EEG-Umlage wird 2014 um 18,2 Prozent erhöht

Berlin, 15. Oktober 2013 – Die Förderung der erneuerbaren Energien wird für Stromkunden im nächsten Jahr wieder deutlich teurer. Nach aktuellen Berechnungen des Berliner Vergleichsportals TopTarif.de nimmt die finanzielle Belastung für alle Haushalte durch den erneuten Anstieg der EEG-Umlage um etwa 1,57 Milliarden Euro (brutto) zu.*

EEG-Umlage steigt um 0,963 Cent pro Kilowattstunde

Wie die vier Übertragungsnetzbetreiber heute bekannt gegeben haben, steigt die EEG-Umlage zum Jahreswechsel von aktuell 5,277 Cent auf 6,240 Cent pro Kilowattstunde. Insgesamt wird die Umlage 2014 somit um etwa 18,2 Prozent erhöht. „Abhängig vom anfallenden Verbrauch werden Haushalte im nächsten Jahr bis zu 75 Euro mehr für die EEG-Förderung zahlen müssen“, erklärt Energieexperte Daniel Dodt von TopTarif.de.

Für einen dreiköpfigen Musterhaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 kWh Strom steigen die Förderkosten für Ökostrom im kommenden Jahr um 33,70 Euro auf 218,40 Euro netto. Fällt der Strombedarf höher aus, wird es noch teurer: So muss beispielsweise eine Großfamilie bei einem Jahresverbrauch von 6.500 Kilowattstunden mit einer Netto-Belastung von 405,60 Euro rechnen. Für 2013 hingegen werden „nur“ 343,01 Euro jährlich fällig. 

Mehrwertsteuer auf EEG-Umlage: Staat verdient mit

„Auf sämtliche Bestandteile des Strompreises werden schlussendlich noch einmal 19 Prozent Mehrwertsteuer erhoben – auch auf die EEG-Umlage“, macht Dodt deutlich. Demnach erhöhen sich die Kosten für einen dreiköpfigen Haushalt – unter Berücksichtigung der Umsatzsteuer auf knapp 260 Euro. Für den Strombedarf der Großfamilie werden sogar 482,66 Euro in Rechnung gestellt (2013: 408,18 Euro).

Inklusive Mehrwertsteuer müssen Privatkunden 2014 insgesamt rund 10,17 Milliarden Euro über die EEG-Umlage bezahlen. Zum Vergleich: In diesem Jahr werden Kosten von etwa 8,6 Milliarden Euro auf alle Haushalte umgelegt.*

Dabei steigen mit der Erhöhung der EEG-Umlage auch die Steuereinnahmen des Staates. Im Durchschnitt fallen im nächsten Jahr rund 40 Euro Mehrwertsteuer pro Haushalt an, die auf die EEG-Umlage draufgeschlagen werden. Hochgerechnet auf 40,7 Millionen Haushalte in Deutschland kann der Fiskus mit Umsatzsteuereinnahmen von rund 1,624 Milliarden Euro rechnen – gegenüber etwa 1,37 Milliarden Euro für das Gesamtjahr 2013.

Wird der Strom jetzt teurer?

Inwieweit und in welchem Maße tatsächlich höhere Strompreise auf die Verbraucher zukommen, hängt neben der Erhöhung der EEG-Umlage auch von der Entwicklung anderer Faktoren und der Geschäftspolitik der Stromanbieter ab. Wenig Hoffnung auf Entlastung besteht bei den Netzentgelten und anderen Umlagen auf den Strompreis. Auch sie dürften – bedingt durch die steigenden Kosten der Energiewende – im kommenden Jahr weiter steigen. Profitieren können die Stromversorger in diesem Jahr hingegen von günstigeren Beschaffungskosten, da die zunehmende Einspeisung von Ökostrom die Einkaufspreise an der Börse deutlich vergünstigt hat. „Im Sinne eines fairen Umgangs mit den Verbrauchern sind die Anbieter daher aufgefordert, ihre Kunden an den gesunkenen Kosten im Stromeinkauf zu beteiligen, um unnötige Zusatzbelastungen der Haushalte zu vermeiden“, betont Dodt.        

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Hintergrund:

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verpflichtet die Netzbetreiber zur Abnahme (1) und vorrangigen Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien ins allgemeine Stromnetz (2). Anlagenbetreiber erhalten dafür mindestens 20 Jahre lang eine gesetzlich festgelegte Mindestvergütung (3). Da der nach dem EEG vergütete Strom bislang noch teurer ist als Atom- oder Kohlestrom, werden die daraus entstehenden Kosten über die EEG-Umlage auf die Stromkunden umgelegt. Seit 2010 vermarkten die vier Übertragungsnetzbetreiber den EEG-Strom direkt über die Börse und refinanzieren die Differenz zwischen der Vergütung für die Gesamteinspeisung und dem Börsenwert des eingespeisten Stroms über die EEG-Umlage. Die Höhe der EEG-Umlage für das Folgejahr wird von den Übertragungsnetzbetreibern i.d.R. am 15. Oktober bekannt gegeben.

* Basierend auf einem Jahresverbrauch aller Haushalte in Deutschland von 137 Mrd. kWh Strom. Vgl. BDEW (2013): Energiemarkt Deutschland. Sommer 2013. S. 8.

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