Grüne Versicherungskarte

Die Internationale Versicherungskarte bzw. Grüne Versicherungskarte bietet Versicherungsschutz für Kraftfahrer auch im Ausland. Dort dient sie ihnen auch als Nachweis über den bestehenden Schutz.

Das wichtigste zusammen­gefasst

  • Die Grüne Versicherungskarte dient als Versicherungsnachweis bei Fahrten ins Ausland. Sie ist heute aber durch das Kennzeichenabkommen keine Pflicht mehr!
  • Im Schadensfall übernimmt das „Deutsche Büro Grüne Karte“ (DBGK) die Schadenregulierung sowie den Schadenservice!
  • Eine Liste aller teilnehmenden Länder des Grüne-Karte-Systems finden Sie im Text!

Inhalts­verzeich­nis

    Grüne Karte sorgt für Schadensregulierung

    Das zum internationalen Grüne-Karte-System zugehörige „Deutsche Büro Grüne Karte“ (DBGK) ist hierzulande zuständig für Schadenservice und Schadensregulierung bei Kfz-Haftpflicht-Fällen mit Beteiligung ausländischer Kraftfahrer. An den Verein können Sie sich beispielsweise als Geschädigter bei einem Unfall mit einem ausländischen Autofahrer auf deutschen Straßen wenden, wenn der Fahrer aus dem Ausland den Unfall verursacht hat. Das DBGK überträgt die Schadensregulierung in der Regel an eine inländische Kfz-Haftpflichtversicherung , die Ihren Schaden so reguliert, als handele es sich bei dem Unfallverursacher um einen deutschen Autofahrer. Was die Grüne Versicherungskarte genau ist – auch im Vergleich zum Versicherungs-Nachweis für einzelne Länder –, wie und wann sie Versicherungsschutz gewährleistet sowie wichtige Hinweise zum Grüne-Karte-System erfahren Sie im Folgenden.

    Versicherungskarte: Nachweis Versicherungsschutz

    Der Begriff „Grüne Versicherungskarte“ ist die umgangssprachliche Bezeichnung für die Internationale Versicherungskarte für Kraftfahrer. Diese ist Bestandteil eines internationalen, hauptsächlich europäischen Systems, durch das es möglich wird, mit der heimischen (beispielsweise der deutschen) Kfz-Haftpflichtversicherung in andere Länder zu fahren, ohne dass der Erwerb einer dem nationalen Recht des bereisten Landes entsprechenden Versicherungsdeckung notwendig ist. Ohne Grüne Versicherungskarte wäre ein solcher Nachkauf daher erforderlich, weil es innerhalb der Europäischen Union keine einheitlichen Haftungsregelungen im Straßenverkehr und die entsprechenden Versicherungslösungen dazu gibt. Die Grüne Versicherungskarte dient also der Vereinfachung und Vereinheitlichung der Haftungs- und Versicherungsregelungen in Europa. Das sogenannte Grüne-Karte-System (GK-System) wurde bereits kurz nach dem Zweiten Weltkrieg auf Empfehlung der UNO hin entwickelt und auf den Weg gebracht und bezieht sich auf Europa und die Mittelmeer-Anrainer-Staaten. Bis zum Jahr 1965 war es noch für jeden Autobesitzer Pflicht, bei Überschreitung einer Grenze einen Versicherungsnachweis für das jeweilige Ausland mitzuführen. Durch das „Grüne-Karte-Abkommen“ wurde dieser Nachweis in den darin zusammengeschlossenen Staaten abgelöst und durch eine einheitliche, in grün gehaltene Bescheinigung ersetzt, woher sich auch der Name „Grüne Versicherungskarte“ ableitet.

    Wann wird die Versicherungskarte benötigt?

    Die Grüne Karte steht für den internationalen Versicherungsschutz von Kraftfahrzeugen. Ursprünglich musste sie bei Reisen oder beruflichen Fahrten ins Ausland stets mitgeführt werden. Dies galt dabei nicht nur für Autos, sondern auch für Motorräder und alle weiteren Kraftfahrzeuge. Die Internationale Versicherungskarte für Kraftverkehr musste bei PKW-Reisen in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union sowie in Island, Andorra, Norwegen, Monaco, Liechtenstein und der Schweiz mitgeführt werden. Die Grüne Karte erhalten Versicherungsnehmer direkt von ihrem Versicherer. Mittlerweile ist die Grüne Versicherungskarte allerdings aufgrund des Kennzeichenabkommens im Grunde genommen überflüssig, weshalb sie längst nicht mehr jeder Autohalter besitzt. In Mietwagen jedoch ist sie nach wie vor immer vorhanden. Die Grüne Versicherungskarte kann bei einem Unfall die Schadensabwicklung erheblich erleichtern, weshalb es empfehlenswert ist, sie trotz abgeschaffter Pflicht immer im Privat-Auto mitzuführen. Auf ihr sind beispielsweise die Adressen sämtlicher ausländischer Regulierungsbüros vermerkt, an die sich Autofahrer bei einem Unfall wenden können.

