Strompreisspirale dreht sich in den kommenden Wochen weiter  

Berlin, 22. Januar 2013 – Nachdem zum Jahreswechsel bereits mehr als 740 Stromanbieter ihre Preise im Schnitt um 12,0 Prozent erhöht haben, wird es in den kommenden Wochen bei zahlreichen weiteren Versorgern ebenfalls teurer. Wie eine bundesweite Strompreisanalyse des unabhängigen Verbraucherportals TopTarif.de (www.toptarif.de) zeigt, planen bislang 74 weitere Unternehmen im Februar und März Preiserhöhungen von durchschnittlich 12,1 Prozent.

Acht Millionen Haushalte zahlen mehr – im Schnitt 127 Euro pro Jahr

Für einen vierköpfigen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 Kilowattstunden bedeuten die steigenden Strompreise im Februar und März eine jährliche Mehrbelastung von durchschnittlich 127 Euro. In der Spitze werden sogar bis zu 200 Euro pro Jahr mehr fällig.

Tabelle: Strompreiserhöhungen im Februar und März 2013

„Von den anstehenden Preiserhöhungen sind in den kommenden Wochen rund acht Millionen Haushalte betroffen“, erklärt Daniel Dodt, Energieexperte bei TopTarif.de. „Wir erwarten, dass spätestens im Frühjahr nahezu alle Stromanbieter Preisänderungen vorgenommen haben werden.“

Gestiegene Umlagen sind Ursache für flächendeckende Erhöhungen

Nachdem bereits zum Jahreswechsel drei der größten deutschen Versorger, E.ON (+8,4% bis +13,1% Prozent), Vattenfall (+13,5 Prozent bis +13,6 Prozent) und EWE (+13,7 Prozent), die Strompreise angehoben haben, folgen im Februar die EnBW (+10,6 Prozent) und im März die RWE (+10,4 Prozent). Darüber hinaus drehen weitere große Versorger in den kommenden beiden Monaten an der Preisschraube, wie beispielsweise die N-Ergie in Nürnberg (+11,4%) oder die Stadtwerke in München (+14,9%), Hamm (+12,0%) und Osnabrück (+13,1%). Auch für April sind bereits erste Erhöhungen, unter anderem bei der Kölner RheinEnergie (+8,4%) bekannt.* Insgesamt haben seit Jahresbeginn rund 820 Versorger Preissteigerungen im laufenden Jahr vorgenommen oder angekündigt.

„Ursache für die derzeitige Erhöhungswelle sind die gestiegenen staatlichen Abgaben und Umlagen im Zuge der Energiewende“, betont Dodt. „Mittlerweile dürften mehr als 50 Prozent des Endkundenpreises auf Steuern, Pflichtabgaben und  -umlagen entfallen, die von den Versorgern an die Verbraucher weitergereicht werden.“ 

Angesichts der anhaltenden Preiswelle raten die Experten von TopTarif.de zu einem umfassenden Anbietervergleich und -wechsel. Neben einem guten Preis-Leistungsverhältnis ist es sinnvoll, sich mit einer umfangreichen Preisgarantie langfristig vor steigenden Stromkosten zu schützen.

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* Grundversorgung Privatkunden bei 4.000 kWh/ Strom Jahresverbrauch


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