Stiftung Warentest: Test von Stromvergleichsrechnern zeigt großen Diskussionsbedarf in der Branche

Berlin, 21. Februar 2013 – Die Ergebnisse des aktuellen Tests verschiedener Stromvergleichsrechner durch die Stiftung Warentest zeigen, dass es einen großen Informations- und Diskussionsbedarf in der gesamten Branche gibt. Das Berliner Vergleichsportal TopTarif.de möchte in dieser Diskussion auf verschiedene Aspekte aufmerksam machen.

1. Im Gegensatz zum letzten Portalvergleich 2008 hat die Leistungsfähigkeit der Rechner (vollständige Darstellung der Tarife, Richtigkeit der Tarife etc.) nur eine untergeordnete Rolle gespielt. Wie die aktuellen Ergebnisse zeigen, arbeiten die meisten Portale hier korrekt und erhalten gute bis sehr gute Bewertungen. In diesem Sinne können die Nutzer darauf vertrauen, dass eine Richtigkeit der Tarife in den Ergebnislisten gewährleistet ist.

2. Ein viel größerer Fokus der Untersuchung lag beim aktuellen Test hingegen auf der Ergebnisdarstellung, sprich auf der Frage, wie „fair“ oder „unfair“ die Tarife sind, die nach der Ersteingabe weniger Parameter (Postleitzahl, Verbrauch, Zahlweise) angezeigt werden. TopTarif.de vertritt hier den Ansatz, seinen Nutzern ein möglichst umfassendes Bild des Marktes zu vermitteln. Generell steht jeder Stromrechner vor der Herausforderung, den komplexen Markt mit über 1.000 Anbietern sowohl umfassend aber auch informativ und verständlich abzubilden. In diesem Sinne bietet TopTarif.de den Nutzern über zahlreiche Filteroptionen die Möglichkeit, ihre Ergebnisse entsprechend ihren individuellen Präferenzen anzupassen.

3. Mit Blick auf die Frage nach einem „fairen“ oder „unfairen“ Tarif liegt die Deutungshoheit im Rahmen des vorliegenden Portalvergleichs natürlich bei den Autoren von Stiftung Warentest. Unabhängig davon, dass bei der Festlegung von Kriterien für einen „fairen“ Tarif unterschiedliche Präferenzen von Stromkunden außer Acht gelassen worden sind, sieht es TopTarif.de zumindest als diskussionswürdig an, dass bestimmte Tarifmerkmale per se als „unfair“ deklariert werden. An den Punkten, wo es einen breiten Konsens gibt, wie z.B. bei Vorauskassetarifen, hat TopTarif.de entsprechend reagiert, so dass diese im Rahmen der Voreinstellungen nicht mehr berücksichtigt werden.

Bei anderen Tarifbestandteilen, z.B. beim Thema Neukundenbonus oder Folgelaufzeiten hätte sich TopTarif.de eine differenziertere Betrachtung gewünscht. So sind Neukundenboni ein gängiges Instrument der Preisgestaltung am Strommarkt, durch welches Verbraucher ihre Energiekosten im ersten Jahr teilweise erheblich senken können. Mit Blick auf den Wegfall von Boni im zweiten Vertragsjahr ist darauf zu verweisen, dass die Preise am Markt – bedingt durch die EEG-Umlage und andere Faktoren – im Jahresrhythmus steigen und somit die Karten nach zwölf Monaten völlig neu gemischt werden. Da es so bei keinem Anbieter eine langfristige Preissicherheit geben kann, empfiehlt TopTarif.de seit jeher den regelmäßigen Anbietervergleich, um die Energiekosten so gering wie möglich zu halten. Ähnliches gilt auch für die Folgelaufzeiten, wo TopTarif.de die Meinung der Stiftung Warentest teilt, dass Anschlusslaufzeiten von maximal vier Wochen sehr verbraucherfreundlich sind. Andererseits würde TopTarif.de im speziellen Fall nicht so weit gehen und eine Vertragsverlängerung von zwölf Monaten nach einem Jahr Erstlaufzeit per se als „unfair“ bezeichnen.

