Ökostrom: Preisunterschiede von 18 Prozent zwischen deutschen Städten

Berlin, 03. August 2011 - Die Zahl der deutschen Haushalte, die mit Ökostrom versorgt werden, wächst stetig. Aufgrund der Ereignisse in Fukushima verzeichneten viele Stromanbieter in den vergangenen Monaten eine überdurchschnittlich hohe Nachfrage nach Ökostromprodukten, welche gegenwärtig wieder etwas nachlässt. Über diesen Hype hinaus ist jedoch ein genereller, langfristiger Trend hin zu umweltfreundlicher Energieversorgung erkennbar. Dies zeigt unter anderem die aktuelle Ökostromumfrage von Energie & Management*, der zufolge die Zahl der Ökostromkunden im vergangenen Jahr um mehr als 28 Prozent gestiegen ist. Bezogen 2010 noch etwa 2,3 Millionen Kunden grünen Strom, legen mittlerweile rund 3,2 Millionen Verbraucher in Deutschland Wert auf eine umweltbewusste Energieversorgung.

Jedoch zahlen deutsche Haushalte sehr unterschiedliche Ökostrompreise, wie eine aktuelle Studie des unabhängigen Verbraucherportals toptarif.de (www.toptarif.de) zeigt. Untersucht wurde das Preisniveau von Ökostromprodukten** in den 200 größten deutschen Städten. Dabei wurde für jede Stadt der Durchschnitt der 20 günstigsten Ökostromangebote für einen vierköpfigen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden ermittelt. Im Ergebnis zeigen sich Preisunterschiede von bis zu 18 Prozent zwischen den untersuchten Städten.

Tabelle: Preisniveau für Ökostromprodukte in 200 deutschen Städten

Teurer Osten: Görlitz zahlt 18 Prozent mehr als Aschaffenburg

So kostet Ökostrom im Bundesdurchschnitt rund 792 Euro pro Jahr, das sind im Mittel etwa 23 Cent pro Kilowattstunde. In Aschaffenburg zahlt der vierköpfige Musterhaushalt mit rund 722 Euro jährlich bundesweit am wenigsten für grünen Strom. Ähnlich preiswert ist Ökostrom in Ratingen, Grevenbroich und Lingen an der Ems.

In den ostdeutschen Städten hingegen sind Ökostromprodukte mit durchschnittlich 827 Euro am teuersten und liegen damit rund 35 Euro über dem Bundesschnitt. Am tiefsten in die Tasche greifen müssen dabei Verbraucher in Görlitz - ihnen werden für Ökostrom etwa 878 Euro in Rechnung gestellt. Im Vergleich zu den günstigen Konditionen in Aschaffenburg ergibt sich ein Preisunterschied von rund 156 Euro bzw. knapp 18 Prozent pro Jahr. Vergleichbar fällt das Preisniveau in Wittenberg, Flensburg und Zwickau aus - hier zahlen Verbraucher im Mittel etwa 863 Euro für grünen Strom.

In den Millionenstädten Berlin, Hamburg und Köln bewegt sich der Preis für Ökostrom mit durchschnittlich 800 Euro im Mittelfeld des festgestellten Preisniveaus aller untersuchten Städte. In München erhalten Verbraucher Ökostromprodukte zu günstigeren Konditionen - sie zahlen mit rund 764 Euro knapp 4,5 Prozent weniger.

Ursachen für Preisdifferenzen: Wettbewerbsdichte und unterschiedliche Netzentgelte

„Die Preisunterschiede lassen sich vor allem dadurch erklären, dass viele Anbieter von Ökostromprodukten keine deutschlandweit einheitlichen Preise setzen, sondern mit regional unterschiedlichen Konditionen operieren", erklärt Dr. Rainer Brosch von toptarif.de (www.toptarif.de). Hinsichtlich der Preisfindung orientieren sich die Anbieter von Ökostrom dabei in vielen Fällen an den Konditionen der örtlichen Grundversorger und bieten Ökostrom ein bis zwei Cent pro Kilowattstunde günstiger an als diese. Eine entscheidende Rolle bei der Preissetzung spielen zudem die Durchleitungs- und Transportkosten, welche der Stromanbieter an den jeweiligen Netzbetreiber zahlen muss. Diese können regional unterschiedlich ausfallen und werden ebenfalls in der Preiskalkulation für den Endkunden berücksichtigt. „Darüber hinaus agiert nicht jeder Anbieter von Ökostrom bundesweit. Das zieht regionale Unterschiede hinsichtlich Wettbewerbsdichte und Preisniveau nach sich", so Brosch.

Wechsel zu einem günstigeren Anbieter ermöglicht Ersparnis von mehreren Hundert Euro

Unabhängig vom Preisniveau vor Ort lohnt ein Vergleich der Konditionen für Ökostrom zwischen den verfügbaren Anbietern. Denn auch in ein und derselben Region gibt es zum Teil große Differenzen zwischen einzelnen Tarifen. Am meisten sparen kann, wer noch nie einen Wechsel vollzogen hat und in den zumeist teuren Tarifen grundversorgt wird - laut Bundesnetzagentur gilt das immerhin noch für 45 Prozent der deutschen Haushalte.*** Diese Kunden können bei einem Wechsel zu Ökostromprodukten noch einmal etwa einhundert Euro mehr sparen als Verbraucher, die aus einem alternativen Tarif des Grundversorgers zu Ökostrom wechseln.

Verbraucherschützer empfehlen bei einem Wechsel zu Ökostromanbietern nicht nur auf den Preis zu schauen, sondern auch darauf zu achten, dass der gewählte Anbieter mindestens eines der Qualitätssiegel TÜV, Grüner Strom Label oder ok-Power Label trägt. „Nur bei Produkten mit entsprechenden Qualitätssiegeln können Verbraucher sicher sein, dass durch den Bau von neuen Ökostromanlagen auch wirklich ein Zusatznutzen für die Umwelt entsteht", betont Brosch. Die genannten Label bieten Kunden hierfür eine erste Orientierung.

* Energie & Management, Ausgabe 13-14/2011

** In der Untersuchung wurden nur Angebote berücksichtigt, die mindestens eines der drei Qualitätssiegel TÜV, Grüner Strom Label oder ok-Power Label tragen.

*** Bundesnetzagentur: Markt und Wettbewerb Energie Kennzahlen 2010

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