Nummernschild gestohlen: Ein Fall für die Versicherung?

Einsatzmöglichkeiten für gestohlene Nummernschilder gibt es viele: Betrüger nutzen die fremden Kennzeichen für den Benzin-Klau an der Tankstelle oder den TÜV-Betrug von mangelhaften Fahrzeugen. Ein Auto ohne amtliches Kennzeichen gilt jedoch als nicht zugelassen. Es darf folglich nicht gefahren werden – auch dann nicht, wenn das Nummernschild gestohlen und weder Versicherung noch Polizei bereits benachrichtigt wurden. Der geschädigte Autobesitzer muss außerdem sich auf einen hohen Zeit- und Kostenaufwand einstellen.

Das Wichtigste zusammen­gefasst

  • Wurde am Auto das Nummernschild gestohlen, muss die Kfz-Versicherung informiert werden. Für anfallende Kosten kommt sie jedoch oft nicht auf!
  • Nummernschilder werden häufig gestohlen, um Straftaten zu begehen, wie Benzin-Diebstahl!
  • Wurde das Nummernschild gestohlen, muss man die Zulassungsstelle aufsuchen und ein neues Kennzeichen beantragen. Kostenpunkt etwa 60 Euro!

Nach Kennzeichendiebstahl zuerst die Polizei aufsuchen

In Deutschland kommt es jedes Jahr zu rund 160.000 Fällen von Kennzeichendiebstahl. Häufig wird nur eines der beiden Schilder entwendet. Der Fahrzeughalter hat in solchen Fällen sogar noch Glück im Unglück, denn wenn nur ein Nummernschild gestohlen wurde, darf der Wagen zumindest noch zur Versicherung oder zur nächsten Polizeidienststelle gefahren werden. Fehlen beide Kennzeichen, muss das Auto stehen gelassen werden. Autofahrer sollten im Falle eines Kennzeichendiebstahls zuerst Anzeige bei der Polizei erstatten. Wurde diese bestätigt, folgt der Gang zur Kfz-Zulassungsstelle , um ein neues Nummernschild zu erhalten. Hat man den Diebstahl vorher nicht polizeilich gemeldet, liegt nach dem Ermessen der Zulassungsstelle ein selbstverschuldeter Verlust vor, für den der Geschädigte alle anfallenden Kosten in voller Höhe selbst trägt.

Nummernschild gestohlen: Versicherung zahlt nicht

Für den Besuch bei der Zulassungsstelle sollten Autobesitzer im Falle eines Kennzeichendiebstahls reichlich Zeit mitbringen. Darüber hinaus wird auch der Geldbeutel nicht geschont: Neben circa 35 Euro für den Verwaltungsaufwand fallen etwa 25 Euro für die Prägung eines neuen Nummernschildes an. Weitere 35 Euro werden fällig, wenn die alten Fahrzeugpapiere ausgewechselt werden müssen, und 10 Euro zusätzlich kostet die Prägung eines Wunschkennzeichens. Wer nach dem Kennzeichenklau nicht das Glück hat, dass der Dieb gefasst und zur Verantwortung gezogen wird, bleibt auf den Kosten sitzen. Wird das Nummernschild gestohlen, kommt die Kfz-Versicherung des Geschädigten nicht für die Umschreibungskosten auf.

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