Home-Sharing: Versicherungsschutz oft zu vage

Berlin, den 27. Juli 2017 – Zimmer, Wohnung oder gleich ein ganzes Haus: Immer mehr Privatleute vermieten ihr eigenes Zuhause an Touristen. Schutz vor Schäden versprechen bekannte Vermittlungsportale über spezielle Policen – dieser ist aber oft unzureichend. Worauf Gastgeber bei der Vermietung achten sollten, zeigt das Vergleichsportal TopTarif.

Versicherungsschutz von Vermittlungsportalen nicht ausreichend

Bieten Gastgeber ihr Zuhause über eine Online-Plattform zum sogenannten Home-Sharing an, profitieren sie von vielen Services der Portale. Versicherungen, die im Schadenfall absichern sollen, gehören dazu. „Der Schutz ist jedoch kein Ersatz für eine eigene Hausrat- oder Haftpflichtversicherung“, sagt Dr. Arnd Schröder, Geschäftsführer von TopTarif. Die Policen der Portale schließen viele Aspekte aus. Darunter sind zum Beispiel Glas- und Personenschäden, aber auch mitgeführte Haustiere gehören nicht zum Schutz. Zudem sind die Deckungssummen teilweise niedrig oder es werden Selbstbeteiligungen fällig. Gastgeber müssen schon sehr genau hinschauen, wenn sie sich ausschließlich auf die über die Portale angebotenen Versicherungen verlassen wollen. „Vor allem, da online oft nicht alle nötigen Informationen zu den Versicherungsbedingungen zu finden sind“, sagt Schröder.

Gast oder Gastgeber: Wer haftet bei Schäden?

Unerwartet geht etwas zu Bruch, ein tiefer Kratzer ruiniert das Parkett – wer sich Gäste nach Hause holt, ist auch immer einem Risiko ausgesetzt. Generell haftet der Verursacher für einen Schaden, bei Vermietung also der Gast. Hierfür kann er seine private Haftpflichtversicherung heranziehen. Allerdings nur, wenn er überhaupt eine Versicherung hat und darin Mietsachschäden mitversichert sind. „Wer auf Nummer sicher gehen möchte, verlangt von seinen Gästen am besten eine Kaution. Damit sind etwaige Schäden zumindest teilweise abgedeckt“, rät Schröder. Bei Mietsachschäden wichtig: Manche Gesellschaften kommen nur für Schäden im Inland oder innerhalb Europas auf. Hier hilft der Blick ins Kleingedruckte. Auch der Vermieter selbst sollten sich über eine Privathaftpflicht absichern. Kommt ein Gast in der Unterkunft zu Schaden und der Gastgeber trägt die Schuld, haftet er. „Nicht jede Privathaftpflicht schließt automatisch den Schutz bei Vermietung mit ein. Gastgeber sollten daher vor Vermietung bei ihrem Versicherer nachfragen“, sagt Schröder.

Hausratversicherung: Vermietung stellt Gefahrenerhöhung dar

Neben der privaten Haftpflicht gehört auch eine Hausratversicherung zum umfassenden Versicherungsschutz von Gastgebern. Sie deckt Schäden durch Feuer, Leitungswasser, Sturm und Einbruchsdiebstahl im eigenem Zuhause ab. Bei einer entgeltlichen Vermietung ändert sich jedoch das Nutzungsrecht einer Wohnung und erhöht das Risiko. „Gastgeber sollten das Versicherungsunternehmen umgehend über die Vermietung informieren und sich den vollen Versicherungsschutz – auch bei Vermietung – schriftlich bestätigen lassen“, rät Schröder. Die Versicherung deckt dann allerdings nur den eigenen Hausrat ab, nicht den des Gastes. „Da manche Besucher nicht immer sorgsam handeln, empfehlen wir außerdem die sogenannte grobe Fahrlässigkeit mitzuversichern. Dann ist die Wohnung auch geschützt, wenn zum Beispiel ein gekipptes Fenster einen Einbruchdiebstahl nach sich zieht.“ Bei Vandalismus und einfachem Diebstahl durch die Gäste haben Vermieter jedoch schlechte Karten. Diese Fälle können nicht versichert werden. Persönliche Dokumente und Wertgegenstände sollten daher am besten außerhalb der vermieteten Wohnung verwahrt werden, zum Beispiel in einem Bankschließfach.

Home-Sharing: Vorab Zustimmung einholen

Wer Home-Sharing in Betracht zieht, darf seine Mietwohnung nicht ohne weiteres für Touristen zur Verfügung stellen. Vorab muss der Vermieter der Wohnung sein Einverständnis schriftlich mitteilen – sonst droht die fristlose Kündigung. Ist die Untervermietung im Mietvertrag generell gestattet, sollten Gastgeber trotzdem eine Genehmigung einholen. Denn die zeitweise Beherbergung von Touristen stellt keine klassische Untervermietung dar.

Zweckentfremdungsverbot beachten

Da immer mehr Menschen ihre private Wohnung als Ferienwohnung anbieten, gilt in vielen deutschen Städten ein Zweckentfremdungsverbot. Die Verordnung soll Leerstand und Wohnungsknappheit – vor allem in Großstädten wie Berlin, Köln und München – verhindern und dazu beitragen, dass verfügbarer Wohnraum als solcher auch erhalten bleibt. Wer trotz Verbot seine Wohnung an Touristen vermietet, handelt illegal und muss mit hohen Bußgeldern rechnen. In einigen Fällen kann die Vermietung dennoch erlaubt sein. Am besten erkundigen sich Gastgeber diesbezüglich bei den zuständigen Ämtern.

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