Prepaid-Tarife

Das Wichtigste zusammen­gefasst
  • Prepaid-Tarife bieten volle Flexibilität und Kostenkontrolle.
  • Bei Prepaid-Tarifen kannst du deine Rufnummer bequem mitnehmen, wenn du den Anbieter wechselst.
  • Einmal gezahltes Prepaid-Guthaben verfällt nicht. Du kannst es dir bei allen Prepaid-Tarifen auszahlen lassen.
Inhaltsverzeichnis

    Finde deinen Prepaid-Tarif!

    Prepaid-Tarife: Erreichbarkeit ohne Verpflichtung

    Prepaid-Tarife sind die unverbindliche und flexible Alternative zu Handytarife . Prepaid-Tarife bekommst du bei allen Netzbetreibern und zusätzlich bei vielen anderen Anbietern. Trotz des großen Markts sind die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Anbietern nur gering. Einen guten Überblick über die Vor- und Nachteile einzelner Prepaid-Tarife liefert ein Online-Vergleich.

    Die Vorteile von Prepaid-Tarifen

    Prepaid-Tarife sind die ultimative Alternative für alle Mobilfunknutzer, die keine Vertragsbindung sowie volle Kostenkontrolle und Flexibilität wünschen. Denn wie der Name es bereits sagt, bezahlst du beim Prepaid-Tarif vorher für Gesprächsminuten, Kurznachrichten und Datenvolumen. Ist das Guthaben aufgeladen, kannst du solange telefonieren, schreiben und surfen, bis das Guthaben aufgebraucht ist.

    Damit bieten sich Prepaid-Tarife immer dann an, wenn du entweder zu wenig telefonierst, als dass sich ein Vertrag lohnen würde oder wenn du die Kosten genau im Blick behalten möchtest. Für Handytarife ohne Handy ist Prepaid ebenfalls eine gute Wahl. So kannst du einfach dein bisheriges Handy weiter nutzen.

    Die Vorteile von Prepaid-Tarifen auf einen Blick:
    • Flexibilität: Du kannst dein Handy genau so nutzen, wie es zu dir passt. Telefonierst du in einem Monat einmal mehr, stockst du einfach dein Guthaben auf. Nutzt du dein Handy hingegen fast gar nicht, entstehen keinerlei Kosten durch Grundgebühren. Möchtest du den Anbieter oder das Netz wechseln, kannst du einfach ein anderes Prepaid-Angebot in Anspruch nehmen. Doch Vorsicht: Auch wenn Prepaid immer als Gegensatz zum Vertrag kommuniziert wird, gibt es eine Vertragsbindung. Die Verlängerung erfolgt durch das Aufladen von Gebühren. Bei vielen Anbietern reicht es, die SIM nicht mehr aufzuladen und zu nutzen. Möchtest du auf Nummer sicher gehen, solltest du deine Prepaid-Karte schriftlich beim Anbieter kündigen.
    • Kostenkontrolle: Beim Prepaid-Tarif zahlst du nur so viel, wie du auch verbrauchst. Das ist vor allem dann praktisch, wenn du hauptsächlich erreichbar sein möchtest. Telefonierst und surfst du viel, kann sich ein Prepaid-Paket lohnen. Für einen bestimmten Betrag bekommst du eine bestimmte Anzahl an Freiminuten oder Frei-SMS oder ein begrenztes Datenvolumen zur Verfügung gestellt. Günstige Prepaid-Tarife sind gut für Kinder und Jugendliche geeignet. Denn durch die übersichtlichen Kosten kommt es für die Eltern nicht zu unerwarteten Überraschungen bei der Telefonrechnung. Außerdem können Jugendliche im Gegensatz zum Handy-Vertrag selbst ein solches Prepaid-Angebot in Anspruch nehmen, bevor sie 18 Jahre alt sind.

    Prepaid-Tarife: Worauf kommt es an?

    Bist du auf der Suche nach den besten Prepaid-Tarifen, lohnt sich ein Prepaid-Vergleich. Denn neben den Kosten für den Service spielen beispielsweise auch das verwendete Netz oder der Leistungsumfang eine Rolle bei der Entscheidung.

