Unterhaltskosten Auto: Was kostet Sie Ihr Fahrzeug wirklich?

Das erste eigene Auto – nach dem bestandenen Führerschein ein erhebendes Gefühl. Zur emotionalen Bruchlandung kann es für den Fahrzeughalter werden, wenn sich die Rechnungen türmen und er feststellt, dass Spritkosten nicht alles sind. Doch auch erfahrene Autofahrer sind überrascht, wenn sie berechnen, was ihr Fahrzeug sie de facto im Jahr kostet. Werden Anschaffungskosten, Spritkosten, Kfz-Versicherung, die Steuern, der Wertverlust und die Wartungskosten zusammengerechnet, so kommt ein oftmals unerwartetes Ergebnis zustande. Nicht nur die sichtbaren, auch die versteckten Ausgaben gehören zu den tatsächlichen Unterhaltskosten des Autos. Fahrzeughalter können aber an vielen Stellen deutlich sparen.

Das wichtigste zusammen­gefasst

  • Zu den Unterhaltskosten eines Autos zählen: Anschaffungskosten, Spritkosten, Kfz-Versicherung, Steuern, Wertverlust und Wartungskosten!
  • Einen großen Einfluss hat der Motortyp auf die Unterhaltskosten. Mit einem größeren Motor steigen Steuern, Versicherungsbeiträge, Spritverbrauch sowie weitere Kosten!
  • Zur Senkung der Unterhaltskosten können vor allem ein Vergleich der Benzinpreise sowie ein jährlicher Wechsel der Kfz-Versicherung beitragen!

Inhalts­verzeich­nis

    Unterhaltskosten Auto: So rechnen Sie richtig

    Schon vor der Anschaffung des Fahrzeugs sollten Autofahrer nicht nur die Anschaffungskosten des Neuwagen oder Gebrauchtwagens berücksichtigen, sondern auf lange Sicht ihre finanziellen Möglichkeiten einschätzen, denn die Fahrzeugklassen unterscheiden sich deutlich in den jährlichen Betriebskosten: Ein Kleinwagen ist Jahr für Jahr günstiger als ein Auto der Oberklasse. Aber auch innerhalb einer Klasse kommen die einzelnen Modelle auf gänzlich verschiedene Betriebskosten. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihre Autokosten berechnen können, mit welchen offensichtlichen und versteckten Kosten Sie rechnen sollten – und wo Sie sparen können.

    Wollen Sie berechnen, was Ihr Fahrzeug – ob Gebrauchtwagen oder Neuwagen – Sie tatsächlich im Monat oder Jahr kostet, so müssen Sie folgende Unterhaltskosten berücksichtigen:

    Übersicht: Unterhaltskosten Auto

    Willst Du berechnen, was dein Fahrzeug – ob Gebrauchtwagen oder Neuwagen – tatsächlich im Monat oder Jahr kostet, so musst Du folgende Unterhaltskosten berücksichtigen:

    • Anschaffungskosten
    • Kosten der Kfz-Versicherung (abhängig von Fahrzeugtyp, Jahreslaufleistung und anderen Faktoren)
    • Kfz-Steuern (abhängig von Hubraum und Schadstoffemission)
    • Spritkosten (abhängig von Motor und Diesel- bzw. Benzinverbrauch)
    • Wartungskosten (für Reparaturen von Verschleißteilen)
    • Wertverlust
    • Zusätzliche Kosten (zum Beispiel TÜV, Umweltplakette)

    Viele diese Faktoren hängen direkt von der Fahrzeugklasse und dem Fahrzeugmodell ab – zahlreiche Variablen sind somit für die Berechnung der Autokosten zu berücksichtigen. Für Gebrauchtwagen lassen sich die Anschaffungskosten nur schwer generalisieren; die den Wertverlust berücksichtigenden Tabellen von Automobilclubs geben hier grobe Richtwerte vor. Beim Neuwagen kann hingegen der Listenpreis zur Grundlage genommen werden. So etwa geht der Autokosten-Experte Schwacke vor. Die Fachleute von Schwacke haben ihrer Berechnung der Unterhaltskosten des Autos eine Haltedauer von fünf Jahren und 15.000 Kilometer Jahreslaufleistung – mit entsprechenden Kosten der Kfz-Versicherung – zugrunde gelegt. Im Folgenden finden Sie unter Berücksichtigung der Ergebnisse von Schwacke Informationen dazu, wie Sie die Betriebskosten berechnen können – und wichtige Tipps und Tricks, die Unterhaltskosten Ihres Autos zu reduzieren

