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Sondertilgung

Sondertilgungen sind Ratenzahlungen, die über die Leistungen hinausgehen, die im Kreditvertrag vereinbart wurden. Die Höhe und Häufigkeit der Sondertilgungen werden im Kreditvertrag festgelegt. Sondertilgungen sind in der Verbraucherkreditrichtlinie geregelt.

Das Wichtigste zusammen­gefasst

  • Wurde der Kreditvertrag nach dem 11. Juni 2010 geschlossen, darf der Kreditnehmer zu jedem Zeitpunkt Sondertilgungen leisten bzw. das Darlehen zurückzahlen.
  • Die Sondertilgung ist dann meistens kostenlos. In einigen Fällen muss der Darlehensnehmer bereits im Kreditgespräch entscheiden, ob er Sondertilgungen leisten will oder nicht.
  • Die meisten deutschen Kreditinstitute offerieren ihren Kunden mittlerweile eine kostenfreie Sondertilgungsoption. Einige Banken verknüpfen dieses Recht allerdings mit einem Zinsaufschlag zwischen 0,05 und 0,1 Prozent.

Inhalts­verzeichnis

    Sondertilgung nach Verbraucherkreditricht­linie jederzeit möglich

    Wurde der Kreditvertrag nach dem 11. Juni 2010 geschlossen, darf der Kreditnehmer zu jedem Zeitpunkt Sondertilgungen leisten bzw. das Darlehen zurückzahlen. Dies ist allerdings mit Kosten verbunden, der sogenannten Vorfälligkeitsentschädigung . Diese darf maximal ein Prozent der noch ungetilgten Summe betragen. Endet der Kredit in weniger als einem Jahr, ist die Vorfälligkeitsentschädigung auf 0,5 Prozent gedeckelt.

    Sondertilgungsregeln je nach Kreditinstitut unterschiedlich

    Andere Regeln gelten für Verträge , die vor dem Inkrafttreten der Verbraucherkreditrichtlinie geschlossen wurden: Hier entscheiden die jeweiligen Vertragsbedingungen, inwieweit es möglich ist, Sondertilgungen zu leisten. Banken gewähren dies oftmals unter verschiedenen Voraussetzungen. In der Regel darf höchstens einmal jährlich ein zusätzlicher Betrag überwiesen werden. Die Sondertilgung ist dann meistens kostenlos. In einigen Fällen muss der Darlehensnehmer bereits im Kreditgespräch entscheiden, ob er Sondertilgungen leisten will oder nicht. Viele Finanzexperten raten dazu, denn entweder bleiben die Raten gleich hoch, wodurch sich die Laufzeit verkürzt – oder die Rate wird angepasst und die monatliche Belastung reduziert sich.

    Die Sondertilgung in der Baufinanzierung

    In den meisten Fällen geht der Bau eines Hauses mit dem Abschluss einer Baufinanzierung einher. Im Allgemeinen gilt dabei: Circa zwei Drittel aller deutschen Darlehensnehmer setzen bei der Baufinanzierung auf eine Sondertilgung. Mit Hilfe einer Sondertilgung – also einer zusätzlich zur vereinbarten Tilgungsleistung durchgeführten Zahlung – können die Kosten einer Baufinanzierung nachhaltig gesenkt werden. Somit beschreibt der Begriff „Sondertilgung“ eine vorzeitige Zahlung im Rahmen des Kreditvertrages. Diese Sonderzahlungen werden mit dem Ziel gewährt, sowohl die monatlichen Belastungen des Kreditnehmers als auch den gesamten Tilgungszeitraum zu verkürzen. Hierbei bleibt die monatliche Annuitätsrate konstant, während sich der Anteil an der Tilgung selbst innerhalb der Rate aufgrund der Sondertilgung erhöht. Betrachtet man jedoch die Gesamtkosten der Baufinanzierung, so reduzieren sich diese durch die Tilgung. Grund hierfür ist die deutlich schnellere Entschuldung der jeweiligen Immobilie. In der aktuellen Praxis offerieren viele Kreditanbieter ihren Kunden mögliche Sonderzahlungen, allerdings sind diese Angebote zumeist in ihrer maximalen Höhe beschränkt.

    Hat der Darlehensnehmer ein Recht auf Sondertilgungen in der Baufinanzierung?

    Entsprechend der aktuell gültigen Rechtslage hat der jeweilige Darlehensnehmer keinerlei automatisches Anrecht darauf, eine Sondertilgung über die zuvor vereinbarten Monatsraten hinaus an das betreffende Geldinstitut zu leisten. Ein solches Sondertilgungsrecht muss in den meisten Fällen bereits im Zuge der Beantragung des jeweiligen Darlehens vereinbart werden. Zudem sollte eine solche Option auch in schriftlicher Form direkt im Darlehensvertrag verzeichnet werden. Die meisten Geldinstitute verzichten darauf, ihren Kunden im Zuge einer Baufinanzierung Sondertilgungen in unbegrenzter Höhe zu gestatten. Hat der Darlehensnehmer einen Sondertilgungssatz mit seiner Bank vereinbart, so entspricht dies in den meisten Fällen außerplanmäßigen Zahlungen mit einer Höhe zwischen fünf und zehn Prozent pro Jahr. Für den Bankkunden bedeutet dies, dass er durch eine einmalige Zahlung einen deutlich höheren Geldbetrag an sein Geldinstitut zurückzahlen kann als dies in der jährlichen Tilgung der Baufinanzierung vorgesehen ist. So kann die betreffende Immobilie deutlich schneller entschuldet werden.