    Karte zum Aufladen oder Prepaid-Paket?

    Bei vielen Prepaid Anbietern hast du die Wahl zwischen einem Angebot, bei dem alle Leistungen einzeln abgerechnet werden, und Paketangeboten beziehungsweise Flatrates (Alle Angaben: Stand September 2017):

    Prepaid Tarife - die zwei Möglichkeiten:
    • Einzelabrechnung: Jede Gesprächsminute und jede SMS werden einzeln berechnet, Gleiches gilt für verbrauchtes Datenvolumen. Der Preis für SMS und Minuten liegt bei den meisten Anbietern bei 9 Cent, Datenvolumen ist teurer. In der Regel wird nicht unterschieden zwischen Gesprächen ins Fest- und Handynetz. Bei einigen Anbietern gibt es besonders günstige Konditionen, wenn netzintern telefoniert wird, manchmal entfallen die Gesprächsgebühren hier sogar komplett. Nutzt du dein Handy nur sehr wenig, sind Prepaid-Tarife mit Einzelabrechnung gut geeignet, da die Kosten so gering bleiben.
    • Paketangebote/Flatrates: Nutzt du dein Smartphone regelmäßig zum Surfen, Texten und Telefonieren, sind Paketangebote beziehungsweise Flatrates die bessere Wahl. Für einen festen Betrag bekommst du entweder eine bestimmte Anzahl an Freiminuten/-SMS oder sogar eine Prepaid-Telefon-Flat oder eine SMS-Flat für Prepaid-Handys. Je größer die Pakete sind, umso günstiger werden die Verbindungspreise. So kostet beispielsweise beim Vodafone Prepaid im CallYa-Tarif ein Paket mit 100 Freiminuten 4,99 Euro, während es für nur 9,99 Euro ganze 500 Freiminuten gibt. Anders ist es beim Datentarif für Prepaid. Dieser wird nur unwesentlich günstiger, wenn größere Pakete gebucht werden.

    Welches Netz nutzt der Anbieter?

    Das verwendete Mobilfunknetz hat Einfluss auf die Sprachqualität und die Netzabdeckung. Wohnst du ländlich oder ist bekannt, dass an deinem Wohnort ein bestimmtes Netz Empfangsprobleme hat, solltest du dies bei der Auswahl des Prepaid-Tarifs berücksichtigen. Das D-Netz hat noch immer gegenüber dem E-Netz die Nase vorn, was Netzabdeckung und Geschwindigkeit angeht. Dies bestätigte auch Stiftung Warentest im Juni 2017.

    Das beste Netz bietet die T-mobile . Verbindungen bauen sich schneller auf, Kunden sind fast flächendeckend erreichbar und es wird großflächig LTE angeboten. Auf Position zwei landet Vodafone , das ebenfalls im D-Netz zu Hause ist. Das Nachsehen haben O2 Prepaid-Kunden: Sowohl was die Gesprächsqualität als auch die Internetgeschwindigkeit angeht, landet der Anbieter nur auf dem letzten Platz. Im Gegenzug ist allerdings das Telekom-Prepaid-Angebot deutlich teurer als das der anderen Provider.

    Wie funktioniert die Aufladung?

    Viele Prepaid-Tarife bringen bereits ein Startguthaben mit. Dieses entspricht oft ungefähr dem Preis, den du für die Karte bezahlen musst. Erst wenn das Startguthaben aufgebraucht ist, muss die Karte aufgeladen werden, wenn du weiterhin telefonieren und surfen möchtest. Möchtest du dein Prepaid-Guthaben aufladen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten.

