Die größten Versicherungsirrtümer rund um den Sommerurlaub

Ganz gleich, ob es sich um die Mallorca-Police, Flip Flops am Steuer oder Wasserschäden durch das Planschbecken handelt – Verbraucher umschiffen gern das komplexe Thema Versicherungen und sind oft unsicher, welche Versicherung für welche Schäden einspringt. Das zeigt zumindest eine aktuelle Umfrage von www.finanzen.de und www.toptarif.de, die die zehn größten Versicherungsirrtümer rund um den Sommerurlaub aufdeckt.

Inhalts­verzeichnis

    Versicherungsirrtümer

    Platz 1: Krankenkassen zahlen die Gelbfieberimpfung nicht

    Die größte Unsicherheit zeigten die Befragten beim Thema Gelbfieberimpfung: Zwei von drei Umfrageteilnehmern gehen davon aus, dass Krankenkassen die Gelbfieberimpfung nicht übernehmen –selbst wenn diese im Zielland zur Pflichtimpfung gehört. Glücklicherweise handelt es sich hierbei um einen Irrtum, denn die meisten Krankenkassen in Deutschland übernehmen die Kosten dieser Impfung. In jedem Fall sollten Interessierte sich rechtzeitig vor Reiseantritt von ihrer Krankenversicherung beraten lassen.

    Platz 2: Flip Flops am Steuer – Kfz-Haftpflicht zahlt nicht

    Über eine Mode, die nicht nur Urlauber betrifft, wissen viele der Umfrageteilnehmer nicht Bescheid: Die Hälfte von ihnen (54 Prozent) ist überzeugt davon, dass die Kfz-Haftpflicht des Unfallverursachers nicht zahle, wenn er Flip Flops getragen hat. Sie irren, denn die Kfz-Haftpflichtversicherung kommt unabhängig vom Schuhwerk immer für den Schaden an Dritten auf. Lediglich die Vollkaskoversicherung kann die Zahlung verweigern, aber auch nur, wenn dem Unfall ein grob fahrlässiges Verhalten des Verursachers vorausging. Deshalb sollten Versicherte darauf achten, Policen zu wählen, die auch grobe Fahrlässigkeit mit einschließen.

    Platz 3: Reiserücktritt bei Naturkatastrophen?

    47 Prozent der Befragten glauben zum Beispiel, dass die Reiserücktrittsversicherung die Kosten erstattet, wenn der Urlauber seine Reise aufgrund von politischen Unruhen oder Naturkatastrophen im Urlaubsziel nicht antreten möchte. Aber damit liegen sie falsch: Zwar ist „höhere Gewalt“ mitunter ein Reiserücktrittsgrund, wenn beispielsweise das Auswärtige Amt vor Reisen in die Urlaubsregion warnt, allerdings springt dann nicht die Reiserücktrittsversicherung ein. Der Urlauber kann dann von seiner Reise zurücktreten – egal, ob er eine entsprechende Versicherung besitzt oder nicht.

    Platz 4: Die Hausratversicherung zahlt Wasserschäden durch Pool oder Planschbecken

    Unsicherheit herrscht auch bei Urlaubern, die zu Hause bleiben: Poolbesitzer sollten sich im Klaren darüber sein, dass eventuelle Wasserschäden nicht von der Hausratversicherung übernommen werden. Darüber weiß jedoch nur die Hälfte der Umfrageteilnehmer Bescheid. Sobald das Wasser die Leitung verlassen hat, greift die Hausratversicherung in der Regel nicht mehr. Schäden, die durch Aquarien oder Wasserbetten verursacht werden, sind hingegen in vielen Policen mit inbegriffen. Wer seinen fest eingebauten Pool versichern möchte, sollte auf eine Wohngebäudeversicherung zurückgreifen.

    Platz 5: Mallorca-Police? Doch eine Reiserücktrittsversicherung?

    Auf einen Mietwagen können viele Urlauber im Ausland nicht verzichten. Wie es um das Wissen zum Versicherungsschutz von im europäischen Ausland gemieteten Fahrzeugen steht, verdeutlicht folgendes Umfrageergebnis: 44 Prozent der Umfrageteilnehmer wissen nicht, dass mit der Mallorca-Police eine Zusatzleistung der Kfz-Haftpflichtversicherung gemeint ist, welche die im Zielland vorherrschenden Deckungssummen auf in Deutschland gängige Deckungssummen erweitert. Damit soll verhindert werden, dass der betroffene Unfallversursacher selbst für die Mehrkosten aufkommen muss, wenn die relativ niedrige Versicherungssumme im Zielland überschritten wird. Jeder Fünfte hält die Mallorca-Police sogar für eine Reiserücktrittsversicherung.

    Das sind die größten Versicherungsirrtümer auf einen Blick

    Prozent der Befragten Wissen nicht, dass …
    67 … die meisten Krankenkassen die Gelbfieberimpfung übernehmen.
    60 … die Kfz-Haftpflicht auch Unfälle abdeckt, wenn der Verursacher dabei Flip Flops trug.
    51 … die Reiserücktrittsversicherung nicht zahlt, wenn ein Urlauber seine Reise aufgrund höherer Gewalt nicht antreten möchte.
    50 … die Hausratversicherung keine Wasserschäden begleicht, die auf den Pool oder das Planschbecken zurückzuführen sind.
    44 … die Mallorca-Police eine Zusatzklausel der heimischen Kfz-Versicherung ist.
    43 … die Reiserücktrittsversicherung bei Krankheit nicht einspringt, wenn eine Reise bereits angetreten ist.
    42 … die private Unfallversicherung in der Regel auch für Unfälle beim Tauchen, Surfen, Kiten oder Wasserski aufkommt.
    32 … die Hausratversicherung nicht aufkommt, wenn im Urlaub Smartphone, Sonnenbrille und Co. entwendet werden.
    23 … sie nicht jederzeit auf Kosten der Krankenkasse zur Behandlung zurück nach Deutschland geholt werden können.
    14 … es zur Sperrung aller Kreditkarten eine zentrale Hotline gibt.

    Zur Umfrage

    An der Online-Umfrage zu den größten Versicherungsirrtümern rund um den Sommerurlaub von finanzen.de und toptarif.de haben zwischen dem 10. Juli und dem 09. August 2015 190 Personen teilgenommen, darunter 69 Frauen und 121 Männer.

    Die wichtigsten Versicherungen

    Familie Versicherung

    Haftpflichtversicherung

    Bei der Wahl der Haftpflichtversicherung sollten Sie Kosten und Leistungsumfang beachten.

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