    Ist die Sondertilgung bei der Baufinanzierung kostenfrei?

    Die meisten deutschen Kreditinstitute offerieren ihren Kunden mittlerweile eine kostenfreie Sondertilgungsoption. Einige Banken verknüpfen dieses Recht allerdings mit einem Zinsaufschlag zwischen 0,05 und 0,1 Prozent. Im Allgemeinen gilt: Der Kreditnehmer sollte stets bereits im Vorfeld einer Baufinanzierung prüfen, ob er während der eigentlichen Laufzeit dazu in der Lage sein wird, die Sondertilgung tatsächlich zu leisten. Ist ihm die Durchführung der prozentualen Sondertilgung innerhalb eines Jahres nicht möglich, so kann das zuvor vereinbarte Recht auf Sondertilgung allerdings nicht auf das darauf folgende Jahr übertragen werden.

    Worin liegt der Vorteil von Sondertilgungsrechten bei einer Baufinanzierung?

    Das Recht auf die Zahlung einer Sondertilgung ist insbesondere dann von Vorteil, wenn der jeweilige Bauherr aus seiner Baufinanzierung aussteigen möchte beziehungsweise aussteigen muss. Ein Grund hierfür kann beispielsweise der Verkauf der betreffenden Immobilie sein. In diesem Fall fordert das Geldinstitut eine sogenannte Vollfälligkeitsentschädigung. Grund hierfür sind die Zinsen, die der Bank aufgrund des vorzeitigen Ausstiegs aus der Baufinanzierung entgehen. Diese sollen durch die Zahlung der Vorfälligkeitsentschädigung ausgeglichen werden. Im Zuge der Berechnung dieser Entschädigung muss die jeweilige Bank:

    • sowohl die vollzogene Sondertilgung
    • als auch die noch mögliche beziehungsweise ausstehende Sondertilgung

    berücksichtigen. Daher zahlen Verbraucher, die einen Vertrag inklusive Sondertilgungsrechten abgeschlossen haben, deutlich weniger Entschädigung an ihre Bank.

    Lohnt sich eine Erweiterung der Sondertilgungsrechte bei der Baufinanzierung?

    Ist eine Sondertilgung im Rahmen einer Baufinanzierung erst einmal vereinbart, so lässt sich diese oftmals erweitern, beispielsweise auf zehn Prozent pro Jahr. Eine solche Erweiterung ist bei einigen Anbietern und Geldinstituten kostenlos. Kunden, die an einer Tilgung außerhalb der Reihe interessiert sind, können sich beim jeweiligen Anbieter über entsprechende Leistungen informieren und den für ihr Darlehen gültigen Zinssatz mit Angeboten ohne Tilgungserweiterung vergleichen. Hierbei gilt: Darlehensnehmer einer Baufinanzierung sollten sich – auch im Hinblick auf die entstehende Zinslast – darüber klar werden, ob sie die Sondertilgungen in der jeweiligen Höhe regelmäßig leisten können. Ist dies nicht der Fall, wird die Erweiterung der Sondertilgungsrechte für den Darlehensnehmer zum Verlustgeschäft.

    Zu welchem Zeitpunkt sollte eine Sondertilgung vorgenommen werden?

    Experten raten dazu, das Recht auf Sondertilgung bei der Baufinanzierung je nach finanziellen Möglichkeiten regelmäßig zu nutzen. Ebenso wichtig ist jedoch auch der Zeitpunkt, zu dem eine solche außerordentliche Rückzahlung getätigt wird. In diesem Fall gilt: Je früher der Darlehensnehmer die Extratilgung im laufenden Kalenderjahr tätigt, desto geringer fällt die jeweilige Restschuld aus. Allerdings sollten künftige Hausbesitzer nicht um jeden Preis eine Sondertilgung leisten. Gleiches gilt für eine Tilgung, die nicht in voller Höhe gezahlt wird. Die Zahlung einer Sondertilgung ist nur dann sinnvoll und empfehlenswert, wenn über den zu zahlenden Betrag eine Geldreserve zwischen zwei und drei Monatsgehältern verfügbar ist.

    Wohin wird die Sondertilgung bei der Baufinanzierung überwiesen?

    In den meisten Fällen wird die Sondertilgung einer Baufinanzierung vom Darlehensnehmer auf das jeweilige Baufinanzierungskonto überwiesen. Wichtig: In diesem Fall muss als Verwendungszweck „Sondertilgung“ auf der Überweisung angegeben werden. Eine Sondertilgung muss also als solche kenntlich gemacht werden und kann nicht einfach als erhöhte Tilgungsrate überwiesen werden. Den genauen Ablauf einer solchen Überweisung entnimmt jeder Kunde seinem persönlichen Darlehensvertrag. Hier findet sich in der Regel auch die IBAN des Baufinanzierungskontos. Alternativ hierzu ist diese auch auf dem Jahreskontoauszug ersichtlich.

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