Die Grundschuld als Sicherung

Mit der Grundschuld wird ein Grundstück mit einer bestimmten Geldsumme belastet. Dadurch hat der Grundschuldinhaber den Anspruch, die Zahlung dieses Geldbetrages aus dem Grundstück zurückzufordern. Wenn der Eigentümer des Grundstücks nicht zahlen sollte, darf der Grundschuldinhaber die Zwangsvollstreckung anstrengen. Die Grundschuld entsteht erst durch einen Vertrag und der eigentlichen Eintragung der Grundschuld in das Grundbuch.

Inhalts­verzeichnis

    Die Eigenschaften der Grundschuld

    Die Grundschuld und die Hypothek unterscheiden sich dahingehend voneinander, dass die Grundschuld nicht abhängig von einer Forderung ist. Sie besteht auch ohne Zusammenhang mit einer Forderung, die sie sichert – sie existiert also abstrakt. Mit der Grundschuld werden in der Immobilien- und Rechtspraxis Darlehen abgesichert. So müssen Bauherren, die ihr Bauvorhaben per Bankkredit finanzieren möchten, eine Sicherheit dafür liefern. Der dafür notwendige Eintrag ins Grundbuch wird beim Amtsgericht geführt und über einen Notar, der dafür ein Honorar erhält, vorgenommen. Durch diesen Eintrag behält sich die kreditgebende Bank vor, bei der Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers dessen Immobilie zu veräußern, um so das geliehene Geld zurückzuerhalten. Weil die Bank kein Risiko beim eventuellen Verkauf der Immobilie eingehen möchte, ist der Kredit immer niedriger angesetzt als der Immobilienwert an sich. Dabei wird häufig bei der Beleihung eines Objektes vom Verkehrswert der betroffenen Immobilie ein Sicherheitsabschlag von zehn Prozent genommen.

    Die Grundschuld setzt sich am Markt durch

    Ein weiterer Unterschied zwischen Grundschuld und Hypothek liegt darin, dass die Grundschuld erneut als Sicherheit genutzt werden kann, sobald das Darlehen zurückgezahlt wurde. Die Vorteile der Grundschuld überwiegen und machen sie somit zur heute üblichen Sicherheit für einen Immobilienfinanzierungskredit, so die Angaben des Bundesverbandes Deutscher Banken.

    Übertragung der Grundschuld

    Die Grundschuld lässt sich auch auf Dritte übertragen, wobei dies durch einen Abtretungsvertrag zu erfolgen hat. Dabei wird eine Abtretungserklärung aufgesetzt und die Umtragung in das Grundbuch vorgenommen. Wurde anstelle der herkömmlichen Buchgrundschuld eine Briefgrundschuld aufgenommen, lässt sich diese kostenfrei und mit weniger Aufwand übertragen. Dieser in der Bundesdruckerei erstellte Grundschuldbrief ermöglicht eben durch eine einfache Übergabe und die Umtragung im Grundbuch die Übertragung einer Grundschuld. Allerdings sind die Kosten für die Briefschuld höher als die für eine normale Buchgrundschuld.

    Reihenfolge der Grundbucheinträge

    In der Reihenfolge, in der die Grundschulden in ein Grundbuch eingetragen wurden, werden auch die Gläubiger bedient. Der Gläubiger, dessen Ansprüche an erster Stelle eingetragen wurden, erhält im Fall einer Zwangsversteigerung auch zuerst sein Geld zurück. Nachrangige Grundschulden werden gemäß ihrer Reihenfolge aus dem Verkaufserlös getilgt. Daher bevorzugen Banken erstrangig abgesicherte Darlehen und bieten hierfür auch die besten Konditionen.

    Wie wird die Grundschuld gelöscht?

    Die Löschung einer Grundschuld lässt sich nur per besonderen Auftrag vornehmen. Hierfür muss einerseits vom Gläubiger eine Löschungsbewilligung abgegeben werden. Andererseits hat der Eigentümer der Löschung beim Notar zuzustimmen. Nur wer wirklich sicher ist, dass man die Grundschuld für keinen Kredit mehr benötigt, kann sie dann löschen lassen. Wenn man erst einmal die Grundschuld hat löschen lassen und sie erneut als Sicherheit verwenden möchte, hat man dementsprechend auch die Kosten für den Neueintrag zu tragen. Sinnvoll ist es, die Löschung der Grundschuld auch deshalb nicht zu beantragen, weil man sie dann später für einen Renovierungskredit nicht noch einmal neu aufnehmen muss. Wer dennoch eine offizielle Bestätigung möchte, dass die Grundschuld stillgelegt ist, der kann nach der Rückzahlung des Kredits eine Löschungsbewilligung beantragen, wobei einem Urteil des Bundesgerichtshofes zufolge seitens der Banken dafür keine Gebühr verlangt werden darf.

    Kunden-Bewertungen

    • 5 / 5
      Gute Vergleiche.
    • 4 / 5
      Schnell, einfach , unkompliziert
    • 2 / 5
      Bei einem Schufaeintrag ist ein Strom Tarifwechsel, obwohl jeder die monatlichen Abschläge im voraus zahlt, nicht möglich und nicht gewollt diskriminierend und eine Frechheit nenne ich das Geschäftgebahren.\n\nMfg ***
    • 4 / 5
      Alles gut, schnell und unkompliziert.

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