die Förderung von neuen Ökostromanlagen gestaltet sich durch die Umstellung auf Ausschreibungen zwar günstiger. Anlagen, die bereits in Betrieb genommen wurden, erhalten jedoch weiterhin eine feste Vergütung – und zwar für insgesamt 20 Jahre. Die Förderhöhe der bestehenden Anlagen ist demnach nicht veränderbar. Daher ist nicht zu erwarten, dass die EEG-Umlage in den kommenden Jahren merklich sinkt. Hinzu kommt, dass der Strompreis nicht nur durch die EEG-Umlage, sondern auch durch weitere Faktoren wie die Kosten für Stromnetze, die Weltmarktpreise für Gas, Öl und Kohle sowie die CO2-Preise am Emissionshandelsmarkt bestimmt wird.

    Wie hoch ist die EEG-Umlage 2018?

    Die vier Übertragungsnetzbetreiber gaben im Oktober 2017 die Höhe der EEG-Umlage für 2018 bekannt. Demnach wird die Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz erstmals seit 2015 sinken – von 6,88 Cent im Jahr 2017 auf 6,792 Cent im Folgejahr. Allerdings wird sich diese Senkung wohl nicht merklich auf den von Verbrauchern zu zahlenden Strompreis auswirken. Denn neben der Ökostrom-Umlage hängt der Endpreis auch von weiteren Umlagen, Abgaben, Steuern, dem Strom-Einkaufspreis und den Entgelten für die Nutzung des Stromnetzes ab.

    EEG-Umlage: Definition, Entwicklung und Ziele

    Bei der Energieversorgung setzt Deutschland zunehmend auf erneuerbare Energien. Damit der Ökostrom-Anteil am gesamten Strommix stetig weiter ausgebaut werden kann, sind im Erneuerbare-Energien-Gesetz eine bevorzugte Einspeisung von Ökostrom und eine feste Einspeisevergütung definiert.

    EEG-Umlage zur Förderung regenerativer Energien

    Um die Verbreitung von Strom aus erneuerbaren Energien in Deutschland zu fördern und zu finanzieren und so die Energiewende voranzutreiben, wurde im März 2000 das deutsche Gesetz für den Ausbau Erneuerbarer Energien, kurz Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), eingeführt. In diesem Gesetz sind zwei wesentliche Punkte verankert: Zum einen sind Netzbetreiber dazu verpflichtet, Strom aus erneuerbaren Energiequellen bevorzugt ins Netz einzuspeisen. Zum anderen erhalten die Erzeuger für diesen eingespeisten Strom feste Vergütungssätze.

    Zu den förderungsfähigen Energiequellen im Sinne des EEG zählt neben

    • Wasserkraft,
    • Windkraft,
    • Sonnenenergie
    • und Geothermie

    auch Energie aus Biomasse inklusive Biogas, Biomethan, Deponiegas und Klärgas. Auch die Stromerzeugung aus biologisch abbaubaren Anteilen von Haus- und Industriemüll wird nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz gefördert. Die Kosten, die durch die Förderung der Erneuerbaren Energien entstehen, werden von den Verbrauchern in Form der EEG-Umlage über den Strompreis getragen.

    Höhe der EEG-Umlage jährlich neu bestimmt

    Seit 2010 wird der Strom aus erneuerbaren Energiequellen von den vier deutschen Übertragungsnetzbetreibern an der Börse vermarktet. Diese ermitteln auch jedes Jahr zum 15. Oktober die Höhe der EEG-Umlage für das Folgejahr und veröffentlichen die aktuelle EEG-Umlage-Entwicklung. Dabei wird die Differenz ermittelt, die zwischen den voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben der Übertragungsnetzbetreiber bei der Verwertung des Ökostroms entstehen. Den Einnahmen durch den Verkauf des EEG-Stroms an der Strombörse EPEX Spotmarkt werden die Kosten gegenübergestellt, die durch die im EEG festgelegten Einspeisevergütungen entstehen. Diese Einspeisevergütungen sind notwendig, damit die Betreiber von Stromerzeugungsanlagen für erneuerbare Energien eine Investitionssicherheit erhalten.