    Fahrzeugklasse: Variable für die Unterhaltskosten

    In Abhängigkeit davon, welcher Fahrzeugklasse das erworbene oder zu erwerbende Automodell angehört, verändern sich die zu erwartenden Unterhaltskosten. Kleinwagen, Mittelklasse oder Oberklasse – das hat deutlichen Einfluss nicht nur auf die reinen Anschaffungskosten, sondern auch auf die Höhe der Kfz-Steuer, den Benzinverbrauch, die Wartungskosten und die Kosten der Kfz-Versicherung. Laut Berechnungen von Schwacke – hier fließen alle oben genannten Kostenfaktoren ein – gibt es beeindruckende Unterschiede in den Unterhaltskosten: Ein Auto wie der Range Rover, ein SUV, schlägt mit 1,07 Euro pro gefahrenem Kilometer zu Buche. Vergleichbar kostenintensiv im Unterhalt sind auch andere SUVs. Am unteren Ende der Skala finden sich die Kleinwagen mit einem Bruchteil dieses Betrags: Der Toyota Aygo kostet pro gefahrenem Kilometer nur 0,26 Euro an Unterhaltskosten – ein Auto für den kleinen Geldbeutel. Bezogen auf die monatlichen Unterhaltskosten können folgende Beträge – die für Vielfahrer schon aufgrund ihres Benzinverbrauchs nicht gelten – als grobe Richtlinie angenommen werden: Ein Kleinwagen kostet etwa 200 Euro an Unterhaltskosten im Monat; sind Sie Autofahrer eines Mittelklasse-Fahrzeugs können Sie den doppelten Betrag annehmen. Oder, in einem – oftmals wahren – Merksatz zusammengefasst: Mehr PS bzw. kW bringen höhere Unterhaltskosten.

    Unterhaltskosten Auto: Motortyp und die Kosten

    Ein wichtiger Faktor für die Berechnung Ihrer Unterhaltskosten ist der Spritverbrauch – wie viele Kilometer werden gefahren, wie und wo wird gefahren? Unabhängig aber vom tatsächlichen Spritverbrauch wirkt sich alleine schon der genutzte Kraftstoff in vielerlei Hinsicht aus auf die Unterhaltskosten. Auto-Klasse und -Modell modifizieren diese deutlich, sodass der Vergleich nur innerhalb einer Fahrzeugklasse Sinn ergibt. Für Sie haben wir den Einfluss des Motortyps auf die Unterhaltskosten des Autos bewertet. In jeder Kategorie – Autokosten für die Anschaffung eines Neuwagens, Spritkosten, Kfz-Steuer – vergeben wir die meisten €-Zeichen für die höchsten Kosten.

    Motortyp /
    Kraftstoff
    Autokosten
    Neuwagen
    Spritkosten Kfz-Steuer
    Benzin €€ €€€€ €€€
    Diesel €€ €€€€ €€€€
    Erdgas €€€ €€€ €€
    Elektroantrieb €€€ €€

    Unterhaltskosten: Elektroantrieb spart Kfz-Steuer

    Das Elektroauto schneidet – abgesehen von den Anschaffungskosten – am besten ab: Die Kfz-Steuer entfällt nach aktueller Regelung für diesen Motortyp. Wenn das Elektrofahrzeug vor dem 18. Mai 2011 erstzugelassen wurde bzw. zwischen dem 1. Januar 2016 und dem 31. Dezember 2020 zugelassen wird, ist es für fünf Jahre steuerbefreit. Findet die Erstzulassung zwischen dem 18. Mai 2011 und dem 31. Dezember 2015 statt, gilt die Befreiung von der Kfz-Steuer sogar für zehn Jahre. Anschließend werden Elektroautos mit 50 Prozent der Steuer für „andere Kfz“ belegt, und sind somit weiterhin deutlich günstiger als Autos mit Diesel- oder Benzinmotor.

    Benziner und Diesel: Schadstoffarm fährt günstiger

    Die Kfz-Steuer setzt sich aus insgesamt drei Faktoren zusammen: dem Baujahr des Fahrzeugs, der Schadstoffemission und der Größe des Motors (Hubraum). Die Faktoren beeinflussen einander natürlich; so bringt ein älterer Benziner mit großem Hubraum auch einen höheren Schadstoffausstoß mit sich – und damit eine höhere Kfz-Steuer. Seit einigen Jahren wird vom Gesetzgeber verstärkt das Ziel verfolgt, schadstoffarme Fahrzeuge durch niedrigere Steuern zu fördern. Voraussichtlich wird diese Entwicklung sich fortsetzen. Nach aktuellem Stand ist das Elektroauto gänzlich steuerbefreit, der Erdgasantrieb spart deutlich Steuern, der Benziner findet sich im Mittelfeld – und der Diesel am unteren Ende. So variiert die Höhe der Kfz-Steuer zwischen null Euro und mehreren hundert Euro im Jahr.

    Kfz-Versicherung: Vergleich spart Unterhaltskosten

    Zwei einfache Stellschrauben hat der Autofahrer, um die Unterhaltskosten eines bestehenden Fahrzeugs reduzieren: Einerseits sein tatsächliches Fahrverhalten und den damit verbundenen Spritverbrauch – wird sparsamer oder weniger gefahren, fallen geringere Spritkosten an. Gerade im städtischen Stop-and-Go-Verkehr steigt der Benzinverbrauch deutlich an. Ebenso gilt: Weniger Gas geben und rechtzeitig den Gang wechseln, spart viele Liter Kraftstoff und bares Geld. Andererseits kann die Entscheidung für die richtige Kfz-Versicherung die jährlichen Betriebskosten senken. Dabei ist nicht nur entscheidend, ob eine Haftpflicht-, Teilkasko- oder Vollkasko-Versicherung gewählt wird. Auch innerhalb der einzelnen Versicherungstypen unterscheiden sich die Tarife der Unternehmen stark.

