Mahnung

Eine Mahnung, auch Zahlungserinnerung genannt, ist eine Aufforderung des Gläubigers gegenüber dem Schuldner, die geschuldete Leistung zu erbringen.

Inhalts­verzeichnis

    Mahnung – Aufforderung zur Leistungserbringung

    Mahnungen können dem Schuldner über ein Mahnschreiben zugestellt werden, obgleich es keiner besonderen Form der Mahnung bedarf. Mit Blick auf die Beweisbarkeit ist jedoch die Schriftform ratsam. Diesbezüglich bieten Industrie- und Handelskammern häufig eine Mahnung als Muster zur Verwendung an. Für Unternehmen ist es üblich, bis zu drei Mahnungen zu versenden, in denen zunehmend eindringlicher die Erbringung der Leistung eingefordert wird. Diese Verfahrensweise ist grundsätzlich nicht notwendig, um den Schuldner durch die Mahnung in Verzug zu setzen. Mahnbescheide hingegen werden im Rahmen eines gerichtlichen Mahnverfahrens erstellt.

    Außergerichtliche Mahnung: Mahnung und Verzugszinsen

    Mahnungen von Gläubigern können nach § 286 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) Voraussetzung eines Verzugs durch den Schuldner bilden. Keine Mahnungen müssen hingegen erstellt werden, wenn durch einen Vertrag eine Forderung einer Leistung nach einem Datum im Kalender bestimmt werden kann. Somit sind Mahnungen beispielsweise bei Zahlungsvereinbarungen innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungserhalt oder bis zu einem festgelegten Datum nicht notwendig. Darüber hinaus ist ebenfalls keine Mahnung erforderlich, wenn ein Schuldner vertraglich eine Leistung zusagt, diese jedoch nicht erbringt. Ähnlich verhält es sich, wenn der Schuldner die Leistung ernsthaft und endgültig verweigert. Spätestens 30 Tage nach Fälligkeit einer Forderung und Zugang einer Rechnung kommt der Schuldner in Verzug, wodurch dem Schuldner auf die Schuldleistung Verzugszinsen angerechnet werden können. Die Höhe der Verzugszinsen ist in § 288 des BGB festgelegt. Zwischen Geschäftsleuten ist ein Zinssatz zulässig, der maximal acht Prozentpunkte über dem Basiszinssatz der Deutschen Bundesbank liegt. Gegenüber Verbrauchern sind fünf Prozentpunkte über dem Basiszinssatz zulässig. Die Verzugszinsen sind für ein Jahr angegeben, wodurch je nach Verzugsdauer die individuelle Höhe der Verzugskosten berechnet werden muss.

    Mahnverfahren: Mahnbescheid und Vollstreckungsbescheid

    Das Mahnverfahren ist in Deutschland ein Gerichtsverfahren zur vereinfachten Durchsetzung von Geldforderungen. Gesetzliche Grundlage sind die §§ 688 ff. ZPO (Zivilprozessordnung). Das Mahnverfahren ermöglicht eine Vollstreckung der Geldforderung ohne unmittelbare Klageerhebung. Das Verfahren wird durch einen Rechtspfleger oder automatisiert durchgeführt. Bei einer automatischen Verfahrensweise wird nicht notwendigerweise geprüft, ob der Zahlungsanspruch des Antragstellers tatsächlich besteht. Das Mahnverfahren dient für unstreitbare Forderungen als schnelle und kostensparende Alternative zu Zivilprozessen. Primäres Ziel ist es, den Schuldner mit einem Mahnbescheid zur Leistungserbringung zu veranlassen. Im Ergebnis des Mahnverfahrens steht der Vollstreckungsbescheid, mit dem der Gläubiger die Geldforderung vollstrecken kann.

    Kunden-Bewertungen

    • 5 / 5
      Darstellungen sehr übersichtlich. Wechsel hat ganz leicht funktioniert. Jederzeit gerne wieder.
    • 2 / 5
      der anbieter hat sich auch an tag 4 noch nicht gemeldet
    • 5 / 5
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    • 4 / 5
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