Gläubigerschutz

Unter dem Begriff Gläubigerschutz werden sämtliche Maßnahmen und Regelungen zusammengefasst, die im Falle einer Insolvenz des Schuldners den Gläubiger vor einem Forderungsausfall schützen sollen.

Gläubigerschutz – Schutz vor Forderungsausfall

In der Insolvenzordnung ist geregelt, wie das Insolvenzverfahren abzulaufen hat, welchen Verfügungsverboten der Schuldner unterstellt ist, welche Anfechtungsrechte dem Gläubiger zur Verfügung stehen und in welcher Reihenfolge die Forderungen der Gläubiger befriedigt werden. Allerdings greift der eigentliche Gläubigerschutz deutlich früher. Gemäß höchstrichterlichen Rechtsprechungen und gesetzlichen Regelungen vor allem im Aktiengesetz (AktG) und im Handelsgesetzbuch (HGB) gilt es eine Insolvenz bereits im Vorfeld zu verhindern. Auch wenn die Bezeichnung Gläubigerschutz im HGB, BGB oder AktG nicht explizit genannt wird, zielen die gesetzlichen Sachverhalte darauf ab, dass das Prinzip des Gläubigerschutz gewahrt wird.

Ziel des Gläubigerschutzes

Das eigentliche Ziel des Gläubigerschutzes ist nicht, wie weithin angenommen, das Ausfallrisiko des Gläubiger vollumfänglich abzuwenden. Vielmehr geht es darum, den Gläubiger vor einer nicht vertretbaren Erhöhung des Ausfallrisikos abzusichern, indem er vor entsprechenden Entwicklungen geschützt wird. Grundsätzlich besteht das Gläubigerrisiko darin, dass der Schuldner die vertraglich vereinbarten Leistungen nicht erfüllen kann. Zu unterscheiden sind drei Risikoarten: das Informations-, das Insolvenz- und das Verlustrisiko. Unter dem Informationsrisiko ist das Risiko zu verstehen, dass sich der Gläubiger auf Basis von verfälschten, unvollständigen, fehlenden oder verspäteten Informationen vonseiten des Schuldners für ein Kreditrisiko entscheidet, das er nicht eingegangen wäre, hätte er einen besseren Informationsstand gehabt. Als Insolvenzrisiko bezeichnet man die Gefahr, dass der Schuldner aufgrund einer Verschlechterung seiner wirtschaftlichen Lage nicht mehr in der Lage ist, die geschuldete Leistung zu erbringen. Das Risiko, dass im Zuge eines Insolvenzverfahrens die Forderungen des Gläubigers nur teilweise oder gar nicht erfüllt werden, wird als Verlustrisiko bezeichnet.

Kunden-Bewertungen

  • 5 / 5
    Darstellungen sehr übersichtlich. Wechsel hat ganz leicht funktioniert. Jederzeit gerne wieder.
  • 2 / 5
    der anbieter hat sich auch an tag 4 noch nicht gemeldet
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  • 4 / 5
    Prompte und schnelle Barbeitung

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