    Berechnung der Kfz-Versicherung

    Wer die Tarife vor dem Abschluss oder bei Wechsel der Versicherung vergleicht, kann bis zu mehrere hundert Euro im Jahr sparen – und so die Unterhaltskosten seines Autos senken. Versicherungen berücksichtigen bei der Berechnung der Beiträge unter anderem folgende Faktoren:

    • Welches Fahrzeug wird versichert?
    • Wie viele Jahre besitzt der Autofahrer seinen Führerschein bereits?
    • Ist eine abschließbare Garage vorhanden?
    • Seit wie vielen Jahren fährt der zu Versichernde unfallfrei?
    • Wie viele Kilometer fährt der Autofahrer im Jahr (Jahresfahrleistung)?
    • Weitere Faktoren zu Berechnung können Sie hier nachlesen !

    Generell gilt: Mehr zurückgelegte Kilometer im Jahr erhöhen aus Versicherungssicht das Unfallrisiko – und damit die Beitragshöhe. Aber auch die Wahrscheinlichkeit eines Autodiebstahls fließt über die Fahrzeugmarke mit ein: So gehen Versicherungen davon aus, dass ein Oberklassewagen ein höheres Diebstahlsrisiko mit sich bringt als der Kleinwagen.

    Reparaturen, Wartungtragen und Unterhaltskosten

    Abhängig von der Automarke und der Fahrzeugklasse müssen Autofahrer mit unterschiedlichen Kosten für die Wartung und die Reparatur Ihres Wagens rechnen. Zu den regelmäßig anfallenden Wartungsaufgaben gehören TÜV, Ölwechsel und – handelt es sich um einen Neuwagen – die regelmäßigen Wartungen im Rahmen der Garantie. Alle zwei Jahre muss das Auto durch den TÜV. Selbst wenn kein Reparaturbedarf bei der Kontrolle festgestellt wird, zahlen Sie für den TÜV rund 100 Euro. Mindestens einmal jährlich ist der Ölwechsel notwendig – und bei Vielfahrern auch häufiger. In Abhängigkeit vom Fahrzeugtyp unterscheiden sich auch hier die Kosten deutlich: Die Untergrenze ist bei 100 Euro anzusetzen, die Obergrenze liegt bei rund 250 Euro. Handelt es sich um einen Neuwagen, muss – im Rahmen der Herstellergarantie – das Fahrzeug regelmäßig von einer Vertragswerkstatt geprüft und gewartet werden. Die Kosten dafür variieren, je nach Fahrzeugklasse, Modell und Automarke. Wenn bei der Kontrolle keine größeren Schäden – gerade die moderne Bordelektronik hat sich als Quelle böser Überraschungen etabliert – festgestellt werden, betragen die zu erwartenden Kosten etwa 300 bis 1.100 Euro. Im Rahmen der Durchsicht werden auch Verschleißteile ausgetauscht – denn ob Neuwagen oder Gebrauchtwagen, bei der Berechnung der Unterhaltskosten des Autos ist zu berücksichtigen, dass etwa Auspuff, Bremsen, Lager und Reifen, genauso aber Lichtmaschine, Wasserpumpe und Klimaanlage Verschleißteile sind. Von Zeit zu Zeit ist der Austausch unvermeidbar.

    Das liebe Geld: Wertverlust, Leasing, Kredite

    Benzinverbrauch, Verschleißteile, Kfz-Steuer – da kann die Freude am Fahren vergehen. Doch selbst wer sich entschließt, das Auto abgemeldet in der Garage stehen zu lassen, hat weiterhin mindestens versteckte Kosten zu tragen: Denn auch Wertverlust und eventuelle Leasing- und Kreditkosten sollten in die Unterhaltskosten des Autos miteinberechnet werden. Bei Leasing oder Krediten sollten die verschiedenen Angebote unbedingt vor Erwerb eines Fahrzeugs verglichen werden; denn auch hier kann der Autofahrer deutlich sparen. Unvermeidbar hingegen ist der Wertverlust des Fahrzeugs. Andererseits: Gemeinhin wird der Fahrzeughalter es nicht als Sammlerstück besitzen, sondern den Wagen als Autofahrer mit Freude steuern.

    So läuft dein Wechsel

    Kündigungsfrist Vertrag

    Kfz-Versicherung kündigen

    Du bist mit deiner Kfz-Versicherung unzufrieden? Hier findest du Musterschreiben und Tipps zur Kfz-Versicherung Kündigung.

    Kfz-Versicherung kündigen
    30. September

    Sonderkündigungs­recht

    Deine Kfz-Versicherung hat die Preise erhöht? Hier erfährst du wann das Sonderkündigungs­recht greift und findest unsere Musterkündigung.

    Sonderkündigungsrecht
    KFZ Zulassung Papiere

    Kfz ummelden

    Du ziehst um und musst dein Kfz um- oder anmelden? Hier erhältst du alle notwendigen Informationen dazu.

    Kfz ummelden