Dividende

Eine Dividende – auch Gewinnbeteiligung genannt – ist der Teil eines Gewinns, der von einer Aktiengesellschaft an ihre Aktionäre ausgeschüttet wird. Die Höhe der Dividende wird nach Vorschlag der Verwaltung von der Hauptversammlung der Gesellschaft bestimmt und ist abhängig von Ertragskraft, Konjunkturlage und Dividendenpolitik des Unternehmens.

Inhalts­verzeichnis

    Je mehr Aktion, desto höher die Ausschüttung

    Je mehr Aktien ein Aktionär besitzt, desto höher fällt die Ausschüttung aus. Die Dividende wird in den meisten Unternehmen jährlich gezahlt – in wirtschaftlich besseren Jahren können damit Rücklagen für schlechtere Jahre gebildet werden. Das Gesetz bezeichnet die Dividende als „auszuschüttenden Betrag“. Bei einer GmbH wird nicht von Dividende, sondern von Gewinnausschüttung gesprochen. Es gibt auch die Möglichkeit der Sachdividende, wobei anstatt Geld Wirtschaftsgüter oder Aktien von Tochtergesellschaften ausgeschüttet werden. Eine Stockdividende bezeichnet eine Dividende in Form von kostenlos ausgegebenen Aktien.

    Dividendenrendite: Indikator für Attraktivität von Aktien

    Die Dividende wird meist in Währungseinheit pro Stück angegeben, beispielsweise drei Euro pro Aktie, oder auch in Prozent vom Nennwert. Wenn die Ausschüttung einer Dividende abzusehen ist, wird häufig von Investoren eine Dividendenrendite berechnet, die sich aus dem Verhältnis von erwarteter Dividende zum Preis einer Aktie ergibt. Zur Berechnung wird dabei meist die vom betreffenden Unternehmen zuletzt an den Aktionär gezahlte Dividende verwendet. Die Dividendenrendite kann ein Indikator für die Attraktivität einer Aktienanlage sein. Bei DAX-Werten liegt die Dividendenrenditen in der Regel zwischen zwei und drei Prozent.

    Dividende abhängig von Unternehmenspolitik

    Dividenden gelten als Kennzeichen für die wirtschaftliche Stärke eines Unternehmens. Die jährliche Ausschüttung eines Unternehmens sollte idealer Weise danach bemessen werden, welcher Teil des Gewinns nicht für Investitionen, Tilgung von Schulden oder Zinszahlungen verwendet werden kann. Abhängig von der Situation des Unternehmens können hierbei starke Unterschiede festgestellt werden. Stark wachsende Unternehmen, die ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Schuldenabbau oder Investitionen steigern wollen, schütten für gewöhnlich geringere oder gar keine Dividenden aus. Dazu gehören häufig Technologieunternehmen. Unternehmen, die hingegen nicht mehr wachsen und nur geringe Investitionen benötigen, können prinzipiell den gesamten Gewinn nach Abzug von Steuern ausschütten. Dies ist beispielsweise bei Versorgungsunternehmen häufig der Fall. Die Dividendenrendite solcher Unternehmen ist dementsprechend hoch.

    Besteuerung von Dividenden

    Es wird unterschieden zwischen Bruttodividende und Bardividende. Bruttodividende bezeichnet die Dividende vor Abzug jeglicher Steuern, während bei der Bardividende bereits Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag abgezogen sind. Von der Bardividende werden bei deutschen Aktien zusätzlich noch 25 Prozent Steuern und unter Umständen Gebühren abgezogen. Der daraus resultierende Betrag wird schließlich auf das dem Wertpapierdepot zugehörige Konto überwiesen. Handelt es sich um börsenorientierte Unternehmen, muss dem Empfänger der Dividende durch die zuständige Depotbank eine Steuerbescheinigung über die einbehaltenen Steuern erteilt werden. Im Fall von nichtbörsenorientierten Unternehmen muss dies direkt durch das ausschüttende Unternehmen geschehen.

    Eine Dividende, die einer Gewinnbeteiligung von einem Prozent entspricht, wird steuerrechtlich zu den Einkünften aus Gewerbebetrieb dazu gerechnet und unterliegt damit dem Teileinkünfteverfahren. Im Fall von ausländischen Aktien wird am Sitz der Gesellschaft meist eine Quellensteuer einbehalten, die häufig etwa 15 Prozent beträgt. Die Dividende muss dann vom Anleger wie bei inländischen Aktien versteuert werden, wobei die Quellensteuer in der Steuererklärung von der Steuerschuld abgezogen oder als Werbungskosten aus Kapitalvermögen angerechnet werden kann.

    Was ist die Gewinnschuldverschreibung?

    Die Gewinnschuldverschreibung wird auch als Gewinnobligation bezeichnet. Die Besonderheit dabei ist, dass verzinsliche Wertpapiere in dieser Form neben der reinen Tilgung der Schuldverschreibung Zinsansprüche gewährleisten. Diese können bei einer Gewinnschuldverschreibung ganz oder nur teilweise vom Gewinn oder der Höhe der Dividenden abhängig sein. Auf diese Weise verbindet sie laut § 221 Abs. 1 Aktiengesetz (AktG) die Gewinnanteile von Aktionären mit den Rechten von Gläubigern. Der Inhaber einer Gewinnschuldverschreibung nimmt dementsprechend am Geschäftsgang der Gesellschaft teil.

    Verzinsliche Wertpapiere - Gewinnbeteiligung auf unterschiedliche Weise möglich

    Verzinsliche Wertpapiere lassen sich beispielsweise als Anleihe , als Rentenpapier oder als Gewinnschuldverschreibung erwerben. Die Gewinnbeteiligung bei den Gewinnobligationen liegt bei guten Gewinnen über dem Kapitalmarktsatz und bei schlechten Gewinnen darunter. Wird die Gewinnschuldverschreibung als Participation Bond geregelt, errechnet sich der Zinssatz aus einem Basiszins und einem dividendenabhängigen Zusatzzins. Beim Income Bond hingegen ist der Zinssatz in voller Höhe gewinnabhängig. Für die Ausgabe einer Gewinnschuldverschreibung ist die Zustimmung von drei Vierteln des in der Hauptversammlung gebundenen Grundkapitals notwendig. Die Aktionäre haben für diese verzinslichen Wertpapiere ein Bezugsrecht.

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