Zulassungsbescheinigung

Die Zulassungsbescheinigung ist unterteilt in Zulassungsbescheinigung Teil 1 und Teil 2. Die Bezeichnung Zulassungsbescheinigung wurde im Wege der Umstellung auf EU-Recht eingeführt. Vor dem Jahr 2003 war die Zulassungsbescheinigung Teil 1 als Fahrzeugschein und die Zulassungsbescheinigung Teil 2 als Fahrzeugbrief bekannt. Es handelt sich in beiden Fällen um amtliche Urkunden, die notwendig für den Betrieb jedes Fahrzeugs sind.

Das wichtigste zusammengefasst

  • Die Zulassungsbescheinigung ist nötig, um ein Kraftfahrzeug in Betrieb zu nehmen. Dabei wird zwischen Zulassungsbescheinigung Teil 1 und 2 unterschieden!
  • Die Zulassungsbescheinigung Teil 1 ist die neue Bezeichnung des alten Fahrzeugscheins. Dieses Dokument ist stets mitzuführen. Es hält für die Polizei Angaben zum Fahrzeug bereit!
  • Die Zulassungsbescheinigung Teil 2 wurde früher Fahrzeugbrief genannt und zeigt die Haltergeschichte auf. Eingetragene Personen sind zudem verfügungsberechtigt über das Kfz!

Inhaltsverzeichnis

    Zulassungsbescheinigung ersetzt Fahrzeugschein

    Hierbei gilt: Fahrzeuge, die vor dem 1. Oktober 2005 zugelassen worden sind, können nach wie vor mit den alten Zulassungsdokumenten betrieben werden. Ein Umtausch ist nicht verpflichtend. Grund für die Neuerungen war die Anpassung der verschiedenen nationalen Anforderungen für die Fahrzeugzulassung sowie der verbesserte Datenschutz. Nichtsdestotrotz weichen die Bescheinigungen zwischen einzelnen Staaten – mitunter auch zwischen einzelnen Regionen – voneinander ab. Auch die in ihnen enthaltenen Daten werden nicht europaweit einheitlich geschützt. Bei Verlust oder Diebstahl der Zulassungsbescheinigung muss der Verlust unverzüglich bei der kennzeichnungsführenden Zulassungsstelle angezeigt werden. Hierfür sowie für eine neue Beantragung beziehungsweise Typgenehmigung benötigt die Zulassungsstelle unter anderem den Personalausweis, eine formlose Verlusterklärung beziehungsweise Diebstahlanzeige sowie die eidesstattliche Versicherung.

    Inhalt der Zulassungsbescheinigung

    Die Zulassungsbescheinigung stellt in der Bundesrepublik keinen Eigentumsnachweis dar. In anderen EG-Ländern ist dies mitunter anders. Der dritte Bestandteil der Zulassungsbescheinigung ist die Auflistung der technischen Zulassungsvorschriften – auch Bauartzulassung genannt – des jeweiligen Fahrzeugs. Diese müssen EU-konform sein. In der Zulassungsbescheinigung wird das Fahrzeug als solches genau bezeichnet, um es anhand der Urkunden individualisieren zu können. Enthalten sind dabei immer die Fahrgestell-Nummer, die heute als Fahrzeug-Identifikationsnummer bekannt ist, die Schlüsselnummer sowie wichtige technische Angaben zum Fahrzeug. Auch die Herstellermarke und der Fahrzeugtyp werden in der Zulassungsbescheinigung festgehalten. Daneben erfolgt die Angabe des Halters. Viele verwechseln dies mit einem Eigentumsnachweis. Zwar ist der Halter auch meist Eigentümer des Fahrzeugs, dies ist jedoch nicht in jedem Fall zutreffend. Auch als Beweis für das Eigentum kann die Zulassungsbescheinigung lediglich ein Indiz sein, bietet diesbezüglich jedoch keine Rechtssicherheit. Diese Informationen sind Bestandteil der Zulassungsbescheinigung Teil 1 und Teil 2.

    Die Zulassungsbescheinigung Teil 1

    Der genaue Inhalt der Zulassungsbescheinigung Teil 1 ist in der sogenannten Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV) geregelt. In diesem Zusammenhang muss der Fahrzeughalter dieses Dokument stets mit sich führen und auf Wunsch der Polizei vorlegen.