    Die Höhe der staatlich festgelegten Vergütungssätze wird regelmäßig neu bestimmt und richtet sich unter anderem nach der Größe einer Anlage für regenerative Energien, dem Zeitpunkt ihrer Inbetriebnahme, ihrem Standort und der dahinter stehenden Technologie. Ab dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme gilt die Höhe der Einspeisevergütung für die nächsten 20 Jahre. Das bedeutet: Für Anlagen, die in einem anderen Jahr ans Netz gegangen sind, gelten 20 Jahre lang andere Vergütungssätze.

    Die Energiewende – Förderung regenerativer Energien als Basis der EEG-Umlage

    Im Zuge der Energiewende soll in Deutschland die Energieversorgung vollständig umgestaltet werden. Als Alternative zu nuklearen und fossilen Brennstoffen werden erneuerbare Energien gezielt gefördert: Der Anteil von Strom aus regenerativen Quellen wie Wind, Sonne und Co. soll bis 2025 auf 40 bis 45 Prozent und bis 2035 auf 55 bis 60 Prozent gesteigert werden, so die Pläne der Bundesregierung. Schon jetzt liegt der Anteil von Photovoltaik, Wind- und Wasserkraft sowie Biomasse am Strommix bei 33 Prozent. Um den Ausbau erneuerbarer Energien zu fördern, trat im Jahr 2000 das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als Nachfolger des Stromeinspeisungsgesetzes in Kraft.

    Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)

    Das Erneuerbare-Energien-Gesetz soll laut der Legaldefinition des § 1 Abs 1 EEG eine nachhaltige Energieversorgung sicherstellen. Darüber hinaus sollen im Interesse des Umwelt- und Klimaschutzes fossile Energieträger geschont und die Erzeugung von grünem Strom gefördert werden. Spätestens bis zum Jahr 2050 soll der Ökostrom-Anteil mindestens 80 Prozent betragen. Um dieses Ziel zu erreichen, sind im EEG zwei Grundzüge gesetzlich festgeschrieben:

    • Der Übertragungsnetzbetreiber, der am nächsten an einer Anlage für Ökostrom liegt, ist zum Anschluss und zur vorrangigen Einspeisung des grünen Stroms verpflichtet.
    • Für den eingespeisten Strom sind feste Vergütungssätze in Form einer gleitenden Marktprämie zu zahlen, die sich nach dem aktuellen Marktwert an der Strombörse richtet.

    Die erste Fassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes trat im Jahr 2000 in Kraft und löste das seit 1991 geltende Stromeinspeisungsgesetz ab. Seitdem gab es immer wieder neue Fassungen. Die letzte Fassung, das EEG 2016, hat im Juli desselben Jahres den Bundestag passiert, wurde dann aber kurzerhand umbenannt in EEG 2017. Der Gesetzestext sieht einen Paradigmenwechsel beim Thema Förderung vor: Die Vergütungshöhe wird nicht mehr wie bislang per Gesetz vom Staat festgelegt, sondern mithilfe von Ausschreibungen.

    EEG 2017: Neuerungen im Gesetzestext

    Bereits zwei Jahre, nachdem das EEG 2014 in Kraft getreten war, erfolgte eine erneute Überarbeitung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes. Um den Ausbau der regenerativen Energien auch weiterhin kontinuierlich, netzverträglich und kosteneffizient fördern zu können, ist mit dem EEG 2017 das Vergütungssystem grundlegend verändert worden. Denn laut dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sind die erneuerbaren Energien mittlerweile soweit ausgereift, dass sie sich dem Wettbewerb stellen können. Daher wird die Einspeisevergütung für Ökostrom nicht mehr per Gesetz festgelegt, sondern im Rahmen von Ausschreibungen ermittelt. Und die Devise lautet: Wer für den Betrieb der Anlage am wenigsten verlangt, erhält den Zuschlag. An diesem Wettbewerb sollen sowohl Bürgerenergiegesellschaften als auch große Firmen teilnehmen können. Ausgenommen von den Ausschreibungen sind hingegen kleine und mittlere Anlagen. Ziel ist es, den Ausbau erneuerbarer Energien im Einklang mit dem Netzausbau voranzubringen.

