Eigentümergrundschuld

Wird eine Grundschuld auf den eigenen Namen des Grundstückseigentümers in das Grundbuch eingetragen, spricht man von einer Eigentümergrundschuld.

Inhalts­verzeichnis

    Eigentümer­grund­schuld nicht an eine Forderung geknüpft

    Die Grundschuld ist dabei – anders als bei einer Hypothek – nicht an eine Forderung geknüpft (Akzessorietät). Entsprechend kann eine Eigentümergrundschuld auch ohne eine Forderung bestehen. Mit einer Eigentümergrundschuld ist der Grundstückseigentümer für künftig mögliche Kredite besser gestellt. Dient ein Grundstück als Kreditsicherheit und gibt es mehrere Gläubiger , dann wird der Gläubiger an höchster Rangstelle auch als erster befriedigt. Wird also einem möglichen Gläubiger eine hohe Rangstelle angeboten, hat der Gläubiger mehr Sicherheit, wodurch die Chancen des Eigentümers, einen Kredit zu erhalten, steigen.

    Eigentümer­grund­schuld: Geregelt in § 1169 BGB

    Eine Eigentümergrundschuld wird in der Regel gemäß § 1196 BGB durch einseitige Erklärung des Eigentümers gegenüber dem Grundbuchamt und Eintragung im Grundbuch bestellt. Sie entsteht ebenfalls, wenn der Grundstückseigentümer auf die Grundschuld zahlt. Erfolgt eine Übereignung des Grundstücks durch seinen Inhaber ohne Übertragung der Grundschuld, dann verbleibt die Eigentümergrundschuld beim vorherigen Eigentümer und wird dadurch zur Fremdgrundschuld. Gemäß § 1197 Abs. 1 BGB kann der Eigentümer jedoch nicht Zwangsvollstreckung auf sein eigenes Grundstück betreiben.

    Verschiedene Arten der Eigentümer­grund­schuld

    Zu einer Eigentümergrundschuld kann man auf verschiedenen Wegen gelangen, denn es gibt sie in unterschiedlichen Formen:

    • Bei einer offenen Eigentümergrundschuld kann der Schuldner als Grundstückseigentümer gemäß § 1196 I BGB sein Grundstück mit einer Eigentümergrundschuld auf seinen Namen belasten.
    • Eine weitere Art von Eigentümergrundschuld ist die verdeckte Eigentümergrundschuld. Dabei bestellt der Schuldner zu Gunsten eines Dritten eine Hypothek. Gelangt die zu sichernde Forderung nicht zur Entstehung, hat der Schuldner als Eigentümer gemäß § 1163 Abs. 1, Satz 1 Anspruch auf die Hypothek. Im Grundbuch ist allerdings noch der eigentlich zu sichernde Gläubiger verzeichnet, weswegen man von einer verdeckten Grundschuld spricht.
    • Am häufigsten entsteht eine verschleierte Eigentümergrundschuld. Dabei erlischt eine der Hypothek zugrundliegende Forderung ganz oder teilweise. Dem Schuldner steht dann in diesem Fall gemäß § 1177 Abs. 1 BGB die dingliche Belastung des Grundstücks als Eigentümergrundschuld zu.

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