Buchführung

Buchführung ist die vollständige Auflistung aller Geschäftsvorgänge eines Unternehmens – egal ob es sich um einen Ein-Mann-Betrieb, oder um ein Unternehmen mit 3.000 Mitarbeitern handelt.

Inhalts­verzeichnis

    Ehrlichkeit und Seriosität des Unternehmens

    Für jeden Beleg wird dabei eine Buchung vorgenommen. Die Geschäftsvorgänge können zeitlich und sachlich beschrieben werden und jeder einzelne Vorgang muss anhand von Belegen nachgewiesen werden. Wichtig ist eine lückenlose Auflistung – sie wird vom Gesetzgeber gefordert und muss dem Finanzamt eingereicht werden. Darüber hinaus steht eine „saubere“ Buchführung auch für einen gut durchdachten Finanzierungsplan , sowie die Ehrlichkeit und Seriosität des Unternehmens.

    Buchführung informiert über das Unternehmen

    Die Buchführung ist eines der Hauptglieder des Rechnungswesens eines kaufmännischen Unternehmens und dient dem Unternehmer als wichtige Informationsquelle in Bezug auf sein Unternehmen. Darüber hinaus liefert die Buchführung notwendige Informationen für Behörden wie zum Beispiel das Finanzamt. Im Zuge der Buchführung werden alle Geschäftsvorfälle in einem Unternehmen chronologisch aufgezeichnet. Dazu zählen unter anderem Lohnzahlungen, Materialeinkauf, Produktverkauf, Rohstoffverbrauch sowie die Wertminderung an Vermögensgegenständen durch Abnutzung. Die einzelnen Werte werden nach Sachzusammenhängen gesammelt und gruppiert. In regelmäßigen Abständen (monatlich, vierteljährig, halbjährig etc.) wird daraus ein Abschluss erstellt und einmal im Jahr der Jahresabschluss gebildet.

    Buchführung dient der Gewinnermittlung

    Die Buchführung bildet somit die Grundlage für die Gewinnermittlung und für den Jahresabschluss für die Steuererklärung eines Unternehmens. Die Hauptaufgabe der Buchführung liegt in der Erfolgsermittlung, für die Aufwendungen und Erträge erfasst werden müssen und die Finanz- und Vermögenslage dargestellt werden muss. Auch Änderungen in der Bilanz, wie beispielsweise durch Veränderungen des Anlagevermögens, werden in der Buchführung vermerkt. Weitere Aufgaben der Buchführung bestehen beispielsweise in der Beobachtung der inneren Abläufe, wozu unter anderem die Umsatzgröße, die Umsatzschnelligkeit, Risiko-Management sowie die Kapital- und Schuldenverhältnisse gehören.

    Einfache und doppelte Buchführung

    Bei der einfachen Buchführung werden Zu- und Abgänge chronologisch gebucht und im Fall von Bargeschäften in ein Kassenbuch eingetragen. Durch die Gegenüberstellung von Anfangs- und Endvermögen einer Abschlussperiode kann der Geschäftsverlauf und der sich daraus ergebende Erfolg eines Unternehmens dargestellt werden. Die doppelte Buchführung hingegen beinhaltet darüber hinaus bereits eine Erfolgsrechnung, die dafür sorgt, dass jedem Geschäftsvorfall zwei Buchungsätze zugeordnet werden – die Soll- und die Habenbuchung. Für jeden Beleg werden mindestens jeweils ein Eintrag auf der Soll- und ein Eintrag auf der Habenseite vorgenommen. Durch die doppelte Buchführung besteht stets eine Kontrolle über die Richtigkeit des ausgewiesenen Ergebnisses. Sie ist die vorherrschende Art der Buchführung.

    Rechtsgrundlage der Buchführung

    Aus dem Handelsgesetzbuch (§ 238 HGB) und dem Steuergesetzbuch (§ 140 AO) ergibt sich die gesetzliche Pflicht zur Buchführung für Unternehmen . Es wird dabei allerdings nicht vorgeschrieben, wo die Buchführung stattfindet und wo die Bücher aufbewahrt werden. Es besteht daher die Möglichkeit, dass Dritte beauftragt werden, die die Buchführung für ein Unternehmen erledigen – beispielsweise ein Steuerberater. Diese Art der Buchführung wird Fernbuchführung genannt. Dabei muss das Unternehmen selbst lediglich die sogenannte „vorbereitende Buchführung“ übernehmen, zu der zum Beispiel das Führen des Kassenbuches gehört. Freiberufler können nach § 18 EStG auf die Buchführung verzichten und ihren Gewinn mit weitaus weniger Aufwand durch die Einnahmen-Überschuss-Rechnung ermittel und nachweisen.

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