    Einige Inhalte der Zulassungsbescheinigung - Teil 1

    Der Inhalt der Zulassungsbescheinigung Teil 1 gleicht dem des ehemaligen Fahrzeugscheins und enthält unterschiedliche Angaben zum Fahrzeug. Hierzu gehören beispielsweise:

    • das Datum der Fahrzeug-Erstzulassung
    • die Fahrzeug-Marke
    • die Anzahl der Achsen
    • die Farbe des Fahrzeugs
    • etwaige Bemerkungen zum Fahrzeug
    • die Bereifung
    • die technisch zulässige maximale Achsenlast
    • die Leistung des Fahrzeugs

    Alle eintragungspflichtigen technischen Änderungen, mögliche alternative Eintragungen sowie die Befreiung von Reifenbindungen, die den jeweiligen Serienzustand betreffen, sind im Feld 22 („Bemerkungen und Ausnahmen“) inklusive der gültigen Referenzierung einzutragen. Die Zulassungsbescheinigung Teil 1 wird von der jeweiligen Zulassungsbehörde ausgestellt.

    Die Zulassungsbescheinigung Teil 2

    Auch der Inhalt der Zulassungsbescheinigung Teil 2 ist in der Fahrzeugzulassungsverordnung (FZV) geregelt. Anders als noch beim bis zum 30. September 2005 ausgegebenen Fahrzeugbrief werden die Vorhalter des Fahrzeugs in der Zulassungsbescheinigung Teil 2 nicht mehr namentlich genannt. Stattdessen beinhaltet der zweite Teil der Zulassungsbescheinigung lediglich das Datum der ersten Zulassung sowie die genaue Anzahl der Vorhalter. Hierbei ist wichtig zu wissen: Die juristische oder natürliche Person, die in Teil 2 der Zulassungsbescheinigung eingetragen ist, muss nicht zwangsläufig der Eigentümer des entsprechenden Fahrzeugs sein. Die Person ist dann lediglich verfügungsberechtigt über das Fahrzeug.

    Vor- und Nachteile: Neue Zulassungsbescheinigung

    Zu den größten Vorteilen der neuen Zulassungsbescheinigungen Teil 1 und Teil 2 zählt die deutlich erhöhte Fälschungssicherheit gegenüber den alten Fahrzeugpapieren. Darüber hinaus ist die neue Bescheinigung europaweit lesbar und die einzelnen Datenfelder wurden vereinheitlicht. Des Weiteren beinhaltet die Zulassungsbescheinigung 1 deutlich mehr Informationen gegenüber dem zuvor gängigen Fahrzeugschein. Ein Kritikpunkt an der neuen Bescheinigung: Teil 2 listet neben dem aktuellen Halter lediglich den vorhergehenden Halter des Kfz auf. Dieses Vorgehen erschwert die Wertermittlung eines Gebrauchtfahrzeuges.

    Zulassungsbescheinigung: Wichtig bei Anmeldung

    Die Zulassungsbescheinigung wird zur Inbetriebnahme eines Fahrzeugs in jedem Fall benötigt. Unterschiede bestehen hierbei zwischen der Zulassungsbescheinigung Teil 1 und 2. Während der sogenannte Fahrzeugbrief (Teil 2) bei Abmeldung lediglich einen Vermerk hierzu erhält, wird im Fahrzeugschein (Teil 1) bei einem Verkauf der neue Halter eingetragen und auch die Hauptuntersuchung vermerkt. Wer ein neu erworbenes Fahrzeug oder ein zuvor abgemeldetes neu zulassen möchte, muss beide Teile der Zulassungsbescheinigung bei der Zulassungsstelle vorlegen. Ist das Fahrzeug dann in Betrieb genommen, muss die Zulassungsbescheinigung Teil 2 stets außerhalb des Fahrzeugs aufbewahrt werden, während die Zulassungsbescheinigung Teil 1 bei Betrieb immer mitgeführt werden muss, da sie bei polizeilichen Kontrollen vorgewiesen werden muss.

    Wofür benötigt man die Zulassungsbescheinigung?

    Bei der Anmeldung, Ummeldung oder Abmeldung eines Kfz werden der Personalausweis und die Zulassungsbescheinigung Teil 2 benötigt. Auch eine elektronische Versicherungsbestätigung (ehem. Deckungskarte) muss vorgelegt werden. In diesem Zusammenhang reicht es jedoch aus, sich eine sogenannte eVB-Nummer von der Versicherung via Telefon geben zu lassen. Ein schriftlicher Nachweis der Kfz-Versicherung wird dann nicht benötigt.

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