Wechselbereitschaft zu Ökogas steckt noch in den Kinderschuhen

Berlin, 19. April 2012 – Die Versorgung mit sauberer Energie spielt für viele Verbraucher nicht erst seit den dramatischen Ereignissen in Fukushima im vergangenen Frühjahr eine wichtige Rolle. Laut Erhebungen der Bundesnetzagentur stieg die Zahl der Haushalte, die mit Ökostrom versorgt werden, bereits in den Vorjahren jährlich um 600.000 bis 1,1 Millionen an.* Dagegen steckt die Wechselbereitschaft zu Ökogasprodukten nach einer Auswertung des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de (www.toptarif.de) noch in den Kinderschuhen. Allerdings konnten auch „grüne“ Gastarife in der jüngeren Entwicklung – wenn auch auf einem deutlich niedrigeren Niveau als beim Ökostrom – bei  den deutschen Verbrauchern an Beliebtheit gewinnen.  

Bei der Ermittlung der Wechselquoten im Ökogassegment wurden die Entscheidungen aller privaten Gaskunden berücksichtigt, die seit 2010 ihren Anbieter über toptarif.de (www.toptarif.de) gewechselt haben. Wie die Auswertung der Daten zeigt, hat seit Jahresbeginn 2011 nur knapp jeder siebte Nutzer (13,8 Prozent) beim Anbieterwechsel ein nachhaltiges Gasprodukt gewählt. Im Bereich Strom entschied sich im selben Zeitraum hingegen rund die Hälfte der Wechsler über toptarif.de für einen ausgewiesenen Ökostromtarif. „Während das Interesse der Verbraucher an Ökostrom als Alternative zum konventionellen Strombezug seit Jahren stetig wächst, werden nachhaltige Möglichkeiten der Gasversorgung bislang kaum oder nur als Nischenprodukte wahrgenommen“, erklärt Daniel Dodt von toptarif.de. Allerdings steigt die Zahl derer, die sich für einen Ökogastarif entscheiden, spürbar. So hat sich der Anteil der Wechsler zu Biogas- und Klimatarifen gegenüber 2010 (6,8 Prozent) bereits mehr als verdoppelt.

Unterscheidung zwischen Biogas- und Klimatarifen

Hinsichtlich einer nachhaltigeren Versorgung mit Erdgas haben Verbraucher die Wahl zwischen zwei Varianten. Bei den sogenannten Klimatarifen wird das bei der Verbrennung von herkömmlichem Gas entstehende Kohlendioxid durch Investitionen in CO2-mindernde Klimaprojekte ausgeglichen. Finanziert werden diese Maßnahmen über einen moderaten Preisaufschlag auf die Endkundentarife. Bei Biogasprodukten erfolgt eine Beimischung von regional produziertem Biomethan zu konventionellem Erdgas, häufig in einer Höhe von fünf bis zehn Prozent. Verschiedene Umweltorganisationen kritisieren allerdings immer wieder einzelne Methoden der Biogasgewinnung und verweisen dabei unter anderem auf den Ausbau pflanzlicher Monokulturen zur Energieerzeugung und die Gasgewinnung aus Massentierhaltung.

Verbraucher in Hessen, Berlin und Hamburg wechseln am häufigsten zu Ökogas 

Von der Möglichkeit, in einen Biogas- oder Klimatarif zu wechseln, haben Verbraucher in Hessen seit Anfang 2011 am häufigsten Gebrauch gemacht. Hier entschied sich mehr als ein Fünftel (20,1 Prozent) beim Anbieterwechsel für ein Ökogasprodukt. Aber auch Haushalte in Berlin (18,6 Prozent) und Hamburg (18,1 Prozent) wählten deutlich häufiger „grüne“ Alternativen als der Durchschnitt.

Grafik: Wechsel zu Ökogasprodukten in Deutschland

Im Saarland (7,9 Prozent) und in Mecklenburg-Vorpommern (8,9 Prozent) spielt der Wechsel zu Ökogas bislang hingegen eine sehr geringe Rolle.    

Auswahl an Biogas- und Klimatarifen vergrößert sich rasant

„Mit Blick auf das schnell wachsende Angebot an Biogas- und Klimatarifen ist Ökogas schon längst kein Nischenprodukt mehr“, macht Dodt deutlich. Konnten Verbraucher Anfang 2010 im Schnitt zwischen 10 verschiedenen Unternehmen mit entsprechenden Angeboten wählen, so verdoppelte sich die Zahl der verfügbaren Alternativen bis zum Frühjahr 2011. Bis heute ist die Auswahl für Haushalte sogar auf durchschnittlich 35 Anbieter angestiegen.

Deutschlandkarte: Immer mehr Ökogas-Angebote verfügbar

Am größten sind die Auswahlmöglichkeiten für Ökogasprodukte derzeit im Süden Deutschlands. So können Gaskunden in vielen Regionen Baden-Württembergs und Bayerns zwischen mehr als 40 Unternehmen wählen, die Biogas- oder Klimatarife anbieten. In Norddeutschland, insbesondere in Teilen Niedersachsens, Schleswig-Holsteins und Mecklenburg-Vorpommerns ist die Auswahl mit oft weniger als 30 Alternativen erheblich geringer.

226 Euro sparen durch Wechsel zu Ökogas

Bei einem Wechsel zu Ökogas gehört nicht nur die Umwelt zu den Gewinnern, auch finanziell kann sich der Umstieg vielerorts lohnen. Wie Berechnungen von toptarif.de für die jeweils fünf größten Städte der einzelnen Bundesländer zeigen, sind die Angebote der örtlichen Versorger meist erheblich teurer als günstige Biogas- und Klimatarife.

Tabelle: Ökogas meist günstiger

Während für einen vierköpfigen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Gas im Städtevergleich bei den lokalen Grundversorgern rund 1.362 Euro fällig werden, sind preiswerte Klimatarife der Wettbewerber mit 1.136 Euro im Schnitt rund 17 Prozent günstiger.** In einigen Städten wie Berlin, Brandenburg (Havel), Gera oder Völklingen liegt das jährliche Einsparpotential sogar deutlich über 300 Euro. Auch wer auf günstige Biogastarife umsteigt, kann mit jährlichen Gaskosten von durchschnittlich 1.239 Euro immer noch rund 123 Euro gegenüber den Lokalversorgern sparen.   

Durch Verbraucherportale wie toptarif.de (www.toptarif.de/gas) oder kostenlose Service-Hotlines wie 0800 - 10 30 49 800 können Verbraucher schnell und unkompliziert verfügbare Ökogas-Anbieter und ihre Konditionen vergleichen und kostenlos zu günstigen Produkten wechseln.

* Angaben entsprechend der Monitoringberichte 2009 bis 2011 der Bundesnetzagentur. 2010 bezogen rund 3,7 Millionen Haushalte Ökostrom. Neuere Zahlen veröffentlicht die Bundesnetzagentur aller Voraussicht nach Ende 2012.

** Im Rahmen der Analyse sind Vorauskasse-, Kautions-, Paket- sowie Minder-/Mehrverbrauchstarife nicht berücksichtigt worden. Zur besseren Vergleichbarkeit sind einmalige Bonuszahlungen (Wechsel- und Neukundenboni) ebenfalls herausgerechnet worden. Verglichen wurden die jeweils günstigsten Angebote der Versorger gemäß den genannten Kriterien.

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