    EEG-Umlage: Das Ökostrom-Entgelt im Überblick

    Mit Inkrafttreten der ersten Fassung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes im Jahr 2000 wurde auch die EEG-Umlage eingeführt. Diese Umlage ist Teil des Strompreises und grundsätzlich von allen Stromkunden zu zahlen. Wie hoch die EEG-Umlage ausfällt, wird von den Übertragungsnetzbetreibern festgelegt.

    Wie funktioniert die EEG-Umlage?

    • Wer grünen Strom aus regenerativen Quellen erzeugt, darf diesen in jedem Fall ins Stromnetz einspeisen. Die Übertragungsnetzbetreiber müssen den Ökostrom-Erzeugern dafür eine gesetzlich festgesetzte EEG-Einspeisevergütung zahlen.
    • Den ins Netz eingespeisten grünen Strom verkaufen die Übertragungsnetzbetreiber dann an der Strombörse zum aktuellen Marktwert.
    • Die Börsenpreise für grünen Strom fallen in der Regel allerdings deutlich geringer aus. Dementsprechend erhalten die Netzbetreiber weniger Geld, als sie den Ökostrom-Erzeugern an EEG-Einspeisevergütung zahlen.
    • Die Differenz zwischen diesen beiden Beträgen wird mithilfe der EEG-Umlage ausgeglichen, die Stromkunden für jede verbrauchte Kilowattstunde mit ihrer Stromrechnung zahlen.
    • Die gezahlte EEG-Umlage geben die Stromversorger dann direkt an die Übertragungsnetzbetreiber weiter.
    • Die EEG-Umlage ergibt zusammen mit den Erlösen an der Strombörse die gesetzlich festgelegte EEG-Vergütung, die die Übertragungsnetzbetreiber an die Ökostrom-Erzeuger gezahlt haben.

    EEG-Umlagebefreiung für stromintensive Unternehmen

    Produzierende Unternehmen mit hohem Stromverbrauch und Schienenbahnen-Gewerbe sind durch eine EEG-Umlage-Befreiung von der Zahlung der EEG-Umlage ausgenommen. Sie zahlen durch die Befreiung weniger für ihren Strom. Von der EEG-Umlage-Befreiung profitieren beispielsweise Aluminiumhersteller, Lebensmittelhändler oder Bus- und Bahnbetriebe. 2014 konnten nach Angaben des Bundesamts für Wirtschaft deutschlandweit fast 2.100 Unternehmen die EEG-Umlagebefreiung für sich in Anspruch nehmen. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet das einen Anstieg EEG-Umlage-befreiter Firmen von 20 Prozent.

    Für private Stromkunden gibt es in der Regel keine EEG-Umlagebefreiung. Für Verbraucher besonders unerfreulich: Je mehr die Wirtschaft von der Zahlung der EEG-Umlage befreit ist, desto höher wird der Betrag für private Endkunden. Den von der EEG-Umlage-Befreiung betroffenen Firmen kann bis zu 99 Prozent der Ökostrom-Umlage erlassen werden. Laut Politik ist die EEG-Umlagebefreiung für verbrauchsstarke Wirtschaftsunternehmen nötig, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten. Damit ein Unternehmen die EEG-Umlagebefreiung beantragen kann, muss der Nachweis eines zertifizierten Energiemanagements erfolgen. Außerdem muss im letzten abgeschlossenen Geschäftsjahr mindestens 1 GWh Strom verbraucht worden sein und die Stromkostenintensität darf einen gewissen Mindestwert nicht unterschritten haben.

