Strompreise: Mehr als sieben Millionen Haushalte von Preiserhöhungen im Frühjahr betroffen

Berlin, 15. Februar 2010 - Nachdem zum Jahreswechsel die Preise bei rund 200 Stromversorgungsunternehmen gestiegen sind, werden zahlreiche Verbraucher auch im Frühjahr wieder stärker für ihren Strombezug zur Kasse gebeten. Nach aktuellen Auswertungen des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de www.toptarif.de planen rund 65 weitere Stromversorger ihre Preise in den kommenden Monaten um bis zu 12,1 Prozent zu erhöhen. Betroffen von den Preiserhöhungen sind auch zahlreiche Kunden des größten deutschen Energieversorgers E.ON. Der Strom bei fünf von sieben Regionaltöchtern* soll ab April und Mai zwischen 2,5 Prozent und 6,6 Prozent teurer werden.

Im Durchschnitt steigen die Strompreise im Frühjahr um 5,6 Prozent. ?Für einen vierköpfigen Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh Strom bedeuten die angekündigten Erhöhungen Mehrkosten von etwa 53 Euro", erklärt Energieexperte Thorsten Bohg von toptarif.de www.toptarif.de. ?In einigen Fällen müssen gerade größere Haushalte aber auch mit zusätzlichen Belastungen von 100 Euro und mehr rechnen."     

Insgesamt sind von den angekündigten Preiserhöhungen im Frühjahr rund 7 Millionen Haushalte betroffen, da neben fünf E.ON-Regionalgesellschaften auch viele Endkunden in Großstädten wie München und Dresden wieder mehr für ihren Strom bezahlen müssen. Mit den Stadtwerken Greifswald und Weißenburg planen lediglich zwei Unternehmen ihre Kunden zu entlasten. Besonders umfangreich sind die diesjährigen Erhöhungen für die Stromkunden in Sachsen. Insgesamt haben seit Jahresbeginn 28 von 39 regionalen Versorgern im Freistaat ihre Tarife zwischen 3,7 Prozent und 14,5 Prozent verteuert bzw. planen entsprechende Schritte im Frühjahr.

Beim größten deutschen Energieversorger E.ON hat bisher lediglich die Thüringer Regionaltochter E.ON Thüringer Energie AG konkret angekündigt, die Preise bis Ende des Jahres stabil zu halten. Bereits zum Januar hatten zwei andere Großkonzerne, Vattenfall und die  niedersächsische EWE, ihre Strompreise zwischen 4 Prozent und 14 Prozent angehoben. Bei der Begründung der Preiserhöhungen verweist auch E.ON auf die gestiegenen Kosten zur Förderung der erneuerbaren Energien im Rahmen der staatlichen EEG-Umlage auf 2,047 Cent pro kWh. Bei RWE und der EnBW sollen die Strompreise im Gegensatz zu E.ON aber vorerst nicht angehoben werden.

?Angesichts der anstehenden Preiserhöhungen sollten Verbraucher von der Möglichkeit eines Stromanbieterwechsels Gebrauch machen", rät Bohg. Dank des zunehmenden Wettbewerbs am Strommarkt preisen neue Anbieter ihren Strom rund 15 Prozent günstiger an als die alteingesessenen Stadtwerke. Somit lassen sich durch einen einfachen und risikofreien Wechsel des Stromanbieters je nach Haushaltsgröße bis zu 400 Euro im Jahr sparen.

Durch Verbraucherportale wie  toptarif.de www.toptarif.de oder kostenlose Service-Hotlines wie 0800 - 10 30 499 können sich Verbraucher schnell und unkompliziert über Alternativen in ihrer Region informieren und kostenlos zu Strom- und Gasanbietern wechseln.   

*E.ON Bayern, E.ON Mitte, E.ON Avacon, E.ON Hanse, E.ON Westfalen Weser

Aktuelles Datenmaterial zu dieser Pressemitteilung wird auf Anfrage gern zur Verfügung gestellt.

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