Heizkosten mit einfachen Mitteln zum Schmelzen bringen

Berlin, 31. Januar 2012 – Die Heizkosten stellen einen nicht unerheblichen Posten für viele Haushalte dar. Umso ärgerlicher für Verbraucher, dass Energie kontinuierlich teurer wird: So sind die Gaspreise im Jahresverlauf 2011 im Schnitt um acht Prozent* angestiegen. Die Ausgaben für Heizöl haben sich im vergangenen Jahr nach Daten des Statistischen Bundesamtes** sogar um rund 25 Prozent erhöht.

„In der Regel fallen etwa 90 Prozent des jährlichen Heizbedarfes in der Heizperiode an. Zu Beginn des Jahres ist es meist besonders kalt – so wird allein bis Ende Februar oft ein Drittel des jährlichen Energiebedarfes verbraucht“, erklärt Daniel Dodt vom unabhängigen Verbraucherportal toptarif.de (www.toptarif.de). Ein umsichtiger Umgang mit der Heizung kann jedoch maßgeblich zur Senkung des Energieverbrauches beitragen. „So lassen sich die Heizkosten bereits mit wenigen Handgriffen drosseln, ohne dass dabei Einbußen beim Wohnkomfort in Kauf genommen werden müssen“, macht Dodt deutlich. Die Experten von toptarif.de (www.toptarif.de) zeigen, wie Verbraucher mit fünf einfachen Tipps zum richtigen Heizen sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt schonen können.

Die richtige Raumtemperatur – nicht zu kalt, nicht zu warm

In vielen Haushalten wird im Winter zu stark geheizt – in der Folge ist es oft zu warm. Dabei lässt jedes Grad mehr den Energieverbrauch um bis zu sechs Prozent ansteigen. Wird eine Wohnung beispielsweise mit 20 statt mit 22 Grad Celsius beheizt, lassen sich bei einem angenommenen Gesamtverbrauch von 15.000 Kilowattstunden Gas über den gesamten Winter etwa 120 Euro sparen. Selbst bei frostigem Winterwetter sind Zimmertemperaturen von 18 bis 20 Grad vollkommen ausreichend. Auch aus gesundheitlichen Gründen empfiehlt sich eine Lufttemperatur von etwa 18 Grad. Im Schlafzimmer sollte die Temperatur nach Möglichkeit nicht über 16 bis 18 Grad liegen.

Grafik: Empfohlene Raumtemperaturen im Haushalt


Stoßlüftung statt Kipplüftung – Fenster auf, aber richtig

Aus Angst vor einem Auskühlen der Wohnräume entscheiden sich viele Verbraucher in der kalten Jahreszeit für Kipp- statt Stoßlüftung. Dabei ist ein vollständiger Luftaustausch bei möglichst geringem Wärmeverlust nur durch regelmäßiges Stoßlüften möglich. Der Luftaustausch ist im Winter besonders wichtig, um überschüssige Feuchtigkeit in den Wohnräumen zu vermeiden. Denn kann die feuchte Luft nicht entweichen, droht Schimmel. Experten empfehlen daher, mehrmals täglich – mindestens jedoch morgens und abends – kurz, aber kräftig durchzulüften. Dabei sollte über einen Zeitraum von etwa fünf Minuten Durchzug herrschen. Vor dem Stoßlüften ist es ratsam, die Heizung abzudrehen, weil sonst unnötig Energie verbraucht wird. Die Fenster können wieder geschlossen werden, wenn der Feuchtigkeitsbeschlag an der Außenseite der Fenster verschwunden ist. Wer konsequent stoß- statt kipplüftet, kann bei normalen Wohnraumgrößen bis zu 100 Euro pro Jahr an Heizkosten sparen. Bei größeren Wohnungen oder Einfamilienhäusern fällt die Ersparnis mit bis zu 200 Euro sogar doppelt so hoch aus.

Heizkörper nicht zustellen, Ventilator für gute Luftzirkulation

Zusätzlich sparen kann, wer Möbel und Gardinen direkt vor den Heizkörpern vermeidet. Diese verursachen einen Wärmestau, sodass ein Großteil der Energie ungenutzt verpufft. In der Folge muss stärker geheizt werden, um die gewünschte Zimmertemperatur zu erreichen. Anfallende Mehrkosten zwischen 50 und 100 Euro pro Jahr können vermieden werden, wenn die Heizkörper freistehen und die Wärme ungehindert an die Raumluft abgegeben werden kann. Zusätzlich kann die Installation eines Deckenventilators helfen – er sorgt für eine optimale Warmluftzirkulation und verhindert größere Temperaturschwankungen im Raum.

Nicht zu oft am Heizregler drehen, besser konstant heizen

Hinsichtlich der Temperaturregulierung in den eigenen vier Wänden ist es ratsam, Zurückhaltung walten zu lassen und nicht zu oft am Heizregler zu drehen. Denn eine relativ konstante Raumtemperatur kostet weniger Energie als das wiederholte An- und Abschalten des Heizkörpers. Wird die Heizung bei Abwesenheit komplett ausgeschaltet, kühlen nicht nur die Räume, sondern auch das Mobiliar vollständig aus. Beim Aufheizen wird mehr Energie benötigt, um Möbel, Wände und Textilien wieder aufzuwärmen – die vermeintliche Sparmaßnahme entpuppt sich als Kostenfalle. Auch bei längerer Abwesenheit sollte die Heizung nie ganz abgestellt, sondern lediglich gedrosselt werden. Sinkt die Temperatur auf unter 16 Grad Celsius, kondensiert mehr Feuchtigkeit. Das kann zu verstärkter Schimmelbildung führen.

Möglichst viele Heizkörper nutzen und dabei Türen schließen

Von dem in Fachkreisen als „Überschlagenlassen“ bezeichneten Beheizen eines Raumes mit der Wärme eines anderen Zimmers raten die Experten von toptarif.de ab. Der Irrglaube, auf diese Weise lasse sich Energie sparen, ist so weit verbreitet wie falsch, da die Heizung über ihre eigentliche Heizleistung hinaus Energie aufwenden muss. Zudem enthält die warme Luft, die in das unbeheizte Zimmer strömt, Feuchtigkeit. Diese kann in dem kälteren Raum kondensieren und Schimmel hervorrufen. Sinnvoller ist es, die Zimmertür zu schließen und den zweiten Raum auf niedriger Stufe separat zu beheizen.

Darüber hinaus lohnt es sich für viele Verbraucher, die Konditionen des eigenen Energielieferanten auf den Prüfstand zu stellen. „In vielen Fällen liegen die Preise günstiger und teurer Energieanbieter um mehrere Hundert Euro auseinander – ein Einsparpotenzial, das sich durch einen Anbieterwechsel schnell und einfach realisieren lässt“, erläutert Dodt von toptarif.de (www.toptarif.de). Hilfreich sind hier kostenlose Vergleichsrechner im Internet.

Durch Verbraucherportale wie toptarif.de (www.toptarif.de) oder kostenlose Service-Hotlines wie 0800 - 10 30 49 800 können Verbraucher schnell und unkompliziert verfügbare Strom- und Gasanbieter vergleichen und kostenlos zu günstigen Produkten wechseln.

* Pressemitteilung toptarif.de, 10. Januar 2012: Mildes Wetter: Gasrechnungen für 2011 sinken trotz gestiegener Preise

** Statistisches Bundesamt Deutschland: Daten zur Energiepreisentwicklung – Lange Reihen bis November 2011

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