    EEG-Umlage als Bestandteil des Strompreises

    Der Strompreis setzt sich aus verschiedenen Komponenten zusammen. Grundsätzlich können jedoch drei Kostenblöcke unterschieden werden:

    • Staatliche Strompreisanteile, wie Abgaben, Steuern und Umlagen
    • Netzentgelte
    • Strombeschaffung und Vertrieb

    Den wohl größten Anteil am Strompreis bildet der erste Kostenblock. Laut einer im Februar 2017 veröffentlichten Strompreisanalyse des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft e. V. (BDEW) machen Steuern, Abgaben und Umlagen rund 55 Prozent des Strompreises aus. Als Grundlage der Analyse diente der durchschnittliche Strompreis für einen Haushalt mit einem jährlichen Stromverbrauch von 3.500 kWh in Höhe von 29,16 Cent pro Kilowattstunde. Zu diesem Posten zählen [Stand: Oktober 2017]:

    • die EEG-Umlage (23,6 Prozent)
    • die Mehrwertsteuer von 19 Prozent (16 Prozent)
    • die Stromsteuer (7,0 Prozent)
    • die Konzessionsabgabe (5,7 Prozent)
    • die KWKG-Umlage (1,5 Prozent)
    • die §-19-StromNEV-Umlage (1,3 Prozent)
    • die Offshore-Haftungsumlage (-0,1 Prozent)
    • die Umlage für abschaltbare Lasten (0,02 Prozent)

    Ein weiterer Posten sind die Kosten für den Stromeinkauf, die Verwaltung und den Vertrieb. Dieser Anteil wird maßgeblich durch den Wettbewerb im Strommarkt bestimmt. Wie die Analyse des BDEW ergab, machen diese Bestandteile etwa 19,3 Prozent des Strompreises aus. Der dritte Posten, die regulierten Netzentgelte, belaufen sich auf 24,6 Prozent. Diese Beträge fallen für die Nutzung des Stromnetzes an, um die Energie zu transportieren und zu verteilen. Erhoben werden die Netzentgelte von den Stromnetzbetreibern.

    Höhe der EEG-Umlage

    Die Übertragungsnetzbetreiber legen jedes Jahr die Höhe der EEG-Umlage fest. Übertragungsnetzbetreiber sind Dienstleistungsunternehmen, die die überregionalen Stromnetze betreuen und für eine bedarfsgerechte Dimensionierung und Instandhaltung sorgen. In Deutschland sind insgesamt vier Übertragungsnetzbetreiber aktiv: Tennet TSO, 50Hertz Transmission, Amprion und TransnetBW. Gemäß § 3 Abs. 2 Ausgleichsmechanismusverordnung (AusglMechV) sind die Übertragungsnetzbetreiber verpflichtet bis spätestens 15. Oktober eines jeden Kalenderjahres die EEG-Umlage für das Folgejahr zu berechnen und bekannt zu geben. Die Veröffentlichung erfolgt auf der Informationsplattform der Übertragungsnetzbetreiber. Die Höhe der EEG-Umlage wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Hierzu zählen:

    • prognostizierter Börsen-Strompreis
    • Zubau an EEG-geförderten Anlagen
    • Höhe des Letztverbrauchs
    • Aktueller EEG-Kontostand
    • Liquiditätsreserve

    Entwicklung der EEG-Umlage seit 2000

    Verbraucher zahlen bereits seit dem Jahr 2000 die EEG-Umlage. Allerdings ist die Höhe der Umlage seit der Einführung deutlich gestiegen. So betrug die Umlage im ersten Jahr nach der Einführung lediglich 0,19 Cent pro Kilowattstunde. Bis 2010 war ein relativ moderater jährlicher Anstieg zu verzeichnen. Seither hat sich die EEG-Umlage jedoch mehr als verdreifacht und beträgt nunmehr 6,88 Cent pro Kilowattstunde [Stand: Oktober 2017]. In der folgenden Tabelle findest du die Höhe der EEG-Umlage in den vergangenen Jahren sowie die jeweilige Veränderung zum Vorjahr (Quelle: Bundesnetzagentur):

    Jahr EEG-Umlage in Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh) Veränderung zum Vorjahr in Prozent
    2017 6,88 +8,3
    2016 6,354 +2,98
    2015 6,17 -1,1
    2014 6,24 +18,2
    2013 5,277 +46,9
    2012 3,592 +1,8
    2011 3,53 +72,4
    2010 2,047 +81,2
    2009 1,13 +0,9
    2008 1,12 +9,8
    2007 1,02 +15,9
    2006 0,88 +29,4
    2005 0,68 +17,2
    2004 0,58 +41,5
    2003 0,41* -
    2002 0,36* -
    2001 0,25* -
    2000 0,19* -

    * nachträglich ermittelte Kernumlage

    Sonderregelungen: Wer zahlt wie viel EEG-Umlage?

