Abschreibung

Abschreibung bezeichnet ein Verfahren im betrieblichen Rechnungswesen zur Erfassung von Wertminderungen. Die Anlagegüter eines Unternehmens verlieren (planmäßig) im Zeitablauf aufgrund von Alterung und Verschleiß oder außerplanmäßig, beispielsweise infolge eines Unfallschadens, an Wert.

Inhalts­verzeichnis

    Instrument zur Erfassung von Wertminderungen

    Um in der Buchführung die aktuellen Werte des Betriebsvermögens darstellen zu können, werden die Vermögensgegenstände abgeschrieben. So können die Kosten, die durch den Wertverlust entstehen, buchhalterisch nachvollzogen werden. Allerdings ist die Abschreibung nicht als realer Zahlungsmittelabfluss zu verstehen. Vielmehr wird der Wert der bilanzierten Aktiva und damit der zu versteuernde Gewinn gemindert. Welchen Regeln die Abschreibung zu folgen hat, ist im Handelsgesetzbuch (HGB) definiert.

    Abschreibung berechnen: Lineare Abschreibung

    Die gebräuchlichste Abschreibungsmethode ist die lineare Abschreibung, die sowohl auf bewegliche Sachen als auch auf unbewegliche Wirtschaftsgüter angewendet werden kann. Ausgangspunkt der linearen Abschreibung ist der Bemessungswert, also die Anschaffungs- oder Herstellungskosten des jeweiligen Gutes. Wird dieser durch die Nutzungsdauer geteilt, erhält man den Betrag, der pro Jahr abgeschrieben wird, bis das Wirtschaftsgut einen Wert von Null aufweist. Somit ist der Abschreibungsbetrag für jedes Jahr der Nutzungsdauer gleich hoch. Der Abschreibungsbetrag kann auch mittels Abschreibungsrechnern im Internet ermittelt werden. Die Nutzungsdauer dürfen Unternehmen nicht eigenständig festgelegen. Vielmehr ist sie auf der Grundlage von amtlichen Abschreibungstabellen (AfA-Tabellen) zu schätzen. Die Abschreibungstabellen werden von der Finanzverwaltung veröffentlicht und enthalten die typisierte Nutzungsdauer für alle Anlagegüter.

    Degressive Abschreibung

    Eine alternative Abschreibungsmethode ist die degressive Abschreibung. Im Gegensatz zur linearen Abschreibung sind die Abschreibungsraten über die Nutzungsdauer nicht gleich hoch, sondern werden über die Nutzungsdauer immer kleiner. Es wird ein Prozentsatz (z. B. 20 Prozent) festgelegt, der jährlich abgeschrieben wird. Im ersten Abschreibungsjahr wird der Prozentsatz auf die Anschaffungskosten angewandt, in den Folgejahren auf den jeweiligen Restbuchwert. Zum Ende der Nutzungsdauer verbleibt bei der degressiven Abschreibung ein Restbuchwert. Mit der degressiven Abschreibung kann die tatsächliche Wertentwicklung der Vermögensgegenstände besser abgebildet werden, da der größte Wertverlust von Wirtschaftsgütern in der Regel in den ersten Jahren zu verzeichnen ist.

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