Ökogas immer attraktiver: Wechsel zu günstigen Tarifen reduziert jährliche Heizkosten um rund zehn Prozent

Berlin, 31. Mai 2011 - In vielen deutschen Haushalten spielt die Frage der Nachhaltigkeit bei der Energieversorgung eine immer größere Rolle. Neben Maßnahmen zum Energiesparen ist der Wechsel zu Ökostrom dabei für viele Verbraucher die naheliegendste Variante, einen persönlichen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Aber auch im Bereich der Gasversorgung bieten sich zunehmend Möglichkeiten, mit Ökogastarifen umweltschonend zu heizen. Mit Blick auf das immer größer werdende Angebot der Gasversorger hat das unabhängige Verbraucherportal toptarif.de (www.toptarif.de) die Preise und die Wettbewerbsdichte bei Ökogasprodukten genauer unter die Lupe genommen. Im Ergebnis zeigt sich, dass einerseits die Zahl der Anbieter von Biogas- und Klimatarifen stetig steigt und andererseits ein Wechsel zu günstigen Angeboten nicht nur die Umwelt, sondern auch die Haushaltskasse schonen kann.

Zahl der verfügbaren Ökogas-Anbieter im letzten Jahr verdoppelt

„Bereits seit knapp vier Jahren haben Haushalte die Möglichkeit, neben herkömmlichen Gasprodukten auch umweltfreundlichere Alternativen zu wählen", erklärt Daniel Dodt von toptarif.de (www.toptarif.de). So startete das Hamburger Unternehmen LichtBlick im Herbst 2007 als erstes mit einem überregionalen Biogastarif. Seither hat sich der Gasmarkt erheblich weiterentwickelt, so dass Verbraucher eine immer größere Auswahl an „grünen" Gastarifen haben. Aktuell können Haushaltskunden in Deutschland durchschnittlich zwischen 20 Anbietern von Biogas- und Klimatarifen wählen. Damit hat sich die Zahl der Alternativen allein in den letzten zwölf Monaten verdoppelt.

Deutschlandkarte: Gasmarkt - Biogas- und Klimatarife auf dem Vormarsch

Die größte Auswahl an nachhaltigen Angeboten haben Verbraucher momentan in vielen Gebieten Baden-Württembergs, wo jeweils mehr als 30 Versorger entsprechende Produkte anbieten. Weniger Möglichkeiten für Gaskunden bieten sich hingegen in weiten Teilen Norddeutschlands, Nordrhein-Westfalens und Sachsens mit maximal 18 verfügbaren Ökogas-Anbietern.

Wechsel zu „grünen" Tarifen kann in vielen Städten die Haushaltskasse entlasten

„Neben einem zusätzlichen Umweltnutzen ist der Wechsel zu Biogas- und Klimatarifen in vielen Fällen auch mit einer erheblichen Entlastung der Haushaltskasse verbunden", so Dodt. Wie ein Vergleich der Preise in den 100 größten deutschen Städten zeigt, lassen sich durch einen Umstieg auf Produkte mit einer CO2-Kompensation (Klimatarife) in 88 Fällen die jährlichen Heizkosten senken. Preiswerte Tarife mit Biogas-Beimischung sind in 75 Städten günstiger als der lokale Grundversorger.

Tabelle: Biogas- und Klimatarife in den 100 größten deutschen Städten im Vergleich

„Ein vierköpfiger Haushalt mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh Gas muss bei den günstigsten, meist konventionellen Wahlangeboten der örtlichen Grundversorger in den 100 größten Städten mit Kosten von durchschnittlich 1.270 Euro rechnen", führt Dodt aus. „Preiswerte Klimatarife sind mit 1.146 Euro folglich 124 Euro günstiger als der Grundversorger. Auch die günstigsten Biogasprodukte liegen mit 1.198 Euro im Schnitt rund 72 Euro unter den Tarifen der Lokalversorger. In einzelnen Städten, z.B. in Bottrop, Gelsenkirchen, Hanau und Köln, können die Kosten durch einen Umstieg sogar um mehr als 300 Euro im ersten Jahr gesenkt werden.

Das größte Einsparpotential beim Wechsel zu Biogas- und Klimatarifen haben Haushalte, die noch im Rahmen der zumeist teuren Grundversorgung beliefert werden. Im Städtevergleich liegen die Grundversorgungspreise im Mittel sogar rund 278 Euro über den Kosten günstiger Klimatarife und sind etwa 226 Euro teurer als entsprechende Biogasprodukte.

Unterschiede zwischen Biogas- und Klimatarifen

Umweltbewusste Verbraucher können bei der Gasversorgung zwischen zwei Varianten wählen. Bei den sogenannten Klimatarifen wird das bei der Verbrennung von herkömmlichem Gas entstehende Kohlendioxid durch Investitionen in CO2 mindernde Klimaprojekte wieder ausgeglichen. Ähnlich wie beispielsweise beim CO2-Ausgleich für Flugreisen werden ausgewählte Projekte über einen moderaten Preisaufschlag bei den Endkundentarifen finanziert.

Bei Biogasprodukten erfolgt eine Beimischung von regional produziertem Biomethan zu konventionellem Erdgas. In der Regel liegen die Beimischungsquoten zwischen fünf und zehn Prozent, in manchen Fällen auch darüber. Dabei ist die Produktion von Biogas nicht frei von Kritik. Unter anderem bemängeln Umweltorganisationen immer wieder einzelne Aspekte der Herstellung, etwa den Ausbau pflanzlicher Monokulturen zur Energieerzeugung und die Gasgewinnung durch Massentierhaltung.

Durch Verbraucherportale wie toptarif.de (www.toptarif.de/gasvergleich) oder kostenlose Service-Hotlines wie 0800 - 10 30 499 können sich Verbraucher schnell und unkompliziert über verfügbare Alternativen in ihrer Region informieren und kostenlos zu günstigeren Gasanbietern wechseln.

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