Rentenwert

Der aktuelle Rentenwert ist ein Begriff der deutschen Rentenversicherung. Er bezeichnet den Betrag der monatlichen Altersrente, der für ein Jahr rentenversicherungspflichtige Beschäftigung bei einem Durchschnittsverdienst gezahlt wird. Der Rentenwert wird jährlich angepasst, um Lohn- und Gehaltsveränderungen zu berücksichtigen und um auf Änderungen bei Sozial- oder Steuerabgaben einzugehen. Der Änderung des Rentenwerts entsprechend werden auch alle Renten neu berechnet. Die Bundesregierung legt den aktuellen Rentenwert mit Zustimmung des Bundesrats jeweils am 1. Juli eines Jahres fest.

Inhalts­verzeichnis

    Rentenwert wichtig für Berechnung der Rente

    Für die Berechnung des Rentenwerts spielen die Bruttolohn- und -gehaltssumme eines durchschnittlich beschäftigten Arbeitsnehmers eine Rolle. Weiterhin sind der Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung sowie der Nachhaltigkeitsfaktor ausschlaggebend für die Höhe des Rentenwerts. Der Nachhaltigkeitsfaktor berücksichtigt die Lebenserwartung von 67-Jährigen und sorgt dafür, dass bei einem Anstieg der Anzahl der Rentner im Verhältnis zur Anzahl der Beitragszahler die Rente nicht übermäßig ansteigt, sodass die Beitragszahler finanziell entlastet werden. Der Rentenwert ist ein wesentlicher Bestandteil der Rentenformel und somit für die Berechnung der individuellen monatlichen Rente ausschlaggebend.

    Zusammensetzung der Rentenformel

    Die individuelle monatliche Rente ergibt sich aus der Multiplikation des aktuellen Rentenwerts mit Rentenartfaktor, Zugangsfaktor und der Summe der Entgeltpunkte. Entgeltpunkte stellen das Einkommen während des Arbeitslebens dar. Für ein Kalenderjahr mit einem versicherungspflichtigen Arbeitseinkommen oder -entgelt in Durchschnittshöhe wird jeweils ein Entgeltpunkt angerechnet. Weiterhin können Entgeltpunkte für relevante beitragsfreie Zeiten angerechnet werden, deren Höhe von dem Betrag der in der restlichen Zeit versicherten Arbeitseinkommen und -entgelte abhängt. Der Zugangsfaktor sorgt dafür, dass die Anzahl der Entgeltpunkte an den Zeitpunkt des Rentenzugangs angepasst wird. Bei einem regulären Rentenbeginn beträgt der Zugangsfaktor 1,0, bei einem vorzeitigen Rentenzugang ist der Faktor kleiner als 1,0 und bei einem späteren Rentenzugang größer als 1,0. Der Rentenartfaktor beträgt für Rentenarten mit Lohnersatzfunktion 1,0 und für Rentenarten mit Unterhaltsfunktion weniger als 1,0.

    Unterschied zwischen Ost- und Westdeutschland

    Für Ostdeutschland gilt in der Regel ein niedrigerer Rentenwert als für Westdeutschland. Dies beruht auf der ungleichmäßigen Höhe der Gehälter in der Bundesrepublik. Das Verhältnis des aktuellen Rentenwerts zu dem aktuellen Rentenwert (Ost) entspricht dem Verhältnis von Nettolöhnen und Gehältern in den alten Bundesländern zu denen in den neuen Bundesländern.

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