    Die erhobene EEG-Umlage fällt nicht für alle Stromverbraucher gleich hoch aus. Laut Erneuerbare-Energien-Gesetz gelten für Schienenbahnen und stromintensive Unternehmen Ausnahmeregelungen. Das bedeutet, dass die betreffenden Stromverbraucher von der EEG-Umlage zumindest teilweise befreit werden.

    • Ermäßigungen für stromkostenintensive Unternehmen und Schienenbahnen

      Stromkostenintensive Unternehmen können von der sogenannten Besonderen Ausgleichsregelung profitieren. Zwar sollen die Kosten für den Ausbau der regenerativen Energien auf alle Stromverbraucher verteilt werden, die Verteilung sollte jedoch in adäquater Weise erfolgen. Angemessen bedeutet insbesondere für die stromkostenintensive Industrie jedoch auch, dass sie durch die Zahlung der EEG-Umlage nicht in der internationalen Wettbewerbsfähigkeit beschränkt wird. Zu einer Gefährdung der Wettbewerbsfähigkeit kann es kommen, wenn ein Unternehmen für die Herstellung seiner Produkte viel Strom benötigt und die Stromkosten inklusive EEG-Umlage in Relation zur Bruttowertschöpfung enorm hoch ausfallen. Laut § 63 ff. Erneuerbare-Energien-Gesetz können stromintensive Unternehmen aus diesem Grund beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAFA, einen Antrag auf Begrenzung der EEG-Umlage stellen. Voraussetzung ist jedoch, dass ihr Stromverbrauch jährlich mehr als eine Gigawattstunde beträgt. Gemäß § 65 EEG dürfen auch Schienenbahnen beim BAFA beantragen, dass sie eine reduzierte EEG-Umlage zahlen. Dies setzt jedoch voraus, dass sie pro Jahr mindestens zwei Gigawattstunden Strom verbrauchen.

    • EEG-Umlage bei Eigenverbrauch

      Gemäß § 61b EEG ist die EEG-Umlage bei Eigenverbrauch reduziert, wenn der erzeugte grüne Strom in unmittelbarer Nähe selbst genutzt und nicht ins öffentliche Stromnetz gespeist wird. Das EEG 2017 sieht vor, dass für eigenverbrauchten Strom nur 40 Prozent der EEG-Umlage zu zahlen sind. Für kleinere Anlagen mit einer Leistung von bis zu 10 Kilowatt gilt die sogenannte Bagatellgrenze: Bis zu 10 Megawattstunden im Jahr sind von der EEG-Umlage befreit.

    Ausschreibungen statt fester Vergütungssätze

    Mit dem EEG 2017 wurden die ehemals gesetzlich festgelegten Einspeisevergütungen größtenteils zugunsten von Ausschreibungen aufgegeben. Ziel dieser Neuerung ist: weniger Förderung, mehr Wettbewerb. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die regenerativen Energien auch in Zukunft kontrolliert, stetig und vor allem kosteneffizient ausgebaut werden. Die Höhe der Ökostrom-Förderung wird nicht mehr länger vom Staat, sondern vom Markt festgelegt. Das Markenzeichen der Energiewende in Deutschland – die Vielfalt der Akteure – soll bei der Umstellung auf die wettbewerbsorientierte Vergütung jedoch erhalten bleiben. Aus diesem Grund werden im EEG-2017-Gesetzestext nun erstmalig auch Bürgerenergiegesellschaften definiert, wodurch die Teilnahme an den Anschreibungen deutlich erleichtert wird. Nicht an den Ausschreibungen teilnehmen können hingegen kleine und mittlere Ökostrom-Anlagen.

    • Ausschreibung und Einspeisevergütung für Photovoltaik, Windkraft und Co.