    1. Guthabenkarten: Diese Karten aus Kunststoff oder laminiertem Karton gibt es häufig nicht nur bei Zweigstellen des Anbieters, sondern auch in Supermärkten oder an Tankstellen. Um das Guthaben aufzuladen, musst du eine Ziffernkombination freirubbeln, die du anschließend im Telefon eingibst. Dadurch wird das Guthaben aktiviert und kann genutzt werden.
    2. Ausdruck von Auflade-Codes: Bei einigen Prepaid-Tarifen kannst du dir an Kundenterminals bei deinem Anbieter einen Auflade-Code ausdrucken, nachdem das Guthaben zuvor mittels Bankkarte bezahlt wurde.
    3. Direktaufladung an Kiosken, Tankstellen, Geldautomaten oder Ticketautomaten.
    4. Überweisung an den Provider.
    5. Abbuchung von einem Bankkonto.

    Bekommst du einen Aktivierungscode oder eine Ziffernkombination, muss diese im Handy eingegeben werden. Das Guthaben wird deinem Konto gutgeschrieben und kann sofort genutzt werden. Zudem bieten viele Anbieter eine automatische Aufladung an. Bei der einen Variante wird ähnlich wie beim Mobilfunkvertrag monatlich ein fester Betrag vom Konto abgezogen und der Prepaid-Karte gutgeschrieben. Bei der anderen Variante wird abgebucht, sobald dein Guthaben einen bestimmten Wert unterschreitet. So wird verhindert, dass dein Guthaben plötzlich aufgebraucht ist und du dein Handy nicht mehr nutzen kannst.

    Wie viel Guthaben habe ich?

    Manchmal verliert man den Überblick über sein Telefonverhalten. Deswegen ist es sinnvoll, von Zeit zu Zeit das Restguthaben zu überprüfen. Möchtest du dein Guthaben vom Prepaid abfragen, ist das ganz einfach. Nach der Eingabe einer bestimmten Zahlen-Zeichen-Kombination über die Handytastatur wird dir unmittelbar dein Restguthaben angezeigt. Bei den großen Anbietern Telekom und Vodafone lautet die Zeichenabfrage für das Prepaid-Guthaben *100# und auch bei anderen Providern wie Congstar, Klarmobil oder Aldi Talk erhältst du mit dieser Kombination das gewünschte Ergebnis.

    Mit der grünen Wählen-Taste wird die Eingabe bestätigt. Prepaid-Tarife von O2, Fonic, Lidl Mobile oder Tchibo verwenden die Kombination *101#, bei LycaMobile lautet die Kombination *131#. Sofort erhältst du dein Restguthaben im Display angezeigt. Alternativ bieten einige Anbieter von Prepaid-Tarifen eine Kurzwahlnummer an, unter der du dein Guthaben kostenlos telefonisch abfragen kannst.

    Guthaben vom Prepaid auszahlen lassen?

    Wechselst du den Anbieter oder schließt du doch einen Vertrag ab, kannst du dir dein Guthaben vom Prepaid-Tarif auszahlen lassen. Vor allem Wenignutzer haben häufig ein recht hohes Restguthaben auf ihrer Karte, das sie nicht verfallen lassen möchten. Mehrere Gerichtsurteile haben inzwischen bestätigt, dass das Guthaben eines Prepaid-Tarifs nicht verfallen darf – auch dann nicht, wenn die Karte längere Zeit inaktiv war. Trotzdem solltest du nicht allzu lange warten, wenn du dein Restguthaben zurückfordern möchtest, da solche Ansprüche verjähren können.

    Wie du an dein Guthaben herankommst, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Üblich ist jedoch die Anforderung des Guthabens über ein eigenes Formular oder über die telefonische Hotline. Nicht ausgezahlt werden Startguthaben oder Boni, also jedes Guthaben, für das der Kunde nicht selbst gezahlt hat. Für die Rückzahlung des Guthabens darf der Anbieter keine Gebühren verlangen. In der Regel ist die Übertragung auf ein anderes Prepaid-Konto nicht möglich. Außerdem verfällt mit der Rückzahlung die Möglichkeit zur Rufnummernmitnahme.