    Schadensregulierung: Grüne Versicherungskarte

    Die Funktion des Grüne-Karte-Büros in Deutschland übernimmt der Verein Deutsches Büro Grüne Karte e.V. (DBGK) mit Sitz in Berlin. Die Mitglieder des Vereins sind die deutschen Kfz-Versicherer. Kommt es zu einem Schaden, überträgt das DBGK die Regulierung an das zuständige Mitglied, also die jeweilige Versicherung, die im Anschluss im Auftrag des DBGK handelt. Gegenüber dem zuständigen Büro im Ausland garantiert das DBGK jedoch die Schadensregulierung.

    Grüne Versicherungskarte: Wichtige Hinweise

    Versicherungen, die Kfz-Haftpflicht-Angebote führen, bieten üblicherweise auch die Deckung für die Grüne Versicherungskarte an. Einige Ausnahmen davon gibt es jedoch für Länder, deren Mitgliedschaft im Grüne-Karte-Systems noch nicht lange besteht. Die betreffenden Versicherungen der einzelnen Länder sind in jeweiligen Dachorganisationen zusammengeschlossen, den nationalen „Grüne Karte Büros“. Das „Deutsche Büro Grüne Karte e.V.“ in Berlin ist dann zuständig, wenn Sie in einen Auto-Unfall in Deutschland verwickelt sind, an dem auch ein Kraftfahrzeug aus dem Ausland beteiligt war. Ist das Auto Ihres Unfallgegners hingegen in Deutschland zugelassen, kommt unter Umständen auch der Entschädigungsfonds der Verkehrsopferhilfe e.V. (VOH) für die Entschädigung in Frage.

    Das Grüne-Karte-Büro in Deutschland erreichen Sie auf folgenden Wegen:

    • per Telefon unter 030-20 20 57 57
    • per E-Mail an claims@gruene-karte.de
    • per Fax an 030-20 20 67 57

    Nicht zuständig ist das DBGK dann, wenn sich ein Auto-Unfall im Ausland zugetragen hat. Sie können sich in diesem Fall jedoch an die Entschädigungsstelle für Auslandsunfälle wenden und dort unter Umständen Hilfe erhalten.

    Schadensmeldung bei Grüne Karte: Der Ablauf

    Um den Schadenservice der Grünen Versicherungskarte in Anspruch nehmen zu können und Schadenersatzansprüche geltend machen zu können, müssen Sie Ihren Schadenfall beim DBGK anmelden. Das Büro überträgt die Schadenabwicklung dann einem Regulierer – also einer Versicherung oder einem Regulierungsbüro. Welche Stelle als Regulierer einspringen kann, ist in den meisten Fällen davon abhängig, bei welcher Versicherung im Ausland Ihr Unfallgegner versichert ist. Wissen Sie nach einem Unfall mit einem ausländischen Unfallverursacher bereits, bei welcher Versicherungsgesellschaft dieser versichert ist, kann das DBGK Ihnen meistens sofort die entsprechende Regulierungsstelle nennen, die sich um Ihren Schadenfall in Deutschland kümmert. In diesem Fall können Sie auf der Webseite des DBGK Fragen zur Unfallmeldung beantworten, die Sie zu Ihrem zuständigen Regulierer führen, bei dem Sie Ihren Schaden melden können. Anderenfalls können Sie zwecks Kontaktaufnahme auch eine der oben genannten Möglichkeiten wählen. Für eine Schadensmeldung per Mail oder Fax sollten idealerweise die vorgefertigten Formulare, bzw. der europäische Unfallbericht , verwendet werden. Dort finden Sie auch ein Merkblatt mit allgemeinen Informationen zur Schadensfallbearbeitung durch das DBGK.

    Sind Sie als Beteiligter in einen Auto-Unfall verwickelt, ist es immer ratsam, noch an der Unfallstelle zusammen mit dem Unfallgegner und eventuellen Zeugen einen Unfallbericht auszufüllen. Anhand des Unfallberichts kann die betreffende Versicherung oder Regulierungsstelle die Schadensregulierung besser und zügiger bearbeiten. Wer mit seinem Auto im Ausland unterwegs ist, sollte stets mindestens ein Exemplar vom europäischen Unfallbericht mit sich führen und bei der Unfallaufnahme verwenden.

    Kunden-Bewertungen

    • 4 / 5
      Nichts Auffälliges. Etwas magere Informationen. Sonst ok.
    • 5 / 5
      schneller und reibungsloser Wechsel
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      Schnell,probleml

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