Versicherungssteuer

Die Versicherungssteuer ist eine Verkehrssteuer, mit der hierzulande Beiträge und Prämienzahlungen aus Versicherungsverträgen besteuert werden. Als Bemessungsgrundlage für die Steuer dient in der Regel das Jahresentgelt, also Prämie oder Beitrag. Grundlage für die Versicherungssteuer ist dabei der Nettorechnungsbetrag. Die Versicherungssteuer ist vergleichbar mit der Mehrwertsteuer und beträgt dementsprechend ebenfalls einen Steuersatz von 19 Prozent.

Das wichtigste zusammen­gefasst

  • Alle Autofahrer müssen über Kfz-Versicherungsbeitrag Versicherungssteuer entrichten!
  • Die Versicherungssteuer wird mit 19 Prozent auf den Nettorechnungsbetrag berechnet!
  • Die Versicherungssteuer wird ausschließlich dem Bund zugeführt. Die Kfz-Versicherer erhalten davon nichts!

Inhalts­verzeich­nis

    Bemessung und Erhebung der Versicherungssteuer

    Rechtsgrundlage zur Erhebung der Versicherungssteuer ist in Deutschland das Steuerrecht in Gestalt des Versicherungsteuergesetzes. Abgesehen von einigen Ausnahmen, für die ermäßigte Steuersätze oder Steuerbefreiungen gelten, wird die Versicherungssteuer mit einem Steuersatz von 19 Prozent prinzipiell auf alle Versicherungsbeiträge erhoben. Als Versicherter haben Sie eigentlich kaum Berührungspunkte mit der Versicherungssteuer. Das Abführen der Steuer an den Bund bzw. das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) erledigt Ihr jeweiliger Versicherer für Sie.

    Kfz-Versicherung: Versicherungssteuer für Autopolice

    Die Höhe der Beiträge, die Kunden für ihre Kfz-Versicherung zu zahlen haben, setzt sich aus unterschiedlichen Bestandteilen zusammen – einer davon ist die Versicherungssteuer, deren Steuersatz gesetzlich festgelegt wird. Das heißt, die Versicherungssteuer wird nicht extra auf den Versicherungsbeitrag aufgeschlagen oder am Jahresende abgeführt, sondern ist auf die normale Prämie für die Kfz-Versicherung bereits aufgeschlagen. Die Steuer ist ein bereits im Versicherungsbeitrag enthaltener Betrag, den der Kfz-Versicherer an den Bund abführen muss. Hierzulande müssen alle Kfz-Versicherungsverträge die Versicherungssteuer als Abgabe und ihre genaue Höhe eindeutig ausweisen. Verschiedene Personengruppen wie beispielsweise Freiberufler, Selbstständige oder Unternehmer können die Versicherungssteuer laut Steuerrecht steuerlich geltend machen. Zusammen mit den Beiträgen für die Versicherung wird die Versicherungssteuer direkt an den Versicherer gezahlt, der wiederum die Steuer ordnungsgemäß an den Bund abführen muss. Für Verbraucher wichtig zu wissen: Unterschiede zwischen Versicherungsverträgen sind demnach diesbezüglich nicht möglich.

    Wem steht die Versicherungssteuer zu?

    Die Versicherungssteuer wird ausschließlich dem Bund zugeführt. Die Kfz-Versicherungen erheben den Betrag zwar über die Versicherungsprämie bzw. ziehen diesen ein, müssen ihn dann aber an das Bundeszentralamt für Steuern abführen. Der Steuerschuldner gegenüber dem Staat ist also nicht der Versicherer, sondern der Versicherungsnehmer selbst.

    Versicherungssteuer – Steuer wird leicht übersehen

    Obwohl die Versicherungssteuer einen nicht unerheblichen Anteil an den Beiträgen für die Kfz-Versicherung darstellt, wird sie von Versicherungsnehmern kaum wahrgenommen. Grund dafür ist zum einen, dass die Steuer für jeden Fahrzeughalter gleich hoch ausfällt, der Steuersatz also nicht vom Fahrzeug abhängt, und zum anderen, dass die Versicherer mit der Erhebung des Betrags nichts zu tun haben. Sie führen dabei nur das Inkasso für den Staat durch, da eine Erhebung über die Versicherungsprämie mit weniger Aufwand und damit auch mit weniger Kosten verbunden ist. Auf diese Weise lässt sich der Einzug der Steuer wesentlich leichter durchführen.

    Versicherungssteuer – spezieller Steuersatz

    Der allgemeine Steuersatz für die Versicherungssteuer beträgt seit 2007 19 Prozent. Daneben gibt es aber auch Versicherungsarten, für die eine Steuerbefreiung bzw. zum Teil ein ermäßigter Steuersatz in folgender Höhe (Stand 2015) gilt:

    Versicherung Steuer
    Feuerversicherung 13,2 %
    Gebäudeversicherung** 19,0 %
    Gebäudeversicherung* 16,34 %
    Hausratversicherung 19,0 %
    Hausratversicherung* 16,15 %
    Sachversicherung** 19,0 %
    Unfallversicherung 19,0 %
    Unfallversicherung mit Prämienrückgewähr 3,8 %
    Krankenversicherung 0,0 %
    Lebensversicherung 0,0 %
    Rentenversicherung 0,0 %
    Hagelversicherung 0,02 %
    Seeschiffskaskoversicherung 3,0 %

    *mit Feueranteil

    **ohne Feueranteil

    Die Versicherungssteuer als Vorsteuer?

    Nachdem lange Unklarheit darüber herrschte, ob die Versicherungssteuer als Vorsteuer steuerlich geltend gemacht und vom Finanzamt rückerstattet werden kann, hat der Bundesfinanzhof 2011 ein entsprechendes Urteil gefällt, das die Versicherungssteuer als nicht abzugsfähige Vorsteuer wertet.

    Kunden-Bewertungen

    • 5 / 5
      Ich bin bis jetzt sehr zufrieden mit dem Wechsel
    • 5 / 5
      Sehr gut seit Jahren genutzt!
    • 1 / 5
      Das DU als Anrede geht bei mir im seriösen Geschäftsumfeld überhaupt nicht.\nAlso nie wieder Top-Tarif

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