      Die Stromversorgung in Deutschland wird zu einem großen Teil durch netzgekoppelte Photovoltaik-, Windkraft-, Wasserkraft- und Biomasse-Anlagen sichergestellt, die durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz gefördert werden. Gemäß den neuen Bestimmungen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes müssen alle Ökostromanlagen, die nach dem 1. Januar 2017 genehmigt wurden bzw. noch genehmigt werden und eine bestimmte Leistungsgröße überschreiten, an den Ausschreibungen gemäß EEG 2017 teilnehmen. Dies gilt für Photovoltaik-Anlagen auf großen Dächern und Freiflächen sowie Windkraftanlagen an Land mit einer Leistung von mehr als 750 Kilowatt. Bei Biomasseanlagen beträgt die Bagatellgrenze 150 Kilowatt. Anlagen, deren Leistung geringer ausfällt als 750 bzw. 150 Kilowatt, werden weiterhin über die gesetzliche Einspeisevergütung für Photovoltaik, Windanlagen und Co. gefördert. Die Gebote können bei der Bundesnetzagentur zu den jeweils genannten Gebotsterminen abgegeben werden. Die Gebote mit dem geringsten Gebotswert erhalten den Zuschlag. Bei Windkraftanlagen auf See wird die gesetzliche Einspeisevergütung noch etwas länger gezahlt. Ausschreibungen sind erst für Offshore-Windanlagen geplant, die ab 2021 in Betrieb genommen werden.

    • Ausschreibungen führen zu niedrigeren Förderkosten für Ökostrom

      Seit 2015 läuft eine Testphase für Solaranlagen auf Freiflächen. Im Ergebnis zeigt sich, dass mit jeder neuen Ausschreibungsrunde das Preisniveau für die Förderung weiter gesunken ist. So lag die Förderhöhe für Solarstrom Anfang des Jahres 2014 im Schnitt noch bei 9,17 Cent pro Kilowattstunde. Durch den erhöhten Wettbewerb hat sich dieser Wert auf 7,25 Cent pro Kilowattstunde reduziert. Für Stromkunden ist dies durchaus positiv, da sich durch diese Entwicklung langfristig die EEG-Umlage senken könnte.

    • Wie hoch ist die Einspeisevergütung für Photovoltaik und Co. durch Ausschreibungen?

      Die Vergütung, die Betreiber von Ökostromanlagen für die ins öffentliche Netz eingespeiste Energie erhalten, richtet sich nach dem Ergebnis des Bietverfahrens. Wie dieses funktioniert, zeigen wir am Beispiel von Windkraftanlagen an Land. Die Bundesnetzagentur schreibt jedes Jahr ein bestimmtes Kontingent an Windkraftleistung aus, die gefördert wird. 2017, 2018 und 2019 sind dies je 2.800 Megawatt, in den folgenden Jahren dann 2.900 Megawatt pro Jahr. Die Anlagenbetreiber müssen dann in der Ausschreibungsrunde ein Gebot für die Förderhöhe angeben, also wie viel sie pro eingespeister Kilowattstunde Ökostrom verlangen. Die Betreiber, die die geringsten Förderbeträge verlangen, erhalten dann jeweils Zuschläge. Im Bereich Photovoltaik wird die Bundesnetzagentur pro Jahr eine Leistung von 600 Megawatt ausschreiben. Für Biomasse-Anlagen liegt die ausgeschriebene Leistung bis 2019 bei 150 Megawatt pro Jahr, von 2020 bis 2022 bei jährlich 200 Megawatt.

    Kunden-Bewertungen

    • 5 / 5
      Übersichtlich strukturierte Angebote mit zahlreichen Alternativen und klar erkennbaren Kostenvorteilen.
    • 4 / 5
      Tarifwechsel bei Strombezug funktioniert wunderbar einfach - großes Lob.\nTelefonat mit einem Servicemitarbeiter, war vielleicht der späten Stunde zugrundeliegend, nicht sehr freundlich geführt.
    • 4 / 5
      der Anbieter ist gut bekannt\nder Tarif ist nur für das erste Jahr gut\ndie Anbieter legen keinen Wert auf Kundentreue.

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