Weihnachtsbeleuchtung: Lichterkette verbraucht mehr Strom als Kühlschrank

Berlin, den 6. Dezember 2016 – Jedes Jahr zur Adventszeit schmücken viele Menschen ihre Fenster, Balkone und Vorgärten mit zahlreichen Lichtern. An die Stromkosten denken dabei wohl nur die wenigsten. Dabei kann eine Lichterkette in 6 Stunden mehr Strom verbrauchen als ein Kühlschrank an einem ganzen Tag im Dauereinsatz.

Bis zu 7 Euro Stromkosten für eine Lichterkette

Weil Lichterketten häufig nur einmal im Jahr zum Einsatz kommen, lagern in vielen Kellern noch sehr alte Modelle mit Glühlämpchen. Doch diese sind im Betrieb sehr stromintensiv. So verbraucht eine klassische Baumlichterkette mit 30 Birnen à 3 Watt bei einem Betrieb von 6 Stunden am Tag 0,54 Kilowattstunden (kWh) Strom. Ein energieeffizienter Kühlschrank der Klasse A++ kommt hingegen nur auf durchschnittlich 0,43 kWh pro Tag – im Dauerbetrieb.

In der Regel brennen die Lichterketten dann jeden Abend. Für den Zeitraum vom 1. Advent bis zum 6. Januar ergibt sich bei einer Nutzungsdauer von 6 Stunden am Tag ein Gesamtverbrauch von 22,68 kWh. Bei dem aktuellen Strompreis von 29 Cent pro kWh werden hierfür Stromkosten von bis zu 7 Euro fällig – für den Betrieb einer einzelnen Lichterkette. Wer seine Kette sogar 12 Stunden täglich brennen lässt, muss mit Kosten von bis zu 13 Euro rechnen.

LEDs reduzieren Stromverbrauch um 90 Prozent

Mit LED-Weihnachtsschmuck lässt sich der Energieverbrauch gegenüber herkömmlichen Beleuchtungselementen um bis zu 90 Prozent reduzieren. Der Bedarf der LED-Kerzen liegt häufig nur bei 0,1 Watt. Für die Baumlichterkette ergibt sich während der gesamten Advents- und Weihnachtszeit dann nur noch ein Stromverbrauch von 0,756 kWh. Die Stromkosten sinken auf 22 Cent. Für die gleiche Menge Strom einer alten Lichterkette könnten demnach im gleichen Zeitraum 30 Bäume mit LED-Lichterketten beleuchtet werden oder eine LED-Lichterkette könnte 315 Tage lang ununterbrochen leuchten.

„Niemand sollte in der Weihnachtszeit auf die Festbeleuchtung verzichten. Wer moderne LED-Lichter nutzt, kann ruhigen Gewissens auch eine zweite Lichterkette aufhängen. Zudem ist die Lebensdauer von LED-Lampen etwa 100 Mal höher, wodurch der etwas höhere Anschaffungspreis relativ schnell wieder ausgeglichen werden kann“, sagt Dr. Arnd Schröder, Geschäftsführer von TopTarif.

Wer die Weihnachtsbeleuchtung außerdem mit Zeitschaltuhren intelligent an- und ausschaltet, reduziert seine Kosten noch mehr. Denn der Weihnachtsschmuck muss nicht unnötig über Nacht brennen oder dann, wenn niemand zu Hause ist.

Stromkosten mit Lampenwechsel senken

Bei einem Privathaushalt macht die Beleuchtung insgesamt etwa acht Prozent am Stromverbrauch aus. Zwar besitzen viele Verbraucher schon Energiesparlampen, doch LED-Lampen können die Stromkosten noch einmal um durchschnittlich 30 Euro pro Jahr senken.

Wer außerdem die großen Preisdifferenzen auf dem Strommarkt für sich nutzt, reduziert seine Stromkosten um weitere 37 Prozent. Ein Haushalt mit einem Stromverbrauch von 4.000 Kilowattstunden zahlt aktuell 1.213 Euro im teuren Grundversorgungstarif. Beim günstigsten Anbieter werden pro Jahr nur 767 Euro fällig. Das entspricht einer jährlichen Entlastung von 446 Euro.

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