Wie viel darf man bei Hartz IV dazuverdienen?

Mit Beginn des neuen Jahres sind auch die Hartz IV-Sätze gestiegen: Der Grundbedarf wurde auf 382 Euro im Monat erhöht. Allerdings reicht auch dieser Betrag zum Leben kaum aus. Viele Hartz IV-Empfänger gehen deshalb einer Nebentätigkeit nach, um so ihre Finanzen aufzustocken. Hierbei sollten allerdings die geltenden Freibeträge bekannt sein, um auch etwas vom Nebenverdienst behalten zu dürfen. Übersteigt das Einkommen 1.200 Euro im Monat, wird dieses in voller Höhe auf den Hartz IV-Satz angerechnet. Aber wie viel darf man bei Hartz IV überhaupt dazuverdienen bzw. welche Freibeträge gibt es?

Anrechnungsfähiges Einkommen ermitteln

Wie viel man sich bei Hartz IV dazuverdienen darf, hängt immer von der individuellen Situation ab. Grundsätzlich gilt jedoch: Die Berechnung des Hartz IV-Bedarfs erfolgt auf der Grundlage des anrechnungsfähigen Einkommens. Damit ist der für die Hartz IV-Höhe relevante Betrag gemeint, der nach dem Abzug festgelegter Freibeträge vom eigentlichen Einkommen übrig bleibt. Nur dieses reduzierte Einkommen wird bei der Leistungsberechnung berücksichtigt. Posten, die hierfür nicht relevant sind, sind z. B. Steuern, Sozialversicherungsbeiträge, gesetzlich vorgeschriebene Versicherungsbeiträge oder Beträge für Unterhaltszahlungen. Diese werden vom Einkommen abgezogen, sodass das anrechnungsfähige Einkommen übrig bleibt.

Staffelungen für bis zu 1.200 Euro aus Nebenverdienst

Wer sich als Hartz IV-Empfänger etwas dazuverdient, darf von seinem Lohn generell 100 Euro im Monat behalten. Sie sind anrechnungsfrei, das heißt, Hartz IV-Leistungen werden durch sie nicht gekürzt. Darüber hinaus gibt es Staffelungen für Einkommen über 100 Euro im Monat: Wer zwischen 100 und 1.000 Euro verdient, darf davon 20 Prozent behalten, bei 1.000 bis 1.200 Euro sind es noch einmal 10 Prozent zusätzlich. Das bedeutet für einen Nebenverdienst von 450 Euro im Monat: Die ersten 100 Euro sind anrechnungsfrei, von den verbleibenden 350 Euro darf der Hartz IV-Empfänger 20 Prozent, also 70 Euro behalten. In der Summe stehen ihm also 170 Euro aus seinem Nebenverdienst zu. Die restlichen 280 Euro werden auf die Hartz IV-Leistungen angerechnet und mindern den Regelbedarf von 382 Euro im Monat auf 102 Euro.

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