    Rufnummernmitnahme bei Prepaid-Tarifen

    Wer häufig seinen Anbieter wechselt, kennt das Problem mit der neuen Rufnummer. Alle Kontakte zu informieren, ist aufwendig und oft kommt die Meldung nicht bei allen an. Außerdem muss man sich selbst immer wieder an eine neue Nummer gewöhnen. Eine gute Alternative ist die Portierung der alten Nummer zum neuen Anbieter. Seit einigen Jahren ist es problemlos möglich, seine Rufnummer mitzunehmen, wenn man den Vertrag wechselt und auch die Rufnummernmitnahme bei Prepaid ist relativ einfach.

    Die Portierung von einem Anbieter zum anderen kann einige Zeit in Anspruch nehmen. Deswegen solltest du dich idealerweise rechtzeitig um den Antrag auf Rufnummernübertragung kümmern und bereits bei der schriftlichen Kündigung angeben, dass du deine Nummer mitnehmen möchtest. In diesem Fall ist auch bei Prepaid-Tarifen die schriftliche Kündigung notwendig. Der alte Provider verlangt in der Regel für die Bereitstellung der Nummer eine Gebühr. Da du vom neuen Anbieter aber oft eine Prämie für die Rufnummernmitnahme bekommst, gleichen sich diese Zahlungen in der Praxis meist aus.

    Musst du für die Mitnahme bezahlen, sollte genügend Guthaben auf deiner Prepaid-Karte verfügbar sein. Allerdings solltest du nicht viel mehr als dieses Guthaben auf der Karte belassen, da du üblicherweise schriftlich zustimmen musst, auf dein Restguthaben zu verzichten. Provider sind nicht verpflichtet, das Guthaben bei der Portierung auszuzahlen.

    Finde hier weitere Prepaid-Tarife!

    Welche Prepaid-Tarife gibt es?

    Prepaid-Angebote gibt es von allen bekannten Netzbetreibern wie Telekom, O2 oder Vodafone. Hinzukommen zahlreiche andere Provider wie Fonic, Congstar oder Blau, die mit günstigen Prepaid-Tarifen locken. Zudem bieten viele Discounter und Elektronikmärkte eigene Prepaid-Tarife an, die jeweils das Netz eines der großen Netzbetreiber nutzen. Die Kosten unterscheiden sich nach dem Umfang der gewünschten Leistungen. Oft kannst du bei einem Anbieter zwischen verschiedenen Tarifen wählen (Alle Angaben: Stand September 2017):

    Telekom:

    Alle Tarife beinhalten 10 Euro Startguthaben, LTE für Prepaid sowie EU-Roaming. Das Angebot Magenta Mobil Smart ist in vier verschiedenen Varianten von S bis XL erhältlich, die Kosten für 4 Wochen schwanken von 2,95 Euro bis 24,95 Euro. Alle Tarife enthalten eine Telekom-Flat für Gespräche und SMS ins Telekom-Mobilfunknetz. Eine Prepaid-Allnet-Flat bekommst du im XL-Tarif.

    O2:

    Bei O2 bekommst du Prepaid-Tarife ohne Grundgebühr. Mit der O2 Freikarte zahlst du nur das, was du verbrauchst. Für 0,99 Euro am Tag kannst du täglich eine Internet-Flatrate mit 30 MB LTE nutzen. Im Tarif Smart 1 GB zahlst du 9,99 Euro für vier Wochen. Dafür gibt es 1 GB Internet-Flat in LTE-Geschwindigkeit, 200 Minuten oder SMS inklusive sowie eine O2-Flat. 19,99 Euro kosten 1,5 GB Internet und eine Allnet-Flat für vier Wochen.

    Vodafone:

    Auch Vodafone setzt mit CallYa Talk & SMS auf einen Prepaid-Tarif ohne monatliche Kosten. Anrufe und SMS kosten 9 Cent, Internet kann zusätzlich gebucht werden. Bei CallYa Special bekommst du für 9,99 Euro vier Wochen lang eine Vodafone-Flat für Telefonie und SMS, 200 Freiminuten oder -SMS in alle anderen Netze und 1,25 GB Datenflat. Für 22,50 Euro erhöht sich das Datenvolumen auf 2,5 GB und du bekommst Telefon- und SMS-Flats in alle deutschen Netze.