Wettbewerb am Gasmarkt: Grundversorger oft weit abgeschlagen

Berlin, 11. Oktober 2012 – Seit 2006 haben private Gaskunden in Deutschland die Möglichkeit, ihren Anbieter zu wechseln. Obwohl es mittlerweile vielerorts mehr als 60 Alternativen gibt, bleiben die meisten Verbraucher ihrem Grundversorger nach wie vor treu. So hat bislang nicht einmal jeder fünfte Haushalt, der in einem direkten Vertragsverhältnis mit seinem Gaslieferanten steht, den Anbieter gewechselt.* In diesem Zusammenhang hat das unabhängige Verbraucherportal toptarif.de (www.toptarif.de) zu Beginn der aktuellen Heizsaison den Wettbewerb in den 100 größten deutschen Städten analysiert und die Angebote der Grundversorger den Produkten alternativer Anbieter gegenübergestellt. Wie die Ergebnisse zeigen, kommt die mangelnde Wechselbereitschaft viele Verbraucher teuer zu stehen. Während die Gasrechnungen bei der Mehrzahl der Lokalversorger vergleichsweise hoch ausfallen, haben nur wenige konkurrenzfähige Tarife im eigenen Stammgebiet im Angebot.   

Grundversorgungsunternehmen im Preisvergleich oft erst im letzten Drittel

Neben der zumeist teuren Grundversorgung bieten die örtlichen Versorger häufig auch günstigere Gasprodukte an. Im Vergleich zu ähnlichen Angeboten der Wettbewerber können aber auch diese Tarife beim Preis nur in den seltensten Fällen mithalten. Im großstädtischen Mittel unterbieten zur Zeit 42 Wettbewerber selbst die preiswertesten Tarife der Grundversorgungsunternehmen.**

Tabelle: Gaspreise und Wettbewerb in den 100 größten deutschen Städten (Okt. 2012)

Im Hinblick auf ihre Wettbewerbsfähigkeit lassen sich die Grundversorger verschiedenen Gruppen zuordnen. „60 Prozent der untersuchten Lokalversorger tauchen im Preisvergleich erst im letzten Drittel der Ergebnisliste auf“, erklärt Daniel Dodt von toptarif.de. „Weniger als jedes sechste Unternehmen zählt überhaupt zu den 25 günstigsten Anbietern in seinem Heimatmarkt“. Lediglich in Dresden (DREWAG), Stuttgart (EnBW) und Hamburg (E.ON Hanse) schaffen es die Grundversorgungsunternehmen dank üppiger Bonuszahlungen im ersten Vertragsjahr in die regionalen Top Ten. Vergleichsweise preiswert heizen und kochen Gaskunden mit ihren heimischen Unternehmen auch in Ballungszentren wie Frankfurt am Main, München, Dortmund, Rostock und Saarbrücken. Auffällig ist zudem, dass auch die drei Branchengrößen E.ON, RWE und EnBW in den Großstädten, in denen sie als Grundversorger agieren, relativ gut positioniert sind.

Neukunden profitieren von Bonuszahlungen im ersten Vertragsjahr

Ähnlich wie in anderen Branchen zählen Boni und Rabatte auch am Gasmarkt zur gängigen Praxis. In der Regel werden entsprechende Nachlässe aber nur im oder für das erste Vertragsjahr gewährt. Unter Berücksichtigung solcher Neukunden- und Wechselboni fallen 1.339 Euro für einen vierköpfigen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh bei den Grundversorgern an. Günstige Wettbewerber verlangen in den 100 größten deutschen Städten durchschnittlich nur 1.023 Euro im ersten Jahr – rund 316 Euro weniger.   

Werden Neukunden- und Wechselboni in den Berechnungen dagegen außen vor gelassen, so hat dies zunächst kaum Auswirkungen auf die Position der lokalen Versorger in den Ergebnislisten. Insgesamt bleiben unter diesem Blickwinkel immer noch durchschnittlich 41 alternative Anbieter vor Ort günstiger. „Ohne die Berücksichtigung einmaliger Boni fallen die Preisabstände zwischen Grundversorgern und günstigen Wettbewerbern aber etwa um ein Drittel geringer aus. Die Anbieter rücken in den Preis-Rankings etwas enger zusammen“, so Dodt. Dennoch bleibt auch mit Tarifen ohne Boni und Rabatte ein generelles Einsparpotential von 201 Euro beziehungsweise 14 Prozent jährlich, wenn ein Verbrauch von 20.000 kWh Gas pro Jahr zu Grunde gelegt wird. 

Durch Verbraucherportale wie toptarif.de (www.toptarif.de/gas) oder kostenlose Service-Hotlines wie 0800 - 10 30 49 800 können Verbraucher schnell und unkompliziert verfügbare Gasanbieter in ihrer Region vergleichen und kostenlos zu günstigen Produkten wechseln.

* Zum Kundenverhalten an den Energiemärkten vgl. BDEW (2012): Energiemarkt Deutschland. Sommer 2012. S. 36.

** Im Rahmen der Analyse sind Vorauskasse-, Kautions-, Paket- sowie Minder-/Mehrverbrauchstarife sowohl bei den Grundversorgern als auch bei den Wettbewerbern nicht berücksichtigt worden.

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