4. Der Anspruch von TopTarif.de als Vergleichsportal ist es, wie bereits erwähnt, den gesamten Markt darzustellen und dem Verbraucher so einen möglichst vollständigen Überblick zu verschaffen. In diesem Sinne erfolgt eine erste Ergebnisdarstellung im Sinne der vorab eingegebenen Daten und Präferenzen zur Zahlungsweise. Somit stellt TopTarif.de am Beginn der jeweiligen Sitzung einen breiten Marktüberblick dar und bietet alle notwendigen Filter an, um die Ergebnislisten entsprechend der persönlichen Präferenzen anpassen zu können. Von den Autoren der Stiftung Warentest sind hingegen solche Einstellungen als wünschenswert betrachtet worden, die diesen Markt bzw. die dargestellten Ergebnislisten erheblich verkleinern – unabhängig davon, was Verbraucher wirklich wünschen.  

5. Weiterhin geht die Stiftung Warentest von einem „unbedarften“ Verbraucher aus. Die Erfahrungen, die TopTarif.de seit Jahren im Umgang mit den hauseigenen Tarifrechnern sammeln konnte, zeigen jedoch, dass das Gros der Verbraucher nicht gänzlich unbedarft, sondern mündig ist und die meisten Nutzer mehrere Berechnungen mit unterschiedlichen Filtereinstellungen durchführen, um den für sie passenden Tarif zu finden.

6. Wie den Verbraucherzentralen und der Stiftung Warentest ist TopTarif.de an einem funktionierenden Markt und Wettbewerb gelegen, in dem es Stromkunden möglich ist, ohne Risiken und mit gutem Gewissen zu günstigeren Alternativen zu wechseln. In diesem Sinne stellen wir uns der Verantwortung und entwickeln unseren Stromvergleichsrechner konsequent, und im Dialog mit allen Beteiligten, weiter. Gleichzeitig ist es aber auch wichtig zu betonen, dass es nicht allein damit getan sein kann, die Vergleichsportale in die Pflicht zu nehmen. So wird ein funktionierender Wettbewerb nur möglich sein, wenn alle Beteiligten aktiv zusammenarbeiten und es klarere Regeln und Kontrollen am Strommarkt gibt, die z.B. durch die Bundesnetzagentur, als oberster Zulassungs- und Aufsichtsbehörde.

Fazit: Der Stromanbieterwechsel ist offensichtlich ein Thema mit viel Diskussionsbedarf. Von daher ist es wünschenswert, dass diese Diskussion von allen Beteiligten – Verbraucherschutz, Bundesnetzagentur, Schlichtungsstelle Energie, Vergleichsportale etc. – aktiv (weiter)geführt wird und sich nicht, wie in der Vergangenheit üblich, einseitig über Medienkritik und -antwort abspielt.

TopTarif.de ist von der Qualität und Leistungsfähigkeit seiner aktuellen Produkten und Services überzeugt, sodass sich die Testnote ‚befriedigend‘ in keinster Weise mit unserem Qualitätsanspruch deckt. Sehr gern sind wir bereit, unsere Ansätze und Produkte ergebnisoffen zu diskutieren und aus dieser Diskussion weitere Verbesserungspotenziale abzuleiten. Für eine solche Diskussion stehen wir jederzeit gern zur Verfügung und würden diese sehr begrüßen.

TopTarif.de ist das Vergleichsportal der nächsten Generation für alle, die im Internet nicht mehr nach dem besten Tarif suchen, sondern ihn schnell und einfach finden wollen. Auf www.toptarif.de erhalten Verbraucher für Energie, Finanzen, Kommunikation und Versicherungen 3 persönliche Top-Tarife anhand ihrer Wünsche – vom günstigsten über den Preis-Leistungs-Sieger bis zum Angebot mit den besten Kundenbewertungen. So findet bei TopTarif jeder seinen Top-Tarif und kann ohne viel Aufwand direkt zum neuen Anbieter wechseln. Für die persönliche Beratung steht das TopTarif-Servicecenter telefonisch unter der kostenfreien Rufnummer 0800 - 72 45 817 zur Verfügung. Der gesamte Vergleichs- und Wechselservice ist dabei völlig kostenfrei und unabhängig. Die 20 Mitarbeiter von TopTarif arbeiten am Hauptsitz in Berlin zudem daran, für Verbraucher viele nützliche Tipps, News und Informationen zu den wichtigen Themen rund um den Haushalt zusammenzustellen.

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